Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stromschlag, defekter AVR und Versicherung?!
benneque
21.07.2010, 18:22
Moin!
Ich bin schon lange lange stiller Mitleser hier im Forum (seltener in diesem Abschnitt) und hier laufen wohl viele Leute mit Ahnung von Elektronik rum.
Also folgendes ist gestern und heute passiert:
Ein Freund war hier, wir haben ein wenig Musik gemacht. Ich hatte meinen Bass in der Hand und dann klingelte mein Handy. Also stand ich auf und wollte zum Schreibtisch. Dabei habe ich mit meinem Bass eine Schreibtischlampe war berührt. Die Lampe war ausgeschaltet, aber hat ein Metallgehäuse. Naja, in mir hat sich alles zusammen gezogen und ich hab hellblaues Leuchten gesehen. Mein Kumpel hat nichts gesehen, also lag das wohl an meiner Netzhaut. Naja, soweit ist mir nichts passiert. Das seltsame: Es ist keine Sicherung rausgeflogen und alle Geräte funktionierten normal weiter. Die Lampe wollte ich nicht mehr anrühren ;) Ich hab dann die Sicherungen rausgenommen und mein Freund hat sie weggestellt, sie hat immernoch funktioniert.
Weiter im Text: Ich hab mit meinem Notebook ein wenig was aufgenommen von uns. Und abgemischt. Natürlich wollten wir es dann auch über erwachsene Lautsprecher hören, also schnapp ich mir ein Kabel (Cinch -> kleine Klinke), steck das Teil in meinen AV-Receiver und dann die Klinke ins Notebook. ZACK! Funken und lautes Knistern, und das noch bevor ich das Kabel wirklich drin hatte. Das war dann der 2te Schock. Das Notebook hieng natürlich auch am Stromnetz. Wieder keine Sicherung geflogen. Notebook funktioniert noch.
Aber den Receiver hats erwischt! Die Lautstärke lässt sich in 100 Schritten einstellen und bei jedem Schritt knackt es gleichlaut. (Ich nutz den digitalen Coax eingang). Es kommt sogar noch Ton! Der ist auch immer gleich laut und scheinbar besteht er nur aus sehr verrauschtem Schlagzeug. Umschalten auf andere Eingänge (egal ob digital oder analog) bringt kein normales Verhalten des Geräts.
Heißt nun wohl: Das Teil ist defekt, ich habe nichts unsachgemäßes getan. Habe ich ne Chance auf monitären Anspruch von der Versicherung? (dazu gleich mehr)
Dann musste ich wohl meinen billigen 2x300W PA-Amp rauskramen. Der verrichtet seinen Dienst wunderbar, außer dass der nen Rauschteppich mitbringt, aber das war schon immer so. Also die Lautsprecher sind nicht kaputt. Das Klinkenkabel auch nicht. Der Klinkenanschluss am Notebook läuft auch normal.
Nächster Tag (heute). Morgens haben wir noch ein wenig musiziert. Dann ging mir irgendwann dieses leise Rauschen wegen des Amps auf den Sack und ich wollte ihn leise drehen. Tja, und was passiert? Stromschlag! (Ich hatte wieder den Bass in der Hand).
Keine Sicherung fliegt, alles läuft weiter. Der PA-Amp hat auch ne Schutzschaltung, selbst die ist nicht angesprungen. Genauso wie der AVR eigentlich auch eine hat...
Fazit: Ich wohne in einem Altbau. Kürzlich habe ich erst gelesen, dass es da ab und an keine Erdung in den Steckdosen gibt. Stimmt das?
Ich bin ratlos!
Meine Vorstellungen: mindestens Schadensersatz für den AVR, vielleicht noch Schmerzensgeld, da so ein Schlag echt nicht lustig ist und ich nun ganz schön Angst habe irgendwas anzufassen was in der Steckdose steckt... Ich meine, ich hätte genauso gut draufgehen können! (jaja, an meiner Tastatur liegen max. 5V / 500mA an ;) das fände ich nun nicht so dramatisch).
An wen soll ich mich wenden? Haftpflicht? Vermieter?
Infos zur "Hardware":
5 Jahre alter Pioneer VSX-515
10-15 Jahre alter Ibanez Amp mit (ich glaube) 15W Ausgangsleistung
3-4 Jahre alter PA-Amp IMG Stageline mit 2x300W
Vielen Dank und Grüße
benneque
CloudStrife
21.07.2010, 18:38
Dringend mal die Erdung checken. Ich halte mal eine Wohnung, in der die Erde an der Phase angeschlossen war... :freak
benneque
21.07.2010, 18:46
Und wie check ich das am einfachsten? Multimeter hab ich z.B. nicht.
Die elektronik ist hier eh fürn A****... Vor nem Jahr hab ich schon mal nen lauuuuten Knall verursacht, weil irgend ein Idiot nicht weiß, dass die farbliche Kodierung nicht beliebig ist!
Am Anschluss an der Decke ist das Gelb-grüne Kabel NICHT die Erde, sondern einer der beiden Pole...
Naja, ich zieh hier eh in 2 Monaten wieder aus. Das Finanzielle ist mir wichtiger ;)
Chilldown
21.07.2010, 18:47
Wenn die Bude wirklich keine Erdung hat sofort Vermieter anrufen das der das machen lässt bzw. er muss das machen lassen.
benneque
21.07.2010, 19:06
Und wie kann ich das nun einfach überprüfen? Steckdose rausnehmen und gucken ob das Kabel dran hängt ?
Kingfisher OK
26.07.2010, 16:25
Wenn die Bude wirklich keine Erdung hat...
Solltest du ihn verklagen oO
Es ist unverantwortlich eine Wohnung ohne Schuko zu vermieten. Schnapp dir einfach mal schnell einen Spannungsprüfer (Kleiner schraubenzieher mit lampe drin) und berühre nacheinander die Phase und dann den Schutzkontakt. Der Schraubendreher sollte nur bei "einem Loch" leuchten, bei dem anderen Loch und dem Schutzkontakt dunkel bleiben.
Gruß
EDIT.:
Am Anschluss an der Decke ist das Gelb-grüne Kabel NICHT die Erde, sondern einer der beiden Pole...
Unverantwortlich³... Aber spätestens da hättest du stutzig werden müssen. Da hat einer 2 Drähte vertauscht... Lebensgefährlich! Das grenzt ja an versuchten Mord...
Sofort einen Elektroinstallateur + Kontrolleur herbestellen, diesen besagten Anschluss an der Decke überprüfen lassen, den SiNa (Sicherheitsnachweis) auftreiben und ausfindig machen wer diese Installation kontrolliert und abgesegnet hat und verklagen! Sowas ist ja fast fahrlässig...
Am Anschluss an der Decke ist das Gelb-grüne Kabel NICHT die Erde, sondern einer der beiden Pole...
Anschluss = Steckdose?
Hast du die Steckdose geöffnet?
Grüsse
stonix015
26.07.2010, 23:14
ich verstehe nicht ganz was da genau vorgefallen ist.
Also Stromschlag ist nicht gleich Stromschlag...
Hast du einen Stromschlag bekommen, oder das Gerät, und wie hat sich das bemerkbar gemacht?
Vor allem, wenn bei dir wirklich die beiden kabel-Pohle in der Steckdose vertauscht sind, wie laufen dann überhaupt die anderen Geräte weiter?
Kingfisher OK
26.07.2010, 23:23
Vor allem, wenn bei dir wirklich die beiden kabel-Pohle in der Steckdose vertauscht sind, wie laufen dann überhaupt die anderen Geräte weiter?
Ja, da wird aus dem Schutzkontakt eben der "- Pol" der Steckdose.. Geräte laufen dann weiter, stehen aber unter spannung.
Gruß
Chris_87
27.07.2010, 00:01
- Pol bei AC???
Inzersdorfer
27.07.2010, 01:57
Wechselstrom bezeichnet elektrischen Strom, der seine Richtung (Polung) in regelmäßiger Wiederholung ändert.
Zitat Wikipedia
stonix015
27.07.2010, 12:25
Also ich verstehe das so, dass bei beiden Seiten der Strom eine Wechselspannung ist, die eine Seite stellt pratkisch eine Sinuskurve da, die andere eine Cosinuskurve, so dass sie sich entgegen laufen und dass man den Stecker egal wierum reinstecken kann.
Das 3. ist dann die Masse, die Erdung, und wenn man da was vertauscht sollte doch das Schema der Steckdose nicht mehr richtig passen, also das Gerät keinen vernünftigen Strom mehr kriegen...?
Kingfisher OK
27.07.2010, 12:30
ja deswegen die Anführungszeichen... ich meine zumindest gibt es die stromführende Phase, wie nennt man dann das andere "Loch"?
Das 3. ist dann die Masse, die Erdung, und wenn man da was vertauscht sollte doch das Schema der Steckdose nicht mehr richtig passen, also das Gerät keinen vernünftigen Strom mehr kriegen...?
Doch, der Stecker funktioniert nur noch in einer Richtung.
Wenn man ihn dreht geht es einfach nicht mehr.
Gruß
stonix015
27.07.2010, 12:34
achso ja dann
@ threadstarter:
Probier das doch mal aus, den Stecker zu drehen, und besorg dir nen Stromprüfer.
Ach nochwas:
Fasse BLOß nicht an die offenen Metalldinger oben und unten in der Steckdose!
Kingfisher OK
27.07.2010, 12:39
Fasse BLOß nicht an die offenen Metalldinger oben und unten in der Steckdose!
Doch, da sollte sogar nicht mal was passieren. Du solltest dabei aber wirklich nur die Metalldinger anfassen und mit Gummischuhen auf einem Teppichboden stehen und dabei nichts anderes anfassen ;) Dann passiert auch nichts... Bitte trotzdem nicht ausprobieren, ich wollte nur ein bisschen Klugscheißern...
@topic
Stromprüfer --> alle 3 Leitungen nacheinander probieren --> Ergebnis bitte hier posten.
Gruß
stonix015
27.07.2010, 12:44
da hat der Kingfischer recht, pls nur mit gummischuhen, aber was solls das ist viel zu riskant.
Lass es einfach bevor du weißt was mit der Steckdose ist, die Versicherung bezahlt dir sicherlich nen neuen AVR, denn da konntest du ECHT nichts für...
besorg die aus dem bekanntenkreis einen spannungsprüfer (meistens duspol) und teste die steckdose mal damit durch.
Kingfisher OK
27.07.2010, 14:43
Für die Zukunft...
Ein FI- Schutzschalter ist mit Sicherheit auch eine gute Investition!
Gruß und... lass das lieber noch einen Elektroniker durchprüfen
Also ich verstehe das so, dass bei beiden Seiten der Strom eine Wechselspannung ist, die eine Seite stellt pratkisch eine Sinuskurve da, die andere eine Cosinuskurve, so dass sie sich entgegen laufen und dass man den Stecker egal wierum reinstecken kann.
Nein.
Einer der Kontakte der Steckdose liegt konstant auf 0V (Nullleiter, blaues Kabel) und der andere ist die Phase (220V Sinus-Signal, braunes oder schwarzes Kabel).
stonix015
27.07.2010, 15:15
aber die erdung liegt doch eigentlich auch auf 0V
dann kann das überhaupt nicht sein, dass die kabel vertauscht wurden, denn dann bekäme das gerät von beiden seiten 0Volt, und das gehäuse 240Volt Wechselspannung...
Kingfisher OK
27.07.2010, 15:33
aber die erdung liegt doch eigentlich auch auf 0V
Ja richtig, Nullleiter und Erdung (Blaues und gelb-grünes Kabel) werden vor dem Sicherungskasten zusammengeführt. Der Schutzleiter dient dazu, sollte einmal der Draht mit der Phase das Gehäuse berühren, dass es einen Kurzschluss gibt --> Die Sicherung auslöst.
dann kann das überhaupt nicht sein, dass die kabel vertauscht wurden, denn dann bekäme das gerät von beiden seiten 0Volt, und das gehäuse 240Volt Wechselspannung...
Wenn Phase und Nulleiter vertauscht wurden (Man die Phase für den Nulleiter hielt) und dann auf die alte Art und weise Schutzleiter und Nullleiter (in diesem Fall dann die Phase) zusammen geführt wurden, steht das Gehäuse unter Spannung.
Die Technik geht dadurch noch, aber das Gehäuse ist eben nicht auf Null potential sondern hat 230V.
Gruß
benneque
27.07.2010, 23:39
Man. Jetzt war man mal 5 Tage im Urlaub und schon gibts so viel zu lesen. Ich arbeite das ganze jetzt einfachmal sequenziell ab:
@Kingfisher OK:
Also ich hab da noch ein wenig gelesen und irgendwo stand, dass Altbauten, bei denen der Schutzleiter damals nicht zur Norm gehörte, heute auch keinen haben MÜSSEN, außer die Stromleitungen werden neu verlegt. Aber sooo sicher bin ich mir dabei auch nicht...
@Saromis: Ich habe an der Decke noch nie(!) Steckdosen gesehen, bei uns hängen da (wie vermutlich überall) einfach 3 Adern runter, die man dann an die Lampe klemmt. Und die Norm sagt, dass Gelb-Grün der Schutzleiter ist, aber das ist hier nicht der Fall.
@LukasKnapstein: ICH habe einen Stromschlag bekommen (und eines der Geräte, die indirekt involviert waren auch, d.h. an der selben Steckleiste). Wie sich das bemerkbar gemacht hat? Beim ersten Schlag war's extrem: Habe gemerkt, wie sich in mir alles zusammen gezogen hat. Ich habs meinem Freund so beschrieben: Wie ein plötzlicher extrem starker Brechreiz, nur dass vorne nichts raus kommt ;) Dazu kam dann noch, dass ich sehr helles hellblaues Licht gesehen habe. Da mein Kumpel meinte, dass es keinen Blitz oder so gab, war es wohl meine Netzhaut, die überreagiert hat. Das ganze hat grob 3 Sekunden gedauert. Beim zweiten Schlag wars dann nicht so wild, hat sich wie ein Tritt angefühlt, also genau so lang und so schmerzvoll. Heißt: erträglich.
So langsam macht ihr euch lustig oder? :D Ich bin 23 und hab schon einige Erfahrung mit Elektrizität. Ich weiß wie Wechselstrom funktioniert und dass es nichts bringt, den Stecker zu drehen, da die Phase sich eh 50x pro Sekunde dreht (zuminidest hier zu lande)
Also in den Steckdosen im Raum funktionieren die 2 Pole definitiv, nur beim Schutzleiter (Erde) bin ich mir nicht sicher. Und da sollte es an sich auch nichts bringen nen Stromprüfer dran zu halten, da fließt ja höchstens Strom ab. Ich werde die Steckdosen auch sicherlich nicht aufschrauben. Soweit kommts ja noch, danach werfen sie mir dann Pfusch vor. Ne ne ne...
Wegen dem FI. Das sind die ganz normalen (neuen) Sicherungen oder, die mit Kippschalter? Die sitzen im Stromkasten und wenn ich sie manuell ausschalte ist der Strom auch weg. Ich geh mal davon aus, dass sie funktionieren.
@Kingfisher OK: Dein letzter Beitrag klingt nach ner Menge E-Know-How :) Wenn ich das nun richtig verstanden habe, SOLLTEN Erde und Nullleiter identisch sein oder? Vor allem, wenn sie eh im Stromkasten zusammengeführt werden. Heißt dann auch, dass der Phasenprüfer bei den beiden nicht anspringen dürfte.
Also nochmal kurz: Alle Geräte funktionieren einwandfrei an den Steckdosen, ich habe allerdings nicht reingeguckt, ich weiß nicht, ob das Erdungskabel an den Steckdosen angeschlossen ist und falls ja, ob es überhaupt am anderen Ende eine Verbindung mit der Außenwelt hat.
Ich kann auch alle Metallgehäuse der Geräte anfassen (ich hab keine Gummistiefel an) und mir passiert nichts, nicht mal ein Kitzeln.
Hab nun noch mal ne Skizze gemalt:
ROT = Steckdosen
BLAU = Kabel, Mehrfachstecker
und am Bass Amp war natürlich ein Kabel gesteckt, dass zu meinem E-Bass geht (sonst gibts keine Musik) und ich bin mit dem Bass gegen die Lampe gekommen. Das war der erste Stromschlag.
Das Notebook hing an der Steckdose unten in der Mitte. (ganz vergessen)
Kingfisher OK
27.07.2010, 23:43
Also auch wenn ich dir jetzt vielleicht ein bisschen helfen konnte, werde ich nie eine Fachkraft ersetzen können, schon gar nicht über ein online Forum! Prinzipiell sind Schraub Aktionen an der Steckdose oder ähnlichem Verboten. Außerdem ist auch noch ein Unterschied, wo die beiden (Nulleiter und Schuko) miteinander verbunden werden, das sollte nämlich so spät wie möglich sein.
Bitte lass da einfach mal einen Elektroniker drüberschauen! Wovon du ausgehen kannst ist, dass irgendetwas nicht stimmt. Sei es deine e-Gitarre oder die gesamte Verkabelung im Haus.
Gruß
EDIT.:
http://www.amazon.de/Bachmann-919-284-Fehlerstrom-Schutzadapter-weiss/dp/B000ONNHEY/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=diy&qid=1280267106&sr=8-4
So etwas schütz dich davor, dass du einen Lebensgefährlichen Schlag bekommst. Ein FI-Schutzschalter überprüft nämlich, ob auch aller Strom der aus dem einen Loch rausgeht auch wieder am anderen Loch ankommt... Sollte das nämlich nicht der Fall sein, geht irgendwo anders der Strom hin, und das kann auch dein Körper sein. In dem Moment wo diese Schutzschaltung das merkt, schaltet sie sich selbst ab.
Lohnt auf jeden Fall so ein Teil!
benneque
27.07.2010, 23:55
Danke :)
Huch.. teures Gerät. Ich bin Student. Aber an sich braucht man davon ja nur ein Gerät, wenn man es vor eine Mehrfach Steckdose hängt. Das sollte ich mir wirklich mal überlegen!
Nen Elektriker holen? Das ist bestimmt nicht günstig. Wobei allein der Kabelfarben an der Decke schon seltsam genug sind...
Achja und noch die Frage der Fragen: An welche Versicherung sollte ich mich wenden?
Kingfisher OK
28.07.2010, 11:21
Nen Elektriker holen? Das ist bestimmt nicht günstig. Wobei allein der Kabelfarben an der Decke schon seltsam genug sind...
Dann den Vermieter, der hat sich da drum zu kümmern!
Es ist ja sichelrich nicht deine Schuld, wenn irgendetwas mit der Verkabelung nicht stimmt.
Gruß
stonix015
28.07.2010, 14:04
Du spielst da echt mit deinem leben, wobei das nachwievor unlogisch klingt, denn wenn man Phase und Erdung vertauscht sollten die Stecker wirklich nur in eine Richtung funktionieren, wobei sie bei dir ja wie beschrieben in beide Richtungen funktionieren.
Aber ich würde wirklich einen Elektroniker holen.
benneque
28.07.2010, 14:48
Das ich mit meinem Leben spiele ist sicherlich nicht meine Absicht ;)
Normalerweise zieht man auch in eine Wohnung und vertraut darauf, dass alles funktioniert, wie z.B. Türschlösser, Warmwasser, Heizung und auch der Strom!
Das mit der Vermieter wird schwierig: Der wohnt 200km weit weg und ist 85 oder älter (laut Infos des Maklers). Wegen der Deckenleuchte hatte ich damals schon nen Elektriker hier, weil sie halt nicht funktionierte. Der hat dann festgestellt, dass das Gelb-Grüne Kabel NICHT die Erdung ist.
Darauf hin wollte der Vermieter mir dann die Kosten aufbrummen, habe ich bis heute nicht gezahlt und werde ich auch nicht.
Wenn ich den nochmal rufe geht's dann bestimmt auf meine eigene Kappe... und da ich finanziell nun wirklich nicht gut dastehe (hab am Monatsende max. 20-30 Euro übrig vom Bafög), möchte ich mir die 40-50 Euro nicht aus der Tasche reißen lassen.
Die Steckdosen in den Wänden funktionieren in beide Richtungen, was ja auch kein Problem sein sollte, solang eins der beiden angeschlossenen Kabel die Phase ist.
Könnte ich zum Testen der Erdung nicht irgendwie eine Batterie daran "anschließen" und zusehen, wie sie leergesogen wird? Das wäre für mich sehr kostengünstig und einfach ;) Kabel, Lötkolben etc ist vorhanden, da ich sonst auch gerne meine Lautsprecher selbst baue...
stonix015
28.07.2010, 15:59
mhh das ist verdammt schwierig.
Eigentlich musst du damit zur Polizei, denen die Situation beschreiben und fragen, was man da machen kann (außer einen noch viel teureren Anwalt)
Auf jeden Fall muss der Vermieter die Kosten zahlen, du brauchst allerdings ein Gutachten, dass die Bauarbeiten wirklich nötig sind, also dass da was nicht in Ordnung ist, denn sonst ist es eine freiwillige Änderung an der Wohnung, und die musst dann theoretisch du zahlen.
benneque
29.07.2010, 20:14
Polizei... man darauf hätt ich auch mal kommen können. Aber so wie ich die Herren bisher kennengelernt habe, werden die sich mit sowas wohl nicht abgeben ODER aber sie haben gar keine Ahnung von Elektroinstallation. Ich glaub ich schau die Tage mal bei denen rein. Kostet ja nichts ;)
stonix015
31.07.2010, 16:43
genau das meine ich ja, wenn man für was anderes kein geld hat, aber dem recht nach müsste der vermieter das bezahlen, denn ist ist ja gefährlich...