Gründer Kim Schmitz verhaftet

US-Behörden schalten Sharehoster Megaupload ab

Megaupload, eines der größten File-Sharing-Portale im Netz, wurde am Donnerstag von US-Behörden aufgrund massiver Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material geschlossen. Einige der Betreiber, darunter auch Megaupload-Chef Kim Schmitz (alias Kim Dotcom), wurden in Neuseeland festgenommen.

Den Betreibern wird vorgeworfen, einen Schaden bei Urhebern von über einer halben Milliarde US-Dollar dadurch verursacht zu haben, dass kopiergeschütztes Material wie Filme, Musik, Fernsehserien, E-Books und Software teils millionenfach illegal und weltweit über Megaupload verbreitet wurden. Über die Jahre sollen sie mehr als 175 Millionen US-Dollar mit ihrem Dienst eingenommen haben. Insgesamt sieben Personen sowie die beiden Unternehmen Megaupload Limited und Vestor Limited wurden vor einem US-Gericht in diversen Punkten angeklagt. Den Betreibern drohen Haftstrafen von fünf bis 20 Jahren.

Während Kim Schmitz und drei weitere führende Mitarbeiter, darunter zwei Deutsche, bereits in Neuseeland festgenommen wurden, wie das US-Justizministerium mitteilte, werde nach den restlichen Dreien noch gefahndet.

Die US-Behörden bezeichnen dies als Vorgehen gegen einen der größten Fälle krimineller Urheberrechtsverletzungen in den USA.

Besonders pikant wirkt der Zeitpunkt der Abschaltung von Megaupload angesichts dessen, dass erst am Mittwoch große Internetseiten wie Wikipedia mit teilweiser Abschaltung ihres Angebots gegen einen umstrittenen US-Gesetzesentwurf zum Schutz von geistigem Eigentum demonstrierten.

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