"Killerspiele" sollen nach dem Amoklauf verboten werden

Sollten Killerspiele verboten werden?

  • Ja, auf jeden Fall.

    Stimmen: 77 3,8%
  • Vielleicht wär es besser.

    Stimmen: 37 1,8%
  • Nein, es sollte nur besser kontrolliert werden.

    Stimmen: 802 39,5%
  • Nein, auf keinen Fall.

    Stimmen: 1.114 54,9%

  • Teilnehmer
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MountWalker

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..., dass du selbst mit legaler Jagdmunition ....
Wieso selbst? Der Untershcied in der Kraft zwischen 7,62*41 und 7,62*42 ist absolut minimal, er existiert nur noch, damit nicht irgendwelche Fewldwebelse auf die idee kommen für ihre privaten Jagden Muni beim Bund zu klauen. (7,62*41 war früher Wehrmachtstandardkaliber) Was diese Munition an Menschen anrichten kann, kannst du auch in ettlichen Dokumentationen zu Omaha Beach sehen - warum kuckst du dir nicht makl die vielen Kriegsdokus an und versteifst dich hier auf den Tiervergleich? Wissen die veteranen, dies live gesehen haben, etwa eh weniger als du von den Auswirkungen auf den Menschen?
 
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Adam_Smith

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Man man man ... das 3 Kugeln die binnen kürzester Zeit auf den Körper treffen (beispielsweise aus einem MG) wohl eine deutlich andere Trefferwirkung erzielen als ein einzelner Schuss?
Das gerade bei den Verteidigungsanlagen der Strände wohl ganz andere Kaliber eingesetzt wurden als bei heutigen Faustwaffen (Beispielsweise das Kaliber 8x57 beim deutschen Karabiner)?

Und es bleibt dabei: Eine 7,62mm aus einem G3 geht bei einem Treffer der nicht gerade auf Massive Körperbereiche (Hüfte, Gelenke) trifft einfach glatt durch. Gerade weil sie so schnell, schwer und spitz geformt ist ...
Das ist nichts weiter als reine Kinetik
 

MountWalker

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G36 geht deswegen viel sauberer durch (noch schlanker) und die deutschen Stellungen benutzten am Omaha Beach vor allem MG42, das weiß nun wirklich jedes Kind - MG42 = MG3 mit anderer (schnellerer) Feder und Verschluss und Kaliber 7,62*41 statt 7,62*42. Ich bezweifle einfach mal dreister Weise stark, dass zwei MG-Kugeln bei getroffenen Soldaten die gleiche Wunde trafen, einfach weil ich weiß, wie es sich mit nem MG3 schießt...

Aber wie ich schon sagte, du weißt das alles ganz natürlich viel besser, als Veteranen, die live dabei waren...

Kuck dir einfach mal den deutschen Vietnam-Doku-Film über das deutsche Lazarettschiff an, dann wirst du mal Schussverletzungen von üblichen Feldhandwaffen am Menschen sehen.

P.S.
Und wie ich bereits sagte, trennt ein Treffer am Arm bei SoF auch nicht bei jeder Waffe gleich den Arm ab - ich weiß nicht was du behauptest gespielt zu haben, aber ich habe das in der Uncut-Version von SoF 2 ohne Pumpgun eher selten gesehen. Du musst nicht immer alles glauben, was Herr Pfeiffer so alles sagt.
 
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keshkau

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Ich verstehe gar nicht, welchen Sinn Eure Diskussion haben soll. Die Frage ist doch gar nicht, ob ein Schuss zu einem Loch im Arm führt oder ob der Arm zerfetzt bzw. abgerissen wird. Was manche aus der Politik möchten, wurde von denen u. a. im November 2006 formuliert:

"Killerspiele animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten." (Edmund Stoiber)
"Selbst bei Spielen, die mit 16 freigegeben sind, wird reichlich getötet und fließt jede Menge Blut." (Christian Wulff)

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,449970,00.html

Es geht darum, ob sich die Menschen in ihrer Freizeit stundenlang damit beschäftigen sollten, sich virtuell gegenseitig mit Kugeln zu durchsieben oder ob nicht andere Spielformen viel sinnvoller wären. Diese Leute fragen nicht danach, wie blutig das Spiel ist, sondern, warum es überhaupt blutig ist. Warum also muss es in einem Spiel um Terroristen und Anti-Terror-Einheiten gehen?

Der Ruf nach dem Verbot von Killerspielen geht einher mit der Beobachtung, dass die Sitten im Land rauher werden. Dieser Prozess ist ein schleichender. Man erkennt ihn z. B. daran, wenn bestimmte Filme von der FSK herabgestuft werden, die also früher erst ab 18 Jahren zugänglich waren und heute ab 16 Jahren freigegeben sind. Dieser gesamtgesellschaftlichen Entwicklung soll entgegengewirkt werden, auch wenn die Erfolgsaussichten minimal sein dürften.
 
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Bokill

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Ich verstehe gar nicht, welchen Sinn Eure Diskussion haben soll. Die Frage ist doch gar nicht, ob ein Schuss zu einem Loch im Arm führt oder ob der Arm zerfetzt bzw. abgerissen wird. Was manche aus der Politik möchten, wurde von denen u. a. im November 2006 formuliert:

"Killerspiele animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten." (Edmund Stoiber)
"Selbst bei Spielen, die mit 16 freigegeben sind, wird reichlich getötet und fließt jede Menge Blut." (Christian Wulff) ...
Sind diese Medienforscher? Ich denke nein.


... Es geht darum, ob sich die Menschen in ihrer Freizeit stundenlang damit beschäftigen sollten, sich virtuell gegenseitig mit Kugeln zu durchsieben ...
Es geht um Verbot von privaten Unterhaltungsformaten, die bestimmte Geschmäcker nicht mögen. Ginge es alleine um Gewalt, dann müssten genaugenommen auch viele Romane und bestimmte Filme, ja sogar Märchen verboten werden (grausamer versuchter Kanibalismus bei Hänsel und Gretel).

... Der Ruf nach dem Verbot von Killerspielen geht einher mit der Beobachtung, dass die Sitten im Land rauher werden. ...
Wobei man trefflich darüber streiten kann, wie weit tatsächlich ausgerechnet auch Computerspiele daran schuld sind.

Selbst eine Auftragsstudie vom Ministerium für Jugend und Soziales ist deutlich vielschichtiger, als es eine populistische Forderung nach Computerspielverboten vorspielt.

-> "Gewalthaltige Medien sollen der Jugend ferngehalten werden"
... " ... Die Medien werden dabei allerdings
oft vorschnell zum Sündenbock gestempelt, ohne Forschungsbefunde zur Kenntnis
zu nehmen, die für erheblich differenziertere Zusammenhänge sprechen.

Auf Basis einer Inhaltsanalyse der in der „Frankfurter Rundschau“ zwischen dem 1.9.1991 und dem 31.10.1995 erschienenen Beiträge zur Darstellung von Gewalt im Fernsehen konstatierte Klaus Merten (1999, S. 228),

... dass durch die Berichterstattung über dieses Thema eine Wirklichkeit erzeugt werde, „die viel bedrohlicher erscheint [...] als die, die auf der Basis wissenschaftlicher Befunde zur Mediengewaltforschung gezeichnet werden könnte.“ Eine wissenschaftliche Klärung der Gewaltproblematik ist nach Merten (1999, S. 228) kein öffentlicher Diskussionsgegenstand:

„Dagegen besagt 75 % aller Kritik: Gewaltdarstellung ist schädlich und in jeder vierten Kritik wird dies präzisiert: Gewalt entsteht durch Gewalt im Fernsehen.

Die Kritik wird vor allem durch Laien artikuliert, während sich Experten [...] so gut wie gar nicht zu Wort melden.“

Merten konstatiert (1999, S. 228), „dass der Gewaltdiskurs keinerlei Lernfortschritte bei den Beteiligten erzielt und folgenlos verläuft: Gewaltdiskurs als recycelbares Ritual, das bei Bedarf jederzeit erneut inszeniert werden kann.“ ... [Zitatende].
Aus: "Medien und Gewalt".



Dabei ist die Meinung in der Medienforschung zur Zeit so, dass die Sozialen Interaktionen mindestens ebenso wertvoll sind, wie das von Gegnern immer hervorgeholte Argument der "Prägung" durch Gewalthaltige Spiele.
Zufall? Nein sicher nicht, das ist Absicht der Computerspielgegner die Computerspieler in der Öffentlichkeit negativ darstellen zu wollen.
 
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OMaOle

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Klasse Beitrag Bokill,
ich denke auch das es weniger die Computerspiele selbst als vielmehr die gesellschaftliche und sozial Gesamtsituation sind die die Sitten im Land rauher werden läßt.
Natürlich ist es für die Verantwortlichen der Weg des geringsten Widerstandes wenn sie die Computerspiele als Auslöser benennen können.
ich glaube nicht das es notwendig ist die vielen anderen Möglichkeit wie Filme Bücher ... zu benennen, da die allgemein bekannt sind.

Wie Du schon sagst, es köäme niemand auf die Idee Märchen zu verbieten und die sind nicht erst ab 18 Jahren zugelassen.
 

Mosla

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Diese politische Heuchelei zu diesem Thema ist doch nicht mehr zu ertragen. Auf der anderen Seite ist bei jedem Provinznestfest irgendein Bundeswehrpanzer anwesend, damit die kleinen Jungs mit ihrem Papa drauf rumklettern und begeistert sind. Nur das damit echte Individuen getötet werden können und das in Echtzeit versteht sich. So etwas wird völlig verharmlost und legitimiert präsentiert unter dem Motto: Komm zur Bundeswehr, Deine Zukunft liegt in Deinen Händen. Keine Pixel, keine Level, kein Waffenupgrade, nein..., alles echt, mit echtem Gedärm und platzenden Kopfwunden in Libanon, Afghanistan, Kongo oder sonst wo noch. Kenne jemanden, der in Afghanistan 4 Jahre lang war und dort Sachen gesehen hat, die in keinem Killerspiel so drastisch waren. In keinem anderen EU-Land wird so auf diesem völlig harmlosen Industriezweig herumgehackt, wie hier. Man sollte eigentlich stolz sein auf Firmen wie Crytek, die bald einen bahnbrechenden Shooter für Erwachsene, mündige Bürger auf den Markt bringen, der genauso einen Unterhaltungswert hat, wie Filme eines Kalibers von Terminator 2 oder Aliens die Rückkehr. Ich betone nochmals, die meisten Shooter sind eindeutig für Volljährige Käuferschichten gedacht und haben mit Spielen für Jugendliche und Kinder überhaupt ncihts zu tun. In den Medien wird ein völlig verzerrtes Bild unseres Jugendschutzes präsentiert, das völlig inakzeptabel ist. Die Bestimmungen, die wir gegewärtig haben, reichen meiner Meinung nach vollkommen aus und liegen in der Verantwortung der jeweiligen Vormundschaft, sprich Eltern.
 

Mosla

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Ich bin sprachlos, ist das wirklich wahr?:o

Ich finde das unverantwortlich, so etwas mit unter 10jährigen durchzuführen. Das müsste den Verantwortlichen mal gegenübergestellt werden, was hier wirklich gefährlicher ist.:(
 

S.O.L.D.I.3.R

Captain
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Hey,
ich bin zufällig auf das Thema gestossen und möchte auch mal was dazu sagen.

Ich finde es blöd wenn "Killerspiele" verboten werden sollen, denn ganz verbieten können die das nicht, einfach nur 18+ oder so, weil sonst die Gamehersteller viele Stellen streichen müssten und was daraus folgt wisst ihr ja:p

Und die ganzen Gamer würden bestimmt für ein riesen Chaos sorgen...


Ausserden zeigt dieses Video mal wie die Politiker handeln. KILLERSPIELE - Traurig aber wahr

Und für alle die jetzt sagen, dass es nicht um den Vergleich "Spiele, Alkohol, Zigaretten" geht, und ausserdem Killerspiele zum töten animieren

Gegenfrage: Welcher First-Person-Shooter war zb in den 70er- Jahren für diverse Amokläufe verantwortlich?:freak:
 

hans42

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Ich habe selber kaum solche Killerspiele gespielt, aber ich denke, es ist so wie mit den Actionfilmen. Man sollte selber entscheiden was man spielt / guckt. Allerdings würde das Verbot insgesamt einen niedrigere Rate auslösen, da sich nur labile Menschen davon beeinflussen lassen.
 

bugz

Ensign
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naja verbieten ist schon etwas übertrieben... wenn man sich mal die Masse anschaut die täglich solche Spiele spielen und wenn da ma einer durchdreht wird es sofort auf Spiele geschoben, weil auch im Kino keine gewaltätigen Filme kommen oder im Fernsehn.... oder vielleicht leiden die Personen einfach und schwere Depressionen und wissen es nicht... dies kommt heutzutag sehr oft vor..... Aber viebieten ist viel zu weit gegriffen.... Strengere Kontrollen ok, aber wer glaubt schon das dies nur an den Spielen liegt .... das sind 100000te Faktoren die zusammentreffen...
Ich finde es ehrlich gesagt lächerlich alles immer auf die Computerspiele zu schieben.
Jetzt ist wieder eine weile Ruhe und wenn der nächste Amoklauf ist dann wieder die selbe 10000mal durchgekaute Diskussion .... Und es wird wieder nicht verboten... Deutschland verdient an Spielen mehr als mit Kino/Filmen/Bücher....
Wenns keine Spiele gäbe dann würden trotzdem alle 5 Jahre irgendwelche spacks Amoklaufen.... Wenn man das hochrechnet ist das nicht viel... Außerdem Deutschland ahmt ja gerne Amerika nach, also in dieser Beziehung können sie froh sein, dass es noch nicht so abgeht wie dort...., aber "Coming Soon"...
 

OMaOle

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Fragt sich was das Kaliber alter Waffen mit dem Verbot von Spielen zu tun haben soll.
 

Cocacolalight

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und schon wieder ein Amoklauf in Finnland. Ich hoffe mal, dass nicht schon wieder die Killergames schuld sind :rolleyes:

Wird das jetzt zu einem Thrend für alle Jugendlichen, die nicht zufrieden mit ihrem Leben, der Gesselschaft und ihrem Schulleben sind? :rolleyes:

Einfach nur krank!

Gruß Carlos

EDIT: Mich wundert, dass es noch keinen Thread dazu gibt.

Hier die News für alle, die das noch nicht mitbekommen haben: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,515951,00.html
 

OMaOle

Lt. Commander
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der Aufschrei der Medien wird nicht lange auf sich warten lassen nur Geduld.
 

-oSi-

Fleet Admiral
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Die bösen Killerspiele-Spieler sitzen doch in Schweden und nicht in Finnland. ;)


Das Thema wird schon noch auf dieses Ereignis gerichtet werden.
Darauf warte ich auch schon.
Und dann fängt die Debatte hier auch in DE wieder an. Um die war es eh gerade recht ruhig geworden.
 

barista

Lieutenant
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Die Fragestellung finde ich wahnwitzig:

Die Politiker wollen die Killerspiele (egal, was darunter zu verstehen ist) verbieten lassen. Also, in Detail: Weil die guten Bürger Angst kriegen - Anlässe gibt es zuhauf -, tun die Politiker so, als würden sie etwas dagegen unternehmen; das es zur Sache gar nichts tut, ist geschenkt, sie tun doch immer so. Die Leute gehen eine Weile auf verschiedene Barrikaden und beruhigen sich irgendwann wieder, zufrieden über ihren Beitrag zur Klärung gesellschaftlicher Fragen.

Gewalt ist aber in unserer Welt allgegenwärtig und die Grundlage des Geschäfts. Ob Konkurrenz zwischen Lohnabhängigen, wer sich billiger anbietet, oder Konkurrenz zwischen Firmen, die darin Pleite gehen, oder Konkurrenz zwischen Nationen, die dabei verarmen oder mit Krieg überzogen werden: Alles Gewalt in allen Schattierungen, so dass einem sogar die Nachbarn oder die eigenen Kinder unheimlich werden. Und für alles muss der brave Bürger gerade stehen.

Dass einer da unten entweder sich akut in seiner praktischen Existenz bedroht sieht oder das Märchen über die Durchsetzung seiner respektdurstigen Person in dieser freien Welt beim Wort glaubt - und sich selbst das nimmt, was er vermisst -, dürfte keinem überraschend vorkommen. Auf jedem Fall nicht den Politikern, was meint ihr?
 
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