Auf Basis des Samsung Galaxy S II

Bundesregierung erhält neues und sichereres Smartphone

Die von der Telekom entwickelten Simko-Geräte der ersten Generationen, welche auch „Merkel-Handy“ genannt werden, sind schon in die Jahre gekommen, unpraktisch sowieso: Bisher mussten Politiker zwei Handys mit sich führen, eines für den E-Mail-Verkehr und ein abhörsichers zum Telefonieren. Dies wird sich demnächst aber ändern.

Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche läuft am kommenden Dienstag die Frist für einen der wichtigsten Aufträge von Trust2Core – Tochterunternehmen der Deutschen Telekom für IT-Sicherheit – ab. Konkret geht es um die Entwicklung eines abhörsicheren Smartphones für die Bundesregierung, welches das Mitführen eines Zweit-Handys unnötig macht. Auch soll es neben einem Versand von Dokumenten, die der Geheimhaltungsstufe „Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch“ unterliegen, ebenso die Nutzung von Apps und weiteren einfachen Funktionen wie beispielsweise Facebook und GPS ermöglichen. Letztere war bisher abgeschaltet, um eine Ortung zu verhindern. Die neue Sicherheit soll mittels eines zweiten Mikrokerns realisiert werden, so dass dem Nutzer gleichzeitig eine offene und eine hochsichere Umgebung zur Verfügung steht.

Das neue Simko3-Smartphone der Telekom
Das neue Simko3-Smartphone der Telekom (Bild: Telekom)

Die zur Zeit circa 5.000 eingesetzten Geräte der älteren Generation sollen in den nächsten vier Jahren durch 9.600 Simko3-Smartphones ersetzt werden. Das neue Simko3 soll dabei auf dem Samsung Galaxy S II basieren. Apples Mobiltelefone fielen aufgrund des fehlenden Slots für Micro-SD-Karten aus. „Wir speichern alle Geheiminformationen auf einer Kryptokarte“, erklärt Maihoff, seines Zeichens Leiter des Projekts.

Zudem will die Deutsche Telekom eine Sicherheitslücke schließen, die in allen vier deutschen Mobilfunknetzen vorhanden sein soll. In den kommenden Monaten soll das mehrfach geknackte Verschlüsselungssystem A5/1 durch das als sicherer befundene A5/3-Verfahren ersetzt werden. Ein Problem muss dabei bis dahin jedoch gelöst werden: Alte Mobilfunkgeräte unterstützen den Standard nicht.