7"-Bildschirm und Android-Betriebssystem

„One Laptop per Child“ zeigt erstes „XO Tablet“

Die Non-Profit-Organisation „One Laptop per Child“ (OLPC), die von vielen bekannten Unternehmen sowie von den Vereinten Nationen unterstützt wird, macht mit ihren günstigen Geräten wie dem XO-1, auch als „100-Dollar-Laptop“ bekannt, seit mehreren Jahren auf sich aufmerksam.

Doch nun stellt die Organisation auf der diesjährigen CES ihr erstes, für den US-amerikanischen Markt bestimmtes Tablet vor, welches von Sakar International in Lizenz unter dem Markennamen Vivitar produziert wird und die Bezeichnung „XO Tablet“ trägt. Das Tablet bietet dem Anwender ein 7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.024 × 600 Pixel, einen Dual-Core-Prozessor von Marvell sowie einen 512 Megabyte großen Arbeitsspeicher.

OLPC XO Tablet
OLPC XO Tablet (Bild: OLPC)

Für die eigenen Dateien stellt das Tablet vier Gigabyte zur Verfügung, wobei die Speicherkapazität mittels des vorhandenen microSD-Kartenslots problemlos erweitert werden kann. Als Stromquelle dient ein nicht näher bekannter Akku, welcher bei niedrigem Ladestand, wie das Laptop der Organisation, ebenfalls mit einer Handkurbel wieder aufgeladen werden kann.

Des Weiteren kann der Nutzer neben zwei Kameras auch auf jeweils einen HDMI- und Micro-USB-Anschluss zurückgreifen. Beim Betriebssystem setzt OLPC auf Android mit einer speziellen Benutzeroberfläche. Android wurde zudem um ein Software-Paket erweitert, in dem unter anderem eine Reihe von Bildungs-Programmen und Jugendschutz-Funktionen enthalten sind. Weitere Programme können jedoch problemlos installiert werden. Die Kinder, die die Geräte nutzen, sollen auch dazu animiert werden, mit entsprechend angepassten Entwicklungs-Tools eigene Programme zu programmieren.

OLPC XO Tablet
OLPC XO Tablet
OLPC XO Tablet
OLPC XO Tablet
Bilder: theverge.com

Neben dem neuen Gerät scheint die Organisation auch an ihrer Produktpolitik gearbeitet zu haben: Während die Initiative bisher mit bestimmten Herstellern zusammenarbeitete und versuchte, dass diese über entsprechend hohe Stückzahlen einen niedrigen Preis berechnen können, wird jetzt ein anderes Konzept verfolgt. Für die Fertigung der Geräte sollen nun jeweils Lizenzen an Hersteller vergeben werden, die möglichst im entsprechenden Land tätig sind. Die Tablets sollen stets als „XO Tablet“ unter dem Markennamen des jeweiligen Herstellers verkauft werden.

Im konkreten Fall ist geplant, das Vivitar XO Tablet im Laufe dieses Jahres in ausgewählten Walmart-Geschäften und im Online-Shop der Handelskette anzubieten. Der Preis für das Gerät ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt.

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