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Ist das gerechtfertigt ?
Mittlere Reife um bei MC-Donalds zu arbeiten ?
das bild hab ich von arbeitsamt.de
verry bad quality, aber was solls.
Na ja, da scheint es ja nicht nur um´s Tüten-über-den-Tresen-schieben zu gehen, sondern um eine Ausbildung, die vielleicht mal auf die Leitung einer Filiale hinauslaufen kann: Also warum nicht? :)
Ciao, Tiguar
Ist eben bei McDonnalds so. Selbst wenn Du einen Manager Posten angeboten bekommst, musste erst einmal Tüten über den Tresen schieben und Burger backen.
Zimtziege
27.08.2002, 22:18
Ich stimme den beiden Members vor mir zu.
Hast Du ein Problem, weil Du die Voraussetzungnicht erfüllst?
Das liesse sich eventuell mit Einsatz nachholen.
Und dafür gibt es in vielen AAs spezielle Programme, um die Jugendlichen fit zu machen.
Nur zu, es lohnt sich! ;)
Zimtziege
klingt zwar komisch aber wie in der ausschreibung zu sehen geht es um einen seriösen lehrberuf........läden wie mc donalds sind halt jetzt systemgastromen und ich finde es ok das da etwas verlangt wird.......so blöde das auch klingt man hat als betreiber eines solchen laden doch auch jede menge verantwortung.....ich denke an sachen wie salmonellen, die entstehen können wenn die sorgfaltspflicht ausser acht gelassen wird....
gruss Nox
Original erstellt von Noxman
snip.....ich denke an sachen wie salmonellen, die entstehen können wenn die sorgfaltspflicht ausser acht gelassen wird....
gruss Nox
Dafür brauchst Du aber nicht die mittlere Reife. Diese Pflicht hat jeder der mit Lebensmitteln in Berührung kommt.
@ werkam,
das ist schon klar.....bei dieser ausbildung geht es ja auch mehr um die leute die dahinter stehen und alle anderen an diese sorgfalt erinnern müssen.....:D
gruss Nox
onkel_mark
28.08.2002, 00:03
Also ein Mitarbeiter des Arbeitsamtes hat mir das so erzählt: Wer heute einen Hauptschulabschluss hat, der hat eigentlich schon ziemlich "ausgeschissen". Die Mittlere reife ist mittlerweile schon zum Standard Schulabschluss geworden. Wer Abitur oder andere Höhere Abschlüsse hat, noch besser!
Wo früher noch ein Hauptschulabschluss gereicht hat, ist halt jetzt Abitur etc. bevorzugt.
Naja deswegen brauch man sich in diversen Berufszweigen nicht wundern...
Sinn und Unsinn... Wer kann das schon sagen?
Zimtziege
28.08.2002, 07:51
Du sagst es!
Die Hauptschule ist als Schulform im Ansehen, der Ausstattung und den Ambitionen ihrer Betreiber ganz, ganz weit unten.
Um die letzte Jahrhundertwende war ein Mensch, er von der Hauptschule kam, gut ausgestattet fürs Berufsleben:
Rechnen - Kopfrechnen bis Hundert, Dreisatz und damit Bruchrechnen und Prozentrechnen war Pflicht (heißt heute Kaufmännisches Rechnen)
Schreiben - fehlerloses Schreiben in Sütterlin in einwandfreier Handschrift war Pflicht
Lesen - häufiges lautes Lesen, Deklamieren und Auswendiglernen hat diese Fähigkeit geschult.
Handarbeit - vom Knopf annähen bis zum Bettwäsche besticken, vom Kochen bis zum Holzbearbeiten gab es Unterricht
Heimatkunde - umfassende Kenntnisse der Geographie Deutschlands, Europas waren Unterrichtsfach
Sachkunde - gab es auch.
Ich habe als Kind meine Großeltern gerne nach "Früher" gefragt, habe Hefte und Ranzen gesehen, und vor allem: kannte Leute, die mit Hauptschulabschluß ein gutes Selbstbewußtsein und einen guten Berufsweg gingne.
und heute?
Meine Freundin aus Saarbrücken sagt, es ist den Kindern nicht mehr beizubringen, ihre Schuhe zuzubinden....(sarkastisch)- ist Direktorin in einer Hauptschule.
Über die Ursachen kann ich hier nichts ausführen, dauert zu lange.
Die Hauptschule wurde Jahrzehnte einfach vergessen.
Die Mittlere Reife für einen Gastronomieberuf ist deshalb die logische Folge!
Da ist schon was wahres dran Zimtziege aber da gehört auch noch ein anderer Teil zu.
Von 1983 - 1986 habe ich meine erste Lehre zum Stahlbauschlosser gemacht. Nun gut sollte man meinen, Stahlbauschlosser oder überhaupt -Schlosser was ist da schon besonderes dran.
Damals hatte ich auch "nur" den Hauptschulabschluß.
Doch was in der Berufsschule von einem Verlangt wurde, dass war bei weitem übertrieben.
Wir mußten z.B. komplette Brücken oder Deckenkonstruktionen auf deren Tragfähigkeit berechnen. Chemische Zusammensetzungen von den verschiedensten Stählen wissen usw usw.
Jetzt zeige man mir bitte einen Schlosser, der sich seine technische Zeichnung nimmt, und das Gebilde auf deren Tragfähigkeit nachrechnet. Mindeszugfestigkeit und Abscherfestigkeit des verwendeten Stahls und der Schrauben, Pfeilerabstände usw. usw.
Ich denke da wird man keinen einzigen finden. Diese Aufgabe macht noch nicht einmal ein Meister. Dafür gibt es Ingenieure.
Ich hätte ja nichts dagegen gehabt dies einfach nur mal so zu tun, so als Allgemeinbildung aber wozu dies alles Prüfungsrelevant sein soll weiß ich ich heute nicht. Unsere Abschlußprüfung war in 80% eine Abschlußprüfung welche 8 Jahre zuvor die Meister ablegen mussten.
Wozu also die Anforderungen so hoch legen, wenn es absolut nicht notwendig ist.
Es ist doch logisch, das die Firmen am liebsten Leute mit einem höheren Bildungsabschluß einstellen als eigentlich notwendig wäre. Diejenigen welche heute "nur" noch einen Hauptschulabschluß haben, werden es in einigen klassischen Lehrberufen vom Stoff her sehr schwer haben.
Würde man die Lehrfächer auf das notwendigste beschränken, hätten die Hauptschüler auch wieder mehr chancen.
interessant ist auch........wenn wir alle die jobs machen bei denen hohe oder höhere bildungsabschlüsse gefordert oder "angeblich" sogar pflicht sind........wer macht dann die normalen, bodenständigen jobs...???? wir verändern uns ja scheinbar immer mehr zur dienstleistungsgesellschaft.......nur wer produziert dann die dinge für die wir dienste leisten sollen und wollen?
gruss Nox
So ist aber der Trend Noxman.
Immer weniger Menschen, produzieren immer mehr Dinge.
das stimmt schon graka,
unsere technischen möglichkeiten versetzen uns ja auch in die lage immer mehr mit weniger leuten erzeugen zu können.....was ich meine ist nur das ist doch eine spirale die irgendwann mal in einem riesigen crash enden muss.....das kann nicht auf dauer gut gehen......also warum nicht schon jetzt mal ein wenig bremsen und nachdenken wie es für alle besser gehen könnte. :(
gruss Nox
Hi,
hast du schonmal die Stellenangebote zu einer IT Stelle gesehen?
Da wir dann ein Angestellter gesucht so um die 25 Jahre, abgeschlossenes Informatikstudium, Berufserfahrung (wann hätte er die den kriegen sollen, ist ja kaum einer mit 25 mit dem Studieren fertig). Dann sollte er nebenbei noch Java, Javascript, HTML,PHP, C++, VB können und auch SQL und Oracle administrieren können. Dazu kommen dann noch Fremdsprachenkentnisse, fließend Englisch und Französisch.
Und wer soll sich dann da noch bewerben?
Meine alte Firma hatte auch so ein Stellenangebot auf der Webseite, und ich hab dann die abgekriegt die sich beworben hatten, da musste man froh sein wenn sie einen Punkt der Anforderung erfüllten.
Gruß
Toaster
P.S.
Ich arbeite als VB/C++/SQL Programmierer und habe "nur" den Quali
Du hast noch vergessen, dass der Bewerber den Wehrdienst schon absolviert haben sollte.
Hi,
@werkam:
mist hatte ich vergessen ;)
hier nun ein Auszug für drei Stellenangbote:
Entwicklung: C++ Entwickler (m/w)
Berufserfahrung 2-3 Jahre
Sie unterstützen den Softwareentwicklungsprozess in einem engagierten Team durch Konzeption, Wartung, Mit- und Weiterentwicklung unserer Produktpalette. Dazu verwenden Sie objektorientiertes Design, Technologien wie Internet/Intranet, verteilte Systeme (COM, DCOM), Windows NT, und C++. Wichtig ist uns Ihre serviceorientierte, positive Einstellung, die Sie im Team täglich überzeugend leben. Sie übernehmen gerne Verantwortung, zeigen großes Engagement und schätzen kooperative Team- und Projektarbeit. Mit analytischem Sachverstand, Kreativität und strukturierter, ergebnisorientierter Arbeitsweise gehen Sie Ihre Aufgaben an. Ihr Interesse an regelmäßiger Weiterbildung und State-of-the-art-Technologien bringt Sie bei uns weiter.
Entwicklung: Applikations-Entwickler (m/w)
Berufserfahrung 2-3 Jahre
Sie haben Ihr Studium der (Wirtschafts-) Informatik erfolgreich abgeschlossen oder können eine vergleichbare Ausbildung sowie 1-2 Jahre Berufserfahrung vorweisen. Sie verfügen über gute Kenntnisse im Bereich VB und Java und sind mit den gängigen HTML-Entwicklungstools vertraut. Erfahrung mit Scriptsprachen und Kenntnisse im Datenbankdesign sowie ASP und XML sind erwünscht. Ihr Know-How ist uns ebenso wichtig wie Ihre Teamfähigkeit und das Beherrschen der englischen Sprache.
Entwicklung: Software Test Engineer (m/w)
auch Berufsanfänger
Voraussetzungen eines Junior Software Testing Engineer (STE): - Gute Betriebssystemkenntnisse Windows 9x, Windows NT, Windows 2000 - Netzwerkkentnisse - Gute Internetkenntnisse (Browsertechnologien, Protokolle, Tools, HTML, evtl. Java) - Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift - Flexibilität, Kreativität und analytisches Denken - Von Vorteil wäre eine Ausbildung zum MCP (Microsoft Certified Professional) oder - MCSE (Microsoft Certified System Engineer).
Aufgaben:
• Testen der Produkte nach Vorgabe
• Mitarbeit an der Weiterentwicklung des Testprozesses
• Erstellung aussagekräftiger Test- und Fehlerberichte
• Newsgroupbetreuung
ich arbeitet erst im letzten Bereich und habe mich zum 2. Bereich weiterentwickelt
Gruß
Toaster
@Noxman:
Klar!
Sollte Dich das Thema weitergehend interessieren, empfehle ich Dir den "Bericht des Club of Rome" und "Club of Budapest"
Gib es einfach bei BOL oder einem anderen Bücherversender ein. Wirst es dann schon finden. Wenn nicht, gebe ich Dir auch gerne die ISBN-Nr. der Bücher.
Original erstellt von Zimtziege
snip...
Um die letzte Jahrhundertwende war ein Mensch, er von der Hauptschule kam, gut ausgestattet fürs Berufsleben:
snip...
Mit der letzten Jahrhundertwende meinst Du doch wohl die von 1900 und nicht die von 2000 oder?
Leider gab es zu dem Zeitpunkt noch keine Hauptschule sondern nur die Volksschule. Die Hauptschule wurde meines Wissens nach erst in den 60er Jahren des 20.ten Jahrhundert eingeführt. Kann mich noch daran erinnern, dass wir 2 Kurzschuljahre hatten, und das damit das 9.te Schuljahr eingeführt wurde. Bei mir war es das 4. und 5. Schuljahr. Heute gehen die Schüler mindestens 10 Schuljahre zum Unterricht (Nordrhein Westfalen). Daher haben die Schüler von heute eigentlich den Bildungsstand einer Realschule in den 60er Jahren (sollten sie eigentlich haben), was ja dann wohl der mittleren Reife von damals gleichzusetzen ist. Leider ist es aber nicht so. Wenn ich bedenke, dass heute die Schüler meist schon 18 sind wenn sie entlassen werden, muß ich mich zurückerinnern, da hatte ich bereits meine Ausbildung hinter mir und ging mit knapp 19 Jahren zur Bundeswehr. Heute fangen sie gerade mal mit Ihrer Ausbildung an und sind erst fertig, als meine ersten Kinder (ich war 22 und bereits 1 Jahr verheiratet, Bundeswehr absolviert) geboren wurden. Jetzt will ich aber nicht damit sagen, dass früher alles besser war.
Original erstellt von GRAKA0815
Sollte Dich das Thema weitergehend interessieren, empfehle ich Dir den "Bericht des Club of Rome" und "Club of Budapest"
danke graka, werde mal danach sehen.....:D
gruss Nox
@Noxman
1.) DAS DRITTE JAHRTAUSEND ISBN 3-518-39471-1 (DM 14,80)
2.) DIE GRENZEN DER GEMEINSCHAFT ISBN 3-89204-818-5
Zugegeben, dass unter pkt.2 genannte liest sich etwas schwer, ist aber vom Informationsgehalt erste Wahl.
Zimtziege
28.08.2002, 14:15
@ Werkam:
Ja, natürlich meine ich die Jahrhundertwende davor.
Daß es Volksschule heißt, hatte ich vergessen.
Deutlich machen wollte ich, daß zwar ab einer gewissen Schulform das Niveau hochgeschraubt wurde, aber darunter halt, bei der jetzigen Hauptschule, jahrelang der Anforderungskatalog nach unten korrigiert wurde - aus welchen Gründen auch immer.
Die Lehre zum Schlosser in der 80ger Jahren enthielt viel Fachwissen, das an den Ingenieursstand heranreichte. Dafür hat uns die restliche Welt jahrelang beneidet:
das ist nämlich der umfassend beruflich gebildete deutsche Facharbeiter, der dabei herauskommt. Männer, die nicht nur eine Schraube auf die Mutter kriegen....
Und die Wirtschaft und Industrie wollten sich an den Kosten für dieses teure duale System immer weniger beteiligen. Sie drängen permanent auf Schmalspurleute, kurz und knackig angepaßt an das KnowHow, welches gerade verlangt wird. Damit schneiden sie sich aber selbst den Ast ab, auf dem wir alle sitzen.
Jetzt fehlen Fachleute, die Jungen bleiben oft doof, Firmen von Rang bilden ihren eigenen Nachwuchs aus und der Rest läuft zum AA.... und hat noch nicht mal so viel gelernt, daß er sich mit ner Pommesbude selbst ernähren kann.
Mir geht dabei das Messer in der Tasche auf, wenn ich mir diese "armen Würstchen" angucke, die von vornherein geloost haben.
Zimtziege
Big Bopper
28.08.2002, 14:31
Genau Zimtziege:
Und am Ende ist der Ruf nach dem Staat wieder so laut, das alle es auch glauben.
Solange die Firmen nicht mehr ihrer sozialen Verantwortung nachkommen, wird das Pendel immer mehr in Richtung derer ausschlagen, die keine Arbeit haben.
Noch zum Thema:
- zu viele Häuptlinge - zu wenig Indianer
Das liegt aber auch am Bildungssystem. Früher sollten die Abiturienten wirklich die Besten sein. Heute bekommst Du das Abitur geschenkt, sofern Du etwas Grütze im Hirn hast.
- Firmen sollen gefälligst ausbilden! Dann haben sie auch die Leute, die sie wollen. Aber auch hier wird die Verantwortung dem Staat überlassen.
Die Anforderungen für einen Job sollten keinen davon abhalten sich zu bewerben. Alle kochen nur mit Wasser und kaum einer kann mehr als Du selbst.
Personalfuzzies versuchen so halt auch rauszufinden, ob sich jemand was zutraut. Ausserdem sind die auch nur faul. Lieber hohe Anforderungen stellen und wenig Bewerber bekommen als um gekehrt.
Ciao
BB
Kann ich in Teile so unterschreiben Zimtziege. Aber auch nur zum Teil.
Ich pers. kann es nicht nachvollziehen, warum ein "Schlosser" über Ingenieurwissen verfügen MUSS! Hier werden Anforderungen an einen Lehrberuf geschaffen welcher mit einem durchschnittlichem Hauptschulabschluß kaum noch zu bewältigen ist. Wozu das ganze? Wozu?
Dafür haben wir doch nuneinmal die Abstufungen:
ungelernter
angelernter
gelernter
Meister
Techniker
Ingenieur / Dr. / Prof.
Was ich vermisst habe, ist einfach, die Zeit die zur Verfügung stand GRÜNDLICH mit dem wesentlichen Wissen zu versorgen und zu vertiefen, als kurze 08/15 über den Stoff hinweg zu huschen damit man ja den halben Meister / Techniker und Ingenieurs Stoff auch noch PRÜFUNGSRELEVANT durchpauken kann.
Das ist doch reiner Schwachsinn. Aber in Teilen des kaufmännischen Gewerbes sieht es auch nicht besser aus.
Hier ist man schon als Speditionskaufmann (habe ich auch noch gelernt) schon halber Verkehrsfachwirt.
Das es in den Bildungseinrichtungen wie Hauptschule, Realschule und Gymnasium längst zu Bildungseinbrüchen gekommen ist, trägt sicherlich auch zu seinem Teil bei, warum die Unternehmen lieber einen Schlosser / Mechaniker ausbilden der über dem eigentlichen Bildungsniveau liegt. Denn nur damit kann man sicher sein, dass er die Ausbildung auch besteht.
Ein Rütteln am Dualen AUsbildungssystem konnte ich aber bisher nicht feststellen.?!
Ich bin's wieder, ich wollte nur sagen dass ich Mittlere Reife
hab, und das überhaupt nicht an der Stelle interessiert bin,
mich hat es eben nur gewundert.
bitfunker
28.08.2002, 15:45
Ist schon wahr, dass man mit einem HS-Abschluß nicht mehr die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, aber mir geht's grad auch nicht besser.
Ich hab mein Diplom (Dipl.-Pädagogik, Studienrichtungen Medien- und Betriebspäd) in der Tasche - und das mit einem guten Schnitt, habe außerdem nicht wenig Praxiserfahrung (auch am PC), aber finde mal eine Stelle im Trainings-/Schulungsbereich oder im redaktionellen Bereich...:mad
In jeder verflixten Anzeige suchen die Firmen BWLer, (Wirtschafts-)Informatiker oder Ingenieure. Sind das die wahren Götter? Ich will doch als Pädagoge nicht im Kinderhort enden! *heul*
Zimtziege
28.08.2002, 15:50
@Graka
Doch, sie haben schon gerüttelt!
Weil die Profile der neuen Berufe dermaßen schnell aus dem Boden schießen, daß die Bildungsplanungkommissionen kaum noch hinterhérkommen gibt es auf ministerialer Ebene Vorüberlegungen, das bewährte System zu kippen:
es soll nur noch - preiswerte - öffentlich mitfinanzierte Grundkataloge geben.
Alles Spezialwissen und alles Expertentum, was darüber hinausgeht, sollen sich die Betroffenen selbst kaufen, egal, ob als Arbeitnehmer oder -Geber.
Das Heißt???
Genau!
wer es sich leisten kann, wird eine gute bis sehr gute Ausbildung bekommen. Wer nicht, bleibt da, wo er hingehört...
Zu sehen ist dies ganz deutlich bereits im akademischen Weiterbildungssektor. Was dort an privaten Instituten mit teils sehr guten Angeboten auf dem Markt ist, ist ganz enorm - ein jWachstumsmarkt.
Es wird nicht mehr lange dauern, bis dies Entwicklung sich "nach unten" fortsetzt.
Dann wird es an den Berufsschulen gar keine allgemeinbildenden Fächer mehr geben und nur noch, wie gesagt, die Grundausstattung.
Australien macht das beeits, bisher sind alle begeistert, denn:
es wird keinem mehr Wissen hinterhergetragen, der das snicht will. Kommt billiger. Denken die alle. Bin total skeptisch!
Ach ja, der Schlosser:
Überfrachtung aus falschem Ehrgeiz ist es auch nicht....was es richtig bringt? Langsam weiß ich das nicht mehr. Ich weiß nur, daß ich sehr gerne lerne, und daß ich für sehr gute öffentliche Schulen bin.
Mein Favorit ist eindeutig: Finnland.
deltafox
28.08.2002, 16:12
Original erstellt von Big Bopper
- Firmen sollen gefälligst ausbilden! Dann haben sie auch die Leute, die sie wollen. Aber auch hier wird die Verantwortung dem Staat überlassen.
Ciao
BB
Da gebe ich dir recht.
In der Firma in der ich arbeite, wurden dieses Jahr 3 Auzubi's eingestellt. 2 davon sinnt nach dem ersten Eindruck zwar Hupen, aber vielleicht wird das ja noch.
Ich selbst hab auch nur den HS-abschluß, das war '88. Und heute bin ich stellvertretender Abteilungsleiter, mit Verantwortungszulage und so. Ach ja, nach §51 HWO darf ich mich Bäckermeister nennen. Also ein Fortbildung ist immer drin!
Blutschlumpf
28.08.2002, 16:14
Original erstellt von Zimtziege
bis zum Bettwäsche besicken
Hammer ! :D
Vertipper des Monats !
Zimtziege
28.08.2002, 23:20
@Blutschlumpf:
Der war extra für Dich!
Zimtziege