Pentax bringt neue SLR- und Kompaktkameras

Mit Pentax hat nun ein weiterer Hersteller im Vorfeld der Photokina sein Produktportfolio auf Vordermann gebracht, womit sich die derzeitige Runde an Neuvorstellungen offenbar ihrem Ende nähert. Bei den Neuheiten handelt es sich um eine SLR-Kamera, ein neues Objektiv und zwei Kompaktkameras.

Die neue Spiegelreflexkamera K-r nimmt als Mittelklassekamera die Position zwischen der K-7 und der Einsteigerkamera K-x ein. Mit der K-x teilt die neue Kamera unter anderem die Auswahl verschiedener Farbvarianten, welche teilweise auch eine entsprechend farbige Version des Kitobjektives beinhalten. Auch die meisten anderen Ausstattungsmerkmale sind eher auf dem Level der K-x, wie beispielsweise der 12-Megapixel-Sensor im APS-C-Format, der Pentaspiegelsucher mit 0,85-facher Vergrößerung und 96 Prozent Bildabdeckung oder die RAW-Farbtiefe von 12 Bit pro Kanal. Das Gehäuse besteht auch hier aus Kunststoff.

Das Display ist mit einer Diagonalen von 3,0" und 921.000 Bildpunkten allerdings auf der Höhe der K-7, die Serienbildgeschwindigkeit von 6 Bildern pro Sekunde übertrifft das größere Modell sogar. Den eingebauten Bildstabilisator sowie den Elf-Punkt-Autofokus mit neun Kreuzsensoren teilt sich die K-r mit den anderen aktuellen Pentax-Modellen. Die mittlerweile obligatorische Videofunktion zeichnet Bewegtbilder in 720p25 auf. Bemerkenswert ist, dass Pentax bei der K-r erstmals auf einen Lithium-Ionen-Akku statt vier AA-Akkus oder Batterien setzt. Das Akkufach ist allerdings so geformt, dass solche Batterien mittels eines kleinen optionalen Adapters weiterhin verwendet werden können.

Die unverbindliche Preisempfehlung der ab Oktober erhältlichen K-r liegt bei knapp 800 US-Dollar für die Kamera allein oder 850 Dollar mit Kitobjektiv. Da dies etwa der Straßenpreis der besser ausgestatteten K-7 ist, dürfte der tatsächliche Preis wie üblich deutlich darunter liegen.

Passend zur neuen Spiegelreflexkamera präsentiert Pentax auch ein neues Objektiv – das Pentax smc DA 35mm 1:2,4. Bei dieser Festbrennweite handelt es sich um ein Normalobjektiv, welches auch die üblichen Charakteristika dieser Objektivklasse teilt – es ist nur 45 Millimeter lang und mit 124 Gramm sehr leicht, was auch durch die moderate Lichtstärke möglich wird. Der Preis liegt bei rund 220 US-Dollar.

Im Bereich der Kompaktkameras gibt es mit der Einsteigerkamera Optio RS1000 und der Superzoom-Kamera RZ10 zwei neue Auswahlmöglichkeiten. Auch diese beiden Modelle ziehen abseits technischer Finessen die Aufmerksamkeit durch Einsatz von bunten Gehäusen auf sich. So gibt es die RZ10 in vier Farben und die RS1000, die in schwarz oder weiß erhältlich ist, kann durch austausch- und selbst herstellbare Front-Cover individuell gestaltet werden. Beide Kameras verfügen über einen 14-Megapixel-Sensor im sehr kleinen 1/2,3"-Format. Dadurch kann trotz Zoomfaktoren von 4 (28-110 mm bei der RS1000) respektive 10 (28-280 mm bei der RZ10) das Gehäuse klein gehalten werden; Quantensprünge bei der Bildqualität sind dadurch allerdings nicht zu erwarten.

Die RS1000 verfügt nicht über einen Bildstabilisator, das Display misst 3,0" und bietet 230.000 Bildpunkte, während die RZ10 mit einem 2,7“-Display gleicher Auflösung sowie einem Stabilisator ausgeliefert wird. Die Preise liegen bei rund 150 respektive 220 US-Dollar für die RS1000 und die RZ10, die Markteinführung ist ebenfalls für den Oktober vorgesehen.