Verschiedene Maßnahmen bei Geräteverlust

Sony bringt My Xperia auf Android-Smartphones

Sony will seinen Dienst „My Xperia“ weltweit auf diversen Android-Smartphones der Serie zur Verfügung stellen. So gibt der japanische Hersteller Nutzer bei Verlust des Gerätes verschiedene Möglichkeiten an die Hand, dieses zu orten oder Daten zu schützen.

So können alle Xperia-Modelle, welche in den Jahren 2012 und 2013 hergestellt wurden, demnächst auf den Dienst zurückgreifen. Um diesen nutzen zu können, muss sich der Inhaber des Gerätes erst über myxperia.sonymobile.com anmelden, anschließend eröffnet einem der Dienst verschiedene Möglichkeiten für den Fall des Verlustes des Smartphones.

So kann der Nutzer über eine Karte auf der Webseite das Gerät bei Verlust oder Diebstahl orten – sofern dies noch mit Strom versorgt wird und es noch mit dem Internet verbunden ist. Ist dies nicht der Fall, wird zumindest der letzte Standort zur Orientierung angezeigt. Auf Wunsch kann das Smartphone zudem auch gesperrt werden, sodass ein Benutzen des Gerätes vorerst nicht mehr möglich ist. Gleichzeitig kann auf dem Gerät eine Nachricht mit Kontaktdaten angezeigt werden, welche einem möglichen Finder Informationen darüber geben, wer Besitzer des Gerätes ist und wie man diesen erreichen kann. Sollte der Besitzer Angst um die auf dem Gerät befindlichen Daten haben, kann er diese außerdem aus der Ferne löschen. In diesem Fall gehen alle Daten aus dem internen Speicher und der Speicherkarte unwiderruflich verloren.

Sony My Xperia
Sony My Xperia

Sollte das Gerät einmal verlegt werden, kann My Xperia auch hier helfen: Über den Dienst kann der Inhaber das Gerät klingeln lassen, wobei auch das Display aktiviert und ein eventueller Lautlosmodus ignoriert wird.

Sony hat den Dienst seit Anfang des Jahres in Skandinavien getestet und wird diesen eigenen Angaben zur Folge in den nächsten Wochen weltweit einführen, was in Abhängigkeit von Modell oder Anbieter noch einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Um den Benutzer die Verwendung des Dienstes so einfach wie möglich zu gestalten, hat der japanische Hersteller diesen an das zum Inhaber gehörende Google-Konto gekoppelt. So kann der Dienst ohne weitere Anmeldung direkt verwendet werden.

Sollte der Dienst für das jeweilige Smartphone zur Verfügung stehen, wird der Benutzer dafür einen weiteren Menüpunkt in den Einstellungen finden, mit welchen er diesen explizit aktivieren kann.

Ergänzungen unserer Leser
  • Wenn der Schutz an der richtigen Stelle ist (und das wird bei myxperia sicher so sein), kann ein einfacher neuflash mit irgendeiner firmware nicht dafür sorgen, dass der Schutz entfernt wird. Wenn man z.B. die TA-Partition nimmt, wird durch ein erneutes flashen mit Wipe /System /data /Cache und was sonst noch so dazu gehört, die Information nicht gelöscht.
    Der Dieb müsste schon genau wissen was er tut und benötigt dann vollen root Zugriff, um an richtiger Stelle den Schutz entfernen zu können.
    Eine IMEI Nummer lässt sich übrigends ebenfalls ändern und gibt deshalb nicht gänzlichen Schutz.
    Viele manipulieren die Nummern in den Geräten, was kein großer Aufwand ist, um geklaute Geräte weiterverkaufen zu können. Die typische Masche ist z.B. bei Ebay Kleinanzeigen Leute anzuschreiben die gebrauchte Handys verkaufen. Sie fragen nach der IMEI Nummer unter dem Vorwand selbst sicherstellen zu wollen, dass dieses Gerät bei der Polizei nicht als gestohlen gemeldet worden ist. Die IMEI Nummer wird dann in das geklaute Gerät eingestellt und das Gerät verkauft.
    Geht der Dieb riegeros vor und macht ein Repartition, sodass auch TA-Partition, etc. vollkommen gelöscht werden, verliert er bei den Sony Geräten einige Features, die nicht wiederhergesteltl werden können und für immer verloren sind (Bravia Engine 2, Walkman Music Info Download, ...).

    Jeder der bei seinem Sony einen Bootloaderunlock macht, sollte deshalb vorher auch sein Gerät rooten und ein Backup der TA-Partition erstellen, ansonsten sieht er einige Features nie wieder.

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