Multiplattform-Angebot als Schlüssel?

EA: Origin soll besser als Steam werden

Origin erfreut sich alles andere als hoher Beliebtheit: Gerade die Diskussion zu den agressiven Nutzungsbestimmungen ist vielen Nutzern noch frisch im Gedächtnis. Entsprechend verwundert es kaum, dass der erste Geburtstag der Plattform lieber still und leise gefeiert wurde. Im nächsten Jahr soll sich das jedoch ändern.

Wie EAs Senior Vice President David DeMartini gegenüber Gamasutra freimütig zugab, ist Origin derzeit kein ernsthafter Konkurrent für Valves erfolgreiche Distributionsplattform Steam. Derart kurze Zeit nach dem Launch sei dies aber auch nicht zu erwarten, da sämtliche Ressourcen in die Fehlerbereinigung gesteckt wurden. Für die nächsten zwölf Monate kündigt DeMartini jedoch an, dass Origin eine eigene Identität bekommen wird.

Ziel sei es demnach nicht, wie Steam zu werden, sondern vielmehr besser und vor allem anders zu sein. Zur Verdeutlichung zieht er den aktuellen Top-Titel Battlefield 3 heran. Dieser ist laut dem Senior Vice President ebenso wie die Call-of-Duty-Serie von Activision ein gutes Spiel, wobei beide aber eben nicht identisch seien. Um den Dienst positiv von seinen Konkurrenten abzuheben, plant EA unter anderem, Origin analog zum Portfolio des Publishers stärker plattformübegreifend auszurichten. In welche Richtung hier entwickelt werden könnte, bleibt aber vorerst nebulös. Denkbar wäre allerdings zumindest in gewissen Genres, PC- und Konsolenspieler gegeneinander antreten zu lassen.

Ein erster Schritt hin zu einem eigenen Profil wurde bereits getan: Indie-Entwickler mit Crowdfunding-Background können Origin für 90 Tage gebührenfrei als Distributionsplattform nutzen ohne exklusiv dort vertreiben zu müssen. Ein weiter Weg bis hin zu einem ernsthaften Big-Player, der von Usern überwiegend freiwillig genutzt wird, bleibt dennoch zu gehen.

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