Reparatur defekter Geräte zukünftig vermehrt in Apple Stores

AppleCare soll in diesem Jahr große Änderungen erhalten

Wie Apple Insider unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtet, hat Tara Bunch, ihres Zeichens Vice President of Operations bei Apple, das technische Personal vor einigen Tagen zu einer internen Veranstaltung geladen, um diese über angebliche größere Veränderungen an AppleCare zu informieren.

Besonders bei Reparaturen defekter iOS-Geräte will Apple dem Bericht zufolge zukünftig anders verfahren: Während der Kunde nach dem Einsenden des defekten Geräts größtenteils ein neues oder generalüberholtes Ersatzgerät ausgehändigt bekommt, sollen die beschädigten Geräte zukünftig häufiger in den zahlreichen Apple Stores direkt repariert werden und nach der Reparatur direkt wieder an den Besitzer ausgehändigt werden.

Größere Änderungen will der Konzern aus Cupertino auch am Umfang der Reparaturen vornehmen, sodass ab Juni respektive Juli dieses Jahres auch Displays beziehungsweise Sleep-Buttons, Kameras und Logic-Boards in den eigenen Geschäften des Unternehmens gewechselt werden können. Bisher tauschen Techniker vor Ort lediglich Lautsprecher, Empfänger-Module, Vibrationsmotoren, Home-Tasten und Akkus aus. Auch ältere Geräte, deren Garantie bereits abgelaufen ist, will man in den Stores zukünftig häufiger und günstiger reparieren können.

Eine weitere Änderung betrifft den AppleCare Protection Plan: Bisher zahlen Kunden einen festen Betrag, um die Garantie – je nach Produkt – auf zwei oder drei Jahre zu erhöhen. In Zukunft soll das ganze flexibler über Abonnement-Angebote möglich sein. Auch denke Apple darüber nach, das Angebot unabhängig vom eigentlichen Gerät zu machen, sodass Kunden für einen gewissen Betrag die Garantie für ihr gesamtes Apple-Sortiment verlängern können.

Auch ein neuer exklusiver „Rund um die Uhr”-Service soll beinhaltet sein. Weiter heißt es in dem Bericht, dass Apple den Online-Support sowie unter anderem seine Support-Dokumente verbessern wird und die Foren deutlich stärken will. Zudem sei eine Hilfestellung via dem hauseigenen Kurznachrichten-Dienst iMessage geplant.

Tara Bunch soll die Neuerungen unter dem Titel „One Apple“ vorgestellt haben, wobei unklar sei, ob es sich dabei um eine interne Bezeichnung handelt oder Apple die Neuerungen auch gegenüber Kunden mit diesem Begriff bewerben wird. Diese Änderungen werden im Herbst dieses Jahres zuerst in den Vereinigten Staaten in Kraft treten und dann nach und nach weltweit zum Einsatz kommen – zur Preisgestaltung gibt es noch keine Informationen. Der Konzern verspreche sich dadurch Einsparungen von bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Eine offizielle Bestätigung seitens Apple steht zu diesem Zeitpunkt noch aus.

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