The Evil Within im Test : Neues Werk des Resident-Evil-Erfinders

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The Evil Within im Test: Neues Werk des Resident-Evil-Erfinders

Nur wenige Entwickler können von sich behaupten, im Laufe ihrer Karriere so vielen Spielern Angst und Schrecken eingejagt zu haben, wie Shinji Mikami. Das Videospiel-Urgestein machte mit der „Resident-Evil“-Reihe die Genrebezeichnung „Survival-Horror“ salonfähig und lieferte zuletzt im Jahr 2005 mit „Resident Evil 4“ für Nintendos GameCube eine grundlegend überholte Formel des virtuellen Gruselns ab.

Mit The Evil Within besinnt sich Mikami, nun unter dem Banner von Tango Gameworks, zurück auf seine Wurzeln und präsentiert mit Detektiv Sebastian Castellanos zugleich ein unbeschriebenes Blatt als Protagonist in frischem Albtraum-Setting. Ob sich der Ausflug nach „Krimson City“ in der PC-Version lohnt, klärt unser Test.

The Evil Within – Release Trailer

Spoiler-Warnung: Da ein Spieletest nicht immer gänzlich ohne die Wiedergabe einzelner wichtiger Handlungselemente der Geschichte möglich ist, bitten wir all jene, die vorab nichts über die Handlung des Spiels erfahren möchten, nur das Fazit zu lesen. Wir bemühen uns jedoch stets, die Wiedergabe auf absolut notwendige Erzählelemente zu beschränken.

Systemanforderungen

Testsystem und Empfehlung „The Evil Within“
Komponente Testsystem Herstellerempfehlung
Betriebssystem Windows 7 (64-Bit) Windows 7 (64-Bit) / Windows 8.1
Prozessor Intel Core i5-2500K i7 oder vergleichbarer Vierkernprozessor
Arbeitsspeicher 16 GByte 4 GByte
Grafik Nvidia GTX 570 Nvidia GeForce GTX 670
oder vergleichbare Karte mit 4 GByte VRAM
Festplattenspeicher 38,6 GByte 50 GByte

Auf einen Blick

Schon die ersten Minuten im Spiel machen unmissverständlich klar, dass sich The Evil Within an ein erwachsenes Publikum richtet. Nachdem Detective Sebastian Castellanos an den Tatort eines blutigen Massenmords berufen wird, muss er schon wenige Momente später dabei zusehen, wie seinen Polizeikollegen vor seinen Augen die Kehle durchgeschnitten wird. Castellanos bleibt dieses Schicksal zwar selbst erspart, doch der Angreifer in Weiß hat anscheinend anderes mit ihm vor.

Kopfüber hängend erwacht Castellanos aus der Bewusstlosigkeit und muss den widerlichen Geräuschen lauschen, während die Person zu seiner Linken bei lebendigem Leibe in der Mitte zerteilt wird, um daraufhin zu einer Fleischerbank geschleift zu werden.

The Evil Within
The Evil Within

Ab dieser Stelle beginnt der Überlebenskampf unseres Protagonisten auf furchteinflößende und zugleich ekelerregende Weise. Während der Schlächter nur wenige Meter weiter die Leiche bearbeitet, gelingt Castellanos die Befreiung mittels eines Messers, das noch in einer anderen, direkt vor uns hängenden Leiche steckt. Bei der Flucht aus der Fleischerkammer sorgt ein Stolperdraht für die nächste Geräuschkulisse, die so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht: Laute Schritte, das Aufheulen und Losrattern einer Kettensäge und das wütende Geschrei und Stöhnen am Ende des Ganges kündigen die erste Begegnung mit dem Sadisten an. In den folgenden Sekunden bietet sich dem Spieler eine panische Verfolgungsjagd, die als Mikamis Liebeserklärung an den Horrorklassiker „The Texas Chainsaw Massacre“ verstanden werden kann.

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