Stromschlag, defekter AVR und Versicherung?!

benneq

Fleet Admiral
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Juli 2010
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Moin!

Ich bin schon lange lange stiller Mitleser hier im Forum (seltener in diesem Abschnitt) und hier laufen wohl viele Leute mit Ahnung von Elektronik rum.

Also folgendes ist gestern und heute passiert:
Ein Freund war hier, wir haben ein wenig Musik gemacht. Ich hatte meinen Bass in der Hand und dann klingelte mein Handy. Also stand ich auf und wollte zum Schreibtisch. Dabei habe ich mit meinem Bass eine Schreibtischlampe war berührt. Die Lampe war ausgeschaltet, aber hat ein Metallgehäuse. Naja, in mir hat sich alles zusammen gezogen und ich hab hellblaues Leuchten gesehen. Mein Kumpel hat nichts gesehen, also lag das wohl an meiner Netzhaut. Naja, soweit ist mir nichts passiert. Das seltsame: Es ist keine Sicherung rausgeflogen und alle Geräte funktionierten normal weiter. Die Lampe wollte ich nicht mehr anrühren ;) Ich hab dann die Sicherungen rausgenommen und mein Freund hat sie weggestellt, sie hat immernoch funktioniert.
Weiter im Text: Ich hab mit meinem Notebook ein wenig was aufgenommen von uns. Und abgemischt. Natürlich wollten wir es dann auch über erwachsene Lautsprecher hören, also schnapp ich mir ein Kabel (Cinch -> kleine Klinke), steck das Teil in meinen AV-Receiver und dann die Klinke ins Notebook. ZACK! Funken und lautes Knistern, und das noch bevor ich das Kabel wirklich drin hatte. Das war dann der 2te Schock. Das Notebook hieng natürlich auch am Stromnetz. Wieder keine Sicherung geflogen. Notebook funktioniert noch.
Aber den Receiver hats erwischt! Die Lautstärke lässt sich in 100 Schritten einstellen und bei jedem Schritt knackt es gleichlaut. (Ich nutz den digitalen Coax eingang). Es kommt sogar noch Ton! Der ist auch immer gleich laut und scheinbar besteht er nur aus sehr verrauschtem Schlagzeug. Umschalten auf andere Eingänge (egal ob digital oder analog) bringt kein normales Verhalten des Geräts.
Heißt nun wohl: Das Teil ist defekt, ich habe nichts unsachgemäßes getan. Habe ich ne Chance auf monitären Anspruch von der Versicherung? (dazu gleich mehr)
Dann musste ich wohl meinen billigen 2x300W PA-Amp rauskramen. Der verrichtet seinen Dienst wunderbar, außer dass der nen Rauschteppich mitbringt, aber das war schon immer so. Also die Lautsprecher sind nicht kaputt. Das Klinkenkabel auch nicht. Der Klinkenanschluss am Notebook läuft auch normal.

Nächster Tag (heute). Morgens haben wir noch ein wenig musiziert. Dann ging mir irgendwann dieses leise Rauschen wegen des Amps auf den Sack und ich wollte ihn leise drehen. Tja, und was passiert? Stromschlag! (Ich hatte wieder den Bass in der Hand).
Keine Sicherung fliegt, alles läuft weiter. Der PA-Amp hat auch ne Schutzschaltung, selbst die ist nicht angesprungen. Genauso wie der AVR eigentlich auch eine hat...

Fazit: Ich wohne in einem Altbau. Kürzlich habe ich erst gelesen, dass es da ab und an keine Erdung in den Steckdosen gibt. Stimmt das?
Ich bin ratlos!
Meine Vorstellungen: mindestens Schadensersatz für den AVR, vielleicht noch Schmerzensgeld, da so ein Schlag echt nicht lustig ist und ich nun ganz schön Angst habe irgendwas anzufassen was in der Steckdose steckt... Ich meine, ich hätte genauso gut draufgehen können! (jaja, an meiner Tastatur liegen max. 5V / 500mA an ;) das fände ich nun nicht so dramatisch).
An wen soll ich mich wenden? Haftpflicht? Vermieter?

Infos zur "Hardware":
5 Jahre alter Pioneer VSX-515
10-15 Jahre alter Ibanez Amp mit (ich glaube) 15W Ausgangsleistung
3-4 Jahre alter PA-Amp IMG Stageline mit 2x300W


Vielen Dank und Grüße
benneque
 
Dringend mal die Erdung checken. Ich halte mal eine Wohnung, in der die Erde an der Phase angeschlossen war... :freak:
 
Und wie check ich das am einfachsten? Multimeter hab ich z.B. nicht.

Die elektronik ist hier eh fürn A****... Vor nem Jahr hab ich schon mal nen lauuuuten Knall verursacht, weil irgend ein Idiot nicht weiß, dass die farbliche Kodierung nicht beliebig ist!
Am Anschluss an der Decke ist das Gelb-grüne Kabel NICHT die Erde, sondern einer der beiden Pole...

Naja, ich zieh hier eh in 2 Monaten wieder aus. Das Finanzielle ist mir wichtiger ;)
 
Wenn die Bude wirklich keine Erdung hat sofort Vermieter anrufen das der das machen lässt bzw. er muss das machen lassen.
 
Und wie kann ich das nun einfach überprüfen? Steckdose rausnehmen und gucken ob das Kabel dran hängt ?
 
Wenn die Bude wirklich keine Erdung hat...

Solltest du ihn verklagen oO

Es ist unverantwortlich eine Wohnung ohne Schuko zu vermieten. Schnapp dir einfach mal schnell einen Spannungsprüfer (Kleiner schraubenzieher mit lampe drin) und berühre nacheinander die Phase und dann den Schutzkontakt. Der Schraubendreher sollte nur bei "einem Loch" leuchten, bei dem anderen Loch und dem Schutzkontakt dunkel bleiben.

Gruß

EDIT.:

Am Anschluss an der Decke ist das Gelb-grüne Kabel NICHT die Erde, sondern einer der beiden Pole...

Unverantwortlich³... Aber spätestens da hättest du stutzig werden müssen. Da hat einer 2 Drähte vertauscht... Lebensgefährlich! Das grenzt ja an versuchten Mord...
 
Zuletzt bearbeitet:
Sofort einen Elektroinstallateur + Kontrolleur herbestellen, diesen besagten Anschluss an der Decke überprüfen lassen, den SiNa (Sicherheitsnachweis) auftreiben und ausfindig machen wer diese Installation kontrolliert und abgesegnet hat und verklagen! Sowas ist ja fast fahrlässig...

Am Anschluss an der Decke ist das Gelb-grüne Kabel NICHT die Erde, sondern einer der beiden Pole...

Anschluss = Steckdose?
Hast du die Steckdose geöffnet?

Grüsse
 
ich verstehe nicht ganz was da genau vorgefallen ist.
Also Stromschlag ist nicht gleich Stromschlag...
Hast du einen Stromschlag bekommen, oder das Gerät, und wie hat sich das bemerkbar gemacht?

Vor allem, wenn bei dir wirklich die beiden kabel-Pohle in der Steckdose vertauscht sind, wie laufen dann überhaupt die anderen Geräte weiter?
 
Vor allem, wenn bei dir wirklich die beiden kabel-Pohle in der Steckdose vertauscht sind, wie laufen dann überhaupt die anderen Geräte weiter?

Ja, da wird aus dem Schutzkontakt eben der "- Pol" der Steckdose.. Geräte laufen dann weiter, stehen aber unter spannung.

Gruß
 
- Pol bei AC???
 
Wechselstrom bezeichnet elektrischen Strom, der seine Richtung (Polung) in regelmäßiger Wiederholung ändert.
Zitat Wikipedia
 
Also ich verstehe das so, dass bei beiden Seiten der Strom eine Wechselspannung ist, die eine Seite stellt pratkisch eine Sinuskurve da, die andere eine Cosinuskurve, so dass sie sich entgegen laufen und dass man den Stecker egal wierum reinstecken kann.

Das 3. ist dann die Masse, die Erdung, und wenn man da was vertauscht sollte doch das Schema der Steckdose nicht mehr richtig passen, also das Gerät keinen vernünftigen Strom mehr kriegen...?
 
ja deswegen die Anführungszeichen... ich meine zumindest gibt es die stromführende Phase, wie nennt man dann das andere "Loch"?

Das 3. ist dann die Masse, die Erdung, und wenn man da was vertauscht sollte doch das Schema der Steckdose nicht mehr richtig passen, also das Gerät keinen vernünftigen Strom mehr kriegen...?

Doch, der Stecker funktioniert nur noch in einer Richtung.

Wenn man ihn dreht geht es einfach nicht mehr.

Gruß
 
achso ja dann
@ threadstarter:
Probier das doch mal aus, den Stecker zu drehen, und besorg dir nen Stromprüfer.

Ach nochwas:
Fasse BLOß nicht an die offenen Metalldinger oben und unten in der Steckdose!
 
Fasse BLOß nicht an die offenen Metalldinger oben und unten in der Steckdose!

Doch, da sollte sogar nicht mal was passieren. Du solltest dabei aber wirklich nur die Metalldinger anfassen und mit Gummischuhen auf einem Teppichboden stehen und dabei nichts anderes anfassen ;) Dann passiert auch nichts... Bitte trotzdem nicht ausprobieren, ich wollte nur ein bisschen Klugscheißern...

@topic

Stromprüfer --> alle 3 Leitungen nacheinander probieren --> Ergebnis bitte hier posten.

Gruß
 
da hat der Kingfischer recht, pls nur mit gummischuhen, aber was solls das ist viel zu riskant.
Lass es einfach bevor du weißt was mit der Steckdose ist, die Versicherung bezahlt dir sicherlich nen neuen AVR, denn da konntest du ECHT nichts für...
 
besorg die aus dem bekanntenkreis einen spannungsprüfer (meistens duspol) und teste die steckdose mal damit durch.
 
LukasKnapstein schrieb:
Also ich verstehe das so, dass bei beiden Seiten der Strom eine Wechselspannung ist, die eine Seite stellt pratkisch eine Sinuskurve da, die andere eine Cosinuskurve, so dass sie sich entgegen laufen und dass man den Stecker egal wierum reinstecken kann.

Nein.
Einer der Kontakte der Steckdose liegt konstant auf 0V (Nullleiter, blaues Kabel) und der andere ist die Phase (220V Sinus-Signal, braunes oder schwarzes Kabel).
 
aber die erdung liegt doch eigentlich auch auf 0V
dann kann das überhaupt nicht sein, dass die kabel vertauscht wurden, denn dann bekäme das gerät von beiden seiten 0Volt, und das gehäuse 240Volt Wechselspannung...
 
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