BBK: OnePlus und Oppo rücken näher zusammen

Nicolas La Rocco
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BBK: OnePlus und Oppo rücken näher zusammen

Seit jeher unter dem Dach des Mutterkonzerns BBK Electronics vereint, rücken OnePlus und Oppo jetzt näher zusammen als ohnehin schon, nachdem OnePlus-CEO Pete Lau bereits für die Produktstrategie beider Konzerne verantwortlich ist. Eine tiefere Integration beider Marken sei geplant, vor allem die Software soll davon profitieren.

Würde man die Marktanteile aller Marken des Unternehmens addieren, wäre BBK Electronics mit über 25 Prozent noch vor Samsung, Apple und Xiaomi der größte Smartphone-Hersteller der Welt. Der Konzern vereint unter seinem Dach OnePlus, Oppo, Realme, Vivo und iQOO. Letzteres war ehemals eine Submarke von Vivo.

Während Realme und Vivo noch vergleichsweise eigenständige Smartphones auf den Markt bringen, gab es zwischen den Geräten von OnePlus und Oppo nicht erst seit kurzer Zeit viele Ähnlichkeiten. Unterschiede beschränkten sich auf das Design, wenige Aspekte der Ausstattung und vor allem die Software.

Keine Rede von vollständiger Fusion

Jetzt rücken beide Marken noch näher zusammen, wie OnePlus-CEO Pete Lau im Forum des Unternehmens bekannt gegeben hat. Von einer vollständigen Zusammenlegung beider Konzerne, wie sie mancherorts fälschlicherweise bereits in den Medien zelebriert wird, ist dort allerdings nicht die Rede. Nachdem Lau bereits für die Produktstrategie beider Marken verantwortlich ist, soll OnePlus jetzt weiter in Oppo integriert werden. Wie weit allerdings, das steht dort nicht. Dass OnePlus und Oppo eins werden, ist nicht ausgeschlossen, mit Stand heute ist das aber noch nicht offiziell.

Schnellere und stabilere Software-Updates

Lau ist davon überzeugt, dass diese Veränderung positiven Einfluss auf die Community und Nutzer von OnePlus haben wird. Zugriff auf mehr Ressourcen werde zu besseren Produkten führen, so Lau. Effizienter soll der Geschäftsalltag ebenfalls ablaufen. Lau nennt als Beispiel schnellere und stabilere Software-Updates für OnePlus-Kunden.

Das Unternehmen verpflichtet sich aktuell zu zwei Jahren Android- und drei Jahren Sicherheits-Updates, hatte zuletzt aber Probleme, das zwischenzeitlich deutlich größer gewordene Portfolio mit zeitnahen Updates auf das neueste Android zu versorgen. Zwischen den neuesten und älteren Geräten klaffte nicht selten eine größere Lücke. Und waren die Updates dann verfügbar, waren sie teils noch fehlerbehaftet. Am Einsatz von OxygenOS auf den Märkten außerhalb Chinas soll sich übrigens auch künftig nichts ändern, versichert Lau. Oppo setzt bei seinen Smartphones auf den eigenen Aufsatz ColorOS.

Der eigenständige Auftritt von OnePlus soll ebenfalls erhalten bleiben. Der Konzern werde weiterhin eigenständig operieren, eigene Events für neue Produkte abhalten und über dieselben Kanäle mit der Community kommunizieren.