Jury empfiehlt 1,17 Milliarden US-Dollar

Marvell soll wegen Patentverletzungen Milliardenstrafe zahlen

Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Marvell soll aufgrund von Patentverletzungen eine Strafe in Rekordhöhe zahlen. Dies zumindest hat die zuständige Jury eines Gerichts in Pittsburgh, Pennsylvania entschieden.

Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass das Unternehmen insgesamt zwei 2001 und 2002 der Carnegie-Mellon-Universität zugesprochene Patente vorsätzlich verletzt habe, die die Verbesserung der Datenerkennung beim Auslesen von Datenträgern behandeln. In ihrer Empfehlung sprachen sie sich deshalb für eine Strafe in Höhe von 1,17 Milliarden US-Dollar aus, was die bislang dritthöchste Summe in den USA aufgrund einer Patentverletzung wäre. Allerdings steht das abschließende Urteil noch aus. Neben einer Verringerung der Strafe, die Marvell fordert, ist hier aber auch eine Verdreifachung aufgrund der Mutwilligkeit möglich. Das beklagte Unternehmen kündigte allerdings bereits an, im Falle einer Verurteilung in Berufung gehen zu wollen.

Denn nach eigener Ansicht habe man die Patente nicht verletzt, da diese wichtige Informationen zu damit in Zusammenhang stehenden anderen Entwicklungen nicht in ausreichendem Maße enthalten würden. Die Jury widersprach dieser Ansicht jedoch.