OS-Lizenz als Motivation

Samsung vor Einstieg bei Research in Motion?

Mit dem vollzogenen Personalwechsel an der Spitze des Unternehmens wollte Research in Motion eigentlich die Trendwende vollziehen. Doch noch immer entwickeln sich die Geschäfte nicht spürbar besser, weshalb der kanadische Smartphone-Hersteller weiterhin auf der Suche nach neuen Lösungswegen sein soll.

Einer könnte dabei nach wie vor die Vergabe von Lizenzen sein, über die bereits Anfang 2012 spekuliert wurde. In diesem Zusammenhang fiel bereits mehrfach der Name Samsung; den Südkoreanern wurde im Januar nicht zum ersten Mal ein Interesse an RIM oder der neuen Betriebssystemversion BlackBerry 10 nachgesagt.

Deshalb ist es nur wenig verwunderlich, dass unter Analysten noch immer – oder erneut – darüber diskutiert wird, ob Samsung sich neben Android und Bada ein drittes Standbein sichern wolle. Interessanter ist da schon, auf welchem Wege dies angeblich geschehen soll. Denn der weltgrößte Smartphone-Hersteller des vergangenen Jahres plant den Gerüchten zufolge den Einstieg bei RIM.

Durch den Erwerb eines Minderheitsanteils will man – so die Gedankenspiele – Zugriff auf das Betriebssystem bekommen. Ein Interesse an einer größeren Beteiligung oder gar der kompletten Übernahme soll nicht bestehen, dagegen sprechen dem Bericht zufolge die Probleme bei RIM.

Diese könnten, so das Geschäft tatsächlich zu Stande kommen würde, aber noch deutlich zunehmen. Denn durch die Vergabe einer Lizenz würden die Kanadier sich weitere Konkurrenz in Form eines zweiten Anbieters von BlackBerry-Handys schaffen. Im Gegenzug bestünde allerdings die Chance, die Plattform mit diesem Schritt zu vergrößern und so die Attraktivität zu steigern. Insbesondere im nicht beruflichen Umfeld hat RIM mit der Konkurrenz in Form von Android und iOS zu kämpfen, ein Anbieter wie Samsung könnte hier seine Erfahrung einbringen.