Hi zusammen,
zu Weihnachten habe ich beschlossen, mir von meinem Bruder Materialien für einen Monitorständer (Zweitmonitor ohne Höhenverstellung) schenken zu lassen. Herausgekommen ist dann dies:

Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden und irgendwie habe ich handwerklich Feuer gefangen, so dass ich mir dachte: hmm, das ganze kann man doch noch ausweiten. Ich muss zugeben, dass ich nicht der geborene Handwerker bin und meine "Künste" diesbezüglich verglichen mit anderen Kollegen hier im Forum ein wenig "unterentwickelt" sind. Ich will nicht behaupten, dass ich zwei linke Hände hätte, zwei rechte sind es aber auch nicht. Fehlt halt einfach die Übung. So habe ich beschlossen, es einfach zu probieren, um nicht für immer handwerklich "dumm" zu bleiben. Das ist wie bei den Überraschungseiern: eigentlich will man nur den Inhalt, aber das süße Drumherum nimmt man auch mit
. Da ich auch die benötigten Werkzeuge nicht besitze, muss ich mich des Instrumentariums meines Vaters bedienen
.
So, jetzt statt großen Schwafelns zur Sache: um was geht es hier eigentlich? Bauen möchte ich gleich zwei ITX Gehäuse mit den Materialien Acrylglas (besser und fälschlicherweise bekannt als Plexiglas) sowie Aluminium Maschinenbauprofilen. Zumal ich in genau dieser Form bisher noch keine Konstruktion hier gesehen habe. Einer soll später mal als Media-Station dienen (somit wird der PCIe-Slot nicht benötigt), der andere soll als normaler PC dienen und alle "Bells & Whistles" bieten. Hier also mal die "Spezifikationen":
So far, so good: nachdem das ganze ziemlich theoretisch war, möchte ich zur Auflockerung mal ein paar Bilder sprechen lassen
. Anzumerken ist, dass ich bereits teilweise mit dem Projekt begonnen habe. Also, auf geht's:
Hier meine derzeitige Hardware: ein i5-2500 @ DH67CF und Samuel 17, 8 GB DDR3-1333, HD6870 sowie eine Postville SSD und eine WD HDD. Wer aufmerksam guckt, wird sich fragen, was das für ein Provisorium darstellen soll. Genau! Das Zeug steht bereits auf der Platte, welches auch die Unterseite des kleinen ITX bilden wird.
Hier mal zur Veranschaulichung das kleine Gehäuse aus den gestapelten Einzelteilen. Die Platten sind noch zu groß und nur grob vorgeschnitten, aber der endgültige Aufbau ist wenigstens zu erahnen.
Weiter geht's mit den Profilen. Hier habe ich diese noch exakt zurechtgeschnitten. Zwar nicht allzu schwierig, aber furchtbar aufwendig mit Nicht-Präzisionsmaschinen Genauigkeiten von <1mm zu erreichen. Da sind noch ein paar Streben mehr auf dem Bild für ein anderes Projekt.
Achtung: falls das jemand unbedarf nachmacht: auf jeden Fall eine Schutzbrille aufsetzen. Aluminium im Auge ist gar nicht gut. Nach Möglichkeit bitte auch versuchen, die Finger dranzulassen. Sonst wird's in Zukunft mit dem Zählen schwierig
So sieht das dann fertig aus.
Die Dinger brauchen natürlich auch noch ein Gewinde: Zeit für den Gewindeschneider. Das geht im übrigen relativ einfach (am Schluß habe ich pro Gewinde vielleicht 30s gebraucht), da die Bohrung bereits vorhanden und diese Aluminiumlegierung ziemlich weich ist.
Hier zusammen mit den tragenden Acrylglasplatten. Auch das Einfaßprofil ist bereits in einigen Nuten enthalten.
Eine Menge Kleinkrempel, der benötigt wird...
Kleinigkeiten sind bereits fertig. WTF? Was ist das? Links ist eine Art Beleuchtung für das kleine Case zu sehen. Eine starke weiße LED, welche in einen aufgerauhten Plexiglasstab scheint. Daneben ist ein Vandalismustaster sowie eine HDD-Activity LED. Und Putzen wäre auf dem Schreibtisch auch mal wieder angesagt... 
Bei dieser dermaßen optisch "exponierten" Hardware (hui, Hardwarep**n
) werde ich wohl auch die Kabel verschönern müssen. Das Wörterbuch Deutsch<->Nerd kennt für den Begriff Geflechtschlauch das Wort "Sleeve". Das Zeug brauche ich auch. Eigentlich bin ich gar nicht der Pling-Pling Typ, aber bei dem Aufwand für das Gehäuse muss das auh noch drin sein
.
So, für's erste war's das mal. Ich hoffe stark, dass sich das ganze nur über 3-4 Wochen hinzieht. Monate will ich dafür nicht brauchen. Mal gucken.
Vielleicht regt das ganze andere noch zum Nachmachen an. Daher nur ganz kurz zu den Kosten: diese sind relativ niedrig. Genau will ich das gerade nicht nachrechnen, aber reine Materialkosten sind vielleicht 30 EUR für's kleine und 50 EUR für die Maxi-Version. Kritisch ist halt, dass man gefühlte 1000 Einzelteile benötigt und man Zugriff auf eine gut gefüllte Werkzeugkiste hat.
So, Jungs (Mädels auch hier?
): bitte drückt mir die Daumen, dass meine Kalkulationen richtig sind und auch die Bearbeitung nach meinen Vorstellungen hinhaut
. Updates wird es dann natürlich - je nach Fortschritt - immer wieder mal geben
. Fragen, Anregungen und sinnvolle Kritik sind natürlich auch willkommen.
zu Weihnachten habe ich beschlossen, mir von meinem Bruder Materialien für einen Monitorständer (Zweitmonitor ohne Höhenverstellung) schenken zu lassen. Herausgekommen ist dann dies:
Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden und irgendwie habe ich handwerklich Feuer gefangen, so dass ich mir dachte: hmm, das ganze kann man doch noch ausweiten. Ich muss zugeben, dass ich nicht der geborene Handwerker bin und meine "Künste" diesbezüglich verglichen mit anderen Kollegen hier im Forum ein wenig "unterentwickelt" sind. Ich will nicht behaupten, dass ich zwei linke Hände hätte, zwei rechte sind es aber auch nicht. Fehlt halt einfach die Übung. So habe ich beschlossen, es einfach zu probieren, um nicht für immer handwerklich "dumm" zu bleiben. Das ist wie bei den Überraschungseiern: eigentlich will man nur den Inhalt, aber das süße Drumherum nimmt man auch mit
So, jetzt statt großen Schwafelns zur Sache: um was geht es hier eigentlich? Bauen möchte ich gleich zwei ITX Gehäuse mit den Materialien Acrylglas (besser und fälschlicherweise bekannt als Plexiglas) sowie Aluminium Maschinenbauprofilen. Zumal ich in genau dieser Form bisher noch keine Konstruktion hier gesehen habe. Einer soll später mal als Media-Station dienen (somit wird der PCIe-Slot nicht benötigt), der andere soll als normaler PC dienen und alle "Bells & Whistles" bieten. Hier also mal die "Spezifikationen":
- Maxi
Das Gehäuse wird eine nutzbare Fläche (innen) von 250x280x280mm (BHT) (durch die Profile außen ein wenig mehr) haben und somit fast würfelförmig sein. Features sind eine "Durchgangsbelüftung" mit einem 120er unten und einem 140mm Lüfter oben, bis zu vier (!) HDDs, eine ODD sowie genug Platz für lange Grafikkarten (bis knapp 30cm) bis ca. Tripleslot für eine leise Kühlung.
Unten auf dem Boden wird das Netzteil angebracht werden, daneben ein 120er Enermax Lüfter. Hinter dem Netzteil wird Platz frei bleiben, um dem Kabelwust Herr zu werden (ein typisches Problem von ITX bei der Nutzung "alter" ATX Komponenten). Auf ca. 10cm Höhe wird seitlich sowie vorne ein Profil eingezogen, in dessen Nut eine 6mm Platte für den Mainboardaufbau kommt. Dieses wird horizontal aufliegen. Da das Mainboard mit den I/O Anschluessen direkt an der Rückplatte endet, wird diese an der rückwärtigen Platte mit einem Spezialkleber (Acrifix) befestigt werden. Um die Luftzirkulation hinzubekommen, wird diese zentrale Platte relativ "luftig" gestaltet werden.
Die Festplatten werden über ein nettes Konstrukt an der Frontplatte befestigt. Oben am "Deckel" wird ein 140er Lüfter angebracht, gleich direkt daneben ein BluRay-Laufwerk. Das ganze wird von in den Nuten der Profile eingefaßten Acryglasplatten "umrahmt". Die Front wird im Gegensatz zu den anderen Platten satiniert sein. An dieser soll sich dann später das Licht der On/Off und HDD-Activity LED brechen.
Das ganze hört sich relativ abstrakt an, im Moment habe ich aber kein präsentierbares Modell zur Hand. Old-School Zeichnungen habe ich zwar, bei denen bin ich aber froh, wenn ich die selber noch interpretieren kann
. Je nach Resonanz hier werde ich vielleicht heute noch eine kurze Skizze erstellen, um das ganze zu veranschaulichen. - Mini
Die Außenmaße werden ca. 190x220x114mm betragen. Dort passen dann zwei HDDs (unter dem Mainboard!), ein ODD (wobei man dieses auch mit nochmal zwei HDDs austauschen könnte), aber keine PCIe-Karte hinein. Zur Durchlüftung wird an der rechten Seite ein 92mm Lüfter eingebaut werden (das größte, was dort realistisch geht). Um das ganze möglichst funktional zu gestalten, werde ich auch "Füße" gestalten, welche die Gehäuseseite aufnehmen, um bei gedrehtem Lüfter (dann nach innen blasend, um den Kamineffekt zu verstärken) das Teil vertikal aufstellen zu können. Im endgültigen Betrieb käme die Power dann von einer PicoPSU.
So far, so good: nachdem das ganze ziemlich theoretisch war, möchte ich zur Auflockerung mal ein paar Bilder sprechen lassen
Achtung: falls das jemand unbedarf nachmacht: auf jeden Fall eine Schutzbrille aufsetzen. Aluminium im Auge ist gar nicht gut. Nach Möglichkeit bitte auch versuchen, die Finger dranzulassen. Sonst wird's in Zukunft mit dem Zählen schwierig
So, für's erste war's das mal. Ich hoffe stark, dass sich das ganze nur über 3-4 Wochen hinzieht. Monate will ich dafür nicht brauchen. Mal gucken.
Vielleicht regt das ganze andere noch zum Nachmachen an. Daher nur ganz kurz zu den Kosten: diese sind relativ niedrig. Genau will ich das gerade nicht nachrechnen, aber reine Materialkosten sind vielleicht 30 EUR für's kleine und 50 EUR für die Maxi-Version. Kritisch ist halt, dass man gefühlte 1000 Einzelteile benötigt und man Zugriff auf eine gut gefüllte Werkzeugkiste hat.
So, Jungs (Mädels auch hier?