Geschwindigkeitsabfall beim Kopieren über Gigabit-LAN

hautschi

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Hallo liebe CB-Community,

ich habe ein Problem beim Kopieren über mein Gigabit-Heimnetzwerk.

Folgende Kombination:

PC1 (Windows 7 SP1 64bit) <-> D-Link DGS-1005D Gigabit-Switch <-> D-Link DGS-1005D Gigabit-Switch <-> PC2 (Windows 8 64bit)

Alles per Gigabit-LAN verkabelt, das wird auch so erkannt und funktioniert z.B. beim Streamen an die PS3 einwandfrei.
Router im Hintergrund ist eine FritzBox 3370, diese übernimmt Internet, WLAN und DHCP.

Die Ziel-Festplatten in PC1 sind 3x WD20EARS und 1x WD20EARX, allerdings alle an SATA II (3 GBit/s) angeschlossen.
Das Betriebssystem liegt auf einer SSD (Samsung 830er) und es werkelt ein AMD Phenom II X4 965BE mit 8 GB Ram.

Die Quell-Festplatte in PC2 ist eine WD2002FAEX, über SATA III (6 GBit/s) angeschlossen.
Das Betriebssystem liegt hier auf einer Samsung SSD840 und ein i7-3770 befüllt 8 GB Ram.

Die Festplatten sind alle OK, CrystalDiskInfo zeigt keine Probleme, ebenso HDTune. Geschwindigkeitstests mit CrystalDiskMark zeigen für die WD20EARS/X rund 120 MB/s Read/Write und für die WD2002FAEX über 150 MB/s Read/Write.

Beim Kopieren von PC2 auf PC1 beginnt der Transfer mit 100-110 MB/s und fällt nach einigen Sekunden (max. eine Minute) stark ab.

geschwindigkeitsabfall.jpg

Die PCs sind während des Kopierens nicht ausgelastet oder anderweitig im Einsatz, der Taskmanager zeigt nur minimale Auslastung.

Hat jemand zufällig eine Ahnung, woran das liegt und wie ich es beheben kann?

Vielen Dank :D
 
scheint wohl ein Problem des Gigabit-Switches zu sein, dass er im Durchschnitt nur knapp über 300 MBit/s schafft.
Welche strecke überbrückst du per Kabel und was für ein Kabel verwendest du?

Edit:
@Stype (unter mir)
sieht man an der angehängten Grafik ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für Dateien überträgst du ?

Viele kleine oder wenige große ? bzw. gemischt ?
 
hautschi schrieb:
Die Festplatten sind alle OK, CrystalDiskInfo zeigt keine Probleme, ebenso HDTune. Geschwindigkeitstests mit CrystalDiskMark zeigen für die WD20EARS/X rund 120 MB/s Read/Write und für die WD2002FAEX über 150 MB/s Read/Write.

Die frage ist eher wie gross sind die zu kopierenden Datein ? Und wie sind sie Fragmentiert ..

Die Lese und Schreibraten sehen eher nach den praxisfernen "Am Stück" Lesen und schreiben aus .
Am Anfang gehts mit der Burst Rate los und dann muss die Festplatte nachladen dann fängt das System an langsamer zu senden .

Schonmal getestet wie es ist von SSD auf HDD zu senden ?
 
Recht große Dateien, so zwischen 1 bis 8 GB.
Es sind meistens keine kleinen Dateien dabei.

Kabel sind selbst konfektionierte CAT6e-Kabel mit Hirose-Steckern.

Da die WD20EARX erst heute eingebaut wurde, habe ich das Kopieren darauf gerade erst getestet.
Das läuft problemlos mit 110-120 MB/s, liegt also nicht am Netzwerk! Oha...
Die drei WD20EARS zeigen allerdings alle das genannte Problem.
Sie stecken alle mit identischen Kabeln am selben SATA-Controller (AMD-Chipset) und sind zu unterschiedlichen Leveln gefüllt. Die WD20EARX ist logischerweise noch leer.
Defragmentierung ist auch kein Thema (alle bei 0% Fragmentierung).

Also vielleicht kein Netzwerkthema, sondern die Platten bremsen? Dummerweise zeigen aktuelle Speedtests mit CDM (vor ein paar Minuten gemacht) Geschwindigkeiten über 100 MB/s für alle HDDs an. Auch CrystalDiskInfo verrät weiterhin keine Probleme.

EDIT:
Die Platten sind NTFS-formatiert (über Windows-Festplattendienstprogramm mit Standardeinstellungen) und besitzen einen MBR. Das ist soweit für alle gleich.
 
0 % Fragmentierung heist aber nichts ...
Das heist nur das die aktuell vorhandenen Daten alle an einem Stück sind ... nicht wieviele Lücken dazwischen sind .
Falls man auf so eine Platte schreibt dann sucht sich Windows einfach aus wo es Daten ablegen tut .
Und dort fangen die Probleme halt an ... es schreibt halt mal hier und da und fült die Lücken auf .
 
Hmm...und wir behebe ich diesen Missstand?
 
Möglich wenn man "bessere" Defragmentierer nutzt die den gesamten Platz der Platte aufräumen und alles verschieben und zusammenlagern . Somit hast dann einen grossen Freiraum wo Windows eher was reinlagert .

könntest aber auch mal mit ATTO Disk Benchmark messen ...
vielleicht zeigt der dann andere Werte an... besonders da er Geschwindigkeiten für verschiedene Dateigrössen ermitteln kann .
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lass grad mal Disk Defrag drüberlaufen, allerdings sind die Platten ziemlich gleichmäßig gefüllt.
CDM mit 4GB-Files bringt z.B. nur 80 MB/s Read/Write...komisch, dachte umso größer die Datei, die er am Stück schreiben/lesen kann, umso schneller. Mit 1GB-Files schafft die Platte über 100 MB/s. Ich schieb nachher nochmal nen Lauf mit HD Tune an, notfalls installier ich halt auch ATTO. Aber irgendwie glaub ich nicht dran, dass die HDD so in die Knie geht. Beim Kopieren von einer USB3.0-HDD (mit den gleichen Dateien) sollte sich doch dann auch das gleiche Problem zeigen wenns an der Platte liegt, oder? Das probier ich dann auch mal aus.
 
Du testest die ganze zeit mit völlig untauglichen Programmen. Die Transferrate einer HDD nimmt von den äußeren Zylindern zu den inneren extrem ab. Also muss auch über den gesamten Platter gemessen werden. Teste mal mit HD-Tune oder HD-Tach.
Es ist klar dass du bei weitem kein 100 MB/s schaffst wenn die Dateien dann irgendwo weit innen geschrieben werden.
wd20ears-02.jpg
Hier ist mal nen Beispiel Screen einer HDD. Fängt mit 120 MB/s schön an und endet dann irgendwo bei 50 MB/s.
 
Danke @God-of Games,
das Netzwerk zeigt folgende Geschwindigkeit:

Code:
NETIO - Network Throughput Benchmark, Version 1.32
(C) 1997-2012 Kai Uwe Rommel

TCP connection established.
Packet size  1k bytes:  105.89 MByte/s Tx,  91.00 MByte/s Rx.
Packet size  2k bytes:  110.66 MByte/s Tx,  110.44 MByte/s Rx.
Packet size  4k bytes:  112.79 MByte/s Tx,  112.74 MByte/s Rx.
Packet size  8k bytes:  112.79 MByte/s Tx,  112.75 MByte/s Rx.
Packet size 16k bytes:  112.79 MByte/s Tx,  112.77 MByte/s Rx.
Packet size 32k bytes:  113.19 MByte/s Tx,  113.10 MByte/s Rx.
Done.

Das sind dann ja rund 900 MBit/s, sollte also nicht der limitierende Faktor sein.


@bensen: Danke! Dein Tipp wird getestet, sobald Disk Defrag fertig ist.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ein Teil der Problematik aus dem von dir beschriebenen Problem herrührt, da die drei WD20EARS recht gut gefüllt sind (>75%).

Edit:
Und hier sind nun die HD-Tune Testresultate.
Das Problem wird nicht zu 100% abgebildet, da immer noch eine Diskrepanz von 30 MB/s Transfergeschwindigkeit zu >50 MB/s Schreibgeschwindigkeit der HDD herrscht, aber soweit kann ich halbwegs die Ursache des Geschwindigkeitseinbruchs nachvollziehen. Jedenfalls liegt's nicht am Netzwerk :)

M_WD20EARS.png N_WD20EARS.png O_WD20EARS.png P_WD20EARX.png
 
Zuletzt bearbeitet: (HD-Tune Resultate angefügt)
Probier’s mal per FTP, am besten ’ne dicke .iso. Damit schließt du das Protokoll als Fehlerquelle aus.
Mit dem Kopieren von SSD zu SSD kannst du Netzwerk und Betriebssystemeinstellungen als Fehlerquelle ausschließen.
Die HDDs laufen alle einzeln, nicht als RAID oder JBOD?
 
Die HDDs laufen alle einzeln. Redundanz ist nicht nötig, gesichert wird per Spiegelung auf 4 weitere WD20EARX mit einer USB3.0-Dockingstation.

Und ich dachte das Protokoll ist TCP und das hab ich mit NetIO getestet?!
Zudem kopiere ich auf die WD20EARX mit >110 MB/s, also mit vollem Gigabit-Speed.
Somit hätte ich das Netzwerk ausgeschlossen...
 
schau dir die HD Tune werte an und sag dann was die sagen ... wie schnell die Platten wirklich sind und nicht nur im "burst" mode andere tests .
 
?! Steht doch oben. Minimal 50 MB/s...für die WD20EARS.
Die Frage ist jetzt nur noch, ob die 30 MB/s beim Kopieren von der HDD kommen (sind halt noch 20 MB/s Differenz) oder ob noch was Probleme verursacht.
 
Nunja die 50 MB sind für Linearen Datenabruf ... falls die Datei in mehreren Blöcken auf der Festplatte Wohnt -> langsamer .
 
Ich will nix abrufen, sondern schreiben.
Und da ich mit Disk Defrag alles schön defragmentiert hab, sollten die Blöcke zum Schreiben auch alle nebeneinander liegen. Der freie Speicherplatz liegt jedenfalls nahtlos in einem Bereich am Ende der HDD.
Die Quellfestplatte liest mit mehr als den 110 MB/s, die das Gigabit-Netzwerk liefert.

Nochmal für alle zum Mitdenken:

Das Problem ist, dass die WD20EARS nach anfänglichen ca. 80-100 MB/s nur noch mit knapp 30 MB/s übers Netzwerk beschrieben werden, siehe Screenshot in Post #1. Das Netzwerk wurde ausgeschlossen und die Transferraten der HDDs mit HD Tune bestimmt. Die Minima liegen immer noch über 50 MB/s, welche beim Transfer allerdings nur zu 60% erreicht werden. Die Frage ist: wieso?
Oder ist die Geschwindigkeitsmessung mit HD Tune immer noch sinnlos und die reale Transferrate sinkt durch die hohe Belegung der Festplatten wirklich so stark ab, also auf rund 30 MB/s?
 
Hallo zusammen :)

Hatte das gleiche Problem...nach 100-110 MB/sec fiel die Geschw. rapide ab auf 10mb/sec

Die Lösung meines Problems war (unter Win8) das Abschalten der SuperFetch Funktion...hat Win nicht automatisch gemacht..Dienst abschalten und in der Registry auf deaktiviert setzen - und schon hab ich konstante 80 mb/sec

Hoffe ´s hilft jemandem :)

Gruß
Meikel
 
@ niddle:

Vielen dank für diese Info, endlich kann ich wieder mi full speed kopieren, das war echt schrecklich!
 
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