Zotac Zbox nano AQ01 Plus mit AMD „Kabini“ im Test

Mini-PC mit vier Kernen auf Sparflamme
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Einführung

Mit der Zbox nano AQ01 Plus erweitert Zotac die hauseigene Mini-PC-Sparte um ein weiteres Modell. Fortan gibt es mit dieser Variante dank „Kabini“ vier Kerne nebst einer schnellen Grafiklösung im Kleinformat – ab nicht einmal 200 Euro.

Wir untersuchen in unserem Test, was die kleine Lösung für Leistung bietet und wie sparsam sie dabei zu Werke geht.

Zbox nano AQ01 Plus

Seit dem Jahr 2010 steht Zotac mit den Mini-PCs „Zbox“ an vorderster Front in dem Segment. Dazu gehörte von Anfang an auch eine Lösung auf Basis von AMDs APU, einem Prozessor mit integrierter Radeon-Grafikeinheit. Ende 2013 wurde das Modell neu aufgelegt und erstmals mit AMDs 28-nm-APU, Codename „Kabini“, versorgt.

Die Zotac Zbox nano AQ01 Plus ist die Variante im Vollausbau, sie erlaubt deshalb den Betrieb direkt nach dem Auspacken. Dafür stattet Zotac die Plus-Variante ab Werk mit einer 500 Gigabyte fassende Festplatte aus der AV-Serie von Western Digital (PDF) sowie 4 Gigabyte DDR3-1600-Arbeitsspeicher aus. Das Modell ohne „Plus“ verzichtet auf diese beide Komponenten, hier muss der Kunde selbst für die passende Hardware sorgen. Dafür ist diese Lösung natürlich günstiger, derzeit trennen beide Varianten etwa 80 Euro.

Herzstück der Zbox nano AQ01 ist in beiden Fällen der AMD A4-5000 samt dazu passender Platine, auf der die APU fest verlötet ist und somit nicht ausgetauscht werden kann. Der Vier-Kern-Prozessor basiert auf der 2013 vorgestellten und sehr potenten „Jaguar“-Architektur, die unter anderem auch die Microsoft Xbox One sowie die Sony PlayStation 4 befeuert. In der Variante A4-5000 taktet die Prozessoreinheit mit 1,5 GHz, während die Radeon HD 8330 getaufte Grafiklösung ihre 128 Shader auf Basis der „Graphic Core Next“-Architektur mit 500 MHz antreibt. Die TDP des gesamten Gespanns, welches in 28 nm beim Auftragsfertiger TSMC vom Band läuft, liegt bei 15 Watt.

Anschlüsse vorn
Anschlüsse vorn
Anschlüsse hinten
Anschlüsse hinten
Bodenplatte entfernt – Zugang zur HDD und RAM
Bodenplatte entfernt – Zugang zur HDD und RAM

Die Anschlussvielfalt der Zbox nano AQ01 kann sich mehr als sehen lassen. Satte sieben USB-Ports befinden sich am Gehäuse, auch fehlen Gigabit-LAN und WLAN nach schnellem ac-Standard nicht. Für die Grafikausgabe gibt es einen vollwertigen HDMI-Anschluss sowie einen DisplayPort, sodass keine Adapter benötigt werden. Darüber hinaus kann die 127 × 127 × 45 mm kleine Box mit einem Infrarot-Anschluss aufwarten, Anschlüsse für Kopfhörer/Lautsprecher und ein Mikrofon-Eingang gibt es ebenfalls.

Zotac Zbox nano AQ01 Zotac Zbox nano AQ01 Plus
Preis: ab 197 Euro ab 278 Euro
CPU:
Integrierte GPU:
Chipsatz:
AMD A4-5000, 1,5 GHz, 4 Kerne
Radeon HD 8330
integriert (SoC)
Arbeitsspeicher: nicht enthalten,
1 × DDR3-1600, SODIMM,
max. 1,50 Volt, max. 8 GB
4 GB im Lieferumfang enthalten
Massenspeicher: nicht enthalten,
(1 × 2,5 Zoll, max. 9,5 mm Bauhöhe)
500 GB HDD (WD5000BUCT) im Lieferumfang
interne Anschlüsse: 1 × SATA 6 Gbit/s
1 × mini PCI Express (halbe Höhe, mit 802.11ac/n/g/b/a + Bluetooth 4.0 belegt)
externe Anschlüsse: 2 × USB 3.0
5 × USB 2.0
1 × Gigabit-LAN
1 × DisplayPort 1.2
1 × HDMI 1.4a
1 × Kopfhörer/ S/PDIF
1 × Mikrofon
1 × Infrarot
1 × Anschluss für WLAN-Antenne
1 × 7-in-1-Kartenleser (MMC/SD/SDHC/SDXC/MS/MS Pro/xD)
1 × Kensington-Lock
Abmessung: 127 × 127 × 45 mm
Lieferumfang: Ladegerät 65 W (19 V, 3,42 A) + Stromkabel, WLAN-Antenne, mini-S/PDIF-Adapter, VESA-Halterung (100 × 100 mm), Quick-Start-Guide, Handbuch und Treiber-CD, Garantiekarte

Zotacs Zbox mit AMD-Technik verzichtet beim Lieferumfang allerdings auf den nanoRAID storage adapter, mit dem sich im gleichen 2,5-Zoll-Format der Festplatte zwei mSATA-SSDs im RAID-Verbund verbauen lassen. Bei den Intel-Lösungen des letzten Jahres auf Basis von „Ivy Bridge“ und auch den neuen Varianten mit „Haswell“ ist dieser Adapter immer mit von der Partie.

Zotac Zbox nano AQ01 Plus komplett zerlegt
Zotac Zbox nano AQ01 Plus komplett zerlegt