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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion zur Feiertagsabschaffung


general-of-omega
06.11.2004, 18:39
ich habe hier noch nichts zu dem Thema gesehen.

Mich würde mal interessieren was ihr davon haltet dass Politiker irgend einen Feiertag abschaffen wollen um die wirtschaft anzukurbel.

Viele Leute Sagen ja auch in Bayern sollte man Feiertage abschaffen, da hier die meisten sind (eigentlich sinds in Augsburg :p die meisten (augsburg hat noch nen zusätzlichen, also 14)), das halte ich aber für schwachsin, den Bayern hat die beste Wirtschaft in ganz Deutschland, wieso sollte man dann hier etwas ändern, nur damit sich die anderen nicht benachteiligt fühlen? Vielleicht liegt ja die gute Wirtschaft von Bayern an den Feiertagen ;) .

würde auch gern eure Meinung hören, und auch welcher Feiertag ihr als sinnlosesten haltet.

Gonzo71
06.11.2004, 18:48
ich wäre für eine Feiertagsangleichung, Bayern hat die meisten mit 14 Tagen und sind fast alles Kirchliche Feiertage, die östlichen Bundesländer haben zum großen Teil nur 11 Tage

den Tag der Deutschen Einheit abzuschaffen, das wäre ja wie den 4. Juli in Amerika oder den Tag der Revolution in Frankreisch abzuschaffen

da sollten die lieber einen der vielen Kirchlichen wegfallen lassen

Wirtschaftlich gesehen eh blödsinn, wir mussten diese Woche weil ja in Bayern am Montag Feiertag war, 2 Tage länger auf bestellte Ware warten :rolleyes

PuppetMaster
06.11.2004, 18:52
würde auch gern eure Meinung hören, und auch welcher Feiertag ihr als sinnlosesten haltet.
Wenn zwingend ein Feiertag weg muß, dann solls ein kirchlicher sein.

general-of-omega
06.11.2004, 18:53
Wenn ich ehrlich bin ist mir der Tag der deutschen Einheit nicht so wichtig.
Mir sind aber auch die Kirchlichen Feiertage ziemlich egal, ich bin einfach froh dass ich nicht arbeiten muss
und ganz Bayern hat glaub nur 13 Feiertage.

THE DEPUDEE
06.11.2004, 18:56
Das Problem ist aber leider, dass die wehrte Bundesregierung einen bundeseinheitlichen Feiertag abschaffen will. Macht ja auch mehr Sinn. Wenn alle einen Tag mehr arbeiten kommt mehr Geld in die eichelschen Kassen, als wenn nur die Bayern einen Tag mehr arbeiten. Aber gerechter würde ich eine Angleichung auch finden. (Ich bin Hamburger :( )

...ganz Bayern hat glaub nur 13 Feiertage.

Was heißt hier "nur" ? :streiten

general-of-omega
06.11.2004, 19:03
wie schon gesagt, in Augsburg haben wir 14, bitte nicht böse auf mich sein

KL0k
06.11.2004, 19:44
ich wage ernsthaft anzuzweifeln das die abschaffung eines feiertages die wirtschaft ankurbelt in irgendeiner art und weise. denen geht es doch eher darum die leute noch mehr für weniger geld arbeiten zu lassen damit sie noch einen grund mehr haben dann noch höhere steuern abzukassieren.

wenn ich eines gelernt hab über die politik in den ganzen jahren, das man immer mit nem hintergedanken rechnen muss und von dem schlimmsten ausgehen sollte. denn oftmals ist es so und wenn nicht kann man immernoch sagen "gottseidank"...

linkser
06.11.2004, 19:46
diese argumentation: "bayern hat die meisten feiertage und ist wirtschaftlich trotzdem am besten" ist sehr sehr dünn. viell. wäre bayern noch besser, wenn sie weniger feiertage hätten!? für die wirtschaftskraft sind wohl feiertage nicht das alles entscheidende kriterium.

ich hätte keine probleme damit, den tag der dt.einheit auf nen sonntag zu legen.

irgendwie bedeutet mir die einheit zwar viel, aber nicht der 3.oktober. denn mal ehrlich: wer weiss schon, was genau am 3.oktober passiert ist? da wurden ein paar verträge unterzeichnet. hurra! unheimlich spannend. das ganze berührt keinen irgendwie emotional (im gegensatz zum sturm auf die bastille in frankreich oder den independence day)
da hätte man lieber den 9.11. (so vorbelastet er auch ist) nehmen sollen, da hätte man wirklich ein emotionales, bewegendes ereignis feiern können.

deshalb könnte man den tag der dt.einheit verschieben auf nen sonntag, da wie gesagt, der nicht so fest an das datum gebunden ist.

Tiu
06.11.2004, 20:13
Ganz klar,
man sollte den 31.10. (Reformationstag) und den 1.11. (Allerheiligen) abschaffen.
Damit hat man den Evangelen und den Katholiken je einen Feiertag abgenommen und mich in Hessen berührt nicht einen einzigen der Feiertage da wir keinen von denen haben. :D

Gonzo71
06.11.2004, 20:16
Ganz klar,
man sollte den 31.10. (Reformationstag) und den 1.11. (Allerheiligen) abschaffen.
Damit hat man den Evangelen und den Katholiken je einen Feiertag abgenommen und mich in Hessen berührt nicht einen einzigen der Feiertage da wir keinen von denen haben. :Ddaran hatte ich auch schon gedacht :daumen
und die Ostländer bekomen einen Feiertag dazu ;)

th3o
06.11.2004, 20:48
hmm ist mir die nächsten 2 jahre eigentlich schnuppe (studium) ob feiertage wegfallen oder nicht.
aber auch so hätte ich kein problem damit wenn ich dann vertraglich eine arbeitsplatzgarantie bis zum jahr xxxx und monat xx bekomme. und ansonsten eine juristisch wasserdichte abfindung falls das nicht eingehalten werden kann ;)

Stax
06.11.2004, 21:23
da hätte man lieber den 9.11. (so vorbelastet er auch ist) nehmen sollen, da hätte man wirklich ein emotionales, bewegendes ereignis feiern können.


Sorry falls ich grade derbe auf dem Schlauch stehe, aber mit was is denn der 9.11. vorbelastet?

linkser
06.11.2004, 21:32
Sorry falls ich grade derbe auf dem Schlauch stehe, aber mit was is denn der 9.11. vorbelastet?

*klick mich* (http://www.kidlane.de/03navigtn/frameset_aktuell1.html?../01inhalt/ereignisse/11_november/09/1938_reichskristallnacht/thema.html)

Stax
06.11.2004, 21:41
Ouch. Dicker Fettnapf.


Naja, wäre aber doch trotzdem nicht schlecht diesen Tag als Einigungstag zu feiern und somit auch das schlechte, was an diesem Tag passiert ist, damit hinten anzustellen.

Herrmann
06.11.2004, 22:23
Vielleicht liegt ja die gute Wirtschaft von Bayern an den Feiertagen ;)

Machen wir für alle 15 Tage und alle sind glücklich.
Und wenn dann die Wirtschaft bei allen gut ist, wissen wir ja warum.
Nicht mehr arbeiten sondern weniger. Wenn die Leute mehr Freizeit haben gehen Sie einkaufen (was die Wirtschaft ankurbelt) und denken an Kinder. Da gibts ja auch "Nachfrage".

arsch2150
06.11.2004, 22:23
Ganz klar,
man sollte den 31.10. (Reformationstag) und den 1.11. (Allerheiligen) abschaffen.
Damit hat man den Evangelen und den Katholiken je einen Feiertag abgenommen und mich in Hessen berührt nicht einen einzigen der Feiertage da wir keinen von denen haben. :D

Voll dabei. Obwohl wir Mehrheitlich Evangelen in Niedersachsen sind, ist der 31.10 kein Feiertag. So viel zu den Feiertagen. :mad

Für mich ist das ganze schon ehr ein Hilfeschrei der Regierung. Alles was sie an packen wird im Bundesrat blockiert, obwohl die Union es bei der Bundestagswahl auch so angekündigt hat, wenn sie dran gekommen wären. Die SPD will einfach nur einen vernünftigen Haushalt schaffen, ohne das die CDU ihn blockieren kann. Subventionsabbau kann im Bundesrat blockiert werden, aber der Wegfall von Bundeseinheitlichen Feiertagen nicht.
Kein Wunder das die CDU sich darüber aufregt, da ist die Regierung doch kurz davor den Stabilitätspakt zu erfüllen, ohne dass sie es verhindern können. ;)
Mich hat die Union schon so weit genervt, das ich bei der nächst Wahl für einen Wechsel bin. Nicht weil ich glaube, dass sie es besser können, ich glaube ehr das sie den Sozialabbau zu weit treiben, aber sie haben wenigstens die Macht im Bundesrat um was zu schaffen.

Für mich ist der 3.10 auch kein wirklicher Feiertag. Ich hab dieses Jahr, wo er auf einen Sonntag fiel, nur durch den Kalender und das Fernsehen gemerkt das an dem Tag irgendwas besonders gewesen sein soll.

-Matrix-
07.11.2004, 01:34
Dise Diskusion der Regierung über die Streichung von Feiertagen ist doch pure Augenwischerei. Als ob durch ein oder zwei Arbeitstage mehr im Jahr die Wirtschaft angekurbelt würde. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es sowieso zu wenig Arbeit gibt, und die Firmen am liebsten die Leute rausschmeissen würden. Was sollen die dann also mit einem zusätzlichen Arbeitstag anfangen, der muss ja dann auch bezahlt werden.

Den Tag der Deutschen Einheit kann man übrigens nicht bewusst auf einen bestimmten Wochentag legen, da sich die Wochentage im Verhältiniss zum Datum jedes Jahr verschieben,

-Matrix-

Gonzo71
07.11.2004, 01:36
Den Tag der Deutschen Einheit kann man übrigens nicht bewusst auf einen bestimmten Wochentag legen, da sich die Wochentage im Verhältiniss zum Datum jedes Jahr verschieben,

-Matrix-klar kann man das, indem man ihn einfach auf z.b. den 1. Sonntag im Oktober legt ;)

Tiu
07.11.2004, 01:45
Als ob durch ein oder zwei Arbeitstage mehr im Jahr die Wirtschaft angekurbelt würde.
Die Wirtschaft nicht, aber das Steuersäckel! ;)
Es gibt genug Arbeitbehmer die nach Stundenlohn bezahlt werden.
1 Tag mehr arbeiten = 8 Stunden mehr Verdienst = mehr Lohnsteuer.
Bei sagen wir einmal 15 mio. Arbeitnehmern die nach Stundenlohn bezahlt werden mit sagen wir noch einmal so ins Blaue durchschnittlich 12,50 Euro machen das also schon einmal 187,50 Mio Euro. Davon sind dann glaube 9% an Lohnsteuer abzuführen.
Summa sumarum also stolze 16,875 Mio. Euro Steuermehreinnahmen.
Hinzu kommen dann natürlich auch noch andere steuerliche Einnahmequellen durch einen zusätzlichen Arbeitstag.

ToXiD
07.11.2004, 19:11
Falls es jemand bei der Diskussion noch nicht aufgefallen sein sollte:
Der "Tag der deutschen Einheit" fiel dieses Jahr auf ein Wochenende, genauer gesagt ein Sonntag. Genau dieser Tag sollte ja gestrichen werden.

Und?
Irgendwelche Aufschwungsmeldungen? Irgendwelche Mehreinnahmen durch Steuern? Irgendeine Senkung der Arbeitslosenzahlen? Irgendwo Wirtschaftswachstum?

Die Abschaffung eines Feiertages, insbesondere der Tag der deutschen Einheit, zeugt einmal mehr von dem planlosen, plaktiven Aktionismus unserer Regierung. Es ist ein Unding, mit eines der grössten geschichtlichen und politischen Ereignisse im 20Jhr. zu Bedeutungslosigkeit degradieren zu wollen. Nebenbei passt das gut in die politische Grundhaltung der Regierung: Bloss kein Nationalstolz zeigen, es könnte ja nicht mit "rechten" Dingen zugehen.

Aber daran erkennt man, das die politische Verantwortlichen keinerlei Konzepte mehr haben. Dieser Versuch, mit Streichung von Feiertagen irgendetwas zu bewegen ist in meinen Augen schon nahe dran an einer Verzweiflungstat.

linkser
07.11.2004, 21:43
@toxid
dieses jahr sind/fallen ja mehrere feiertage auf das wochenende. dadurch ist das wirtschaftswachstum in diesem jahr wirklich um bis zu 0,2% höher. wer weiss, wieviel schulden noch dazugekommen wären, wenn diese feiertage in der woche gewesen wären.
es gibt also durchaus einen positiven effekt, nur ist dieser effekt bei der abschaffung nur eines einzigen feiertags wirklich sehr gering.

Sturmgewalt
09.11.2004, 08:18
Klar doch,
schaffen wir doch gleich 5 Feiertage ab und führen die 40 Std. Woche (ohne Lohnausgleich) wieder ein, die Bonzen freut das riesig denn sie können dann billiger exportieren.
Unser Wirtschaft gehts nicht schlecht, sondern den Menschen in diesem Land die keinen Job bekommen weil es keinen gibt, die nicht konsumieren, weil sie kein Geld dafür haben.
Rogowski vom BDI reibt sich schon die Hände!
Man wacht mal auf oder textet damit eure Lehrer zu bevor hier spekuliert wird, über Sachen die Man nicht einmal Ansatzweise versteht.
mfg

GevatterTod
09.11.2004, 08:31
Fakt ist doch wohl, das in Deutschland pro Arbeitsplatz zuwenig rumkommt in Relation zu den Kosten eines Arbeitsplatzes. Ich denke, das mehr Arbeit ohne Lohnausgleich ein Mittel sein KANN, diesen Missstand zu kompensieren. Dazu müßte man jetzt aber genau analysieren, wie die Arbeitsplätze in anderen Ländern in denen mehr gearbeitet wird (düftrn reichlich sein) beschaffen sind.

Was mich bei der Diskussion in erster Linie stört ist die Mentalität die viele Deutsche an den Tag legen. "Wie, ich soll NOCH mehr arbeiten? Ich arbeite doch schon 37,5 Stunden die Woche." So oder so ähnlich klingt es dann wenn die Diskussion. Das in vielen anderen Ländern (um die es wirtschaftl. nicht so mies bestellt ist wie drezeit in Deutschland) wesentlich mehr bei wesentlich weniger Sicherheiten gearbeitet wird interessiert da nicht. Ich hoffe, das dieser Schein trügt und das Größteil der deutschen ARbeiter zwekcks Arbeitsplatzsicherung bereit sind, ggf. auch mehr zu arbeiten.

13thAngel
09.11.2004, 09:03
Kann es sein das hier ein klein wenig am Thema vorbeigeredet wird bzw. die Fakten verdreht werden?
Ich kann mich nicht errinnern das irgendwer vorgehabt hat einen Feiertag zu streichen!?
Es ging "lediglich" darum den "Tag der deutschen Einheit" auf einen Sonntag zu verlegen!
Das hat nix mit einer Streichung eines Feiertages im eigentlichen Sinne zu tun.

Und um mal aufs Thema zurückzukommen, ich bin dafür, dass es auf jedenfall eine bundeseinheitliche Angleichung der Feiertage geben sollte. Ganz egal ob nun Bayern mit 14 Tagen wirtschaftlicher ist als Hessen mit nur "was-weiß-ich-wieviel", da wir alle in dasselbe Steuersäckchen wirtschaften. Das ein Feiertag alleine den Eichel nicht glücklich macht dürfte jedem klar sein, daher würde ich über kurz oder lang sogar für eine Abschaffung/Verlegung der meisten Feiertage plädieren. Mal von Wheinachten/Neujahr und evtl. dem 3. Oktober abgesehen. Vorallem die ganzen anderen kirchlichen Feiertage könnten meiner Meinung nach weg.


Unser Wirtschaft gehts nicht schlecht,sondern?

sondern den Menschen in diesem Land die keinen Job bekommen
liegt woran?


weil es keinen gibt,
weil?


die nicht konsumieren,
Warum tun sie das nicht?


weil sie kein Geld dafür haben.
Merkst du was?
Wir befinden uns in einem Teufelskreis!
Und da raus kommt man halt z.B. durch Mehrarbeit ohne Lohnausgleich damit die Lohnnebenkosten gesenkt werden. Und diese müssen drastisch gesenkt werden in Deutschland.

general-of-omega
09.11.2004, 09:22
mehr zu arbeiten kann unmöglich die richtige Lösung sein, wenn dann weniger Verdienst finde ich.

den wenn jetzt von 35 auf 40 stunden erhöht werden, würde jeder rund 5-10 % mehr arbeiten, dadurch müssten die betriebe langfristig 5-10 % ihrer arbeitnehmer ausstellen!!

13thAngel
09.11.2004, 09:29
mehr zu arbeiten kann unmöglich die richtige Lösung sein, wenn dann weniger Verdienst finde ich.

den wenn jetzt von 35 auf 40 stunden erhöht werden, würde jeder rund 5-10 % mehr arbeiten, dadurch müssten die betriebe langfristig 5-10 % ihrer arbeitnehmer ausstellen!!
Eben nicht, weil das Problem der Betriebe nicht in der mangelnden Beschäftigung liegt, sondern die damit einhergehenden Kosten, "verursacht" duch den Arbeitnehmer der Knackpunkt sind. Arbeitet nun "jeder" 5 Stunden mehr sinken die durchschnittlichen Lohnnebenkosten in einem Unternehmen.

Sturmgewalt
09.11.2004, 11:34
Eben nicht, weil das Problem der Betriebe nicht in der mangelnden Beschäftigung liegt, sondern die damit einhergehenden Kosten, "verursacht" duch den Arbeitnehmer der Knackpunkt sind. Arbeitet nun "jeder" 5 Stunden mehr sinken die durchschnittlichen Lohnnebenkosten in einem Unternehmen.

Da du ja so auf quoten zu stehen scheinst.
Wie sinken denn nach deiner Meinung die Lohnnebenkosten durch Mehrarbeit? Zahlt deiner Meinung nach der Arbeitgeber "weniger" Abgaben an den Staat wenn die Leute mehr arbeiten? :rolleyes
Die Konjunktur in Deutschland steht und fällt mit dem Konsum der Bevölkerung, mehr Konsum erreicht man aber nur, wenn die Leute mehr Kohle in der Tasche haben und nicht durch Mehrarbeit ohne Lohnausgleich. Da gewinnt nur einer, nämlich der Arbeitgeber.
Auch wenn es die Politiker verschweigen, der Konsum kann nur durch massive Steuersenkungen realisiert werden, aber nicht durch eine Senkung des Spitzensteuersatzes für Reiche, wie es unser Staat ab 2005 passiert.

Gonzo71
09.11.2004, 11:39
Auch wenn es die Politiker verschweigen, der Konsum kann nur durch massive Steuersenkungen realisiert werden, aber nicht durch eine Senkung des Spitzensteuersatzes für Reiche, wie es unser Staat ab 2005 passiert.Und das ist genau das selbe was Bush gemacht hat. ;)
Den kleinen Leuten gehts noch dreckiger, mehr Arbeitslose und die Reichen werden immer reicher.

Und die Idioten haben ihn nochmal gewählt. *mit dem Kopf schüttel*

GevatterTod
09.11.2004, 11:52
Da du ja so auf quoten zu stehen scheinst.
Die Konjunktur in Deutschland steht und fällt mit dem Konsum der Bevölkerung, mehr Konsum erreicht man aber nur, wenn die Leute mehr Kohle in der Tasche haben und nicht durch Mehrarbeit ohne Lohnausgleich.

Richtig, aber dieses Ziel können wir nur über den Umweg "Senkung der Lohnnebenkosten" erreichen und ein Mittel KANN wohlmöglich (nebst Verinfachung des Steuersystems und Senkung der Steuerlast) wie gesagt durch Mehrarbeit ohne Lohnausgleich erfolgen. Deine Argumentation liest sich (für mich) so, als müssten wir quasi nur einen Schalter umlegen damit der Rubel rollt und dieser Schalter könne nicht "Senkung der Lohnnebenkosten" heißen.

Michael
09.11.2004, 11:54
Feiertage sind Ländersache und so soll es bleiben. Für mich als Holsteiner heißt das: Will ich die meisten Feiertage haben, muss ich nach Augsburg ziehen.
Bei uns in Holstein sagt man: Wat mutt, dat mutt. Oder anders: Das eine das ich will - das andere, dass ich muss.

Man darf bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass auch Feiertage ihre wirtschaftlichen Vorteile haben. Denkt doch nur mal an die verlängerten Wochenenden, die viele als Kurzurlaub nutzen. In einigen Ländern wird der Feiertag genutzt, um mal nach Herzenslust im Nachbarland einzukaufen - ohne Zeitdruck!
Für mich stellt sich (vor der Frage der Abschaffung eines oder merhrere Feiertage) zuallererst die Frage: Warum darf ein Händler sein Geschäft nicht öffnen wann er will - der Imbiss-Besitzer und die Tankstelle aber schon? Industriebetriebe dürfen 24/7 produzieren, aber meine Wäscherei muss zubleiben? Warum darf ich nachts keine Videos ausleihen und wieso wird nichts über nacht repariert? Wieso gibt es im produzierenden Gewerbe Schichtbetrieb (und entsprechend viele Arbeitsplätze), aber im Handel nicht? Wenn der Markt es nicht annehmen würde, macht kein Händler das lange mit - rechnet sich ja nicht. Wieso hat Deutschland Angst vor Arbeitsplätzen? ich kenne eine Menge Leute, die liebend gerne nachts und am Wochenende arbeiten würden, wenn sie denn einen Job bekämen. Und nicht alle von denen kommen aus der produktion bzw. Gastronomie (für die Feiertag=Mehrarbeit bedeutet). Wenn es nicht genug Arbeit für alle gibt, darf man vorhandene Arbeit nicht umverteilen, sondern man muss neue schaffen. Würdet Ihr Euer Auto in eine Werkstatt geben und 30 Euro extra zahlen, wenn es nächsten Morgen fertig wär? Oder würdet Ihr lieber einen Leihwagen mieten? Nur mal so als Gedanke.

13thAngel
09.11.2004, 12:37
Da ich ja so auf quoten stehe:;)

Da du ja so auf quoten zu stehen scheinst.
Wie sinken denn nach deiner Meinung die Lohnnebenkosten durch Mehrarbeit? Zahlt deiner Meinung nach der Arbeitgeber "weniger" Abgaben an den Staat wenn die Leute mehr arbeiten? :rolleyes Genau das und nicht anders!

Ein Beispiel: (rein fiktive werte, da ich die richtigen nicht genau kenne):

1.
Stundenlohn: 30 €
Lohnnebenkosten: 35 % macht 10,50 € an Vater Staat je Stunde
bei 35 Stunden/Woche macht das (*taschenrechnrauskram*) 1400 €.
davon gehen an Vater Staat 490€

2. gehen wir nun davon aus das ein produktivarbeitender Mitarbeiter dem Unternehmen pro Stunde 20€ einbringt
dann macht das bei 35 Stunden 700 €
und bei 40 Stunden 800 €

ziehen wir davon nun die Lohnebenkosten von 490 € ab,
haben wir bei 35 Stunden zu je 30 € einen Restbetrag von 210 €.
Und bei 40 Stunden ohne Lohnausgleich einen Restbetrag von 310€

Immerhin ein Steigerung von knapp 47%.

nobody_
09.11.2004, 12:46
Und das ist genau das selbe was Bush gemacht hat. ;)
Den kleinen Leuten gehts noch dreckiger, mehr Arbeitslose und die Reichen werden immer reicher.

Und die Idioten haben ihn nochmal gewählt. *mit dem Kopf schüttel*

Da wuerde ich nicht drauf wetten:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/53034


Da ich ja so auf quoten stehe:;)

Genau das und nicht anders!

Ein Beispiel: (rein fiktive werte, da ich die richtigen nicht genau kenne):

1.
Stundenlohn: 30 €
Lohnnebenkosten: 35 % macht 10,50 € an Vater Staat je Stunde
bei 35 Stunden/Woche macht das (*taschenrechnrauskram*) 1400 €.
davon gehen an Vater Staat 490€

2. gehen wir nun davon aus das ein produktivarbeitender Mitarbeiter dem Unternehmen pro Stunde 20€ einbringt
dann macht das bei 35 Stunden 700 €
und bei 40 Stunden 800 €

ziehen wir davon nun die Lohnebenkosten von 490 ab,
haben wir bei 35 Stunden zu je 30 € einen Restbetrag von 210 €.
Und bei 40 Stunden ohne Lohnausgleich einen Restbetrag von 310€

Immerhin ein Steigerung von knapp 30%.

Schoen gerechnet.

Aber jetzt musst du trotz alledem noch erklaeren, was denn der Staat davon hat.

Dein Beispiel zeigt naemlich nur, wie man den Arbeitgebern schoen die Saecke vollmachen kann: durch Ausbeutung der Arbeiter.....aber das ist ja nun wahrlich keine neue Erkenntnis.

13thAngel
09.11.2004, 13:07
Schoen gerechnet.

Aber jetzt musst du trotz alledem noch erklaeren, was denn der Staat davon hat.

Dein Beispiel zeigt naemlich nur, wie man den Arbeitgebern schoen die Saecke vollmachen kann: durch Ausbeutung der Arbeiter.....aber das ist ja nun wahrlich keine neue Erkenntnis.Naja im ersten Moment ersteinmal nichts. Die Rechnung zeigt halt nur wie dadurch zum Ausland konkurrenzfähige Löhne erreicht werden könnten.
Allerdings wird dadurch theoretisch der Stellenabbau gestoppt bzw. vielleicht sogar neue Stellen eröffnet. Dies würd dem Staat dann zugute kommen da die Arbeitslosenzahlen sinken und somit dort die Ausgaben reduziert würden.

Alles natürlich theoretisch.

general-of-omega
09.11.2004, 13:18
wieso sollten dadurch die Arbeitslosen abnehmen?

es gibt ja dann nur mehr Arbeitnehmerstunden, nicht mehr Arbeit

13thAngel
09.11.2004, 13:27
wieso sollten dadurch die Arbeitsplätze abnehmen?

es gibt ja dann nur mehr Arbeitnehmerstunden, nicht mehr Arbeit
Nicht abnehmen, wenn dann zunehmen.

Also ich kenn es von meiner Arbeitstelle nur so das es Arbeit en masse gibt und die halt von den Leuten die da sind bewerkstelligt werden muss. Und das resultiert bei den meißten hier in einer 40-50 Stunden Woche bzw. gewisse Themen fallen einfach unter den Tisch weil keine Zeit dafür ist. Demnach können bei Einsparungen evtl. Stellen neu geschaffen werden.

Sturmgewalt
10.11.2004, 07:34
Nicht abnehmen, wenn dann zunehmen.

Also ich kenn es von meiner Arbeitstelle nur so das es Arbeit en masse gibt und die halt von den Leuten die da sind bewerkstelligt werden muss. Und das resultiert bei den meißten hier in einer 40-50 Stunden Woche bzw. gewisse Themen fallen einfach unter den Tisch weil keine Zeit dafür ist. Demnach können bei Einsparungen evtl. Stellen neu geschaffen werden.

Nö sry,
was du vorschlägst sind Managergehälter wie in den USA und Arbeiterlöhne wie in Polen.
Da haben die Bonzen was von aber kein "normalo" Arbeiter oder Angestellter. In der Regel wird in Deutschland 39.9 Std pro Woche gearbeitet, es gibt Millonen Überstunden und Millonen Arbeitslose.
Die Lohnnebenkosten sollten dann doch bitte zu lasten des Staates und nicht der Arbeiter gesenkt werden oder?
mfg

13thAngel
10.11.2004, 08:31
Die Lohnnebenkosten sollten dann doch bitte zu lasten des Staates und nicht der Arbeiter gesenkt werden oder?Aufgrund dieser Einstellung sind wir heute da wo wir jetzt sind!

Gonzo71
10.11.2004, 10:16
die total übertriebenen Manager und Berater Gehälter runterschrauben, so um 20-30%, dann gehts den Betrieben auch wieder bissel besser
und wenn die Typen mist bauen schneller feuern

KL0k
10.11.2004, 10:24
kann mir mal ernsthaft jemand erklären wie durch mehrarbeit ohne mehr lohn die situation verbessert werden soll?

mal im ernst: die leute klagen doch so schon immer das sie für alles und jeden mitbezahlen und an allen ecken steuern da sind und kommen. und da vertritt hier ernsthaft jemand diese meinung, das durch mehr arbeit für gleiches geld das problem gelöst sei? find das nur ich paradox oder versteckt sich der sinn der kernaussage in der gespaltenen zunge der leute? :freak

ich versteh eure denkweise absolut nicht. durch mehr arbeit für den einzelnen soll der staat also fianziert werden. schön und gut und was bringt das langfristig? gar nix. denn allein die schulden vom staat sind so riesig das dadurch nichtmal die zinsen abgezahlt werden könnten.
klar würde es auf kurze sicht schaden, wenn man die arbeit verkürzt und somit platz macht für neue plätze (auch wenn vermutlich die firmen das umgehen wollen würden durch doppelbelastung des personals womit sie sich wieder ins bein schießen werden) aber auf lange sicht wäre das der bessere weg, denn dadurch entlastet man auf dauer den arbeitsmarkt und fördert den konsum, der letztenendes den firmen und dem staat wieder oberwasser geben würde.

alles andere als dieser weg ist meiner meinung nach nur eine symptom bekämpfung aber geht nicht an die wurzel des ganzen sondern macht es nur noch schlimmer. schönen gruß an dieser stelle an die (noch kommenden) harz konzepte. :kotz

13thAngel
10.11.2004, 11:12
klar würde es auf kurze sicht schaden, wenn man die arbeit verkürzt und somit platz macht für neue plätze (auch wenn vermutlich die firmen das umgehen wollen würden durch doppelbelastung des personals womit sie sich wieder ins bein schießen werden) aber auf lange sicht wäre das der bessere weg, denn dadurch entlastet man auf dauer den arbeitsmarkt und fördert den konsum, der letztenendes den firmen und dem staat wieder oberwasser geben würde.
Das musst du mir mal erklären!

Wie kann wenn ich Arbeitnehmer X von Vollzeit auf Teilzeitarbeit setze und dafür den arbeitsuchenden Arbeitnehmer Y auch auf Teilzeit einstelle der Konsum angekurbelt werden?

Es wird dadurch ja nicht mehr Kaufkraft erzeugt, ganz im Gegenteil, ich nehm dem mit einem Vollzeitgehalt eigentlich die "Hälfte" seine Kaufkraft, so das ich am Ende wohl eher zwei Arbeitnehmer statt einem habe, die das Geld lieber auf die hohe Kante legen anstatt es auszugeben.

Das der Abreitsmakrt und der Staat ine gewisser weise entlastet werden mag natürlich sein, im umkehrschluss werden aber die Unternehmen höher belastet was mit Sicherheit nicht dazu beiträgt diese Firmen in Deutschland zu halten.

michael_knight
10.11.2004, 11:41
Der 03.10. muss auf jeden Fall bleiben! Habe da nämlich Geburtstag und da kann man immer so schön rein feiern! :D ;)

KL0k
10.11.2004, 11:48
was ich meine ist:
es wird doch über kurz oder lang sowieso darauf hinaus laufen das viele geschäfte 24h geöffnet haben, dann kann man das locker auf schichtweise umstellen und spart im endeffekt. zumindest ist das meine meinung. mir fällt jedenfalls kein land ein in dem so ein unflexibles wirtschaftsverhältnis zu tage liegt ein.
insbesondere sollten meiner meinung nach auch die lehrjahre runtergeschraubt werden, da die meisten die sich reinhängen den meisten kram eh schon aus dem ff kennen nach dem 2.jahr. was wiederrum dafür sorgen würde das sich die abgaben eher verteilen etc. pp.

und um es nochmal hervorzuheben, es geht mir nicht darum die firmen zuvergraulen, ganz im gegenteil. die meisten von denen nagen eh schon am zahnfleisch wenn ich mir die preise mitunter so anseh von den höchsten bis zu den dumpingpreisen. wirtschaft is wie ein krieg und das was ihr versucht ist wie einen alten tiger ohne zähne pflegen bis er an altersschwäche stirbt. soll heißen: mehr geld in die bildung pumpen, damit die kidz auch mal was lernen können, und nicht vor 286ern im edv unterricht und mit lehrbüchern aus den 70ern oder 80ern etc. damit wäre schonmal ne bessere grundlage geschaffen die sich über die jahre hinweg auszahlen würde, durch bessere angestellte, somit bräuchte man sich dann auch nicht IT spezialisten aus indien oder sonstwoher holen, sondern hätte sowas gleich da, wodurch dem staat auch wieder geldgespaart wird, denn das ausstatten der leute kostet ja auch geld etc.

das ist ja auch kein ultimativer plan den ich da aufstelle, aber in der hinsicht muss was neues her, und nich wie cdu und spd das alles runterpredigen was sie schon seit jahrzehnten machen, nämlich das land in den wirtschaftlichen ruin treiben bis 3 von 4 leuten am hungertuch nagen.

13thAngel
10.11.2004, 12:04
was ich meine ist:
es wird doch über kurz oder lang sowieso darauf hinaus laufen das viele geschäfte 24h geöffnet haben, dann kann man das locker auf schichtweise umstellen und spart im endeffekt. zumindest ist das meine meinung. mir fällt jedenfalls kein land ein in dem so ein unflexibles wirtschaftsverhältnis zu tage liegt ein.

Du meinst wir sollten uns nochmehr den US-Amerikansichen Geflogenheiten zuwenden?
Sicher ist es durchaus von Vorteil für den Arbeitsmarkt, wenn beispielsweise Geschäfte 24 Stunden geöffnet haben, aber du darfst eins nicht vergessen, der geneigte deutsche Bürger ist ein Gewohnheitstier und geht Veränderungen lieber aus dem Weg als sich neuen Dingen zu öffnen.

Das beudeutet ein round-the-clock-shop kann nur dann bestehen, wenn zu jeder Tages und Nachtzeit nahezu kontinuierlich Kundschaft im Laden steht.
Wenn in den ersten 12 Stunden des Tages die Massen in die Kaufhäuser stürzen und die restlichen 12 Stunden nur noch anzahlmässig 20-30% der ersten 12 Stunden, bedeutet das über Kurz oder lang den Bankrott des Geschäfts. Natürlich wird sich das mit der Zeit einpendeln, haben wir ja bei den Ladenöffnungszeiten bis 20h gesehen, aber das hier wird ganz andere Ausmaße haben, da der deutsche Bürger quasi seinen gesamten Zeitplan umstellen muss damit dieses System greift. Aber diese Zeit, die die Bevölkerung brauchen wird, haben die meisten Unternehmen nicht.

KL0k
10.11.2004, 14:35
ich glaube gar nicht das das soviel zeit in anspruch nehmen wird mit einer umstellung, denn es gibt jetz schon mehr als genug leute, die schichtdienst machen oder allgemein nachts arbeiten, beispiele dafür wären unter anderem, dieste im pfleger bereich im altenheim krankenhaus oder ärtze, kellner dj´s und sonstiges personal wie türsteher in bars und clubs, bäcker alle anderen mit bereitschaftsdienst bullen und notdienste etc. soll ich weiter machen? die liste ist jetzt schon gut und ich hab noch nichtmal alle berufe sowie das partyvolk dazugerechnet, die sich mit sicherheit alle über 24h offene geschäfte freuen würden ;)

das sich das einkaufsverhalten ein wenig verteilt ist zweifelsohne der fall, aber ich denke das sich das auf dauer rentieren wird, denn so kann man aus einer stelle 2 oder 3 machen und macht dennoch umsatz.. die frage ist nur für welche geschäfte sich das rentiert... das davon die riesenmärkte wohl nicht profitieren werden dürfte klar sein, was widerrum aber den kleinen helfen würde fuß zu fassen.

//edit: auf diesem wege werden glaube ich auch nicht mehr soviele um ihren job bangen müssen, die geschäfte können selbst entscheiden ob es sich für sie lohnt und tragbar ist, der arbeitsmarkt wird entlastet der konsum steigt und der staat bekommt geld in die kasse. das das allerdings seine zeit braucht bis sich sowas einpendelt ist jedem klar der klar denken kann. allerdings halte ich den vorschlag als einzigen für wert es anzugehen. denn bei den anderen konzepten hat die vergangenheit gezeigt das sie sich im kreis drehen und immer tiefer rutschen.

13thAngel
10.11.2004, 15:21
ich glaube gar nicht das das soviel zeit in anspruch nehmen wird mit einer umstellung, denn es gibt jetz schon mehr als genug leute, die schichtdienst machen oder allgemein nachts arbeiten, beispiele dafür wären unter anderem, dieste im pfleger bereich im altenheim krankenhaus oder ärtze, kellner dj´s und sonstiges personal wie türsteher in bars und clubs, bäcker alle anderen mit bereitschaftsdienst bullen und notdienste etc. soll ich weiter machen? Bei Ärzten, Pflegern bzw. allgemein im Medizintechnischen Versorgungsbereich triftt das zu.

Bei den von dir erwähnten Kellnern, DJ´s, Türstehern (ist das ein Beruf?) in Clubs ist das genaue Gegenteil der Fall. Welcher Club sollte denn bitte schön 24h geöffnet haben? Und vorallem welcher will das? Der normale Großstadtclub öffnet seine Pforten gegen 22-23h und schliest in den Morgenstunden zwischen 6 und 10h (je nach Tag, Club und Stadt). Dazwischen is nix weil auch "niemand" hingehen würde. Ist ja schliesslich keine Kneipe/Restaurant sondern ein Nightevent.


die liste ist jetzt schon gut und ich hab noch nichtmal alle berufe sowie das partyvolk dazugerechnet, die sich mit sicherheit alle über 24h offene geschäfte freuen würden ;)
Was willst du denn mit Partyvolk??
...also wenn ich samstags oder sonntags morgens zwischen 3 und 6h aus nem club rauskommen, hab ich nicht noch lust irgendwo einkaufen.


das sich das einkaufsverhalten ein wenig verteilt ist zweifelsohne der fall, aber ich denke das sich das auf dauer rentieren wird, denn so kann man aus einer stelle 2 oder 3 machen und macht dennoch umsatz.. die frage ist nur für welche geschäfte sich das rentiert... das davon die riesenmärkte wohl nicht profitieren werden dürfte klar sein, was widerrum aber den kleinen helfen würde fuß zu fassen.
Wieder genaues Gegenteil, wenn einer profitieren sollte werden es die großen Unternehmen wie Real oder so sein. Die kleinen werden es sich schon mal gar nicht leisten können für 3-4 Kunden in der Nacht jemanden extra einzustellen.

//edit: auf diesem Wege werden glaube ich auch nicht mehr soviele um ihren job bangen müssen, die geschäfte können selbst entscheiden ob es sich für sie lohnt und tragbar ist, der arbeitsmarkt wird entlastet der konsum steigt und der staat bekommt geld in die kasse.
siehe hierzu meinen Beitrag #40 (http://www.computerbase.de/forum/showpost.php?p=944332&postcount=40)


das das allerdings seine zeit braucht bis sich sowas einpendelt ist jedem klar der klar denken kann. allerdings halte ich den vorschlag als einzigen für wert es anzugehen. denn bei den anderen konzepten hat die vergangenheit gezeigt das sie sich im kreis drehen und immer tiefer rutschen.Diese Zeit haben aber die meisten Unternehmen/Geschäfte nicht weil der Markt einfach zu schnelllebig ist und mehr und mehr ausländische Konkurrenz Walmart-like mit dumpingpreisen auf den deutschen Markt kommen.

/EDIT: Wir sollten uns langsam von der Diskussion um die Öffnungszeiten verabschieden und wieder zum Topic, nämlich zu den Feiertagen in Deutschland kommen. Was dafür und was dagegen spricht, diese abzuschaffen/zu verlagern, sofern noch nciht alles gesagt wurde.

KL0k
10.11.2004, 15:36
finds interessant wie schnell du meinen beitrag aus dem kontext reisst. denn bei der aufzählung ging es um die zahlende bevölkerung _und_ die jobs ausserhalb der "normalen" zeiten. und das wort "beruf" hast erst du ins spiel gebracht. ich benutzte worte wie "arbeit" und "geld fürs arbeiten" etc.

und im gewissen sinne gehört das ganze mit zum topic, denn es geht um die auswirkungen durch veränderungen der zu arbeitenden zeit.
aber okay.

das für und gegen wurde schon mehr als einmal und von mehr als einem genannt. somit wäre das topic eigentlich tod meiner ansicht nach, denn was danach kommt wird sich denke ich nur noch im kreis drehen. wenn jemand jedoch einen neuen einwand hat, lass ich mich gern mit dem gegenteil meiner einschätzung überraschen. :)

Sturmgewalt
10.11.2004, 16:05
Aufgrund dieser Einstellung sind wir heute da wo wir jetzt sind!

Nö,
Aufgrund deiner Einstellung sind wir da wo wir heute sind. :kotz

guillome
10.11.2004, 16:27
alles so lassen wie es ist!
man hat vor ein paar jahren den buß und bettag abgeschafft und in keiner einzigen rechnung, statistik oder ähnlichem hat es nachweislich einen wirtschaftlichen vorteil gebracht. ebenso ist es nicht mal erwiesen bzw nachprüfbar ob eine feiertags abschaffung wirklich die wirtschaft ankurbelt oder ob sich dann das wirtschaften halt auf einen tag mehr verteilt. alles was an zahlen so genannt wird sind schätzungen von irgendwelchen leuten die nicht nachgerechnet werden können!

aber am besten finde ich immer die vergleiche mit anderen ländern, dass wir die meisten feiertage haben. mega lächerlich... denn in asien (japan, indonesien) werden feiertage, die halt gerade auf ein wochenende fallen, einfach auf den nächsten werktag verlegt! das ist kein witz, sondern ich habe das selbst dort erlebt! somit fallen bei uns etliche werktage dem wochenende zum opfer (dieses jahr sind es z.b. beide weihnachtsfeiertage), welche in anderen ländern immer frei sind. somit sind die vergleiche in vielen fällen einfach für die tonne

@arbeitszeit
ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber bei mir in einem it-betrieb in baden-württemberg sind 40h schon längst die regel. bin zwar nur werksstudent dort, aber von anderen studenten die ebenfalls arbeiten höre ich auch das 40h die regel sind!

Yess
10.11.2004, 18:22
Hi,

komisch, in Deutschland muß immer alles erst durchdiskutiert werden. Und das dauert dann solange, daß am Ende keiner mehr weiß was los ist.
Das gilt für die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens. Kein Wunder also, wenn auch hier bei dieser Diskussion nichts wirklich Greifbares rauskommt.

13thAngel
10.11.2004, 19:20
finds interessant wie schnell du meinen beitrag aus dem kontext reisst. denn bei der aufzählung ging es um die zahlende bevölkerung _und_ die jobs ausserhalb der "normalen" zeiten. und das wort "beruf" hast erst du ins spiel gebracht. ich benutzte worte wie "arbeit" und "geld fürs arbeiten" etc.
Ich hab deinen Beitrag nicht aus dem Kontext gerissen.
Du hast eine Reihe von Berufsgruppen/Arbeitsstellen aufgelistet die bereits einen 24h Job haben, bzw. deren Stelle 24h verfügbar/besetzt ist.
Von zahlendem volk hast du nichts erwähnt. (okay du hast erwähnt, das sich das "Partyvolk" darüber freuen würde, deswegen habe ich ja geschrieben das ich nach nem Clubbesuch um 4h morgens nicht unbedingt noch einkaufen gehen möchte. Is natürlich nur meine/eine Meinung!)

Wenn du schreibst, dass du die Jobs ausserhalb der "normalen Arbeitszeit meinst fehlt mir der Bezug zum Thema muss ich ganz ehrlich sagen, denn ob ich nun ein Geschäft/Unternehmen habe das von 22-04h oder von 8-16h geöffnet hat, hat das nichts mit der Erweiterung der Ladenöffnungszeiten auf 24h zu tun.

@ Sturmgewalt
Was machst du? Postings sammeln?

TyphoX
10.11.2004, 20:12
Ich bin auch für eine angleichung der Feiertage in ganz Deutschland, wohne in Niedersachsen und dort haben wir eben weniger Feiertage als zB. die Bayern, habe in meiner Firma schon oft miterlebt, dass absprachen etc. mit anderen Firmen nicht stattfinden konnten, da dort gerade zufällig ein Feiertag war, natürlich eher selten, aber eben eine tatsache ;)

Also, alle Feiertage an die der Niedersachsen anpassen :D bzw. nicht weniger sondern bei denen mit zu vielen anfangen mit kürzen!

Bustard
03.12.2004, 13:40
Ich will mal einen kleinen Einblick in meine Firma geben. Ich hab bin jetzt im 3. Lj. als Fachinformatiker AE und bekomme 270 € Netto. Wir haben natürlich die 40 Std Woche und denke das es nur gerecht wäre wenn das überall in D so wäre. So zu allen Überfluss gibts auch kein Weihnachtsgeld oder gar ein 13. Gehalt bei uns, Heiligabend und Silvester werden jeweils als voller Urlaubstag angerechnet. Überstunden werden nicht bezahlt sondern können abgebummelt werden. Allzu viele Feiertage haben wir hier in Thüringen auch nicht aber fragt mich jetzt nicht wie viele. Ich denke manchen gehts einfach zu gut, erinner mich da gerade an die Opel Mitarbeiter. Da schrie einer lauthals in die Kamera: "Wir arbeiten 35 Std die Woche und ich bekomme 2000 Euro aber davon hab ich auch jeden Cent verdient!". Zur DDR will ich auch noch was beitragen auch wenn es OT ist. Mein Opa hatte ne 50-60 Std Woche (Samstag arbeiten war auch angesagt!) im Bergwerk. Dafür geht es ihm heute finanziell sehr gut, weil er sein ganzes Leben lang gespart hat. Das wollte ich einfach mal los werden, das gejammere von manchen ist kaum zu ertragen.

Edit: Zum Thema Feiertage. Ich habe für Angleichung gestimmt. Weil es doch manchmal frustrierend ist wenn andere Bundesländer mal wieder frei haben. Und das ist einer guten Arbeitsmoral auch nicht zu träglich.

reistopf
14.12.2004, 22:49
kann mir mal ernsthaft jemand erklären wie durch mehrarbeit ohne mehr lohn die situation verbessert werden soll?
da es noch keiner erwähnt hat:
Durch Mehrarbeit ohne Lohnausgleich können Unternehmen die Produktivität steigern, d.h. auch sie sind wettbewerbsfähiger (das is das Zauberwort :D ). Nun sollten sie daraus einen Preisvorteil haben, den sie an die Kunden weitergeben, blabla mehr Umsatz blalba mehr Produktion blalba mehr Arbeitsplätze blablabla.
So ähnlich wird es dir wohl auch jeder Volkswirtschaftler verklickern.

Alphamenpower61
16.05.2005, 10:08
Nun ist es wieder mal soweit. Unsere Wirtschafts- und Industrieverbände können das Gejammere und Genörgele nicht lassen.
Nachdem durch die Agenda 2010 der Sozialstaat kaputtgemacht wurde (Hartz IV) (Gesundheitsreform), soll jetzt die Gesellschaftsstruktur zerstört werden.
(Ab 01.07 wird der Beitragssatz für die Arbeitgeber gesenkt und auf der anderen Seite zu Lasten der Arbeitnehmer erhöht, trotz riesiger Gewinne seitens der Krankenkassen.)
Dies wird einen weiteren Kaufkraftverlust zur Folge haben.
Glaubt irgendjemand, die Industrie würde dadurch wieder Menschen einstellen ?

Selbst H. Hundt konnte es wieder mal nicht lassen, darüber zu Jammern, daß die hart arbeitenden Menschen in der Stahlindustrie ca. 3% mehr an Lohn und Gehalt bekommen. Im Schnitt bleiben davon ja nur 1,5-2% netto übrig.

Dies würde ich mittlererweile als "Heuschreckenmentalität" auffassen.
Mittlererweile machen sich diese Verbände unglaubwürdig und lächerlich.

Wem nützt es, Feiertage abzuschaffen ? Nur der Wirtschaft oder auch den Arbeitnehmern ?
Haben wir Arbeitnehmer dadurch mehr Kaufkraft ?
Welche Gesellschaftlichen Folgen entstehen dadurch ?
Was sagt die Kirche dazu ?
Bekämen wir auch Feiertage dazu, wenn es uns wieder Wirtschaftlich besser ginge ?
Würde sich der Krankenstand, damit die Gesundheitskosten, erhöhen aufgrund des erhöhten Leistungsdruckes ?

Viele Menschen sind froh, durch dieses verlängerte Wochenende wieder Leistungskraft zu schöpfen. Dies kommt auch der Wirtschaft zugute.
Viele Menschen sind mittlererweile durch die Arbeitsverdichtung an Ihre Leistungsgrenzen gelangt. Allein in dieser Hinsicht wäre es unverantwortlich, Feiertage zu streichen.
Die Produktivität steigt Jahr für Jahr, folglich auch weiter der Leistungsdruck und der Stress.
In den nächsten 20 Jahren wird die Produktivität weiter steigen, es werden immer weniger Menschen für die Produktion benötigt.
Soll die Streichung eines Feiertages hier die Lösung bringen ?
Habe ich als Arbeitnehmer dadurch mehr Geld in der Tasche ?
Werden dadurch die Produkte preiswerter ?

Der Grund unserer Wirtschaftskriese ist die innerhalb Deutschlands anhaltende Kaufkraftverlust. Was ich mir sonst nicht leisten kann, würde ich auch nicht an dem Montag mir leisten können. Daran ändert auch die Streichung eines Feiertages nichts.

Dies dient folglich nur dazu, die Rendite der Aktionäre und Firmen auf Kosten anderer zu steigern, da man diese Produkte zusätzlich nur noch ins Ausland verkaufen kann.

Folglich nehme man alles was man kriegen kann, ohne etwas an die Arbeitnehmer zurückzugeben.

Wie seht Ihr dies ?
Habt Ihr eine Antwort auf die Fragen ?

Shiro <Kamui>
16.05.2005, 13:48
Kurze Infos:( ich habe hier leider beinahe nix durchgelsen!),aber ist euch mal aufgefallen wieviele Feiertage letztes Jahr verloren gegangen sind?

Weihnachten waren glaub allein schon 2 und unter dem Jahr auch einer(lagen alle aufm Wocheende!) und wo ist der Aufschwung...ich sag dazu nur verarschen kann ich mich auch selber.
Firmen reden viel wenn der Tag lang ist...Wir sind so doof und glauben es.Hoffentlich bin ich auch mal nen Wirtschaftsboss,dann hab ich meinen Spass dran irgendwas zu erzählen und in allen Foren wird drüber diskutiert,egal was es fürn Quatsch ist *hihi*

Und wenn ihr wirklich wissen wollt was der Untergang des Abendlandes ist...es nennt sich AG ( und darauf sollten nur Leute antworten die auch nen bissl Ahnung haben).

Edit.Und das mit den LAdenöffnungszeiten hier istn Witz oder? *lol* Die Leute können es sich net leisten...
Das Problem ist das wenige Leute sehrviel mehr Geld haben und viele andere beinahe garnichts.Und warum sollte nen reicher Mensch in seinem Haus 20 Tvs haben? Das geht einfach nicht...es muss ne Lösung gefunden werden,damit Leute arbeit haben und davon leben können.

jsowieso
16.05.2005, 13:54
Wenn wir die Feiertage abschaffen werden, werden wir dannach auch die Sonntage abschaffen. Wollen wir Sonntags arbeiten? Erst wird das wohl noch freiwillig sein, aber später werden dann standartmäßig 7 Tage die Woche geschafft. Das würde mich nicht sonderlich freuen.

Joshua
16.05.2005, 13:56
Ich würde mal die Kirche im Dorf lassen. Sonntage abschaffen, da sind wir aber noch ein paar Jahrhunderte von entfernt, noch arbeiten viele ja auch nicht am Samstag.

Hildebrandt17
17.05.2005, 21:39
Prinzipiell sollte man alle Feiertage behalten, man muss nur bedenken, dass jeder enfallene Arbeitstag der Wirtschaft viele Millionen Euro kostet, und die hat sie im moment dringend nötig...

Shiro <Kamui>
18.05.2005, 12:05
schonmal an die Börse geschaut? Ich hab kein Problem damit,wenn nen Handwerksbetrieb und ähnlich kleine Firmen sowas benötigen...aber sämtliche deutsche Topunternehmen ( die wo so schrieben) verdienen sich so dumm und dämlich...ach kein Kommentar.

Edit.Achja die Millarden die bei uns verdient werden sind die Millarden die woanders investiert werden um hier Arbeit durch Kapital zu ersetzen...
Und wodurch kommen Firmen zurück? Genau Fördergelder...warum lassen sich alle so verarschen?