PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nordkorea betrachtet Sanktionen als Kriegserklärung


Justin_Sane
11.10.2006, 11:50
[...]Die nordkoreanische Führung werde scharfe Sanktionen gegen das Land wegen seines Atomwaffentests als "Kriegserklärung" auffassen, warnte heute ein ranghoher nordkoreanischer Diplomat. "Jede weit reichende Strafe würde als Kriegserklärung betrachtet", zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap den namentlich nicht genannten Regierungsvertreter. Zu solchen Sanktionen könne etwa eine Seeblockade gehören. "Je härter der Druck sein wird, desto schärfer wird unsere Reaktion sein", zitierte die Agentur den Diplomaten weiter. Ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums bekräftigte diese Haltung.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,441953,00.html

Was haltet ihr denn von dieser Aussage?
Ist das ''nur'' das übliche Säbelrasseln gegenüber dem Uno-Sicherheitsrat und der USA oder meint ihr, dass da was wahres dran sein könnte?

So richtig geheuer ist mir dieses Regime allerdings nicht (mehr)...:rolleyes

Wintermute
11.10.2006, 12:45
The more you know:
Atombombem Tutorial der Zeit (http://www.zeit.de/2005/29/0atom_2)

@justin:
Ich werd´ mich noch etwas damit beschäftigen. Jedoch tendiere ich dazu, es nicht mehr als nur Säbelrasseln zu sehen. Der Typ ist in meinen Augen etwas ... durch?

kisser
11.10.2006, 12:51
Ich finde es erstaunlich wie aehnlich sich Nordkorea und die USA in ihrem Verhalten sind.

Kim Yong Il und G.W Bush sind doch geistige Brueder.
Letzterer droht mit atomaren Erstschlaegen und ersterer strebt aus genau diesem Grund nach der A-Bombe um sein Land zu verteidigen.

Wintermute
11.10.2006, 12:53
Schon Paradox, ja.

Genau zu diesem Thema ein aktueller Artikel:
Beginn der Kettenreaktiok (Zeit.de) (http://www.zeit.de/2006/42/Nordkorea)


Das Teststoppabkommen ist noch immer nicht in Kraft, weil zehn Länder es bis heute nicht ratifiziert haben, darunter die fünf Atommächte USA, China, Indien, Israel, Pakistan – und: Nordkorea.

Wer hätte das gedacht. ;)

Basti87
11.10.2006, 12:55
Kim ist einfach nur krank, Nordkorea gibt Unmengen an Geld fürs Militär bzw Nuklearforschung aus. Aber sein Volk geht ihm dermaßen am Arsch vorbei.

Equest
11.10.2006, 13:03
Ich finde es erstaunlich wie aehnlich sich Nordkorea und die USA in ihrem Verhalten sind.

Kim Yong Il und G.W Bush sind doch geistige Brueder.
Letzterer droht mit atomaren Erstschlaegen und ersterer strebt aus genau diesem Grund nach der A-Bombe um sein Land zu verteidigen.

Ein Angriff auf Nordkorea stand nie zur Debatte, das dies einerseits von den Chinesen protegiert wird, die Atomwaffen haben und andererseits unkalkulierbare Risiken für Südkorea hätte. Seoul liegt schließlich nicht weit von der Grenze und könnte von Nordkorea auch konventionell leicht attackeirt werden.

Die Atombombe "braucht" Kim nicht um "sein Land" zu verteidigen, sondern um seine kommunistische Terrorherrschaft auch in Zukunft weiter betreiben zu können, indem er das fortsetzt was er bislang schon tat. Die Welt erpressen und sein Volk durchfüttern zu lassen, während er ein Luxusleben führt und kräftig in die Armee investiert.

lufkin
11.10.2006, 13:29
Aber jetzt könnte es eng für ihn werden...auch China findet das neuste Verhalten alles andere als lustig zumal China bisher als eine Art Garantiemacht fungiert hat die Nordkorea zumindest noch etwas unter Kontrolle hatte...jetzt hat Kimi aber auch denen den Mittelfinger gezeigt...

kisser
11.10.2006, 15:20
Ein Angriff auf Nordkorea stand nie zur Debatte, das dies einerseits von den Chinesen protegiert wird, die Atomwaffen haben und andererseits unkalkulierbare Risiken für Südkorea hätte. Seoul liegt schließlich nicht weit von der Grenze und könnte von Nordkorea auch konventionell leicht attackeirt werden.


Schonmal von GW Bushs "Axis of evil" gehoert? Da steht Nordkorea ganz oben.


Die Atombombe "braucht" Kim nicht um "sein Land" zu verteidigen, sondern um seine kommunistische Terrorherrschaft auch in Zukunft weiter betreiben zu können, indem er das fortsetzt was er bislang schon tat. Die Welt erpressen und sein Volk durchfüttern zu lassen, während er ein Luxusleben führt und kräftig in die Armee investiert.

Ich sagte ja bereits, dass die Aehnlichkeiten zur USA verblueffend sind:
Die USA brauchen A-Waffen um ihre diktatorische Terrorherrschaft auch in Zukunft weiter betreiben zu können und die Welt zu erpressen.

Ist denn noch niemandem aufgefallen, dass die USA auf internationales Recht was scheissen, wenn es nicht ihren Zwecken dient?
Genfer Konvention? Geheimgefaengnisse? Menschenrechte? Umweltschutz (Kyoto)? Atomare Abruestung? Voelkerrechtswidrige Angriffskriege gegen souveraene Staaten (Irak)?

Justin_Sane
11.10.2006, 15:22
Na immerhin tun sie so, als ob sie zu den ''Guten'' gehören würden... :D

Die anderen scheissen ja auf wirklich alles!

thore.xxl
11.10.2006, 15:27
Wenigstens hat Nordkorea seine Atombombe unterirdisch und im eigenen Territorium getestet.
Mehr Sorgen macht mir da der Iran. Wo werden die ihre erste A-Bombe testen ?
Über Tel Aviv?
Da geht von Nordkorea doch viel weniger Bedrohung aus, alles nur "Kraftmeierei".

Equest
11.10.2006, 19:01
Schonmal von GW Bushs "Axis of evil" gehoert? Da steht Nordkorea ganz oben.

Habe ich. Aber es stand nie zur Debatte, sämtliche Länder der AoE anzugreifen. Für Nordkorea siehe oben.


Ich sagte ja bereits, dass die Aehnlichkeiten zur USA verblueffend sind:
Die USA brauchen A-Waffen um ihre diktatorische Terrorherrschaft auch in Zukunft weiter betreiben zu können und die Welt zu erpressen.

Ist denn noch niemandem aufgefallen, dass die USA auf internationales Recht was scheissen, wenn es nicht ihren Zwecken dient?
Genfer Konvention? Geheimgefaengnisse? Menschenrechte? Umweltschutz (Kyoto)? Atomare Abruestung? Voelkerrechtswidrige Angriffskriege gegen souveraene Staaten (Irak)?

Wer unbedingt die USA und Nordkorea auf eine Stufe stellen will soll das gerne tun, braucht aber nicht damit zu rechnen, daß er außer in seinen kleinen Zirkeln ernst genommen wird. Bei allen kritikwürdigen Aktionen der USA zeugt es dennoch entweder von Unwissenheit oder bewußter Verfälschung diese mit einem Terroregime wie Nordkorea auf eine Stufe stellen zu wollen.

Und zu Kyoto: Gibt es neuerdings eine Verpflichtung Verträge (die eh nur Nonsense sind) zu unterschreiben?

Wintermute
11.10.2006, 19:47
Emissionssenkung von Treibhausgasen ist Nonsens? :lol
Klar, die Auswirkungen werden nicht gravierend sein. Dennoch ist Kyoto eine Erklärung an Umweltschutz. Ein Teil von vielen.
Und die Amis haben natürlich keine Lust darauf. Same shit, different day. Ich bin gewiss keiner der im Reigen des Anti-Amerika Chors mitsingt, aber es passt schon ganz gut ins Raster (Internationaler Gerichtshof, Guantanamo, ...).

Aber sie generell mit Korea zu vergleichen, ist schon etwas unpassend. Die Amis haben die Bombe, weil die Amis immer alles haben müsse was groß ist, Bumm macht und alle anderen, wenn Diplomatie versagt, zu Staub bläst.
Immerhin waren sie die ersten und einzigen die bisher eine A-Bombe auf eine Stadt voller Menschen geschmissen haben. Und nicht nur eine. War wohl der realste "Test" ever. :freak

Korea baut A-Bomben, weil das Regime gestärkt und erhalten werden soll. Ein Technologie-Beweis und eine Geste vom Insane-Kim, das er auf den Rest der Welt scheisst und macht, was er will. Weil er nämlich auch ein ganz Großer ist. ;)

JulesBärle
11.10.2006, 19:51
Kim ist einfach nur krank, Nordkorea gibt Unmengen an Geld fürs Militär bzw Nuklearforschung aus. Aber sein Volk geht ihm dermaßen am Arsch vorbei.

auch hier könnte man etwas zynisch dazu schreiben: 'jedes Volk bekommt den Herrn den es verdient'. Ich jedenfalls verstehe nicht und lehne auch jegliche Hinweise auf asiatischen Gleichmut ab, wie sich ein ganzes Volk 56 Jahre lang so von ein paar Schwachmaten in Uniform drangsalieren läßt. Selbst unsere Ossis waren nicht so bescheuert, denn sogar die hatten nach 50 Jahren mal die Schnauze voll von Honi und Konsorten ...

Ironie trifft zu ( ) - trifft nicht zu ( ) - wird nicht verraten (x)

Justin_Sane
11.10.2006, 19:54
Mit 5% der Weltbevölkerung verbrauchen die USA 25% der Energie!

Das sollte doch ein Grund pro Kyoto sein, oder nicht?!

Aber das ist jetzt schon sehr OT! ;)

Wintermute
11.10.2006, 20:04
@Jules:
Naja, es kann nicht jedes Land so liebevoll mit seinem Sohn der Sonne und Titan der Titanen" (http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolae_Ceau%C5%9Fescu) umgehen, wie Rumänien. ;)

Bokill
11.10.2006, 22:28
Rein militärisch könnte Nordkorea nicht mit der Supermacht USA konkurrieren ... global gesehen ...

Von daher ist diese Ankündigung starkes Säbelrasseln.

Der Druck von Nordkorea ist da nicht direkt auf die USA gerichtet, sondern Nordkorea kann jederzeit schwerste Schäden in Südkorea anrichten. Immerhin schaffte Südkorea es, sich technologisch/wirstchaftlich an die Weltspitze zu bringen. Auch die Bildung und Infrastruktur in Südkorea ist hochentwickelt.

Was wir hier sehen ist klassische Kanonenbootpolitik, wobei der vermeindlich Schwächere ebenso seine "Kanonenboote" hat. Aber eben nicht Flottenverbände mit Flugzeugträgern, Raketen U-Booten, Interkontinentalraketen und Interkontinentalbombern, ...

sondern Nordkorea hat die historische Erfahrung die Militärmacht USA schon einmal geschlagen zu haben. Nordkorea hat eine Massenarmee. Kann Raketen bauen, und ... hat jüngstens ebenso eine Atomwaffe.

Nordkorea steht wirtschaftlich darartig an der Wand, dass sie machtpolitisch nur noch die Atombombe haben.

Jegliche Embargen werden nicht treffen, weil Nordkorea weltwirstchaftlich kaum eine Bedeutung haben. Und wenn Waren von denen nicht gekauft werden sollten, so what?

Was Rohstoffe angeht, so werden Länder wie der Iran (und potenziell viele andere Länder) gegen harte €, US$ auch Nordkorea das geben, was westlich orientierte Länder nicht bereit sind zu liefern.

So gesehen ist im absurd starren Personenkult rund um Nordkoreas "Führer" an sich eine knallharte klassische Machtpolitik zu sehen. Versuche die Politik von Nordkorea als Verrückt hinzustellen verstellt den Blick, wie klassische Machtpolitik funktioniert.

Bei einer US-Politik der Stärke, mit Geringschätzung der UNO, Missachtung des Atomwaffensperrvertrages (der sieht auch atomare Abrüstung vor), dem Völkerrechtswidrigen Krieg im Irak, der eventuell langsam aus der Hand gleitenden Lage in Afgahnistan ...

Müssen Bananenrepubliken darauf bedacht sein ihre "Bombe" zu entwickeln, damit nicht eines schönen Morgen eventuell nicht doch noch ein US-Sonderkommando die Bananenrepublik zu einer guten Bananenrepublik wandelt (denn wir wissen ja, WIR sind die "Guten", die Anderen sind die "Bösen").

Andererseits ... haben die Bananenrepubliken einen derartigen Atomapparat, werden sie merken, dass man mit derartig teurer erworbener Technik auch nicht viel machen kann, als nur damit zu drohen.
Falls Nordkorea auch nur eine davon zuerst anwanden sollte, dann wird die Antwort der Supermacht USA 10fach so stark zurückschlagen ... und dann sogar völlig legal mit einem UNO Mandat.

Pakistan und Indien zeigen ja, dass plötzlich Realpolitik einzieht in die Köpfe, wenn beide Seiten den Atomhammer in den Waffenarsenalen haben.

Ob ich das gut finde? Nö, aber es geht nicht nach meiner moralischen Befindlichkeit. Und Geopolitik hat nichts mit Moral zu tun, nur mit Interesen ...

MFG Bobo(2006)

Wintermute
12.10.2006, 02:36
Ob ich das gut finde? Nö, aber es geht nicht nach meiner moralischen Befindlichkeit. Und Geopolitik hat nichts mit Moral zu tun, nur mit Interesen ...


Das unterschreibe ich und streiche das "Geo" auch gleich noch weg. ;)

Ich halte diese Art von "Führer" dennoch für durchgeknallt. Die Geschichte hat schon 30x bewiesen das diese Regime meist nicht für die Ewigkeit sind. Andererseits: Wer lernte schon je aus der Geschichte?

KL0k
12.10.2006, 07:38
kam doch letztens in den nachrichten das irgendein sicherheits- bzw geheimdienst der usa stark angezweifelt hat, das es sich dabei tatsächlich um atomtests gehandelt habe.
sorry wenns so verharmlosend klingen sollte, aber ich kann die koreaner irgendwie nich mehr ernst nehmen, und da ändert auch keine drohung was dran oder ne wahr machung selbiger.
das sind für mich so... die piet klocke der politik in asien. und dieser kim erinnert mich immer an ein verzogenes kind was aufm schulhof seine mitschüler ums pausenbrot erpressen will weiler zu hause immer nur geschlagen wurde.
bei solchen typen stell ich mir immer die frage, warum rennen die nich mal mit ner rucksackbombe durch die gegend und sprengen sich selber in die luft... dann machts einmal puff und das problem is nich mehr da. ich würde auch gern den bush dazu ermutigen, aber.... das bleibt wohl wunschdenken.

-oSi-
12.10.2006, 08:12
Wenn ich einer Meldung glauben schenken darf, die gestern im Lauftext von n-tv oder N24 durchlief, dann war es doch ein Atomtest.
Die franz.Verteidigungs- od. Außenministerin soll gesagt haben, wenn es ein Atomtest war, dann ist er schief gegangen.

Egal, auch wenn er schief gegangen sein sollte, so war es dennoch ein Atomtest.
Hin oder her...

Das was Nordkorea jetzt betreibt, ist für nichts mehr als Säbelrasseln.
Die eigene Position in Verhandlungen läßt sich so besser stärken.


Pakistan und Indien zeigen ja, dass plötzlich Realpolitik einzieht in die Köpfe, wenn beide Seiten den Atomhammer in den Waffenarsenalen haben.
Die Realpolitik kommt aber auch nur deshalb zum Vorschein, weil jeder den Gegenschlag fürchtet.
Schade, dass die Realpolitik erst dann auf die Tagesordnung kommt, wenn man kurz vor dem Abgrund steht.
Gut finde ich das natürlich auch nicht.

Politik ist und bleibt ein schmutziges Geschäft.

Der Daedalus
12.10.2006, 08:16
Die Gefahr, welche von einem Land wie Nordkorea ausgeht wird hier anscheinend doch etwas unterschätzt. Wie hier schon so treffend gesagt wurde, würde Nordkorea für harte Divisen fast alles verkaufen.
Die Atomwaffen der Nordkoreaner dürften bis jetzt noch ziemlich primitiv sein, nicht fähig von Raketen oder Flugzeugen transportiert zu werden (da sind sich die meisten Experten einig).
Doch die Zeit wird kommen wo auch die Nordkoreaner transportable Atomwaffen fertigen können. Und dann besteht IMO die größte Gefahr darin, dass ein Land, welches eh schon großer Waffenlieferant für Al Quaida und Co ist einfach mal eine Atomwaffe ins Angebotsprogramm mit aufnimmt. Und ich denke dass man nicht lange drüber diskutieren muss ob ein Osama bin Laden oder sonstwer diese Waffe auch wirklich einsetzen würde.
Das ist die Gefahr!

Außerdem sollte man aus humanitärer Sicht endlich wirklich hart gegenüber Nordkorea durchgreifen. Es kann nicht sein, dass ein ganzes Volk verhungert, nur weil der Diktator dieses Landes die Divisen lieber in Atomprogramme steckt.
Allein dies sollte Grund genug sein etwas gegen ihn zu unternehmen!

Ich spreche nicht direkt von militärischer Gewalt. Eine komplette Abschottung des Landes würde glaub ich schon etwas helfen. Dafür müssten natürlich die Chinesen auch mitspielen.


Etwas OT aber trotzdem:

Es ist absolut nicht erwiesen, dass CO2 für einen Treibhauseffekt verantwortlich ist. Es gibt sehr seriöse Forscher und Studien, die dies wiederlegen.

JulesBärle
12.10.2006, 09:14
1. Rein militärisch könnte Nordkorea nicht mit der Supermacht USA konkurrieren ... global gesehen ...

2. Immerhin schaffte Südkorea es, sich technologisch/wirstchaftlich an die Weltspitze zu bringen. Auch die Bildung und Infrastruktur in Südkorea ist hochentwickelt.

3. sondern Nordkorea hat die historische Erfahrung die Militärmacht USA schon einmal geschlagen zu haben. Nordkorea hat eine Massenarmee. Kann Raketen bauen, und ... hat jüngstens ebenso eine Atomwaffe.

1. du scherzst. ;) Ein Flugzeugträger der USA hat mehr Schlagkraft wie die gesamte Armee Nordkoreas zusammen. Das wäre genauso hinrissig wie wenn mein siebenjähriger Enkel gegen Klitschko boxen würde.

2. eine fast identisch verlaufende Parallele gibt zur NK/SK mit Deutschland und der DDR. Deutschland war technologisch und wirtschaftlich an der Weltspitze, die DDR ein zahlungsunfähiger Sattelitenstaat der UdSSR, in fast jeder Hinsicht als auch technologisch und wirtschaftlich von der UdSSR kleingehalten. Hätte Deutschland aus politischen und wirtschaftlichen Gründen die DDR nicht jahrzentelang mit am Leben gehalten, das Land wäre genauso verarmt wie heute NK.

3. die historische Erfahrung hat Null Wert. Im Koreakrieg (der übrigens immer noch nicht beendet ist) wurde gegenüber heute noch Krieg von Hand gemacht, damals hatte eine Armee mit 6 Millionen Soldaten noch eine Berechtigung, heute reicht ein Geschwader F15 um damit an einem Sonntagnachmittag fertig zu werden. Außerdem konnte Nordkorea die Streitkräfte der UN unter der Führung der USA nur deshalb 'schlagen' (der Süden wurde aus meiner Sicht nie geschlagen), weil NK im Verlaufe des Krieges massive Unterstützung von der Maos VR China hatte. Aus meiner Sicht war der Koreakrieg im weiteren Verlauf nur ein reiner Stellvertreterkrieges zwischen den USA und China, dokumentiert durch die endgültige Abspaltung der vormaligen Alliierten des II.WK in das kommunistische Lager UdSSR und China und den westlichen kapitalistischen Staaten.


@Jules: Naja, es kann nicht jedes Land so liebevoll mit seinem Sohn der Sonne und Titan der Titanen" (http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolae_Ceau%C5%9Fescu) umgehen, wie Rumänien. ;)

Genau an den dachte ich beim Schreiben meiner Zeilen. Die Rumänen habe es aus meiner Sicht damals richtig gemacht. Schnellverfahren – Rübe ab – fertig. Klingt brutal, war aber historisch betrachtet für das Land goldrichtig. Keine jahrzehntelangen Prozeßfarcen wie jetzt im Irak oder in Deutschland mit den SED-Clowns. Das Land und die Bevölkerung hat genug Erblasten zu verarbeiten.

-oSi-
12.10.2006, 10:27
Doch die Zeit wird kommen wo auch die Nordkoreaner transportable Atomwaffen fertigen können.
Noch steht NK am Anfang.
Das dauert also noch eine Weile.
Bis dahin kann noch diplomatisch geregelt werden.
Hat NK erst die von dir angesprochenen Waffen, ist es zu spät und Verhandlungen werden sich als sehr schwierig erweisen.

Und dann besteht IMO die größte Gefahr darin, dass ein Land, welches eh schon großer Waffenlieferant für Al Quaida und Co ist einfach mal eine Atomwaffe ins Angebotsprogramm mit aufnimmt.
Toll die US-amerik. Äußerungen nachgeplappert.
Das NK an Al Quaida Waffen liefert ist m.E. nicht mal ansatzweise bewiesen.
Auch passt eine Zusammenarbeit ideologisch nicht zusammen.
Wie der Irak, der angeblich mit Osama verbündet war... :rolleyes
Fundamentalisten arbeiten nicht mit Ungläubigen zusammen. Das passt nicht, auch wenn diese US-Feide sind.
Das Zusammenarbeit-Argument wird immer dann hervor geholt, damit derjenige in die "Achse des Bösen" passt.
Was NK abzieht, passt mir ebenfalls nicht.
Aber diese Argumente sind doch sehr weit hergeholt...

Ich spreche nicht direkt von militärischer Gewalt. Eine komplette Abschottung des Landes würde glaub ich schon etwas helfen.
NK ist doch schon abgeschottet.
Was will man denn noch abschotten ?

Etwas OT aber trotzdem:

Es ist absolut nicht erwiesen, dass CO2 für einen Treibhauseffekt verantwortlich ist. Es gibt sehr seriöse Forscher und Studien, die dies wiederlegen.
Das CO2 ein Treibhausgas ist, ist unumstritten.
Umstritten ist aber, ob der Mensch am Anstieg der Temperaturen ist. ;)
Würde aber ein anderes Thema werden.

Götterwind
12.10.2006, 10:28
@JulesBärle
1. Richtig.

2. Ebenso richtig. Allerdings war die Indoktrinierung nicht so perfekt. Ausserdem ist unsere Mentalität vollkommen anders. Deswegen haben wir uns das auf die Dauer nicht gefallen lassen. Dank der weitreichenden Sendeanlagen des Westens haben ja die Menschen in der DDR auch mal eine realistischere Berichterstattung sehen dürfen.

3. Auch richtig. Man, sind wir Zwillinge und wissen es bloss nicht? :D
Der Korea-Krieg in den 50ern wurde nur durch extremes Eingreifen der UDSSR(Technik, z.B. MiGs) und vorallem von China (Massen von Armeen) von der Seite NK aufrechtzuerhalten. Auf längere Sicht wäre der Norden geschlagen worden.

/edit:
@-oSi-
Es wird geradezu gepriesen, dass sich NK mit anderen Ländern in dem Bezug des Atomwaffenprograms zusammentut. Jedoch dringt von NK zu wenig nach aussen, als dass man das wirklich bestätigen kann.

Das Fundamentalisten nicht mit sog. Ungläubigen zusammenarbeitet, halte ich für etwas extrem vereinfacht und schlichtweg falsch. NK braucht dringensd Devisen. Ob es bei einer weiteren Verschärfung der Lage auch dazu bereit wäre mit eben solchen Fundis zusammenarbeiten(oder es auch vielleicht schon tut) ist allerdings reine Spekulation.
Jedoch wird NK es tunlichst vermeiden, sich mit etwaigen Terroroganisationen in Verbindung bringen zu lassen.

Relict
12.10.2006, 10:50
@JulesBärle
Naja ganz so vergleichbar ist NK/ SK und BRD/ DDR nicht. Europa ist nicht Asien.

Die DDR hat sich für Wirtschaftshilfen aus dem Westen irgendwo gebeugt (zb. Abbau Selbstschussanlagen u.v.m.). NK hat dies in keinster Weise vor.
Das Volk kurzhalten und stattdessen alles ins Militär stecken und hochrüsten war und ist ein Markenzeichen aller realexistierender sozialistischer Staaten.

Was die Russen nach dem Krieg an kompletter Industrie und Rohstoffen (zb. Uran) aus der DDR nach Russland geschleppt hatten, haben sie später in den 60ern wieder rückgeführt bzw. wiederaufgebaut. Man erkannte eben irgendwann, dass es ein fataler Fehler ist, seine Milchkuh zu schlachten. Klar viele Produkte mussten (im Rahmen des RGW) auch noch in den 80ern an die UdSSR abgeführt werden, um deren wirtschaftl. Defizite zu stützen, desweiteren auch der Export zahlreicher Produkte in den Westen für Devisenbeschaffung.
Dennoch war das Leben in der DDR gegenüber Rumänien oder gar NK im gesamten betrachtet das kleinere Übel.

Die friedliche Revolution in der DDR haben wir zum grossen Teil übrigens den Vorgeschehnissen in Polen (Solidarnozc) zu verdanken. Und letztendlich auch Russland, was die Zügel dank "Glasnost" gelockert hatte und die DDR-Regierung - als Lakaie Russlands - plötzlich kopflos war.
Und auch Rumänien hatte vom allgemeinen Umbruch profitiert. Aber auch in China hat sich die Regierung ja selber im gewissen Maße geöffnet, sonst hätte sich dort auch noch nichtmal das geringste verändert. Soo viel hat sich ja auch nicht verändert.

Doch das nordkoreanische Volk hat all diese Möglichkeiten bis heute nicht, und müsste es, wenn, dann aus eigener Kraft schaffen, was bei einem derartig straff geführten Regime sehr schwierig sein dürfte.
Also kann der Westen weiterhin nur zahlen und hoffen, damit dem Volk wenigstens etwas zu helfen oder eben per "Befreiungskrieg" a la Irak. ^^

Lange Rede kurzer Sinn: Ich sehe es wie einige hier, es ist krampfhafte Machtspielerei und Säbelrasseln Nordkoreas, um sein - nicht nur ideologisches - System um jeden Preis aufrecht zu erhalten.

Geplanter Angriffskrieg oder Annexion gegen SK oder Nachbarstaaten bezweifle ich.
Nach Beendigung des kalten Krieges in Europa, Russland und "Öffnung" Chinas ist nunmal nicht viel an schützenden und helfenden "Brüdern" übrig geblieben. Die Schlinge ringsherum zieht sich immerweiter zu, genauso verschärft sich der Druck von aussen. Die Ratte verschanzt sich nun in ihrem Loch und schärft aggressiv die Zähne.

Wirtschaftssanktionen schaden in erster Linie dem unterdrückten Volk und weniger der Regierung und deren Interessen. In dieser Hinsicht steht NK dann doch nicht ganz so alleine und verlassen da, a la der Feind meines Feindes ist mein Freund.

KL0k
12.10.2006, 11:17
@ -oSi-

ich halte das mit der zusammenarbeit aber für nicht nur reine propaganda der USA.
es ist durchaus denkbar (das ist nur meine eigene einschätzung und wer weiss wie weit sie von der realität abweicht) das "verschiedene feinde des westens" (=mit absicht überspitzt) untereinander zusammen arbeiten hin und wieder. es ist meiner meinung nach jedenfalls nicht auszuschließen.
denn trotz aller ideologischen differenzen brauchen diese sogenannten terrorzellen auch ihren nachschub an beispielsweise rohstoffen für ihre splitterbomben und sowas. und nicht alles davon kann in kleiner klein-klein-arbeit im keller oder am heimischen herd hergestellt werden.
da könnte es dann durchaus denkbar sein das diese leute "in solchen regionen" ihre lieferanten suchen. deswegen funktionierte doch überhaupt erst die "angst- und schreckens-wahlkampagne" der amis so gut das bush wiedergewählt wurde, weil eben diese möglichkeit besteht.
das das im falle irak nicht mehr als heisse luft war und mehr dazu diente fehler der vergangenheit auszubügeln vom ersten desert storm und sich überwiegend um die ressourcen drehte etc ist ja unumstritten. da ziehen ja mitlerweile amis selbst drüber her.
worauf ich aber hinaus will ist, das ich es auf der einen seite ebenso für unwahrscheinlich halte das es so ist, das sie untereinander etwas zu tun haben. aber komplett auszuschließen ist das nicht. beispielsweise sind osama und kim zwei unglaublich charismatische personen (der eine mal etwas mehr, der andere etwas weniger krank im kopf) aber beide haben nicht besonders viel übrig für die aussenpolitik und das auftreten der amis oder allgemein der weltmächte.
von dem standpunkt aus wäre es durchaus denkbar, wenn auch prozentual klein, das eine verbindung besteht. wie gravierend und wie lang diese verbindung besteht kann man ja schwer beurteilen, da glaub ich niemand der hier anwesenden mit ihnen in kontakt steht lol.
ich empfinde die großmächte mitlerweile aber als eine größere bedrohung für den weltfrieden als n paar kleine typen mit ner rucksackbombe.
denn seien wir mal ehrlich. niemand wird a) gerne überwacht (wie es bei diesem posting wohl der fall sein wird da ich worte benutzt hab die in den filter rasseln) und b) lässt sich niemand gern diktieren wie er dinge zu sehen hat und c) je mehr macht jemand hat umso gefährlicher und wahrscheinlicher wirds das diese auch ausgenutzt wird.
ich bin weit davon entfernt in irgendeiner weise mit dem gedankengut der einen oder anderen seite zu sympathisieren, aber ich denke ich bin objektiv genug als aussenstehender (wie viele andere hier) um zu erkennen das vieles davon nichts weiter ist als das sprichwörtliche säbelrasseln von ein paar witzfiguren und marionetten in für ihren intellekt zu hohen positionen.

PS: was ich viel schlimmer finde ist die manipulative art der politik durch die medien. da wird dann mal eben etwas in die welt gesetzt um eine meinung der masse auszulösen (wie beispielsweise beim irak mit den angeblichen massenvernichtungswaffen die bis heute nicht gefunden wurden lol) nur um dann im nachhinein nicht mehr als ein "ups, war wohl doch nix da, aber egal" fallen zu lassen um weiterzumachen wie gehabt. o_O und das passiert am laufendem band und keine sau interessierts, weilse auf die nächste blendung reingefallen sind.

gloomyslayer
12.10.2006, 13:14
1. du scherzst. ;) Ein Flugzeugträger der USA hat mehr Schlagkraft wie die gesamte Armee Nordkoreas zusammen. Das wäre genauso hinrissig wie wenn mein siebenjähriger Enkel gegen Klitschko boxen würde.

Theoretisch gesehen vielleicht.


. die historische Erfahrung hat Null Wert. Im Koreakrieg (der übrigens immer noch nicht beendet ist) wurde gegenüber heute noch Krieg von Hand gemacht, damals hatte eine Armee mit 6 Millionen Soldaten noch eine Berechtigung, heute reicht ein Geschwader F15 um damit an einem Sonntagnachmittag fertig zu werden. Außerdem konnte Nordkorea die Streitkräfte der UN unter der Führung der USA nur deshalb 'schlagen' (der Süden wurde aus meiner Sicht nie geschlagen), weil K im Verlaufe des Krieges massive Unterstützung von der Maos VR China hatte. Aus meiner Sicht war der Koreakrieg im weiteren Verlauf nur ein reiner Stellvertreterkrieges zwischen den USA und China, dokumentiert durch die endgültige Abspaltung der vormaligen Alliierten des II.WK in das kommunistische Lager UdSSR und China und den westlichen kapitalistischen Staaten.


Sorry, aber diese Annahme ist schlichtweg falsch.
Die USA hatten zu der Zeit bereits Flugzeugträger und Flugzeuge in Maßen.
Allerdings bring hier des Terrain Probleme. Du siehst Truppenbewegungen, wenn sie im Urwald sind oder in Tunneln nicht.
Und hat somit auch keine eindeutigen Zeiel für die Luftwaffe. Ausser man rodet den Wald mit Agent Orange.
Man kann diesen Krieg nicht mit dem Irakkrieg verglichen, dort sind die Truppen wie auf dem Präsentierteller für die Luftwaffe.

Die USA wird bei einem Konflikt nur mit Bodentruppen die Nordkoreaner aufhalten können.
Aufgrund der beschränkten Mittel der USA im Moment halt ich das aber für äusserst schwierig.

PS: F15 sind eigentlich Taktischer Jäger und keine Bomber. B52 wären da wahrschenlich sinnvoller ;)
EDIT: Oder etwas geziehlter mit einer F117.

MFG gloomyslayer

KL0k
12.10.2006, 13:17
für ein massenbombardement vielleicht. für den einfachen beschuss gezielter gebäude etc reicht auch n normaler jäger mit luft boden raketen oder eines dieser neumodischen ferngesteuerten dinger.

JulesBärle
12.10.2006, 15:35
Sorry, aber diese Annahme ist schlichtweg falsch. Die USA hatten zu der Zeit bereits Flugzeugträger und Flugzeuge in Maßen.
Allerdings bring hier des Terrain Probleme. Du siehst Truppenbewegungen, wenn sie im Urwald sind oder in Tunneln nicht. Und hat somit auch keine eindeutigen Zeiel für die Luftwaffe. Ausser man rodet den Wald mit Agent Orange. Man kann diesen Krieg nicht mit dem Irakkrieg verglichen, dort sind die Truppen wie auf dem Präsentierteller für die Luftwaffe. Die USA wird bei einem Konflikt nur mit Bodentruppen die Nordkoreaner aufhalten können. Aufgrund der beschränkten Mittel der USA im Moment halt ich das aber für äusserst schwierig.

PS: F15 sind eigentlich Taktischer Jäger und keine Bomber. B52 wären da wahrschenlich sinnvoller ;)
EDIT: Oder etwas geziehlter mit einer F117.

Meine Annahme ist nicht schlichtweg falsch.

Sicherlich hatten die USA im Koreakrieg noch ihre II.WK-Träger, auch Flugzeuge und Flieger en masse. Aber erkundige dich halt mal, was das für Dinger waren, hauptsächlich Propellerflugzeuge mit den 4Mot-Bombern wie die B29 und die Jagdflug-Veteranen Mustang F-51D, B-26 Invader, FB.5, Hawker und Corsair. Die haben noch hauptsächlich mit Bordkanonen rumgerotzt, hatten kaum Reichweite und waren alle den russischen MIG-15 weit unterlegen, erst später durch die F86 gewannen die UNO-Truppen das Luftgleichgewicht zurück. Düsenflugzeuge wie der Thunderjet oder die Banshee waren zu der Zeit kaum in Gebrauch, die mußten fast erst noch das 'Fliegen' lernen.

Die NK Luftwaffe hat heute ungefähr 700 Kampfflugzeuge, davon sind ungefähr 80 moderne Maschinen wie MiG-23 und MiG-29, der Rest ist für die Amis Kanonenfutter, zumeist veraltete MiG-21, MiG-19 und MiG-17. Stell diese Luftflotte mal gegen ein sattelitengestützten Trägerverband ? Das ist dann wie im Irak, bevor die auch nur abheben ist 90% schon am Boden zerstört. Was bleibt übrig ? eine Armee mit 1 Mio Soldaten die ohne Luftunterstützung dasteht.

Mir sind die Bezeichnungen der amerikanischen Maschinen und ihr Einsatzzweck übrigens sehr wohl geläufig. Außerdem ging ich in meiner Annahme davon aus, daß die amerikanischen Jäger heute ihre smarten Bomben und ggf. Neutronenbomben einsetzen. Dazu kannst du die geologischen Verhältnisse von Vietnam (Dschungelkrieg Agent Orange ?) wirklich nicht mit denen in Nordkorea vergleichen, Nordkorea liegt einige Breitengrade nördlicher, weit weniger Dschungel.

gloomyslayer
12.10.2006, 17:15
Meine Annahme ist nicht schlichtweg falsch.

Sicherlich hatten die USA im Koreakrieg noch ihre II.WK-Träger, auch Flugzeuge und Flieger en masse. Aber erkundige dich halt mal, was das für Dinger waren, hauptsächlich Propellerflugzeuge mit den 4Mot-Bombern wie die B29 und die Jagdflug-Veteranen Mustang F-51D, B-26 Invader, FB.5, Hawker und Corsair. Die haben noch hauptsächlich mit Bordkanonen rumgerotzt, hatten kaum Reichweite und waren alle den russischen MIG-15 weit unterlegen, erst später durch die F86 gewannen die UNO-Truppen das Luftgleichgewicht zurück. Düsenflugzeuge wie der Thunderjet oder die Banshee waren zu der Zeit kaum in Gebrauch, die mußten fast erst noch das 'Fliegen' lernen.


Stimmt.Zu Anfang waren es nahezu nur Propellermaschienen das stimmt. Allerdings wurden diese nach und nach durch Jets abgelöst.


Die NK Luftwaffe hat heute ungefähr 700 Kampfflugzeuge, davon sind ungefähr 80 moderne Maschinen wie MiG-23 und MiG-29, der Rest ist für die Amis Kanonenfutter, zumeist veraltete MiG-21, MiG-19 und MiG-17. Stell diese Luftflotte mal gegen ein sattelitengestützten Trägerverband ? Das ist dann wie im Irak, bevor die auch nur abheben ist 90% schon am Boden zerstört. Was bleibt übrig ? eine Armee mit 1 Mio Soldaten die ohne Luftunterstützung dasteht.


Ich hab nie Behauptet, dass Nordkorea die Lufthoheit haben würde, allerdings kann man mit Flugzeugen und Schiffen keine Stadt besetzen oder erobern.
Und was soll man bombardieren? Ich denke nicht, das Nordkorea viel Infrastruktur hat. Es würde früher oder später auf einen Guerilla Krieg hinauslaufen.


Mir sind die Bezeichnungen der amerikanischen Maschinen und ihr Einsatzzweck übrigens sehr wohl geläufig. Außerdem ging ich in meiner Annahme davon aus, daß die amerikanischen Jäger heute ihre smarten Bomben und ggf. Neutronenbomben einsetzen.


Neutronenbomben werden sie wohl kaum einsetzen, der internationale Empörung wäre zu groß.


Dazu kannst du die geologischen Verhältnisse von Vietnam (Dschungelkrieg Agent Orange ?) wirklich nicht mit denen in Nordkorea vergleichen, Nordkorea liegt einige Breitengrade nördlicher, weit weniger Dschungel.

Stimmt. Allerdings gibts dort, nach neuer Recherge, viel Gebirge. Ist auch nicht viel besser ;)

Irgendwie stellst du dir einen Krieg sehr einfach vor. Alles zerbomben. Einmarschieren. Die Bevölkerung jubelt. Ende. Irgendwie kommt das aber den Amerikanischen Vorstellungen gleich.

Aber wir entfernen uns vom Topic. Also lassen wir es sein.

MFG gloomyslayer

Der Daedalus
12.10.2006, 17:53
Ich denke nicht, das Nordkorea viel Infrastruktur hat. Es würde früher oder später auf einen Guerilla Krieg hinauslaufen.

Auf keinen Fall!
Wer soll denn die Motivation für einen solchen Guerilla Krieg liefern?
Es ginge bei einem Krieg ausschließlich darum den Machtapperat Kim Jong Il's zu zerstören.

Dort ist die Lage eine völlig andere als im Irak! Es gibt nicht diese Rivalität unter irgendwelchen Ideologisch motivierten Grüppchen. Da hat die Gleichschaltung "gut" funktioniert.

Ich denke die Lage Nordkoreas nach einem eventuellen Krieg wäre ähnlich wie in Deutschland im Jahr 1945. Am Boden zerstört, wirtschaftlich am Grunde. Doch mit der nötigen Unterstützung würde sich auch hier im Volk sicher schnell eine Aufbruchstimmung breit machen.

Doch ein Krieg kann nur die letzte Alternative sein. Mehr Druck muss her und keinesfalls sollte die Welt schwäche zeigen.

Noch steht NK am Anfang.
Das dauert also noch eine Weile.
Bis dahin kann noch diplomatisch geregelt werden.
Hat NK erst die von dir angesprochenen Waffen, ist es zu spät und Verhandlungen werden sich als sehr schwierig erweisen.

Also verhandeln wir weiter in dem Wissen, dass es auch weiterhin nichts bringen wird und warten darauf, dass er endlich Atomwaffen für Lang- und Mittelstrecken Raketen hat nur um uns dann von ihm Erpressen zu lassen?

Nein! So weit, dass Nordkorea wirklich Einsatzfähige Atomwaffen hat, darf es unter keinen Umständen kommen!

H0m3r.S!mps0n
12.10.2006, 18:35
ich denke das ganze wird allmählich zu einem unberechenbaren risiko für alle.
alle parteien sollten sich dazu bereit erklären an einen tisch zusitzen und das auszudiskutieren.

mit diesen parteien ist das leider nicht möglich und GENAU DAS is es was mir persönlich sorgen macht.

wo das hinführen soll ist mir schleierhaft. wenn jeder so denken und vor allem handeln würde dann ... :skull

reaper

-oSi-
12.10.2006, 19:25
An die "Strategen" hier:
Es gibt ein gutes Sprichwort.

Führe nie Krieg im Dschungel deines Feindes.

Ausserdem hat und hatte die US-Armee schon immer Probleme mit bewaldeten, hügeligem Gelände gehabt. ;)


Es wird dort garantiert nicht zum Krieg kommen.
Eine friedliche Lösung wird es (eher) geben.
Und wenn man George W. Glauben schenken darf, dann will er es sogar so.
Ganz ohne US Alleingang. Liegt wohl an seiner 2.Amtszeit. Da werden US-Präsidenten ruhiger und vernünftiger.


Denn wenn dort die Hölle auf Erden aufbricht, dann sind grosse Absatzmärkte gefährdet, die keine Wirtschaftsmacht verlieren will.
Japan und China sind gleich um die Ecke.
Da will keiner einen Krieg.

Die werden schon zu einer friedl. Lösung kommen.
Viel Trara ist gerade im Gange, mehr auch nicht.

Gelbsucht
12.10.2006, 19:50
Müssen Bananenrepubliken darauf bedacht sein ihre "Bombe" zu entwickeln, damit nicht eines schönen Morgen eventuell nicht doch noch ein US-Sonderkommando die Bananenrepublik zu einer guten Bananenrepublik wandelt (denn wir wissen ja, WIR sind die "Guten", die Anderen sind die "Bösen").So in etwa ist es wohl, hätten bestimmte Länder ein Druckmittel gehabt, wären sie wohl nie nach US-"Vorbild" eingenommen und unter Einfluß derer regierungstechnisch umgeformt worden.
Politik ist und bleibt ein schmutziges Geschäft.Ja fast immer zu lasten des eigenen oder eines anderen Volkes.

JulesBärle
12.10.2006, 19:51
Irgendwie stellst du dir einen Krieg sehr einfach vor. Alles zerbomben. Einmarschieren. Die Bevölkerung jubelt. Ende. Irgendwie kommt das aber den Amerikanischen Vorstellungen gleich.

wie kommst du denn auf das schmale Brett ? :(

Gewiss nicht, ich habe nur im Gegensatz zu manch anderem Boardie hier alle Kriege der letzen 50 Jahre 'live' erlebt, nenn es die Gnade der frühen Geburt als Nachkriegskind. Das prägt zumindest die geschichtlichen Vorkenntnisse doch sehr und ein Studium der Geschichte tut ein übriges dazu. Graue Haare inklusive.

>>Allerdings gibts dort, nach neuer Recherge, viel Gebirge<<

nicht nur nach neuester Recherche, das sit schon seit 1950 bekannt

Just my 2 cents.

Bokill
12.10.2006, 20:03
... Die werden schon zu einer friedl. Lösung kommen.
Viel Trara ist gerade im Gange, mehr auch nicht. Es wird kolportiert, dass Japan sein Atomgelübte brechen will, falls Nordkorea noch mehr Druck mit ihrer Atomrüstung machen sollte ...

Wenn das kein Trara ist ...

MFG Bobo(2006)

Origano
12.10.2006, 20:25
Sehr interessant, hier die Strategiespielchen zu lesen.
Es geht aber weniger um Strategie und Politik, sondern einzig um die Tatsache, dass ein zweifelsfrei Geisteskranker gestoppt werden muss.
Wenn das nicht den Chinesen und der UN gelingt, bleibt eigentlich nur noch die vage Hoffnung, dass es bei vielleicht einigen der senilen und greisen Generälen gelingt, einen Putsch gegen diesen kranken Tyrannen in die Wege zu leiten.
Wenn das Volk aufsteht und diesen Bastard am nächsten Baum aufknüpft, geht es aufwärts mit der seit Jahrzehnten geschundenen Bevölkerung.
In der Ex-DDR und Rumänien kam ein solcher Aufstand auch ganz schnell und unvorhersehbar.

Wenn das alles nicht gelingen sollte wird es übel, denn dieser Idiot wird ganz sicher seine Bombe einsetzen. Das ist so sicher, wie das "Amen" in der Kirche.

Bleibt nur die Hoffnung, dass die Zündung nur ein grosser Bluff war. Immer mehr Wissenschaftler kommen inzwischen zu dieser Überzeugung, dass der grosse Knall nur Tonnenweise TNT war.
Nur wir lange noch ?

Cerberus
12.10.2006, 20:28
Nordkorea hat eine Massenarmee.

Naja, was nützt dir Masse, wenn dir der Gegner die Infrastruktur, die Flugabwehr und die Kommunikation unterm Ar*** wegbombt.

Und dazu ist die USA jederzeit in der Lage.

Kriege werden heutzutage und in der Zukunft nicht mehr mit Masse entschieden, sondern mit sogenannten intelligenten Waffen und chirurgischen Angriffen.

Wie so etwas aussehen kann, hat die US-Armee im first Irakkrieg gezeigt, als die Apache-Kampfhubschrauber, wie beim Tonscheibenschießen, sich Ziele die auf den Scope holen konnten.

Ziel markieren, Abschuß--> Treffer.

Ich denke das weiß auch der Potentat in NK und bastelt deshalb an der A-Bombe, um überhaupt noch ein Druckmittel in der Hand zu haben.

Gefährlich ist es allemal und nicht zu unterschätzen, ein in die Enge getriebener Verführer ist zu allem fähig.:freak

Cerberus

e-ding
12.10.2006, 21:58
Es ist schon witzig, dass einige Leute hier schon wieder von Krieg sprechen, Armeen vergleichen und Strategieszenarien entwerfen.

So einfach ist es aber nicht!
Fakt ist: Kim ist ein Diktator der sein Volk leiden lässt! Fakt ist aber auch, dass jeder Staat das Recht hat, auf seinem Territorium das zu machen, was er will!

Mit welcher Arroganz schreiben wir Anderen vor, welche Technologien sie nutzen dürfen und welche nicht?

Warum dürfen es USA, Frankreich, Russland, Indien, China, Pakistan, Israel etc.?
Natürlich fühlt sich diese Atomclique nicht wohl, wenn andere Staaten mitspielen wollen!
Geht hier etwa wieder Einfluss verloren?
Lasst doch die Nordkoreaner in IHREM Staate machen was sie wollen!
Das Volk wird sich schon erheben, wenn es ganz unten in der maslovschen Bedürfnispyramide angekommen ist.
Das man einen Diktator nicht von Aussen absetzen kann sollte eigentlich schon jeder begriffen haben.

Nicht zu vergessen:

Die USA und Nordkorea unterzeichneten in Genf ein Nuklearabkommen: Pjöngjang stellte sein laufendes Atomprogramm ein, Washington sagte im Gegenzug den Bau von Leichtwasserreaktoren und Öllieferungen zu...Das war 1994!!

George W. erfüllte diesen Vertrag jedoch nicht nach seinem Amtsantritt!!

Daher gaben die Nordloreaner 2001 bekannt, dass sie eine Wiederaufnahme ihrer Raketentests erwägt, wenn die USA sich nicht zu neuen Gesprächen bereit zeigen.

Tja, und wie das ausging sehen wir jetzt!

Origano
12.10.2006, 22:04
Jaja, die bösen Amerikaner..

e-ding
12.10.2006, 22:09
Hat nichts mit bösen Amerikanern zu tun! Dennoch fehlt einigen Menschen einfach ein wenig Hintergrundwissen!

Nochmal, Kim ist ein Diktator, der besser heute als morgen von der Bildfläche verschwindet.
Dennoch sind hier, ja, gerade die Amerikaner nicht ganz unschuldig, dass Nordkorea Atomtests durchführt!

Bokill
12.10.2006, 22:14
... Es geht aber weniger um Strategie und Politik, sondern einzig um die Tatsache, dass ein zweifelsfrei Geisteskranker gestoppt werden muss. ... Ich glaube kaum, dass uns zusteht, aus 6000 km Entfernung jemanden eine Geisteskrankheit zu diagnostizieren.

Ganz im Gegenteil, die Atombombe als Ultima Ratio in Verhandlungen einzusetzen zeugt von perfider Rationalität ...

man kann übrigens nur dann ein milliardenschweres Atomprogramm auflegen, wenn man im Land die finanziellen Mittel zweckgebunden und rational auf das Ziel Atombombe verwendet ...

Wäre ein derartiges Atomprogramm jeder Vernunft unzugänglich, dann ist es leichter die Geldscheine direkt zu verbrennen. Das Problem bei Atombomben ist die Anreicherung von Uran, oder die Erzeugung (und Extraktion) von Plutonium.

Mir ist es suspekt, wenn alle üblichen TV-Sender und Medienkanäle das Wort "Verrückt", "Irre", "Durchgeknallt" verwenden.

Dahinter steckt meist laute Stimmlosigkeit und viele Kommentatoren scheinen überhaupt kein Verständnis für klassiche Geopolitik mehr zu haben, und ein Herr KLausewitz ist in deren Wahrnehmung die Bezeichnung für ein Bremer Klaben, oder Dresdener Stollen.

Der Unterschied zu 1910 ist, dass wir nicht bei den Kanonenbooten stehen geblieben sind, und auch ganz andere Kaliber verwenden, wie einstmals zu Klausewitz Bronzeguss-Kanonen.

Um es auf die Spitze zu treiben: Was nützt eine Atombombe Nordkoreas in Händen von Terroristen? Das ist die iedeale Steilvorlage für den legitimen Erst UND Zweitschlag mit Atomwaffen mit dem Ja und Amen der UNO auf Seiten der betroffenen Terroropfer.

Atomwaffen sind in diesem Sinne keine Atomartillerie mehr, sondern politische Waffen, die man in der Praxis lieber nicht verwenden sollte. Genau dieser Denkprozess setzte zwischen Indien und Pakistan ein (und bei "uns" auch, was gemeinhin als "Kalter Krieg" bekannt war).

Wenn der Gegner gleichartiges hat, dann ist der Gegenschlag gleich tödlich.

KL0k
12.10.2006, 22:22
Hat nichts mit bösen Amerikanern zu tun! Dennoch fehlt einigen Menschen einfach ein wenig Hintergrundwissen!

Nochmal, Kim ist ein Diktator, der besser heute als morgen von der Bildfläche verschwindet.
Dennoch sind hier, ja, gerade die Amerikaner nicht ganz unschuldig, dass Nordkorea Atomtests durchführt!

tja. genau wie die situation im nahen osten. da wurden sie mit waffen beschossen die sie denen damals zur verteidigung gegen russland geliefert hatten....:freak :lol

Gelbsucht
12.10.2006, 23:01
Fakt ist aber auch, dass jeder Staat das Recht hat, auf seinem Territorium das zu machen, was er will!

Mit welcher Arroganz schreiben wir Anderen vor, welche Technologien sie nutzen dürfen und welche nicht?

Lasst doch die Nordkoreaner in IHREM Staate machen was sie wollen!

Das man einen Diktator nicht von Aussen absetzen kann sollte eigentlich schon jeder begriffen haben.1) richtig, nur paßt das manchen einfach nicht.

2) Wir deutschen? Wir nicht, wir nehmen oft nur die Meinung/Haltung anderer an. Aber mitgehangen mitgefangen. So ist das. Ich meine das NK keine direkt Bedrohung für die USA sind (wie eben -kurz OT- auch der Irak es nicht war). Würden die deutschen über andere Länder bestimmen wollen, würde die halbe Welt die Nazikeule aus dem Ärmel schütteln.

3) Würde ich auch meinen. Wenn manche Staaten so einen Elan in Afrika oder auch Mittel- bzw Südamerika an den Tag legen, gäbe es wohl in 10 Jahren keinen Drogenhandel und kaum noch Bürgerkriege. Warum haben die USA eigentlich noch nicht Kuba überrannt? Die sind denen ja auch -wie NK und Iran- ein Dorn im Auge und es gab ja schon konkrete Pläne über ein Täuschungsmanöver, das man als Grund für einen Angriff auf Kuba vorschieben wollte.

4) Nun entweder bringt der Diktator sich um (Deutschland), wird vom Volk gestürzt und umgebracht (Rumänien) oder ein anderes Land nimmt seins ein und entmachtet ihn (Irak). Man kann also schon von außen einen Diktator absetzen, durch mehr oder auch weniger Lügen vor der UNO.

Wie schon erwähnt, der Iran ist ziemlich weit oben auf der Hitliste von GWB und NK wohl auch. Bin mal gespannt, wann die Weltpolitik aufwacht und diesen Wahn stoppt, falls sein Nachfolger genauso weitermacht. Wenn halb Asien seine Dollarreserven auf einen Schlag verkaufen würde, wäre zumindest börsentechnisch die Hölle los und die USA endgültig pleite.

Was ich persönlich schlimm finde=
...Militärstrategie, die 1992 erstmals vom späteren Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz formuliert wurde und seit dem 20. September 2002 als "Bush-Doktrin" offizielle Politik ist. Sie sieht Präventivschläge - auch atomare - gegen Staaten oder Gruppen vor, die vitale Interessen der USA bedrohen, und unterstreicht das Recht Amerikas auf globale militärische Dominanz. Quelle (http://www.abendblatt.de/daten/2005/08/23/473942.html?prx=1)

Das kann ja heiter werden. manchmal denke ich, die USA haben keinen Interessenskonflikt, sondern Interesse am Konflikt.

KL0k
12.10.2006, 23:07
wieso? das ist doch "standard" für amerikaner; wenn sie sich bedroht fühlen, zücken sie die knarre. auf dem prinzip ist doch das ganze land entstanden, seit der "abnahme des grundstücks der ureinwohner" bis heute, siehe floridas gesetzeslage (bei verdacht der bedrohung des eigenen lebens dürfen sie schiessen). o_O

Götterwind
12.10.2006, 23:12
@KL0k
Nicht gegen Russland, sondern gegen die UDSSR. Außerdem hatten die USA massivste Bedenken, die Waffen zu liefern, da damit das Einmischen der USA in den damaligen Afghanistan-Krieg offensichtlich wurde. Außerdem war das Risiko groß, dass die Sowjets die Stinger ausspioniert hätten. Damit wäre ihre neue Waffe nutzlos geworden. Auch waren den Verantwortlichen bewusst, dass sie womöglich gegen US-Truppen irgendwann eingesetzt werden könnten. Deswegen gab es nur begrenzte Lieferungen.

@Bokill
Schau dir mal "Die Parade" an. Ist eine polnische Reportage über das sozialistsische Bruderland NK von 1984. Sehr aufschlussreich. Dann wird dir auch klar, warum man die Führungsriege durchaus als verrückt bezeichnen kann.

Eine solche Waffe in der Hand von Terroristen ist keine Vorlage für einen Präventivschlag oder die Legitimierung dazu. Da Terroristen keine Armee sind und kein Land regieren. Wen soll man denn dann angreifen?

Equest
12.10.2006, 23:57
Fakt ist: Kim ist ein Diktator der sein Volk leiden lässt! Fakt ist aber auch, dass jeder Staat das Recht hat, auf seinem Territorium das zu machen, was er will!

Mit welcher Arroganz schreiben wir Anderen vor, welche Technologien sie nutzen dürfen und welche nicht?

Fakt ist, daß die Zeiten glücklicherweise vorbei sind, in denen Staaten auf ihrem Territorium machen durften was sie wollten. Früher galt das Prinzip der Nichteinmischung auch wenn ein Diktator Völkermord begangen hat. Heute sieht man das anders. Leider sind die Folgerungen daraus nur selten effektiv. Siehe Darfur.

Und ich bin gerne arrogant wen es darum geht zu verhindern, daß irgendwelche aggressiven Diktatoren großen Bömbchen in die Finger bekommen.

Würden die deutschen über andere Länder bestimmen wollen, würde die halbe Welt die Nazikeule aus dem Ärmel schütteln.

Wir haben auch Serbien bombardiert und bestimmen in Bosnien und im Kosovo mit wie es dort zu laufen hat, z.B. daß Serbien mit dem Kosovo einen Teil seines Staatesgebietes abgeben muß.

-oSi-
13.10.2006, 00:10
manchmal denke ich, die USA haben keinen Interessenskonflikt, sondern Interesse am Konflikt.
Da fallen mir glatt die Szenen (Das Treffen in Washington) aus dem Film JFK ein.

Gibts kein Krieg, gibts kein Geld.


Die Führungsriege von NK mag vllt. verrückt sein, aber sie ist nicht dumm !
Einige meinen hier, der Krieg ginge morgen schon los.
Jungs... ruhig Blut. Das geht so schnell auch wieder nicht.

Pjöngjang betreibt Sägelrasseln. Nicht mehr und nicht weniger.


Es wird kolportiert, dass Japan sein Atomgelübte brechen will, falls Nordkorea noch mehr Druck mit ihrer Atomrüstung machen sollte ...
Keine Suppe wird so heiss gegessen, wie sie gekocht wird.
Gerüchte, Hörensagen... :rolleyes
Ich nenne sowas Angstmache.
Ausserdem sitzt der Schock von Hiroshima und Nagasaki in Japan noch sehr tief.
Also ist deine oder wessen Annahme auch immer sehr, sehr weit hergeholt und unbewiesen.



Es wird auch in NK zu keinem Umsturz des Systems dort kommen.
Zumindest nicht aus dem Inneren.
Dazu ist dort die Indoktrinierung zu lang und weit fortgeschritten.
Sollte Kim abgesetzt oder getötet werden, dann trauern die.
Und das wird nicht für die Kameras gestellt sein.
Die haben eine ganz andere Mentalität, die wir nicht mal ansatzweise verstehen.

e-ding
13.10.2006, 00:36
Und ich bin gerne arrogant wen es darum geht zu verhindern, daß irgendwelche aggressiven Diktatoren großen Bömbchen in die Finger bekommen.

Nunja, aggressiv?...Ich bin mir nicht sicher wie Du Aggressivität definierst aber ich kann mich nicht erinnern, welchen Krieg Nordkorea in den letzten 20 Jahren vom Zaun gebrochen hat.

Verbal wird überall mit den Säbeln gerasselt!

Tja, und hier geht es auch nicht um Völkermord sondern um den Test einer Waffentechnologie, die viele andere Staaten nicht nur getestet sondern teilweise auch eingesetzt haben. Kann mich nicht erinnern, dass dies die Menschenrechte verletzt.;)

Staaten die die Atombombe getestet und eingesetzt haben sind also berechtigt , anderen Staaten vorzuschreiben dies nicht zu tun?...interessante Logik!

Staaten welche überlegen, strategische Miniatombomben zu entwickeln und diese auch einzusetzen sind also zu tolerieren?

Der generelle Verzicht auf Atomwaffen wäre erstrebenswert! Hier müssen die Industrienationen mit gutem Beispiel vorangehen! Eine Doppelmoral nach dem Motto: Ich darf, Du aber nicht!...Das funktioniert nicht!

Gelbsucht
13.10.2006, 00:54
Fakt ist, daß die Zeiten glücklicherweise vorbei sind, in denen Staaten auf ihrem Territorium machen durften was sie wollten. Früher galt das Prinzip der Nichteinmischung auch wenn ein Diktator Völkermord begangen hat.

Und ich bin gerne arrogant wen es darum geht zu verhindern, daß irgendwelche aggressiven Diktatoren großen Bömbchen in die Finger bekommen.

Wir haben auch Serbien bombardiert und bestimmen in Bosnien und im Kosovo mit wie es dort zu laufen hat...1) Meiner Meinung nach darf ein Staat auf seinem Territorium machen, was er will. Weiterhin gibbet noch die Lösung Bürgerkrieg bzw Putsch und eben Sperrung aller Exporte der anderen Länder in das jeweilige Land. Solange ein Staat innerhalb seiner Grenzen diktatorisch beherrscht wird und keine anderen Länder angreift, ist mir das egal.

2) Nun dieser aggressive Diktator hat aber auch klar definiert, das er die Bombe "gegen die Bedrohung durch die USA" braucht. Das ist ein handfester Grund und wenn man sich das treiben der USA anschaut, nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Sollte KimJong allerdings solch eine Bombe gegen SK einsetzen, befürworte ich einen externen Militäreinsatz, falls SK sich nicht selbst helfen kann.

Warum müssen überhaupt Atomtechniken militärisch eingesetzt werden? Wenn jedes Land Atomenergie nur für Stromerzeugung nutzen würde, fände ich das eh viel besser. Aber wie soll ich das GWB erklären, der in seiner Amtszeit den Militäretat im Vergleich zu Clinton kräftig aufgestockt hat? Warum werden Leute vor der Highschool oder auf der Straße von der Navy/Army angeworben? Das hat alles seinen Grund. Die brauchen dringend Nachschub...

3) Ich meinte das zeitlich nach den Kriegen und das im Kosovo ist meines Wissens nach kein deutscher Alleingang...
--------------
Das Problem mancher Leute ist auch: Sie mögen keine Diktatoren. Schönes Wunschdenken. Sollten die USA wirklich irgendwann in allen von ihnen überrannten Ländern Militärstützpunkte haben -und somit diese globale Militärdominanz-, wäre der dannige US-Präsident der größte Diktator der Neuzeit. Und das ist keineswegs übertrieben.

Das gilt es zu verhindern.

DTFM
13.10.2006, 02:05
Eine solche Waffe in der Hand von Terroristen ist keine Vorlage für einen Präventivschlag oder die Legitimierung dazu. Da Terroristen keine Armee sind und kein Land regieren. Wen soll man denn dann angreifen?

Auf jeden Fall schon mal Afghanistan...
Und danach mit der Allianz der Willigen den Rest der Achse des Bösen platt machen.
Ist doch inzwischen gängige Militärdoktrin der freien Welt.

Aber keine Angst, wir müssen ja nicht mitbomben. Reicht doch, wenn wir wie im Irak nur die Ziele ausspähen und markieren.

Peace!

Edit: SCNR

BlackSavage
13.10.2006, 02:33
Warum werden Leute vor der Highschool oder auf der Straße von der Navy/Army angeworben? Das hat alles seinen Grund. Die brauchen dringend Nachschub...
Das wird aber nicht erst seit George W. Bush gemacht. Das ist schon lange üblich.


Aber keine Angst, wir müssen ja nicht mitbomben. Reicht doch, wenn wir wie im Irak nur die Ziele ausspähen und markieren.
Dieser Ironie schließe ich mich an. Damit würden wir hinterher wieder als Saubermänner da stehen.

Der Daedalus
13.10.2006, 02:58
@e-ding:

Deine Argumentationsweise ist höchst Amüstant.

Die Frage sollte nicht lauten, welche Kriege Nordkorea in den letzten Jahren vom Zaun gebrochen hat, sondern welche Kriege die Staatengemeinschaft durch "sich erpressen lassen" in den letzten Jahren verhindert hat!

Was soll das ganze Gelaber der Leute die Kim Jong Il das Recht zusprechen wollen auf Kosten seines Volkes eine Waffe zu entwickeln die ihm auch in Zukunft eine Nacht mit schwedischen Models (um im hier schon verwandten Bild zu bleiben) garantiert?!
Sein Volk hungert! Es hungert nicht, weil wir nichts für dieses Volk tun würden, sondern es hungert, weil dieser Arsch von Mensch alles was wir dem Volk geben erstmal selbst beschlagnamt um zu schauen aus was man Profit schlagen kann um damit die Rüstungsindustrie zu fördern.

Die Nordkoreaner haben ein Heer, welches sich ein führender Industriestaat wie Deutschland nicht mal ansatzweise Leisten kann und doch verhungern täglich tausende von Menschen dort.


Und nein, es ist nicht das Recht eines jeden auf seinem Land eine Waffe zu bauen mit der er andere Bedrohen will. Ich habe nicht das Recht in meinem Haus eine Waffe auf deinen Kopf zu richten und zu sagen "gib mir was ich will, sonst stirbst du". Und genau so wenig ist es das Recht Nordkoreas in seinem Land eine Waffe zu bauen die dem Zweck dient uns zu erpressen!

Ibn Tufail
13.10.2006, 03:06
mich störts nicht, grade die staaten die die atomwaffen nordkoreas anprangern sollen sich an die nase fassen

Bokill
13.10.2006, 04:40
... @Bokill
Schau dir mal "Die Parade" an. Ist eine polnische Reportage über das sozialistsische Bruderland NK von 1984. Sehr aufschlussreich. Dann wird dir auch klar, warum man die Führungsriege durchaus als verrückt bezeichnen kann. Kenne ich nicht.

Damit wir uns richtig verstehen. Ich mag auch nicht, was da Nordkorea treibt. Es ist aber zu leicht eine Regierung für "Verrückt" zu erklären, wenn es machtpolitisch auf der Weltbühne einfach Sinn macht. Der Sinn ist es politisch nicht mehr erpressbar zu sein, und ja, natürlich erpresst Nordkorea mit dem Besitz seiner Atomwaffen die Völkergemeinschaft.

Eine solche Waffe in der Hand von Terroristen ist keine Vorlage für einen Präventivschlag oder die Legitimierung dazu. Da Terroristen keine Armee sind und kein Land regieren. Wen soll man denn dann angreifen? Das brauchst du MIR nicht erzählen, erzähl das mal den vielen Leitatikelschreibern ...

Abgesehen davon tun sich Diktaturen sehr schwer Macht abzugeben ... den Atomhammer in subversiven kaum kontrollierbaren Terrororganisationen zu geben halte ich in der Praxis für kaum möglich (aber auch nicht für unmöglich).

@Der Daedalus
Natürlich ist Nordkorea ein Land, was seine Bevölkerung Grass fressen lässt für die Atombombe (wie einstmals Pakistan), aber es ist Teil der Völkergemeinschaft. Von daher hat es Recht auf Bestand seiner Grenzen.

MFG Bobo(2006)

JulesBärle
13.10.2006, 07:52
1) Meiner Meinung nach darf ein Staat auf seinem Territorium machen, was er will. Weiterhin gibbet noch die Lösung Bürgerkrieg bzw Putsch und eben Sperrung aller Exporte der anderen Länder in das jeweilige Land. Solange ein Staat innerhalb seiner Grenzen diktatorisch beherrscht wird und keine anderen Länder angreift, ist mir das egal.
wenn ich das lese, könnte man wirklich zu der Annahme kommen, daß du a) aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts und insbesondere der der Deutschen absolut nichts gelernt hast und b) von einer Diktatur auch absolut Null Ahnung hast.

Sorry, ich möchte nicht für unhöflich gehalten werden - aber wäre es in so einem Fall nicht vielleicht angebrachter, es einmal mit Dieter Nuhr halten ?

e-ding
13.10.2006, 11:16
@e-ding:

Deine Argumentationsweise ist höchst Amüstant.



Schön, wenn ich Dich amüsieren kann!;)

Die Frage lautet jedoch: Brauchen wir Atomwaffen überhaupt?
Diese Waffen dienen doch in erster Linie zur Abschreckung. Natürlich würde sich jeder wohler fühlen, hätte Kim diese Tests nicht gemacht und wäre nicht im Besitz dieser Waffen. Natürlich geht es seinem Volk dreckig!
Dies gilt aber auch für Pakistan und Indien!

Atomwaffen sind immer auf irgendwelche Köpfe gerichtet! Welcher Kopf darf sich denn jetzt bedroht fühlen und welcher nicht?
Was glaubst Du denn, auf welche Staaten amerikanische, französische, chinesische, pakistanische, indische oder israelische A-Waffen gerichtet sind?

Bedrohen ist in Ordnung aber bedroht werden nicht?!

Und ja, für mich ist ein Mitindikator für Agressivität die Anzahl der hervorgerufenen Konflikte eines Landes!

Der Daedalus
13.10.2006, 11:32
Und ja, für mich ist ein Mitindikator für Agressivität die Anzahl der hervorgerufenen Konflikte eines Landes!

Es gab keine Konflikte, weil die Staatengemeinschaft im Fall Nordkorea nie hart genug durchgegriffen hat. Grenzkonflikte zwischen Süd- und Nordkorea gibt es zu hauf!
Und Hinrichtungen "feindlicher Agenten" in Nordkorea ebenfalls im großen Stil.

Beispiel Nazideutschland:

Hätte Hitler damals einfach nur die Juden vergast und hätte dabei keine Krieg vom Zaun gebrochen, dann wäre er für dich also kein agressiver Diktator gewesen?

e-ding
13.10.2006, 11:55
Du vermengst hier etwas!
@ deadalus

Nochmal! Es bestreitet niemand, dass Kim ein Diktator ist!
Ich würde es vorziehen, dass in Nordkorea ein weicher Wandel nach chinesischem Modell zustande kommt.

Dennoch haben sie das Recht eine Atombombe zu besitzen! ...wie jeder andere Staat auch!

Dein Vergleich mit Deutschland passt nicht! Naturlich unterdrückt Kim sein Volk und das ist alles andere als positiv!......DARUM GEHT ES ABER NICHT! Nordkoreas innerstaatlichen Verhältnisse spielen bei diesem Konflikt keine Rolle!
Wenn das der Grund für Interventionen wäre, würde ich es nicht begrüssen, wäre aber nachvollziehbar!

Es geht hier schlicht und einfach um die Tatsache, dass Nordkorea Atomwaffen besitzt, da es sich bedroht fühlt! Dieses Recht, so unschön es ist, kann man ihnen nicht absprechen.

MFG

Gelbsucht
13.10.2006, 12:48
Nun ich behaupte für mich nicht, ein guter Kenner der Materie zu sein, aber der von dir zitierte Abschnitt repräsentiert meine Meinung aufgrund der Erfahrung, das es SO in vielen Ländern ging und vor sich geht. Es wurden ja schon Beispiele genannt.

Weiterhin meine ich, da auch Du keine echte Ahnung von einer Diktatur haben kannst, da Du dich ebenfalls als Nachkriegskind geoutet hast. Was eine Diktatur im groben bedeutet, ist mir schon klar. Wir beide sollten mal beachten, das nur die, die IN einer Diktatur leben, echte Erfahrung mit sowas haben -Geschichtsbücher lesen ist längst nicht alles.

Ich kenne den Satz des Herrn Nuhr, gebe ihn hiermit zurück.

Ich teile noch die Meinung von oSi, das es noch nur Säbelrasseln ist. Aber einfach schon wieder einen Staatsführer "von der Bildfläche verschwinden zu lassen", wie hier im Thema erwähnt? Besser wäre es, das nordkoreanische Heer würde mal aufwachen und KimJong selbst stürzen. Wie sowas geht, hat jüngst Thailand vorgemacht, auch wenn es dort nicht um eine Diktatur geht.

Und das Japan sein Atomgelübde brechen will/wird, ist gar nicht mal so unwahrscheinlich. So wird Japan wohl seine Verfassung dahingehend ändern, damit es militärisch stark wird.
Abe will den Artikel 9 der von Amerikanern diktierten Verfassung ändern, nach dem Japan auf alle Zeiten dem Krieg abschwört (http://www.google.de/search?hl=de&q=japan+verfassung&btnG=Suche&meta=)Obwohl von den Amis dem damals nach den 2 Bomben eingeschüchterten Land so eingeimpft, ist ausgerechnet diese Änderung den US-Amerikanern sehr recht.

Japan wird somit ein strategischer Verbündeter der USA in Ostasien. Überspitzt formuliert hätten die USA dann einen weiteren Stützpunkt in der Welt. Das ist keine Fiktion, sondern wird in etwa so Realität werden. Außerdem wissen die USA, das Japan trotz Aufrüstung sich nicht gegen sie auflehnen würden. In diesem Vergleich hat der David einfach zuwenig Steinschleudern, um Goliath zu Fall zu bringen, falls es mal drauf ankäme.

Ich meine, KimJong sollte intern gestürzt werden, danach sollten Nord- und Südkorea eins werden wie die BRD und die DDR damals. Daß das nicht leicht und von heute auf morgen zu machen ist, ist klar. Korea darf ruhig ein Atomprogramm haben.

JulesBärle
13.10.2006, 13:52
Du hast ja wirklich Ahnung von Geschichte.

Zumindest die DDR sollte dir - wenn du Deutscher bist - ein Begriff für 40 Jahre Diktatur sein. Dies geschah hier, bei uns und zwar erst vor kurzem. Deine Aussage "Meiner Meinung nach darf ein Staat auf seinem Territorium machen, was er will" ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die in der DDR jahrelang unter diesem Terror leben mußten, nicht ausreisen durften und die für ihre Überzeugung oder für Westfernsehschauen drangsaliert und eingesperrt wurden.

Beispiele für Diktaturen der letzten 50 Jahre ? In Europa nicht so viel, nur

bis 1974 Griechenland
bis 1974 Portugal
bis 1977 Spanien
bis 1989 DDR
bis 1989 Rumänien
bis 1990 Albanien
bis 1991 Jugoslawien
bis 1991 UdSSR
bis heute Weißrussland

um nur ein paar der wichtigsten Länder zu erwähnen. Dazu kommen außerhalb Europas noch Chile, Türkei, Haiti, Irak, Kambodscha, Nicaragua, Nordkorea, VRChina, Vietnam, Kuba, Lybien und sicherlich habe ich noch ein paar afrikanische Staaten vergessen.

e-ding
13.10.2006, 14:54
@ JulesBärle

Ich glaube ich bin einer, der in der Diktatur DDR gelebt hat. Nunja, ich habe Westfernsehen geschaut aber eingesperrt wurde ich nicht! Wo hast Du denn den Quatsch her! ;-)
Ein Schlag ins Gesicht sieht anders aus! Es ist wichtig das die Menschen selbst einen Weg aus der Diktatur finden.....Demokratie aufzwingen funktioniert nicht!

Da ich auch viel in China bin, kann ich mir auch hier durchaus ein Bild machen!

Aber das ist nicht das Thema. Unabhängig davon ob NK eine Diktatur oder eine Demokratie ist, hat es Rechte als Staat!
Diese zu beschneiden, offenbart doch eine eklatante Doppelmoral.

MFG

JulesBärle
13.10.2006, 15:42
Du hast ja so recht, ich ändere den Satz.

... die für ihre Überzeugung eingesperrt oder für Westfernsehschauen drangsaliert wurden.

Ok so ? Oder willst du uns erzählen, daß Republikflucht eien staatlich geförderte Einrichtung, die Stasi eine Propagandaerfindung des Westens und Bautzen ein Erholungsheim für verdiente Volksgenossen war ?

e-ding
13.10.2006, 16:01
Und wenn Du Dich jetzt noch etwas anstrengst und auf den Sarkasmus verzichtest, dann musst Du nur noch zurück zum Thema und wir können produktiv weiterdiskutieren! :-)

Equest
13.10.2006, 16:22
Und das Japan sein Atomgelübde brechen will/wird, ist gar nicht mal so unwahrscheinlich. So wird Japan wohl seine Verfassung dahingehend ändern, damit es militärisch stark wird.
Obwohl von den Amis dem damals nach den 2 Bomben eingeschüchterten Land so eingeimpft, ist ausgerechnet diese Änderung den US-Amerikanern sehr recht.

Japan wird somit ein strategischer Verbündeter der USA in Ostasien. Überspitzt formuliert hätten die USA dann einen weiteren Stützpunkt in der Welt. Das ist keine Fiktion, sondern wird in etwa so Realität werden.

(...)

Korea darf ruhig ein Atomprogramm haben.

Japan ist bereits militärisch stark und zudem ist es schon seit 50 Jahren eine strategischer Verbündeter der USA in der Region, mit einer nicht unerheblichen Stationierung von amerikanischen Truppen. Allerdings ist es logisch daß Japan zunehmend aufrüsten will.

Nordkorea hat ja bereits Raketen über Japan hinweggeschossen. Ich würde gerne mal die Leute hier im Forum erleben, wenn, sagen wir mal Weißrußland, Raketen über Deutschland hinwegschießt, gleichzeitig an der Atombombe bastelt und eine aggressive Rhetorik gegenüber uns pflegt. Ob es dann immer noch heißen würde: Weißrußland darf ruhig ein Atombömbchen basteln.

Bokill
13.10.2006, 18:54
Es gab keine Konflikte, weil die Staatengemeinschaft im Fall Nordkorea nie hart genug durchgegriffen hat ... Tja, es gab unter UNO Mandat damals einen Koreakrieg, der den Amerikanern als Hauptintervetionsmacht am Ende deutlich teurer geraten war, wie anfangs gedacht.

Und ja, es gab Zwischenfälle an der Koreanischen Grenze, aber zum Glück mit der Schutzmacht USA hinter Südkorea und der Schutzmacht China für Nordkorea blieb es bei einem kalten Krieg.

Seit Nixons Zugangang auf Chinas Interessens-Sphäre hat sich das Verhältnis USA - VR China deutlich entspannt, und somit entfiel der Grund eines Stellvertreterkrieges auf koreanschen Boden.

Dass innerer Terror betrieben wird auf Seiten von Nordkorea bestreitet niemand, aber das kann kein alleiniger Grund zu einer Intervetion von Fremden Mächten sein, das deckt die Völkergemeinschaft eben nicht.

MFG Bobo(2006)