Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Polizeiübergriff auf der "Freiheit statt Angst"-Demo | Fahndungsaufruf
Fahndungsaufruf: http://twitpic.com/hj0m4
Auf diesem Video sieht man wie die Polizei unschuldige Passanten während einer friedlichen Demo angreift: http://ptrace.fefe.de/polizeipruegel-fsa09-small.html
Hier noch einmal hochauflösend (250MB): http://ccc.mirrors.as250.net/fsa09-043.mp4
Mehr Informationen (sowie den Grund für diesen Übergriff gibt es hier): http://blog.fefe.de/?ts=b452c21a
Ganz besonders gut die sofortige Reaktion:"Wir sind friedlich was seid ihr?" Daran merkt man den Charakter der Teilnehmer und die Verachtung von Gewalt in ihrem Kontext!
Ich frage: Ist es tragbar für einen demsokratischen Rechtsstaat solche Polizisten zu tolerieren?
Das sind keine Extremen gewesen die dort unterwegs waren sondern Leute wie du und ich die für ihre Grundrechte und Freiheit ihre Grundrecht nutzen und versuchen es zu verteidigen!
Ich denke es wird wieder so enden, das die Polizisten sich gegenseitig schützen und die 2 Polizeimachos einfach aus der Sache rauskommen und dann in ihrer Prollgruppe mit ihrer heldenhaften Tat prahlen.
Ich weiß solche Taten sind nicht das erste mal aufgezeichnet worden aber diesmal sind die Umstände imho anders.
Was ist eure Meinung dazu?
Oh, und liebes CB Team, das war echt schwach und unverhältnismäßig den anderen Thread zu schließen.
Hätte -oSi- lieber konstruktiv eine Frage oder Meinung erstellt anstatt den Thread zu schließen wäre das viel besser herübergekommen, aber so muss man annehmen das hier keine Diskussionen zu solch sensiblen Themen erwünscht sind.
Finde ich echt schwach...
PS: Ich denke und hoffe, es wird keiner hier ACAB schreien.
Haudrauff
13.09.2009, 10:42
Ich muss euch korrigieren, das Video stammt nicht von Fefe sondern es wurde ihm zugespielt....
Zur Antifa: die haben am ende der Demoroute extrem provoziert und fingen kurz vor dem Erreichen der Kreuzung Potsdamer Platz an zu Rennen und sich der Polizei zu widersetzen, jede einzelne Person aus diesem "scharzen Block" wurde zurecht gerügt und einige vermutlich auch zurecht verhaftet.
Die Person in dem Video wurde jedenfalls zu unrecht verprügelt, egal was der Radfahrer gesagt hat, zu einer solchen Tat darf es nicht kommen!
http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/kommentarseite/1/kein-vertrauen-in-die-herrschende-politik/kommentare/1/1/
Es mag sein des Polizisten in solchen Situationen überreagieren können (sind auch nur Menschen). Ich zweifle aber das Beamte kollektiv falsch handeln.
Wie man sieht, hat tropika eine Vorgeschichte beobachten können. Eine Videoaufnahme aber zeigt immer nur einen zeitlich begrenzten Abschnitt. Kein Richter der Welt wird ein Urteil fällen ohne über die vorangegangenen Geschehnisse bescheid zu wissen.
Der/die Schläger werden aber dennoch für ihr Verhalten zu Rechenschaft gezogen werden. Sofern man sie identifizieren und belasten kann. Das wird aber schwer bis unmöglich da sich Polizisten in der Regel selbst gegenseitig entlasten.
Das mag man jetzt als Opfer oder Außenstehender nicht so toll finden. Wenn man es aber aus der Sichtweise der Polizei betrachtet dann ist es nur logisch.
Wer würde nicht für seine besten Freunde/Familie ebenso handeln?
Dazu muß ich noch sagen, ich hab das Video noch nicht gesehen, habe Probs beim runterladen. Aber ich sag schon mal vorweg: Ich würde nicht in die nähe von mit Schlagstöcken bewaffneten und mit Körperpanzer gerüsteten Polizisten radeln.
PS: Ich bin kein Freund der Polizei im Allgemeinen. Hatte bisher auch nur Ärger mit denen in meinem Leben. Man muß aber objektiv bleiben. Wenn man in der Sache involviert ist, dann geht das meistens nicht.
Ich frage: Ist es tragbar für einen demsokratischen Rechtsstaat solche Polizisten zu tolerieren?
Das sind keine Extremen gewesen die dort unterwegs waren sondern Leute wie du und ich die für ihre Grundrechte und Freiheit ihre Grundrecht nutzen und versuchen es zu verteidigen!
Ich denke es wird wieder so enden, das die Polizisten sich gegenseitig schützen und die 2 Polizeimachos einfach aus der Sache rauskommen und dann in ihrer Prollgruppe mit ihrer heldenhaften Tat prahlen.
Ich weiß solche Taten sind nicht das erste mal aufgezeichnet worden aber diesmal sind die Umstände imho anders.
Natürlich sind solche Übergriffe von Polizisten völlig inakzeptabel. Völlig klar soweit.
Aber, wer behauptet, dass dies nicht verfolgt werden und für diese Ordnungshüter, wenn ihnen Straftaten nachgewiesen werden können, keinerlei Konsequenzen haben würde, der liegt aber sowas von daneben.
Ganz im Gegenteil, die Vorgesetzten von Polizisten sind da äußerst penibel, wenn es um Straftaten oder Vergehen von Polizisten in Ausübung ihres Dienstes geht und die Betroffenen haben mit empfindlichen Sanktionen zu rechnen, wenn man ihnen entsprechende Vergehen nachweisen kann.
Diese weitverbreitete These, dass Polizisten von ihren Vorgesetzten gedeckt und dass Straftaten vertuscht werden, ist absolut falsch und nichts als purer Unsinn.
Mit solchem populistischem Nonsens füttert man gerne die Boulevard-Presse, damit die wieder die entsprechenden Aufreißer haben, um die Auflage zu steigern.
@dehenne:
Auch wenn ich mich nicht rechtfertigen muss, so tue ich es an dieser Stelle erneut.
Im geschlossenen Thread (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=634432) steht die Begründung eigentlich schon...
PuG-Regeln (http://www.computerbase.de/forum/announcement.php?f=44) sage ich nur, besonders der fett gedruckte Satz.
Es ist die Aufgabe des TE eine Grundlage für eine Diskussionen für Themen zu erstellen.
Es liegt also allein in seiner Hand.
Und aus (m)einer Schließung eines Threads zu folgern, das hier keine Diskussionen heikler Themen erwünscht ist, ist doch sehr weit her geholt.
Wer Fragen hat -> PN
Ich behaupte, dass keiner der Beamten verurteilt wird. Es wird, wie immer, so ablaufen: Es gib 10 Zeugen, alles Beamte, die behaupten, dass der Radfahrer sie vor Beginn des Videos angegriffen hätte, etc bla bla. Der Richter glaubt den Aussagen der Beamten, da es sonst keine Zeugen gibt.
So ist es jedesmal, wenn es um Polizeigewalt bei Großveranstaltungen geht.
Ich war bei der Demonstration mit dabei, hatte diesen Fall aber nicht mitbekommen.
Unsere Ordnungshüter machten weitgehends einen gelassenen und ruhigen Eindruck, ich glaubte sogar bei einigen ein Schmunzeln gesehen zu haben.
Ich glaubte und hoffte das wir Bürgerrechtler und Datenschützer einen guten, friedlichen und teils auch spaßigen (anderen) Eindruck gemacht haben.
Das es am Rande mal mit Antifa kurz Wortwechsel gab drückt das etwas und nun dies ...
Hoffentlich wird der Fall richtig aufgeklärt und die beiden Kerle erhalten die richtige Strafe.
Ich behaupte, dass keiner der Beamten verurteilt wird. Es wird, wie immer, so ablaufen: Es gib 10 Zeugen, alles Beamte, die behaupten, dass der Radfahrer sie vor Beginn des Videos angegriffen hätte, etc bla bla. Der Richter glaubt den Aussagen der Beamten, da es sonst keine Zeugen gibt.
So ist es jedesmal, wenn es um Polizeigewalt bei Großveranstaltungen geht.
Sicher hast du dafür auch stichaltige Belege. Ansonsten ist das nichts weiter als das Nachblubbern und Bedienen von Stammtischparolen oder Aufreißern aus der BILD.
Ich will ja niemandem zu nahe treten und jedermann(frau) soll seine eigene Meinung haben und auch vertreten. Aber wenn es sich dabei um die absolute Unwahrheit und um nachgekauten, rein spekulativen Unsinn handelt, dann muss ich das schon in dieser Deutlichkeit und Schärfe kommentieren.
Wie gesagt, Übergriffe von Polizisten müssen geahndet werden, wenn sie nicht rechtmäßig und gesetzeskonform sind. Und das werden sie auch immer.
Na klar, es gibt nämlich diverse, wo von Gewalt der Grünen berichtet wird. Manchmal stehen dort auch Urteile (sofern es überhaupt zur Anzeige kommt). Oder such mal selbst. Z.b. bei Fansmedia oder Fußballfans beobachten Polizei, Fanrechtfonds, ProFans, Bündnis aktiver Fans, etc. Die Seiten sind dir sicherlich ein Begriff, weil du ja behauptest, dass ich wild spekuliere.
Wintermute
13.09.2009, 13:09
Hm, bin mal gespannt wie sich das aufklärt - vor allem die Vorgeschichte.
Was man sieht ist einfach ein Polizist der einem Demonstranten ein paar mal ins Gesicht schlägt. So dermaßen aus dem Kontext gelöst, kann nun jeder seine eigene Meinung einflechten und "Propaganda" machen.
Für den Polizisten wird das ein Nachspiel haben, es war ja wie man sehen kann nicht der einzige Camcorder, der auf ihn gerichtet war (siehe andere Demonstranten mit Foto/Aufnahmegeräten). Da kann sich kein Richter querstellen.
Abwarten ...
Fu Manchu
13.09.2009, 16:40
...Was man sieht ist einfach ein Polizist der einem Demonstranten ein paar mal ins Gesicht schlägt. So dermaßen aus dem Kontext gelöst, kann nun jeder seine eigene Meinung einflechten und "Propaganda" machen...
Das sehe ich anders. Man sieht in dem Video deutlich einen Teilnehmer, der sein Fahrrad wegschiebt und sich von den Polizisten entfernt. Dann erfolgt der Zugriff mit zurückzerren und sofortigem Zuschlagen. Das würde ich als Willkürakt und Polizeibrutalität bezeichnen. Wenn sowas einem Steinewerfer passiert ok, aber jemand der sich entfernt und den Polizisten den Rücken zukehrt kann sowas eigentlich nicht passieren. Zumal die Szenen davor völligfriedlich waren, das Opfer hat sich lediglich was auf einen Zettel notiert. gem Spiegel.de waren das wohl Infos zu den Beamten vor Ort, um eine Anzeige zu erstatten.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,648686,00.html
In dem knapp vier Minuten langen Film ist zu sehen, wie ein Mann mit Rucksack und Fahrrad zunächst kurz mit einem Polizisten spricht und sich dann etwas auf einen Zettel notiert. Als der Radfahrer sich entfernen möchte, hält ihn ein weiterer Polizist am T-Shirt fest und reißt ihn zurück. Ein weiterer Beamter schlägt dem Demo-Teilnehmer daraufhin mit der Hand ins Gesicht, dieser geht zu Boden und wird sofort von mehreren Beamten weggezerrt.
Ark'Shell
13.09.2009, 17:47
Wundern braucht man sich nicht. Ein Staat dessen Regierung es als wichtigste Inhalte begreift die Freiheit einzuschränken und die polizeistaatlichen Maßnahmen zu verstärken. Die die Polizei statt zum Schutz der Bürger immer mehr nur noch zum Staatsschutz nutzt statt zum Schutz der Bürger. (Ich sag nur Internetsperren statt die Ermittlungsbehörden technisch und personell in die Lage zu versetzen die bekannten Straftaten nicht reihenweise wegen Verjährung unter den Tisch fallen zu lassen. (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,646791,00.html)) So ein Staat muss sich nicht wundern wenn sich seine Polizisten weniger als Bedienstete des Bürgers sonder als Bedienstete des Staates verstehen und es somit als ihre Aufgabe erachten den Bürger der den Regierungswillen nicht Achtet auf Linie zu trimmen statt ihn vor etwaigen Gefahren zu schützen.
Ich will nun hier nicht behaupten das der Vorfall von oben angeordnet war oder ähnliches. Ich meine nur das man von seinem Umfeld bestimmt wird und das Klima in dem man lebt bestimmt die Handlungen. In einem Land wie unserem - in dem jeder Bürger erstmal als Straftäter gilt bis er seine Unschuld belegen kann - muss man sich dann nicht wundern wenn Bürger auf solchen potentiell subversiven Demos vor allem als Krawallmacher gesehen werden.
Ich hoffe mal das sich jeder, der in zwei Wochen unsere aktuellen Regierungsparteien wählt auch klar macht das er eine weitere Verschärfung dieses Klimas und die zunehmende Reduzierung der Bürgerrechte mitwählt.
Als ich vorhin das Video sah, war ich wirklich entsetzt über diese unhaltbare Willkür seitens der staatlichen Organe. Ist das erst der Anfang, wenn die Krise und die sozialen Brennpunkte sich ausweiten? Ich will da gar nicht dran denken:grr
smacked2
13.09.2009, 19:39
Solche Fälle sind ja bei weitem keine Einzelfälle.
Ob bei Fußball, Demos oder sonstwo solche Übergriffe häufen sich.
Die Besonderheit an diesem Fall ist nur das die Schläger sich diesmal nicht vorher vermummt hatten.
Aber da sie, wie Farmer schon ganz richtig sagte, kaum Konsequenzen zu befürchten haben und da in der medialen Berichterstattung meist einseitig der Polizeibericht übernommen wird und sich so tausend Vorwände für diese Übergriffe erfinden lassen sinkt wohl bei manchen die Hemmschwelle immer mehr.
Es war klar das dies wieder eine Welle der Empörung nach sich zieht, wenn Steine auf Polizisten geworfen werden, Kinder und Erwachsene getroffen, Autos angebrannt und der allgemeine Frieden angegriffen wird, dann sind die meisten natürlich blind, taub und stumm.
Wenn jedoch ein Polizist, die Faust erhebt, dann wird das Publik gemacht und durch das ganze Internet getragen, vielleicht sollte die Polizei mehr Videos machen von Spinnern die nur Murks im Kopf haben.
Ich denke die Polizei sollte öfter durchgreifen, nicht nur gegen Demonstranten die sich gewalttätig bemerkbar macht, sondern auch diejenigen die provozieren.
Schließlich hat dieser Fahrradfahrer aufgrund welchen es ja zu diesem Eklat kam eine Grenze überschritten, wurde wie im Video zu sehen ist anscheinend verbal gewarnt und hat dann die Konsequenzen zu spüren.
Aber das können sie nicht, Konsequenzen soll es für sie nicht geben, sie sind ja friedlich, das ich nicht lache.
Wäre die Polizei nicht dar gewesen und hätte für ein bisschen Ordnung gesorgt hätten doch wieder die Straßen gebrannt, kennt man ja.
Sind zu wenig Polizisten vor Ort, dann wird gesagt die Polizei kümmert sich nicht um die Bürger, wenn die Polizei zu wenig macht, wird sie von Demonstranten verhöhnt und verspottet als machtlose Staatsmacht.
Diese Marionetten welche sich wie gierige Wildhunde auf dieses Video stürzen sind wirklich nicht mehr zu beneiden.
Ich bin froh das die Polizei meine Rechte und mein Hab und Gut als Bürger vor solchen Leuten schützt.
smacked2
13.09.2009, 20:19
Ich frage mich ob du genauso reden würdet wenn du "die Konsequenzen zu spüren" bekommen hättest. :freak
Ich frage mich ob du genauso reden würdet wenn du "die Konsequenzen zu spüren" bekommen hättest. :freak
Das müsste ja ein Fehlverhalten gegenüber der Staatsgewalt zur Folge haben, es gibt ständig Demonstrationen, die friedlich verlaufen, doch schaffen es immer wieder, besonders jugendliche Gruppen es nicht, gewisse Grenzen und Regeln zu beachten oder schlagen über die Strenge.
Wenn ein Polizist einmal etwas durchgehen lassen würde, dann müsste er sich rechtfertigen warum er es von der Person abhängig macht, so würden wir nicht zur konsequenten Durchsetzung von Regeln kommen.
Aber Regeln, das ist ein Wort was manche Menschen sauer aufstoßen lässt und anscheinend veranlasst, sich über genau jene hinweg zu setzen.
Ich würde dich gerne mal auf der Seite der Staatsgewalt sehen, oder in einer ähnlichen Position eine gewisse Ordnung für die Allgemeinheit zu bewahren, die Leuten verlangen nur sich in ihre Positionen zu versetzen, das sie es jedoch auch mal umgekehrt machen sollten, dafür bleibt wohl im ach so großen Hirn kein Platz mehr.
BPhoenix
13.09.2009, 20:44
Das müsste ja ein Fehlverhalten gegenüber der Staatsgewalt zur Folge haben, es gibt ständig Demonstrationen, die friedlich verlaufen, doch schaffen es immer wieder, besonders jugendliche Gruppen es nicht, gewisse Grenzen und Regeln zu beachten oder schlagen über die Strenge.
Joa der Fahrradfahrer war ja auch in einer gewalttätigen Gruppe die bewaffnet war und vor hatte die Polizisten anzugreifen. Bei so viel Gewaltbereitschaft muss man natürlich hart durchgreifen und jeden einzelnen krankenhausreif schlagen der da auch noch zuschaut!
Ich frage mich ob du genauso reden würdet wenn du "die Konsequenzen zu spüren" bekommen hättest. :freak
Tja, dann wäre er wahrscheinlich ganz groß am rumschreien, manche lernen eben nur wenn sie selber mal betroffen sind. Sofern sie es nicht sind können sie natürlich ganz große Töne spucken...
Hier noch mehr Stellen wo dieses Video erwähnt wird:
http://netzpolitik.org/2009/fsa09-unerfreuliche-polizei-aktion/
http://www.heise.de/newsticker/Polizeigewalt-auf-Demo-gegen-den-Ueberwachungsstaat-Update--/meldung/145244
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,648686,00.html
Hier noch eine Pressemitteilung der Polizei:
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/138631/index.html
Nachtwind
13.09.2009, 21:03
Und so stellt es die Berliner Polizei dar.
Das ist mehr als eine Verharmlosung...
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/138631/index.html
(...) 37-Jähriger weiter. Die Beamten erteilten ihm schließlich einen Platzverweis.
Nachdem auch dieser wiederholt ausgesprochen worden war und der Mann
keine Anstalten machte, dem nachzukommen, nahmen ihn die Polizisten fest.
Hierbei griff ein Unbekannter in das Geschehen ein und versuchte, den
Festgenommenen zu befreien, was die Beamten mittels einfacher
körperlicher Gewalt verhinderten. (genau, indem man einem kleinen
Mann, der einen Notizblock hatte, mehr als 3 mal mit der Faust in die
Fresse schlägt, aaaaaaaaaaaaja, alles klar, nette Beamte)
Der Unbekannte entfernte sich
anschließend vom Tatort. Der 37-Jährige erlitt bei seiner Festnahme
Verletzungen im Gesicht und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. (...)
http://www.abload.de/thumb/13-09-2009_berlin-polimzai.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=13-09-2009_berlin-polimzai.jpg)
Und dann schreiben, sie noch, dass
nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.
Achja, im gleichen Abschnitt wird noch auf das weit verbreitete Video,
das im Netz ist, hingewiesen.
Aaaaaaja, alles klar, und wenn es keine Videos und genügend Zeugen gäbe, na
dann bräuchten wir auch kein Ermittlungsverfahren, so einfach.:freak2
Offensichtlich wollte er sich ein bisschen zu früh aus dem Staub machen und die Grünen hatten da wohl was gegen. Dann muss man damit rechnen dass man auch eine abbekommt, völlig richtig so!
Und dass da noch ein Passant was abbekommt ist Kollateralschaden, da muss man mit rechnen wenn man direkt an der Front steht :rolleyes
Tinpoint
13.09.2009, 21:18
Aber, wer behauptet, dass dies nicht verfolgt werden und für diese Ordnungshüter, wenn ihnen Straftaten nachgewiesen werden können, keinerlei Konsequenzen haben würde, der liegt aber sowas von daneben.
Ganz im Gegenteil, die Vorgesetzten von Polizisten sind da äußerst penibel, wenn es um Straftaten oder Vergehen von Polizisten in Ausübung ihres Dienstes geht und die Betroffenen haben mit empfindlichen Sanktionen zu rechnen, wenn man ihnen entsprechende Vergehen nachweisen kann.
Diese weitverbreitete These, dass Polizisten von ihren Vorgesetzten gedeckt und dass Straftaten vertuscht werden, ist absolut falsch und nichts als purer Unsinn.
http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Neß
wer sowas behauptet na ja zB Amnesty International ;)
Ich behaupte, dass keiner der Beamten verurteilt wird. Es wird, wie immer, so ablaufen: Es gib 10 Zeugen, alles Beamte, die behaupten, dass der Radfahrer sie vor Beginn des Videos angegriffen hätte, etc bla bla. Der Richter glaubt den Aussagen der Beamten, da es sonst keine Zeugen gibt.
So ist es jedesmal, wenn es um Polizeigewalt bei Großveranstaltungen geht.
Dito kennt man schon
was mich aber besonders aufregt , ist nicht das Video oder die Polizeigewalt.
Nein, sondern wo war die Presse , wo waren die Medien mit ihren Kameras ?
war das überhaupt in der Tagschau , bestimmt nicht, so wie ich diesen gleichgeschalteten Sender kenne :(
Wobei lustig ist das dass mit denn Überwachungssaat auch nach hinten losgehen kann ;)
aber deshalb dann wohl die Webfilter!
Es war klar das dies wieder eine Welle der Empörung nach sich zieht, wenn Steine auf Polizisten geworfen werden, Kinder und Erwachsene getroffen, Autos angebrannt und der allgemeine Frieden angegriffen wird, dann sind die meisten natürlich blind, taub und stumm.
Wenn jedoch ein Polizist, die Faust erhebt, dann wird das Publik gemacht und durch das ganze Internet getragen, vielleicht sollte die Polizei mehr Videos machen von Spinnern die nur Murks im Kopf haben.
ja denn für Polizisten gilt das gesetz doppelt und dreifach, sie sind die Vorbilder wenn die sich nicht an unsere Gesetze halten , dann muss das keiner !
Edit: wollte damit sagen das diese eine Vorbild Funktion erfüllen.
sonst endet das bei SA & SS , hatten wir schon !
Edit 2:
der letzte Satz ist etwas unglücklich gewählt , das gebe ich zu , ich lasse ihn aber stehen und sage nur das wenn man einer Gruppe Per Se Straffreiheit gewährt sowas bei raskommen kann.
Ich finde das parallelen zur Geschichte möglich sein sollten ohne das gleich die "Verunglimpfung der Opfer" Keule geschwunden wird. Ich betonne noch mal das ich keine Parallen zur Polizei ziehe , sondern nur das meine Kommentare zum nachdenken anregen sollen.
Ja die sind etwas provokat, das gebe ich zu ;)
ja denn für Polizisten gilt das gesetz doppelt und dreifach, sie sind die Vorbilder wenn die sich nicht an unsere Gesetze halten , dann muss das keiner !
sonst endet das bei SA & SS , hatten wir schon !
Hey genau, scheiß auf die Polizei, am besten es würde sie gar nicht mehr geben, scheiß auf brennende Autos, scheiß auf die Menschen, oder die Kinder, auch Mütter sind doch scheiß egal, lasst uns unsere eigenen Gesetze machen, ohne einer Ordnungskraft der sich der Bürger unterzuordnen hat.
Es leben die Kinderficker, Vergewaltiger, Mörder, Todschläger und Diebe.
Nachtwind
13.09.2009, 21:36
Liebe Admins, bitte korrigiert die Überschrift des Threads !
"Polizeiübergriff auf der Feriheit statt Angst Demo | Fahndungsaufruf "
Es muss "Freiheit" lauten. Danke.
Tinpoint
13.09.2009, 21:46
Hey genau, scheiß auf die Polizei, am besten es würde sie gar nicht mehr geben, scheiß auf brennende Autos, scheiß auf die Menschen, oder die Kinder, auch Mütter sind doch scheiß egal, lasst uns unsere eigenen Gesetze machen, ohne einer Ordnungskraft der sich der Bürger unterzuordnen hat.
Es leben die Kinderficker, Vergewaltiger, Mörder, Todschläger und Diebe.
wo hab ich das geschrieben :rolleyes
so wie du das schreibst gilt das Gesetzt nur für denn Bürger , für Politiker, Polizisten usw Natürlich nicht.:freak
so weit ich weiß gilt bei uns wenigstens auf denn Papier " vor dem Gesetzt sind alle gleich!"
aber du shcreibst die Polizei darf Prügelt und will um sich schießend rum laufen das ist ja OK sie haben ein dienstmarke oder wie!
BPhoenix
13.09.2009, 21:48
Hey genau, scheiß auf die Polizei, am besten es würde sie gar nicht mehr geben, scheiß auf brennende Autos, scheiß auf die Menschen, oder die Kinder, auch Mütter sind doch scheiß egal, lasst uns unsere eigenen Gesetze machen, ohne einer Ordnungskraft der sich der Bürger unterzuordnen hat.
Es leben die Kinderficker, Vergewaltiger, Mörder, Todschläger und Diebe. Hirn anschalten bevor man solche Scheiße von sich gibt! Keiner aber auch !!!KEINER!!! hat gesagt, dass wir keine Polizisten brauchen, das hast du dir hier nur reinfantasiert. Oder aber du kannst nicht lesen.
Aber sowas wie hier zu sehen ist, ist mit nichts zu rechtfertigen! Und solche Leute kann man sehr wohl zu den von dir genannten Verbrechern dazugesellen.
Wenn es nach dir ginge würde man SS und SA wieder einsetzen den mit solchenm gewaltigen Unsinn den du hier von dir gibst kann man auch diese Verbrecher rechtfertigen und nichts anderes war die SS und SA, nämlich Verbrecher die als Polizisten auf der Strasse rumliefen und verbrechen verügbten genau wie diese Leute auf dem Video!
Sherman123
13.09.2009, 21:49
Der Thread ist doch komplett für die Tonne. Zum eigentlichen Thema passt weniger als ein Drittel der Beiträge.
Der eine schimpft noch über Polizeigewalt, der nächste poltert schon auf Stammtischniveau gegen den Staat. Wobei Frau Merkel und Co nun wirklich nichts für den vermeintlichen Ausrutscher dieses Polizisten kann. Pro Jahr laufen gegen tausende Polizisten Disziplinarverfahren - und zwar unter 100% rechtmäßigen Umständen - vonwegen Polizisten kommen immer ungeschoren davon.
Leute fahrt nach China, dann wisst ihr was Polizeigewalt ist.:rolleyes Aber schmeißt doch bitte nicht in diesem Zusammenhang solche Wörter in den Raum - das ist unangebracht und lächerlich.
wo hab ich das geschrieben :rolleyes
so wie du das schreibst gilt das Gesetzt nur für denn Bürger , für Politiker, Polizisten usw Natürlich nicht.:freak
so weit ich weiß gilt bei uns wenigstens auf denn Papier " vor dem Gesetzt sind alle gleich!"
aber du shcreibst die Polizei darf Prügelt und will um sich schießend rum laufen das ist ja OK sie haben ein dienstmarke oder wie!
Ich habe geschrieben, wenn Grenzen überschritten werden darf auch gehandelt werden, was anderes habe ich nicht behauptet, wenn du in dem Atemzug die Polizei mit der SS oder der SA vergleichst finde ich das doch sehr schlimm, zudem habe ich auch nirgends geschrieben das für die Polizei gilt das sie doppelt recht hat, also habe ich nur genau so auf deine Aussage gepostet wie du auf meine, also tue mal nicht so dumm, du weißt genau wie das gemeint war.
Wer selbst so schreibt sollte sich nicht wundern, wenn er eine genau so übertriebene Antwort bekommen.
BPhoenix
Gleiches gilt auch für dich, Hirn anschalten, er hat genau so übertrieben geschrieben, darum habe ich auf dem selben Niveau geantwortet, wer diese gezielte Übertreibung nicht sieht, sollte lieber ganz ruhig sein, bevor er solche Aussagen von sich gibt.
Und wenn du es schon nötig hast mir Wörter und Meinungen in den Mund zu legen, bezüglich der SA oder SS, dann ist dir leider auch nicht mehr zu helfen.
Tinpoint
13.09.2009, 21:54
@Sherman123
du hast natürlich recht, natürlich weckt so ein Video Emotionen und man darf nicht abgleiten.
aber auf alle fälle interessant was daraus wird !
@AeS wo hab ic hdas geschrieben !
ja denn für Polizisten gilt das gesetz doppelt und dreifach, sie sind die Vorbilder wenn die sich nicht an unsere Gesetze halten , dann muss das keiner !
sonst endet das bei SA & SS , hatten wir schon !
nochmal für dich in Groß
sonst endet das bei SA & SS , hatten wir schon
BPhoenix
13.09.2009, 21:56
Gleiches gilt auch für dich, Hirn anschalten, er hat genau so übertrieben geschrieben, darum habe ich auf dem selben Niveau geantwortet, wer diese gezielte Übertreibung nicht sieht, sollte lieber ganz ruhig sein, bevor er solche Aussagen von sich gibt.
Es ist ein Unterschied ob man übertreibt oder gar vom Thema abdriftet und / oder lügt!
Es ist ein Unterschied ob man übertreibt oder gar vom Thema abdriftet und / oder lügt!
Du hast auch gelogen als du sagtest das es nach mir die SS oder SA geben würde, bzw. bist auch extrem vom Thema abgedriftet.
Also Glashaus und Steine, du siehst den Zusammenhang, ja?
Es geht doch darum das die Polizei nach der Ansicht von einigen nicht handeln darf, sie darf bei Demonstrationen keinen Rahmen bieten und sie darf keine Regeln aussprechen, so hört sich das von vielen an.
Dem Mann wurde ein Platzverweis ausgesprochen, hätte die Polizei nicht durchgegriffen, dann wären doch die ganzen Chaoten gekommen und hätten gemerkt das sie mit der Polizei Katz und Maus spielen können.
Der andere Mann der ihn dann befreien wollte hat sich gegen die Staatsgewalt gestellt und somit die Behinderung einer Durchführung der Polizei verhindern wollen, das ist ein verbrechen, das kann man schwarz auf weiß nachlesen.
Wenn dann auch dies von der Polizei stattgegeben worden wäre, dann hätten die Idioten doch kein halten mehr gehabt die Polizei vorzuführen.
Gab es schon oft genug und wird es immer geben, solange die Polizei nicht zerrissen wird, wenn ein Täter und das ist er gewesen, ein blaues Auge davon trägt.
Tinpoint
Wo habe ich geschrieben das für die Polizei das Gesetz doppelt und dreifach gilt?
Ich habe schon mal gesagt, tue mal nicht so dumm, du hast mir eine Aussage in den Mund gelegt und ich dir, also sei nicht verblüfft wenn zwei diesen Spiel spielen können.
Immer auf Naiv tun aber den ersten Stein werfen, kennt man nicht anders.
Wenn sie dann erwischt werden war man ja nur ein friedlicher, nein, der friedlichste Demonstrant.
Tinpoint
13.09.2009, 22:38
hier mal paar Berichte zum Vorfall :
http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/ermittlungen-gegen-pruegelpolizisten/
Ich denke, wir gehen auf eine neue Zeit zu. Digitalcameras und HD-Camrecorder sind billig geworden und sowohl Polizei als auch Demonstranten filmen sich jetzt gegenseitig, offen und verdeckt. In der Vergangenheit musste man sich auf fragwürdige Zeugenaussagen verlassen, aber das wird sich jetzt ändern.
Möglicherweise wird dieses Video jetzt andere ermutigen, auch bei anderen Demonstrationen zu filmen und somit eine Art "Anstandsdame" zu bilden.
Mein Gott, da hat einer mal eins in die Fresse bekommen. DRAMA DRAMA; KATASTROPHE!
Schon schlagen meterhohe Dramawellen in Deutschland. Tagtägliches Polizeigewalt in Nachbarstaaten gehen den meisten Deutschen aber gemütlich am Arsch vorbei.
Doppelmoral....lächerlich!
Nachtwind
13.09.2009, 23:43
http://www.abload.de/img/13-09-2009_derkonflikt60ae.jpg
http://www.youtube.com/watch?v=JNSW8KaAZ-U&feature=player_embedded
Das lief vor der Eskalation ab, ist nur ne halbe Minute lang.
Hier kann man sehen was dieser böse Terrorist im
Schwarzeneggerformat vorher gemacht hat, welches ihm
5 Schläge in die Fresse verdient gemacht haben.
Mein Urteil über diese Kahlrasierten:
Es sind rückgratlose Halbstarke mit ner Waffe am Gürtel,
die weder fähig sind sich selbst zu rechtfertigen noch sauber
und logisch ihren Standpunkt artikulieren können.
Ideale Kampfhunde der Oligarchen.
Fu Manchu
13.09.2009, 23:50
...Schließlich hat dieser Fahrradfahrer aufgrund welchen es ja zu diesem Eklat kam eine Grenze überschritten, wurde wie im Video zu sehen ist anscheinend verbal gewarnt und hat dann die Konsequenzen zu spüren.....
Und nach einer verbalen Verwarnung darf einfach so zugeschlagen werden, wenn der Verwarnte dem Polizisten den Rücken zukehrt?
Offensichtlich wollte er sich ein bisschen zu früh aus dem Staub machen und die Grünen hatten da wohl was gegen. Dann muss man damit rechnen dass man auch eine abbekommt, völlig richtig so!
Und das muss gleich mit Gewalt sein? Der Fahrradfahrer ist einen Kopf kleiner als die Cops, die auch zu mehreren dort waren. Einfach mal in den Weg stellen und breite Schultern zeigen hätte gereicht, aber direkt ins Gesicht schlagen ist ok?
Und dass da noch ein Passant was abbekommt ist Kollateralschaden, da muss man mit rechnen wenn man direkt an der Front steht :rolleyes
Dich möchte ich hören, wenn du oder deine Familie/Freunde mal als Kollateralschaden im Wege stehen. Wenn ihr für eure Rechte auf die Straße geht und dann als Kollateralschaden endet. Egal ob von Links, Rechts oder vom Staat, wer im Wege steht hat immer selber schuld, das ist deine Aussage. Und die Front wurde von den Polizisten erst am Ort des Geschehens aufgemacht, wie kann man sicher sein, nicht immer an der Front zu stehen? Bis zum Ausraster des Polizisten war es nämlich völlig ruhig dort.
...Dem Mann wurde ein Platzverweis ausgesprochen, hätte die Polizei nicht durchgegriffen, dann wären doch die ganzen Chaoten gekommen und hätten gemerkt das sie mit der Polizei Katz und Maus spielen können....
Und wie befolgt man einen Platzverweis? Indem man sein Fahrrad schiebt und sich von den Polizisten entfernt und den Platz verlässt. Und selbst wenn er dann meckert und beleidigt, darf nicht geprügelt werden, zumal der Mann ja kein wirklicher gefährlicher Gegner war oder eine Gefahr darstellte. Und hätte man ihn ziehen lassen, wäre kein Chaot davon ausgegangen, das nun Katz und Maus gespielt wird, alles war friedlich vor Ort.
Und nach einer verbalen Verwarnung darf einfach so zugeschlagen werden, wenn der Verwarnte dem Polizisten den Rücken zukehrt?
...
Und wie befolgt man einen Platzverweis? Indem man sein Fahrrad schiebt und sich von den Polizisten entfernt und den Platz verlässt. Und selbst wenn er dann meckert und beleidigt, darf nicht geprügelt werden, zumal der Mann ja kein wirklicher gefährlicher Gegner war oder eine Gefahr darstellte. Und hätte man ihn ziehen lassen, wäre kein Chaot davon ausgegangen, das nun Katz und Maus gespielt wird, alles war friedlich vor Ort.
Der Mann darf nach einer Beamtenbeleidigung in Gewahrsam genommen werden, das ist das Recht der Polizei, wehrt er sich dagegen, dann geht er gegen die Staatsgewalt vor und da machen die Beamten eben keinen Unterschied ob das ein blauer pöbelnder Mann ist oder ein vermummter Idiot, dann wird der Mann normal festgenommen.
Er hat sich aber dagegen gewehrt und in dem Moment muss man dies unterdrücken, dabei sind alle Mittel recht.
Sonst müssten sich die Polizisten rechtfertigen warum sie einen Menschen anders behandeln als einen anderen, daran zeigt sich doch am besten das alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.
Das dieses Katz und Maus Spiel zustande kommt, das ist ja wohl klar, das passiert jetzt auch, beide Seiten Putschen sich hoch, da kommen dann Pseudo-Intelligente die dem System und der Polizei Fehler anlasten, ich will aber nicht sehen was passiert wenn keine Polizei vor Ort alles regelt.
Das es zu einem Katz und Maus Spiel kommt hat im besonderen einfach die Vergangenheit gezeigt, man kann schon sehr naiv und blauäugig sein.
dominion1
14.09.2009, 00:10
Wenn ich mir diesen Thread so durchlese, bin ich geschockt...
... nicht wegen der eigentlichen Meldung, sondern wegen der Reaktion einzelner Teilnehmer.
Ist es zuviel verlangt, einfach nur ein wenig Objektivität zu zeigen?
Zunächst einmal: Das Verhalten der Polizeibeamten, welches auf dem Video zu beobachten ist, ist völlig inakzeptabel. Da sind wir uns wahrscheinlich alle einig.
Das gilt natürlich auch dann, wenn den besagten Radfahrer zuvor ein Platzverweis erteilt wurde oder er gegen sonst welche Anweisungen verstoßen hat. Bei der Vielzahl an Beamten, die dort umherstanden, wäre es ein Leichtes gewesen, ihn auf den Boden zu werfen, Handschellen anzulegen und abzuführen, sofern dies erforderlich war. Schläge ins Gesicht waren unnötig. Zudem hatte der Radfahrer das Recht, sich die Personalien eines Beamten zwecks späterer Anzeigeerstattung zu notieren.
ABER: Auffällig ist im Video auch, dass zwischen dem Zeitpunkt, an dem der Radfahrer zurückgezogen wurde (das ist rechtens) und den Schlägen das Bild für einen Moment von einem anderen Passanten verdeckt wurde. Dieser Moment war durchaus ausreichend, dass auch von dem Radfahrer eine gewalttätige Aktion (ein Schlag oder Tritt gegen einen Polizisten) ausgeführt hätte werden können.
Ich halte das zwar für eher unwahrscheinlich, doch weiß ich es? Nein.
Wisst Ihr es (an die, die sich jetzt angesprochen fühlen)? Auch nicht, es sei denn, Ihr wart Tatzeugen.
Selbst wenn von dem Radfahrer eine solche Aktion ausging, bleibt das Verhalten des Polizeibeamten unangemessen, denn dieses Maß an Gewalt war nicht erforderlich.
Hier wird jedoch die Polizei als solche immer wieder angegriffen und verurteilt, obwohl solche Fälle wie dieser ganz klar Einzelfälle sind. Der besagte Polizist wird nicht nur ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt bekommen, er wird dem Opfer auch ein Schmerzensgeld zahlen müssen und sehr wahrscheinlich aus dem Polizeidienst dauerhaft entfernt werden. Die Polizei ist sehr darauf bedacht, sich nicht durch solche Vorfälle bei der Bevölkerung unbeliebt zu machen, und es wird entsprechend auf solche Vorfälle reagiert.
Dieser Vorfall zeigt erneut eindeutig, dass gegen Personen, die zB bei Demos, Fußballspielen usw. immer wieder ihre Gewaltbereitschaft demonstrieren, vom Staat viel energischer vorgegangen werden muss. Denn auch die Polizeibeamten haben in solchen Situationen Angst, und aus dieser Angst entwickelt sich solche Gewalt, die dann auch - wie es hier anzunehmen (aber nicht bewiesen) ist - Unschuldige trifft.
Wer von Euch schon einmal mit Steinen beworfen wurde, wird nachvollziehen können, welche Ängste man dann durchlebt. Nimmt man jemanden fest, der so etwas tut, und wird bei der nächsten, übernächsten ... Demo von denselben Leuten immer wieder mit Steinen beworfen, wird nachvollziehen können, welch ein Hass - und damit Gewaltbereitschaft - sich aufbaut.
Und dieser entlädt sich dann sehr oft aufgrund falscher Einschätzungen an Unschuldigen.
AmS ist die Täterschutzpolitik dieses Staates zu einem nicht unerheblichen Teil an solchen Situationen wie dieser mitverantwortlich.
MfG,
Dominion.
Fu Manchu
14.09.2009, 00:14
Der Mann darf nach einer Beamtenbeleidigung in Gewahrsam genommen werden, das ist das Recht der Polizei, wehrt er sich dagegen, dann geht er gegen die Staatsgewalt vor und da machen die Beamten eben keinen Unterschied ob das ein blauer pöbelnder Mann ist oder ein vermummter Idiot, dann wird der Mann normal festgenommen.
Er hat sich aber dagegen gewehrt und in dem Moment muss man dies unterdrücken, dabei sind alle Mittel recht....
Wie hat er sich gewehrt? Der Mann mit dem Fahrrad hatte nicht mal Zeit für einen Wimpernschlag, als er schon die Faust im Gesicht und die Polizisten um sich herum hatte.
Und "in Gewahrsam nehmen" muss im Verhältnis stehen. Und diese Verhältnismäßigkeit wurde bei weitem überschritten. Einer der Polzisten hätte sich in den Weg stellen können, stattdessen wurde gezerrt und sofort geprügelt. Und einen Unterschied muss es geben, ob man gegen vermummte Idioten oder gegen einen Fußgänger mit Fahrrad angeht, der keine Gewalt anwendet, wie es ein vermummter Idiot tun würde.
... Demo von denselben Leuten immer wieder mit Steinen beworfen, wird nachvollziehen können, welch ein Hass - und damit Gewaltbereitschaft - sich aufbaut. ....
Welcher dann ohne Unterscheidung - ob Steinewerfer oder nicht, ob vermummt oder nicht, ob verbal oder physisch gewalttätig - sich gegenüber allen Personen entlädt?! Deine Ausführung ist keine Entschuldigung für das Niederprügeln eines Passanten, der sich von den Beamten entfernt. Er tritt ihnen nicht gegenüber, er greift sie nicht an, er wirft auch nicht sein Fahrrad in ihre Richtung.
...Der besagte Polizist wird nicht nur ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt bekommen, er wird dem Opfer auch ein Schmerzensgeld zahlen müssen und sehr wahrscheinlich aus dem Polizeidienst dauerhaft entfernt werden.
Wollen wir wirklich darauf hoffen, so müsste es sein. Wie sind solche Menschen eigentlich privat? Gegenüber ihrer Familie oder Fremden? Aufgestauerter Hass wird sich ja nicht nur bei Demonstrationen entladen.
BPhoenix
14.09.2009, 00:17
Dem Mann wurde ein Platzverweis ausgesprochen, hätte die Polizei nicht durchgegriffen, dann wären doch die ganzen Chaoten gekommen und hätten gemerkt das sie mit der Polizei Katz und Maus spielen können.
Das durchgreifen ist hier ein ins Krankenhaus prügeln in einer Gruppe gegen einen wehrlosen, das ist kein durchgreifen das ist ein Verbrechen! Du redest dieses Verbrechen gerade schön! Bleib bei diesem Fall und nicht bei irgendwelchen grundlegenden Dingen um die es hier überhaupt nicht geht. Klar darf die Polizei durchgreifen aber nicht mit solchen Mitteln. Selbst wenn die Person nicht friedlich weggegangen wäre, sondern diese Polizisten aufs übelste beleidigt hätte oder ihnen sogar ins Gesicht gespuckt hätte, hätten die Polizisten kein Recht gehabt das zu tun, sie hätten ihn problemlos festnehmen können, erst wenn dieser angefangen hätte um sich zu treten und zu schlagen wäre Gewalt rechtfertigbar und selbst dann nicht in diesem Maße!
Der andere Mann der ihn dann befreien wollte hat sich gegen die Staatsgewalt gestellt und somit die Behinderung einer Durchführung der Polizei verhindern wollen, das ist ein verbrechen, das kann man schwarz auf weiß nachlesen.
Das ist Zivilcourage! Einem anderen gegen einen Vebrecher zu helfen egal was dieser an hat! Und leider haben sich nicht alle gegen diese Verbrecher gewehrt!
Wenn dann auch dies von der Polizei stattgegeben worden wäre, dann hätten die Idioten doch kein halten mehr gehabt die Polizei vorzuführen.
Dann hätte man mit diesen Idioten so umspringen sollen und nicht ein Exempel an unschuldigen durchführen oder ist so etwas, etwa laut unserem Gesetz erlaubt? Wieso bringen wir nicht öffentlich Vergewaltiger um, um ein Exempel für all die anderen Idioten durchzuführen...
Gab es schon oft gsenug und wird es immer geben, solange die Polizei nicht zerrissen wird, wenn ein Täter und das ist er gewesen, ein blaues Auge davon trägt.
Selbst wenn er ein Täter gewesen wäre, wäre er keiner an dem so etwas durchgeführt werden durfte!
Und wieder verherrlichst du Taten solcher Verbrecher wie damals bei der SA und SS!
Wie hat er sich gewehrt? Der Mann mit dem Fahrrad hatte nicht mal Zeit für einen Wimpernschlag, als er schon die Faust im Gesicht und die Polizisten um sich herum hatte.
Und "in Gewahrsam nehmen" muss im Verhältnis stehen. Und diese Verhältnismäßigkeit wurde bei weitem überschritten. Einer der Polzisten hätte sich in den Weg stellen können, stattdessen wurde gezerrt und sofort geprügelt. Und einen Unterschied muss es geben, ob man gegen vermummte Idioten oder gegen einen Fußgänger mit Fahrrad angeht, der keine Gewalt anwendet, wie es ein vermummter Idiot tun würde.
Ja ne ist klar, also die eine Aktion ging der anderen Voraus und diese sind zeitlich deutlich zu unterscheiden, der Mann wurde anscheinend verwiesen und weggeschickt, selbst als er pöbelte, die Situation in der es dann zum Übergriff kam war jedoch schon wesentlich weiter Fortgeschritten, anscheinend übersehen nur Kritiker diese Tatsachen, man sieht halt wie einigen Leuten diese Propaganda gegen die Polizei in die Hände spielt.
Es wurde gezerrt als er sich gewehrt und an sein Fahrrad geklammert hat, was willst du da denn machen? Beide zusammen an Handschellen fesseln?
Manchmal frage ich mich wie sich einige hier die Durchsetzung vorstellen, mit Blümchen und Liebe funktioniert da nichts und der Mann hat sich energisch gewehrt.
Es darf keinen Unterschied geben, ich muss einen Raser das selbe Bußgeld aufdrücken wie einem Mann der mal zufällig zu schnell gefahren ist, auch wenn von ersterem das wesentlich größere Unfallpotenzial und somit Gefahrenpotenzial ausgeht, die Gleichheit vor dem Gesetz ist im Grundrecht verankert.
Fu Manchu
14.09.2009, 00:24
...Es wurde gezerrt als er sich gewehrt und an sein Fahrrad geklammert hat, was willst du da denn machen? Beide zusammen an Handschellen fesseln?...
Du solltest mal lesen was du schreibst. Er wird geschlagen, weil er sich an sein Fahrrad klammert?! Schau noch mal hin, der Mann war um einiges kleiner als die Polzisiten, er allein, die Polizisten mehrere. Was glaubst du, wie jemand da reagiert? Angst, man hält sich irgendwo instinktiv fest. Und genau da haben die Beamten überreagiert, so einen schlägt man nicht, die körperliche und zahlenmäßige Überpräsenz der Beamten verbietet solches Verhalten einfach. Wie sind eine demokratische Nation mit einer Schutzmacht (Polizei) und sollten uns auch so verhalten.
Ark'Shell
14.09.2009, 00:29
Hier wird jedoch die Polizei als solche immer wieder angegriffen und verurteilt, obwohl solche Fälle wie dieser ganz klar Einzelfälle sind. Der besagte Polizist wird nicht nur ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt bekommen, er wird dem Opfer auch ein Schmerzensgeld zahlen müssen und sehr wahrscheinlich aus dem Polizeidienst dauerhaft entfernt werden. Die Polizei ist sehr darauf bedacht, sich nicht durch solche Vorfälle bei der Bevölkerung unbeliebt zu machen, und es wird entsprechend auf solche Vorfälle reagiert.
Sicher ist es falsch die Polizei insgesamt deswegen zu verurteilen. Aber das die Polizei darauf bedacht ist solche Vorfälle aufzuklären ist ein sehr haltloses Gerücht. Das mag noch für die Chefetage gelten aber innerhalb solcher Einheiten wird gemauert was das Zeug hält. Das sieht man immer wieder wenn man sich mit solchen Fällen auseinandersetzt. Dann hat keiner was gesehen, kann sich nicht erinnern usw. Da herrscht Gruppendynamik die nicht nur solche Ausbrüche ermöglicht sondern auch hinterher deckt. Selbst wenn dabei Polizisten durch ihre Kollegen zu Schaden kommen sieht keiner was (ich erinnere mich da an einen Vorfall beim G8 Gipfel). Wenn ich dazu die erste Erklärung der Polizei zu dem Vorfall sehe das der Mann bei einem Befreiungsversuch unter leichter Gewaltanwendung verhaftet wurde, sagt das doch alles.
Wenn es in diesem Fall zu Strafmaßnahmen kommt dann doch nur und ganz allein weil ein Video existiert auf dem man die Täter sehen kann, ein paar Fotos in guter Qualität dazu und weil es so langsam Wellen in den Medien schlägt.
Vor diesem Hintergrund sehe ich die Forderung nach Identifikationsnummern auch mehr als berechtigt denn es kommt ja immer wieder vor das Leute die sich nach Dienstnummern erkunden gleich mit verhaftet werden. Zumal die Gruppe und die Kampfanzüge (unter denen man die Personen oft schwer oder gar nicht erkennen kann) geben den Leuten eine Anonymität die solche Exzesse begünstigt. Ein Staat der seinen Bürgern immer mehr Überwachungsaktivitäten zumutet hat meiner Meinung nach auch keine Argumente gegen eine solche Nummer!
$co®pion
14.09.2009, 00:29
Wow ich bin gespannt was da noch für Video Mosaike auftauchen..
Das Ganze kommt voll Jack Bauer mäßig rüber, nur halt das es 100% REAL ist und somit besser.
Eigentlich voll die Ironie das auf einer Demo gegen Überwachung Videokameras ein Verbrechen dokumentieren.
Oder ist letztenlich alles von Schauspielern inszeniert um uns zu zeigen das Videoüberwachung doch hilfreich sein kann? Wir werden sehen...
Du solltest mal lesen was du schreibst. Er wird geschlagen, weil er sich an sein Fahrrad klammert?! Schau noch mal hin, der Mann war um einiges kleiner als die Polzisiten, er allein, die Polizisten mehrere. Was glaubst du, wie jemand da reagiert? Angst, man hält sich irgendwo instinktiv fest. Und genau da haben die Beamten überreagiert, so einen schlägt man nicht, die körperliche und zahlenmäßige Überpräsenz der Beamten verbietet solches Verhalten einfach. Wie sind eine demokratische Nation mit einer Schutzmacht (Polizei) und sollten uns auch so verhalten.
Er wurde geschlagen weil er sich gegen die Durchsetzung der Schutzmacht widersetzt hat und anscheinend auch kein Kind von Traurigkeit war.
Also viele Menschen, Menschen mit einem gesunden Menschenverstand lassen sich eher festnehmen, weil sie Angst vor weiteren Konsequenzen haben.
In meinen Augen wird hier wie oft versucht ein Exempel ( weil das Wort ja hier so schön gefallen ist im Thread) an der Polizei durch zu führen.
Dabei war diese Tat eine logische Konsequenz des Fehlverhaltens zweier Männer.
Verfahren werden trotzdem gegen die Polizisten durchgeführt und wahrscheinlich mit weitreichenden Konsequenzen als für diese Männer die etwas abbekommen haben.
Wer erzählt aber jetzt den Frauen und den Kindern der Kameraden das ihre Väter aussortiert wurden?
Diese Demonstranten denken nicht weit genug wenn sie mit der Polizei zu tun haben und machen immer wieder dieselben Fehler, daran sollte ein Exempel statuiert werden, nicht gewalttätig aber durch unmündige Bürger.
smacked2
14.09.2009, 01:06
Er wurde geschlagen weil er sich gegen die Durchsetzung der Schutzmacht widersetzt hat und anscheinend auch kein Kind von Traurigkeit war. [...]
Dabei war diese Tat eine logische Konsequenz des Fehlverhaltens zweier Männer. [...]
Wie du hier mit beispielloser Verdrehung der Tatsachen und Falschbehauptungen versuchst den Gewaltexzess der Bullen zu rechtfertigen ist einfach nur widerlich.
Wirst du dafür bezahlt oder versuchst du nur dein Weltbild von den unfehlbaren Engeln in Grün zu retten?
Mach deinen Computer aus und geh mal auf die Straße dann wirst du bald anders denken.
AeS, deine Ansicht ist einfach abartig! Spätestens nach dem 2. angeführten Video kann man doch sehen, dass der Angriff seitens der Polizei völlig überzogen war und du windest dich immer weiter um Meinungsmäßig die Eskalation der Polizisten zu rechtfertigen.
Wärst du in genau dieser Lage, was würdest du vermutlich hier rumheulen? Aber du scheinst mit niemand zu sein, der für seine Rechte auch mal auf die Straße geht.
dominion1
14.09.2009, 01:37
@ Fu Manchu:
Zunächst einmal möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass keiner von uns weiß, was der Radfahrer getan hat, als die Kamera für mehr als eine Sekunde verdeckt war (ich glaube auch nicht, dass er gewalttätig wurde, doch es kommt nicht darauf an, was ich glaube, sondern auf das, was wir zweifelsfrei beweisen können).
In Gewahrsam nehmen kann die Polizei darüber hinaus zunächst ohne Angabe von Gründen für eine gewisse Zeit. Sie muss die Maßnahme nur später begründen können.
Zur Gewaltbereitschaft: Der Polizist weiß nicht, wem er gegenübersteht. Die oben von mir angesprochenen Ängste richten sich daher zunächst gegen jedermann. Das soll nicht bedeuten, dass ich derartige Aktionen billige. Bitte meinen obigen Beitrag nochmal GENAU lesen. Ich beziehe keine Position. Schon gar nicht billige ich das Geschehene.
Ich bitte lediglich darum, sich auch einmal in die Lage eines Polizisten zu versetzen (nicht: DIESES prügelnden Polizisten, sondern der Polizisten allgemein):
Sie werden abgestellt, um eine Demo oder ein Fußballspiel o.ä. zu schützen. Sie werden von Steinewerfern attakiert, ohne diesen Leuten etwas getan zu haben. Sie nehmen diese Leute fest (was ohnehin selten gelingt) und werden von genau denselben Leuten bei der nächsten Demo / Fußballspiel wieder attakiert. Das sensibilisiert sie gegen jedermann, genau das sind die Ursachen, weshalb Unschuldige (wie wahrscheinlich unser Fahrradfahrer) darunter zu leiden haben.
Das ist selbstverständlich KEINE Rechtfertigung für das Verhalten des Polizeibeamten, absolut nicht. Doch - aus meiner bescheidenen Sicht - ist unsere Politik an dieser Misäre Mitschuld:
Wie können Personen, die nachgewiesenermaßen Steine auf Polizisten werfen, weiterhin in Freiheit leben? Wer einen Stein gegen einen anderen Menschen wirft - sei er nun gepanzert oder nicht - nimmt in Kauf, dass diese Person schwere Verletzungen, wenn nicht sogar den Tod erleidet. Solche Personen haben amS ihr Recht auf Freiheit verwirkt (für einen gewissen Zeitraum). Sie müssen therapiert werden (solch ein Verhalten ist psychisch abnorm) und dürften erst nach erfolgreicher Therapie wieder in die Freiheit entlassen werden. Denn sonst stellen sie weiterhin ein derartiges Gefahrpotential dar. Genau dies wollen die Anhänger linksgerichteter Parteien (besonders die Linke, aber auch SPD und Grüne) nicht begreifen. Ganz besonders bei Jugendlichen; ihnen wird "jugendlicher Leichtsinn" zugute gehalten - welch ein unsäglicher Schwachsinn. Selbst ein Achtjähriger kann Recht von Unrecht unterscheiden.
Doch genug davon, mein Ziel ist es nicht, hier Wahlwerbung zu machen.
Zu Deinem letzten Punkt: Diese Personen werden gegenüber ihrer Familie und gegenüber anderen freundliche Mitbürger sein. Sie reagieren in Angstsituationen derart extrem, wie es dieses Beispiel zeigt, weil sie viele Angstsituationen durchleben mussten. Angst ist eine sehr starke Emotion.
@ Ark'Shell:
Ich kann Dir versichern, dass die Polizei sehr wohl an der Aufklärung derartiger Vorfälle interessiert ist. Natürlich gilt innerhalb einer Einheit eine Solidarität. Doch es kommt im Verfahren nicht auf die Aussagen der Personen aus dieser Einheit an, sondern auf die Aussagen Unbeteiligter und auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
Ein "Zusammenhalten" wird den Beteiligten in der vorliegenden Situation nicht viel nützen.
Im Übrigen stimme ich Dir zu, Kennziffern zur Identifizierung eines Beamten wären sehr nützlich und sollten alsbald eingeführt werden.
MfG,
Dominion.
BPhoenix
14.09.2009, 01:53
Wie können Personen, die nachgewiesenermaßen Steine auf Polizisten werfen, weiterhin in Freiheit leben? Wer einen Stein gegen einen anderen Menschen wirft - sei er nun gepanzert oder nicht - nimmt in Kauf, dass diese Person schwere Verletzungen, wenn nicht sogar den Tod erleidet. Solche Personen haben amS ihr Recht auf Freiheit verwirkt (für einen gewissen Zeitraum). Sie müssen therapiert werden (solch ein Verhalten ist psychisch abnorm) und dürften erst nach erfolgreicher Therapie wieder in die Freiheit entlassen werden. Denn sonst stellen sie weiterhin ein derartiges Gefahrpotential dar.
Stimme dir hier sogar zu. Jedoch führen solche Aktionen wie hier zu mehr Leuten die genau das tun was du hier schreibst! Ohne Grund machen sowas mit Sicherheit die allerwenigsten!
Gewalt erzeugt eben neue Gewalt.
Das sieht man immer wieder wenn man sich mit solchen Fällen auseinandersetzt. Dann hat keiner was gesehen, kann sich nicht erinnern usw. Da herrscht Gruppendynamik die nicht nur solche Ausbrüche ermöglicht sondern auch hinterher deckt. Selbst wenn dabei Polizisten durch ihre Kollegen zu Schaden kommen sieht keiner was (ich erinnere mich da an einen Vorfall beim G8 Gipfel). Wenn ich dazu die erste Erklärung der Polizei zu dem Vorfall sehe das der Mann bei einem Befreiungsversuch unter leichter Gewaltanwendung verhaftet wurde, sagt das doch alles.
Ja, bei solchen Statements fällt wirklich auf, dass der Schutz der Kollegen hohe Priorität hat. Allerdings ist der Polizei aber auch wichtig, dass sie ein gutes Image behält und dann werden - öffentlicher Druck vorausgesetzt - solche emotionalen Typen wie der Faustkämpfer per Schnellverfahren entlassen.
Es kommt halt immer darauf an, ob und was an Bildern durch die Medien geht. Texte und Augenzeugenberichte kümmern wirklich niemanden. Ich bin sicher, so eine Form der unangemessenen Polizeibrutalität kommt in jeder Demo vor, wo sich gewaltbereite Demonstranten unter die Friedlichen mischen und schwache Polizeicharaktere irgendwann Stärke zeigen (oder zeigen müssen). Vielleicht gehört derjenige, der dem Mann in blauen T-Shirt eins auf die Nase gegeben hat, auch zu denjenigen, die auf einer Demo gerne zuhauen. Das gibt es ja auch, Menschen sind keine Maschinen.
dominion1
14.09.2009, 02:30
@ BPhoenix:
Und diesbezüglich stimme ich Dir wiederum zu.
Wie Du siehst, befinden wir uns in einem Teufelskreis. Gewalt erzeugt Gegengewalt, völlig richtig.
Daher ist es gerade so wichtig, dass sich bezüglich der Gewaltstraftaten und deren Behandlung grundlegend etwas ändert. Eine ähnliche These habe ich bereits im Thread "Bundestagswahl 2009 (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=478583)" in diesem Post (http://www.computerbase.de/forum/showpost.php?p=6597104&postcount=1799) und in der Erwiderung auf darauf erfolgende Kommentare erwähnt. (Wer wirklich Interesse daran hat, bitte lesen). Ich habe mich bemüht, die dortigen Thesen möglichst wissenschaftlich zu erörtern.
Ich finde es schade, dass gerade linksgerichtete Parteien (von denen manche Thesen nicht zu verachten sind) gerade in diesem Punkt immer wieder eine Täterschutzpolitik verfolgen. Dies halte ich für völlig unangebracht und für politisch falsch. Interessierte bitte ich daher, sich die Für- und Wider - Argumentationen im besagten Thread genau durchzulesen (bitte alle, auch wenn es Mühe macht) - und dazu dort Stellung zu beziehen.
MfG,
Dominion.
Einhörnchen
14.09.2009, 15:08
Das beste Beispiel, wieso wir mehr Überwachung brauchen. Ohne Filmaufnahmen wäre das niemals zu beweisen gewesen.
Dann würde man auch endlich die Asseln erwischen, die mir regelmäßig gegen das Auto fahren und abhauen...
Gegenfrage: Wieso veröffentlichen die üblich verdächtigen Parteien (eigentlich nur eine...) nicht Videos von Hamburg, wo Autonome mit Bettonplatten und Eisenstangen jagd auf Polizisten machen? Will da etwas jemand die öfftl. Ordnung destabilisieren?
Wirst du dafür bezahlt oder versuchst du nur dein Weltbild von den unfehlbaren Engeln in Grün zu retten?
Mach deinen Computer aus und geh mal auf die Straße dann wirst du bald anders denken.
Versuchs mal ohne Sturmhaube, da passiert einem weniger ;)
Fu Manchu
14.09.2009, 15:32
Das beste Beispiel, wieso wir mehr Überwachung brauchen. Ohne Filmaufnahmen wäre das niemals zu beweisen gewesen....
Du verwechselt Überwachung mit Dokumentation. Die Überwachungsgegner wollen keine ständige Präsenz von Kameras überall und an jedem Ort. Aber hier wurde vor Ort mit eine Handkamera dokumentiert, dieser feine Unterschied sollte beachtet werden.
...Dann würde man auch endlich die Asseln erwischen, die mir regelmäßig gegen das Auto fahren und abhauen...
Soll an jeder Laterne und jeder Häuserecke eine Kamera angebracht werden? Sonst könnte man einem Wunsch wie deinem nicht im geringsten erfüllen. Oder parkst du immer an der selben Stelle auf einem öffentlichen Parkplatz ;).
...Gegenfrage: Wieso veröffentlichen die üblich verdächtigen Parteien (eigentlich nur eine...) nicht Videos von Hamburg, wo Autonome mit Bettonplatten und Eisenstangen jagd auf Polizisten machen? Will da etwas jemand die öfftl. Ordnung destabilisieren?...
Bitte etwas genauer. Wer sind die üblichen Verdächtigen? Die Demoteilnehmer, die mit Kamera alles dokumentieren? Oder die Polizisten, die mit Kameras dokumentieren? Was soll an einer Nichtveröffentlichung destabilisieren wirken? Und diese Bilder werden doch auch regelmäßig veröffentlicht, sogar im TV gezeigt. Und im Internet. Oder was meintest du mit deiner Frage?
Einhörnchen
14.09.2009, 15:59
Soll an jeder Laterne und jeder Häuserecke eine Kamera angebracht werden? Sonst könnte man einem Wunsch wie deinem nicht im geringsten erfüllen.
In Freiburg im Breisgau? JA!
Bitte etwas genauer. Wer sind die üblichen Verdächtigen? Die Demoteilnehmer, die mit Kamera alles dokumentieren? Oder die Polizisten, die mit Kameras dokumentieren? Was soll an einer Nichtveröffentlichung destabilisieren wirken?
Meinte damit insb. Medien im linken Spektrum sowie die gleichnamige Partei, die solche Untaten stets aufgreifen und thematisieren. Würde mir wünschen, dass sie das nicht nur zum Schutz von Demonstranten sondern auch zur Verfolgung militanter Autonomer machen.
Fu Manchu
14.09.2009, 16:05
In Freiburg im Breisgau? JA!
Dort kannst du es gerne haben. :D
... Meinte damit insb. Medien im linken Spektrum sowie die gleichnamige Partei....
Das linke Spektrum? Die Linken? Welche Partei meinst du, sprich doch mal Klartext.
Einhörnchen
14.09.2009, 16:11
Du verwechselt Überwachung mit Dokumentation.
Je nachdem ist Überwachung auch Dokumentation.
Das linke Spektrum? Die Linken? Welche Partei meinst du, sprich doch mal Klartext.
Zwei Beispiel: TAZ, Die Linkspartei. Beide thematisieren eher Polizeigewalt als Gewalt durch militante Autonome. Und nein, ich werde jetzt nicht das Netz nach Hyperlinks durchstöbern, das sollte mit wenig Mühe nachzollziehbar sein ;).
Elitekiller
14.09.2009, 16:57
http://berlin.ccc.de/~andy/tmp/PE-EISENBERG_14-09-09.pdf
Hier eine Anklage (lesenswert, Tathergang beschrieben aus der Sicht des Opfers).
Fu Manchu
14.09.2009, 17:01
...Und nein, ich werde jetzt nicht das Netz nach Hyperlinks durchstöbern, das sollte mit wenig Mühe nachzollziehbar sein ;).
Wer will denn Links? Oder Rechts? :D.
Ich wollte einfach nur, das du Klartext sprichts was du meinst und keine Andeutungen machst über Gruppen, deren Namen du nicht nennst. ;).
Haudrauff
14.09.2009, 18:20
Ich hab hier schon mal anfangs geschrieben, dass ich es verkehrt halte sich in die nähe von gepanzerten und mit Schlagstöcken bewaffneten Polizisten zu begeben.
dominion1 hat es bereits sehr schön dargestellt. Diese Beamten sind meist von der Bereitsschaftspolizei, machen den ganzen Tag nichts anderes und haben wahrscheinlich schon alle ihre Erfahrungen gemacht. Auch sind diese Polizisten darauf trainiert unter extremen Bedingungen den zugriff durchzuführen. Das sieht man sehr schön daran das sich kurz nach starten des Handgemenges sich gleich mehrere Beamte (mit den rücken zu dem Tatgeschehen) abschirmend aufstellen um mögliche weitere übergriffe zu vermeiden.
Zu der Gewaltbereitschaft des Beamten (Faustschläge ins Gesicht): Es mag für den normalen Betrachter erschreckend und übertrieben aussehen.
Hierzu mal ein kleines Beispiel. ich bin in einer Personenkontrolle und ziehe plötzlich eine gelbe Plastikpistole oder Plastikmesser. es ist durchaus sofort als Spielzeug erkennbar. Wenn ich mich jedoch auf dem Beamten zu bewege (das Spielzeug drohend in der Hand) und auch nicht auf Warnungen reagiere, dann werd ich sehr wahrscheinlich durch einen Schuss aufgehalten werden. Auch wenn es nach einem Spielzeug aussah, kein Beamter auf dieser Welt wird in irgendeine Weise ein Risiko eingehen. Das ist völlig legitim.
ähnlich sind für mich die Faustschläge ins Gesicht zu werten. Die Beteiligten standen sich auf Armeslänge gegenüber. Jederzeit hätte da eine lebensbedrohliche Situation für den Beamten entstehen können. ein Einfacher zugriff war nicht möglich, da der Herr im blauen Hemd das Fahrrad in der Hand hatte. Den verdächtigen als mit gezielten Schlagen unmittelbar außer gefecht zu setzten kann man also durchaus als Selbstschutz werten. Auf ein Gerangel wird sich kein Polizist einlassen, die sind darauf trainiert so was zu vermeiden.
Ein anderes Video hier zeigt wie der Herr im blau (scheinbar nach dem Platzverweiß) lautstark die Dienstnummer des beamten verlangt. Das mag durchaus sein Recht sein. Aber hier möchte ich einhaken. Ich finde es in so einer Situation durchaus intelligenter auf sein Recht zu verzichten und das weite zu suchen.
Und bevor jetzt die Stimmen kommen ich kann ja so was schön daherreden, wenn ich selbst in so eine Situation kommen dann würde ich das anders sehen. Nein, dem ist nicht so.
Wenn ich in so eine Situation komme, dann halte ich mich von den Beamten fern, geh nicht auf Tuchfühlung mit ihnen und fang gar nicht eine Diskussion mit ihnen an.
Man stelle sich nur mal die Szene aus dem Video mit ganz normalen Personen ohne Uniform vor. Meinetwegen nur Runde Skinheads mit Baseballschlägern (der Vergleich liegt ja einigen hier auf der Zunge und wurde schon zwischen den Zeilen beschrieben). Würde da jemand hingehen und das diskutieren mit ihnen anfangen, evtll den Personalausweis zeigen lassen damit man denen hinterher mit nem Anwalt kommen kann? Nein, sicher nicht.
Mit Blick auf dem nächsten 1. Mai bin ich jedenfalls froh das wir eine Polizei haben die auch mal zulangen kann.
Ich jedenfalls halte das Verhalten des Hernn in blau für absolut kurzsichtig. Hätte er seinen Schnabel gehalten und wäre weitergegangen, dann wäre im auch nichts passiert. Stattdessen ging er bewußt auf Konfrontationskurs. Das Ergebniss sieht man ja.
PS: Trotz alledem bin ich kein Freund von der Polizei. Wenn ich irgendwas grünes sehe, geh ich dem aus dem Weg nach Möglichkeit.
Tinpoint
14.09.2009, 18:48
Die Beteiligten standen sich auf Armeslänge gegenüber. Jederzeit hätte da eine lebensbedrohliche Situation für den Beamten entstehen können. ein Einfacher zugriff war nicht möglich, da der Herr im blauen Hemd das Fahrrad in der Hand hatte.
du hast Recht , die Massenvernichtungswaffe Fahrrad wirkt sehr sehr Bedrohlich, mir ist auch missverständlich warum er ihn nicht sofort mit einem Gezielten kopfschuss neutralisiert hat.
es ist unbegreiflich womit die Leute auf Demos gehen , Fahräder, Rucksäcke, Handys, wirklich bedrohlich wenn sich diese Personen dann lnoch angsam entfernen.
Dann kann alles mögliche Passieren zB gehen sie sich dann Beschweren/ Anzeige Erstatten, der Papierkram und Stress mit dem Chef denn man dann hat man oh man
Ein anderes Video hier zeigt wie der Herr im blau (scheinbar nach dem Platzverweiß) lautstark die Dienstnummer des beamten verlangt. Das mag durchaus sein Recht sein. Aber hier möchte ich einhaken. Ich finde es in so einer Situation durchaus intelligenter auf sein Recht zu verzichten und das weite zu suchen.
genau schön kuschen und wegsehen.
Haudrauff
14.09.2009, 19:03
du hast Recht , die Massenvernichtungswaffe Fahrrad wir
Polemik hilft auch nicht weiter.
genau schön kuschen und wegsehen.
Nein, das sollte man nur nach einem Platzverweiß tun. In diesem Fall allso ja, unbedingt!
BPhoenix
14.09.2009, 19:22
ähnlich sind für mich die Faustschläge ins Gesicht zu werten. Die Beteiligten standen sich auf Armeslänge gegenüber. Jederzeit hätte da eine lebensbedrohliche Situation für den Beamten entstehen können. ein Einfacher zugriff war nicht möglich, da der Herr im blauen Hemd das Fahrrad in der Hand hatte. Den verdächtigen als mit gezielten Schlagen unmittelbar außer gefecht zu setzten kann man also durchaus als Selbstschutz werten. Auf ein Gerangel wird sich kein Polizist einlassen, die sind darauf trainiert so was zu vermeiden.
1. Gab es eine solche lebensbedrohende Situation nicht!
2. Haben die Polizisten wenn dann selbst diese hervorgerufen!
Ein anderes Video hier zeigt wie der Herr im blau (scheinbar nach dem Platzverweiß) lautstark die Dienstnummer des beamten verlangt. Das mag durchaus sein Recht sein. Aber hier möchte ich einhaken. Ich finde es in so einer Situation durchaus intelligenter auf sein Recht zu verzichten und das weite zu suchen.
Es ist vollkommen egal was der Typ gemacht hat, solange er keine Waffe gezogen oder aber irgendjemanden sonst körperlich angegriffen hat, was er nicht getan hat, hatten die Polizisten absolut kein Recht so zu handeln! Es ist vollkommen Scheiß egal wie intelligent der Fahrradfahrer davor gehandelt hat, es spielt in diesem Fall absolut keine Rolle!
Man stelle sich nur mal die Szene aus dem Video mit ganz normalen Personen ohne Uniform vor. Meinetwegen nur Runde Skinheads mit Baseballschlägern (der Vergleich liegt ja einigen hier auf der Zunge und wurde schon zwischen den Zeilen beschrieben). Würde da jemand hingehen und das diskutieren mit ihnen anfangen, evtll den Personalausweis zeigen lassen damit man denen hinterher mit nem Anwalt kommen kann? Nein, sicher nicht.
Schön, dass du Äpfel mit Birnen vergleichst um Gewalttaten und Verbrechen von Polizisten schön zu reden. Polizisten sind keine Schlägertrupps wie in deinem Fall! Polizisten werden extra ausgebildet und auch dafür bezahlt Ordnung und Frieden zu wahren und nicht selbst Gewalttaten und Verbrechen auszuüben! Und wenn du tatsählich Polizisten mit solchen Leuten vergleichst, wozu dann noch Polizei? Denn nach dir hätten wir ja bereits genügend andere Leute die als Schlägertrupps agieren, tschuldigung Polizeiarbeit leisten und das sogar vollkommen gratis. Hoffe du verstehst die ganze Ironie und wie blödsinnig dieser Vergleich ist!
Ich jedenfalls halte das Verhalten des Hernn in blau für absolut kurzsichtig. Hätte er seinen Schnabel gehalten und wäre weitergegangen, dann wäre im auch nichts passiert. Stattdessen ging er bewußt auf Konfrontationskurs. Das Ergebniss sieht man ja.
Sachverhaltsverdrehung und Wahrheitsbeugung sind schöne Dinge so kann man aus einem Opfer einen Schuldigen machen...
PS: Trotz alledem bin ich kein Freund von der Polizei.
Vollkommen egal wie du zur Polizei stehst, du könntest sie auch anhimmeln, selbst dann wäre diese Aktion nicht gerechtfertig gewesen!
Wenn ich irgendwas grünes sehe, geh ich dem aus dem Weg nach Möglichkeit.
Klingt wohl nach dem typischen: da passiert was, es betrifft nicht mich, also sehe ich und höre ich nichts.
Tja kein Wunder dass man einen Menschen auf der Strasse hinrichten könnte und es kein Schwein interessieren würde... Egal ob nun Grün, Rot, Schwarz, Blau, Gelb, Weis, ...
Tja Zivilcourage wird eben sehr sehr klein bei einigen geschrieben.
Hier gibt es noch ein Schreiben von dem Anwalt der den Fahrradfahrer vertritt:
http://berlin.ccc.de/~andy/tmp/PE-EISENBERG_14-09-09.pdf
Laut dem hat er die Mißhandlung einer Frau seitens der Polizei beobachtet, die Dienstnummer eines Polizisten aufgeschrieben und ist dann dem Platzverweis nachgekommen.
Außerdem werden sogar noch mehr Gewalttaten gegen ihn aufgeführt die nicht auf dem Video zu sehen sind.
Auf diesem Bild sollen zu dem Quarzhandschuhe (http://de.wikipedia.org/wiki/Quarzhandschuhe)sichtbar sein: http://erdgeist.org/dsc_0345.jpg
Welche für Polizisten zum Beispiel sogar verboten sein sollen!
Hier noch mehr dazu: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/ein-handfester-skandal/
Adam_Smith
14.09.2009, 19:27
Was hier für eine Diskussion über eine Bagatelle losgetreten wird, ist schon echt zum Haare raufen.
Der Polizist, der mit der Hand ausgeholt hat, mag überreagiert haben! Genau kann ich das anhand der Videos nicht beurteilen, da sie kurze Szenen eines wahrscheinlich sehr viel länger laufenden Konfliktes wieder geben.
Doch bleiben wir bei der Feststellung, dass der Polizist falsch gehandelt haben könnte. Was jetzt weiter? Der Polizist wird angeklagt (dafür sorgt ja in jedem Fall die Anzeige durch den Geschädigten) und es wird ein Verfahren eingeleitet.
Den Ausgang dieses Verfahrens hat die Justiz in der Hand und diese ist keinesfalls "Pro Polizei" ... Sie ist neutral und mag am Ende dennoch urteilen, dass der Polizist in der sich darstellenden Situation kein grobes Fehlverhalten an den Tag gelegt hat.
Und dann?! Böse Justiz ... sind doch eh alle von den bösen Bullen gekauft ... Ich här die Rufe schon.
Und wenn die Justiz den Polizisten verurteilt? "Brave Justiz, hat alles richtig gemacht den bösen Bullen abzustrafen" ...
Wie leicht man sich doch sein Weltbild zusammen basteln kann ...
-----------------
Das Polizisten auch durchaus besonnen handeln können, zeigen die jüngsten Ereignisse in Hamburg.
Dort wurde ein Polizist sogar derart angegriffen, dass er einen Schuss abgeben musste.
Ein Schuss, der durchaus hätte gezielt sein dürfen, da in der sich darstellenden Situation das Leben des Polizisten durch die angreifenden Demonstranten akkut bedroht war.
Doch der Polizist lies es bei einem Warnschuss, was man wohl wirklich als besonnene Handlung loben kann.
http://www.welt.de/hamburg/article4516971/Angriff-auf-Polizeiauto-Polizist-gibt-Warnschuss-ab.html
Merke: Die Welt ist doch anders als so manch einer hier glauben mag ...
Und bei den kriegsähnlichen Zuständen die immer dann aufkommen, wenn (leider meist linke) Demonstranten mal wieder vollkommen außer Kontrolle geraten, mag man es sogar verstehen, dass die Polizei mit ihren Aktionen etwas über die Stränge schlägt ...
Bleibt festzustellen, wer der Agressor und wer der Reagierende ist ...
BPhoenix
14.09.2009, 19:39
Merke: Die Welt ist doch anders als so manch einer hier glauben mag ...
Und bei den kriegsähnlichen Zuständen die immer dann aufkommen, wenn (leider meist linke) Demonstranten mal wieder vollkommen außer Kontrolle geraten, mag man es sogar verstehen, dass die Polizei mit ihren Aktionen etwas über die Stränge schlägt ...
Achja die Leute haben natürlich aller über die Stränge geschlagen. Die restliche Demo verlief natürlich nicht friedlich. Und natürlich wurden die Polizisten von den Leuten angegriffen. Dass ich davon nichts sehe mag wohl damit zusammenhängen, dass meine Welt irgendwie verdreht ist, ja genau so sieht es aus...
Natürlich ist in der wirklich Welt die ich nich wahrnehme die Polizei immer im Recht, natürlich würden sie nie jemanden grundlos angreifen.
Oder ist vielleicht doch eher deine "Welt" nicht ganz so wie es der Realität entspricht? Schwer zu sagen...
Was hier für eine Diskussion über eine Bagatelle losgetreten wird, ist schon echt zum Haare raufen.
Ach so nennen wir heute schon das krankenhausreif schlagen wehrloser Menschen. Dann ist wohl das gezielte abknallen von friedlichen Demoteilnehmern bald wohl nur ein leichtes Vergehen? Soso...
Wäre es nicht so traurig wie einige Leute hier versuchen eine ungeheuere Gewalttat von Polizisten zu rechtfertigen wäre es vielleicht sogar lustig, welch Blödsinnige Argumente hier eingebracht werden kaum zu glauben...
Bei einigen hier Schreibenden merkt man ganz deutlich, dass sie zuviel "Toto & Harry" schauen und wenn dann die Realität eintritt, reagieren sie voller Entsetzen und zeigen mit dem Finger der Moral auf Menschen, die in bestimmten Situationen auch mal falsch reagieren können.
Ich bin überzeugt davon, dass all diejenigen, die hier in extrem überzogener Weise den Moralapostel simulieren, völlig ohne Fehl und Tadel durchs Leben gehen. Herzlichen Glückwunsch.
Noch viel schlimmer ist dieses pauschale Vorverurteilen, ohne die genauen Umstände zu kennen und das generelle Diffamieren einer ganzen Berufsgruppe. Da bekommt man echt das Kotzen.
Positiv zu erwähnen ist noch, dass einige Wenige hier die Sache realistisch sehen und fair und konstruktiv mit solchen Dingen umgehen können. Das zeigt doch, dass man die Hoffnung in diesem Land noch nicht ganz zum Teufel jagen muss.
BPhoenix
14.09.2009, 19:54
Noch viel schlimmer ist dieses pauschale Vorverurteilen, ohne die genauen Umstände zu kennen und das generelle Diffamieren einer ganzen Berufsgruppe. Da bekommt man echt das Kotzen.Wenn ich von Polizisten schreibe dann meine ich meistens nicht die gesamte Polizei sondern diese Polizisten in diesem Video hier.
Positiv zu erwähnen ist noch, dass einige Wenige hier die Sache realistisch sehen und fair und konstruktiv mit solchen Dingen umgehen können. Das zeigt doch, dass man die Hoffnung in diesem Land noch nicht ganz zum Teufel jagen muss.Das trifft wenn überhaupt von denen die das ganze nicht ganz so kritisch sehen wie ich allerhöchstens auf Dominion zu, die anderen ziehen hier vollkommen abgwegige Vergleiche oder verharmlosen das ganze. Von realistisch keine Spur eher von Wegschau und schön Red Manier wie es in Deutschland üblich ist.
Und was meinst du mit Hoffnung, etwa Zustände wie zu Hitlers Zeiten herbeizuführen? Denn genau hier konnte die Exekutive walten wie sie wollte ohne dass sie belangt wurde und das mit dem Volk dass diese Taten sogar schön redete oder ignorierte wie es hier einige tun.
Tinpoint
14.09.2009, 19:55
Was mich echt schockiert, ist nicht die tatsache das der Polizist zugeschlagen hat, sowas kommt vor (sollte es aber nicht )
Es ist, das sich in D seit hundert Jahren nichts geändert hat, ich Meine, das sehe ich nicht nur am Posting vom Haudrauff Co
Hab denn Schockierenden Eindruck das die SA eigentlich auch Heute durch die straßen rennen und leute Aus ihre Wohnungen Zerren könnte und alle würde weg sehen , schon wieder.
( Das soll kein bezug zu denn Polizisten sein, sondern zu denn kommentaren einiger Usern )
Man sieht das aber auch am Schäuble & Co, was die vor haben und kein schwein interissiert es.
D ist immer noch ein Land von Duckmäusern, solange das Bier kalt ist und die Leute vor der Glotze hängen können, ist ihnen alles egal.
Am besten sollte man hier paar Videos aus dem Ostblock hochladen (DDR ), wo die Polizei gegen Demonstranten vorgeht.
Ich glaub die kommentare wären die gleichen, "böse böse Demonstranten "
Na dann Mahlzeit Deutschland
PS
und nein ich hab nix gegen die Legislative, Exikative, Judikative, diese sind ein Wichtiger bestandteil unsere Demokratie.
und Ja gegen unnötig Randalierende Demonstranten sollte man Vorgehen.
Und was meinst du mit Hoffnung, etwa Zustände wie zu Hitlers Zeiten herbeizuführen? Denn genau hier konnte die Exekutive walten wie sie wollte ohne dass sie belangt wurde und das mit dem Volk dass diese Taten sogar schön redete oder ignorierte wie es hier einige tun.
Das ist doch jetzt nicht dein ernst, oder?
Ich will hier nicht beleidigend werden, aber mir fällt es in diesem Moment doch recht schwer, die Fassung zu wahren.
Ich kann viele Polizisten verstehen, denen es mittlerweile schwerfällt, tagtäglich hoch motiviert und pflichtbewusst ihre Gesundheit und im Extremfall ihr Leben zu riskieren, nur damit die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes wohlbehütet ihren wohlverdienten Schlaf genießen dürfen.
BPhoenix
14.09.2009, 20:15
Ich kann viele Polizisten verstehen, denen es mittlerweile schwerfällt, tagtäglich hoch motiviert und pflichtbewusst ihre Gesundheit und im Extremfall ihr Leben zu riskieren, nur damit die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes wohlbehütet ihren wohlverdienten Schlaf genießen dürfen.
Das kann ich auch. Dennoch ist das einfach keine Rechtfertigung für solch eine Tat!
Das ist doch jetzt nicht dein ernst, oder?
Ich will hier nicht beleidigend werden, aber mir fällt es in diesem Moment doch recht schwer, die Fassung zu wahren.
Doch ist es, denn wenn man bei solchen Dingen wegsieht dann fördert man genau solche Mißstände! Wozu das führt, hat uns unsere Geschichte bereits einmal gezeigt.
Das kann ich auch. Dennoch ist das einfach keine Rechtfertigung für solch eine Tat!
Es geht nicht um Rechtfertigung. Falls sich der Polizist ein Fehlverhalten vorwerfen lassen muss, muss und wird er dafür ganz sicher zur Rechenschaft gezogen.
Ich kenne sehr viele Sachverhalte, in denen Polizisten bei Demos in die umgekehrte Situation geraten sind.
Da verwickelten gewaltbereite Chaoten bei bis dahin durchweg friedlichen Demos Polizistinnen und Polizisten in völlig harmlose Gespräche, es wird gelacht und gescherzt und plötzlich schlagen diese Chaoten, ohne Vorwarnung, auf die Polizisten ein, die sich danach schwerverletzt im Krankenhaus wiederfinden.
Und das sind keine Einzelfälle!!
Jede Medaille hat zwei Seiten! Eine Weisheit, die sich einige hinter den Spiegel klemmen sollten.
BPhoenix
14.09.2009, 20:31
Ich kenne sehr viele Sachverhalte, in denen Polizisten bei Demos in die umgekehrte Situation geraten sind.
Da verwickelten gewaltbereite Chaoten bei bis dahin durchweg friedlichen Demos Polizistinnen und Polizisten in völlig harmlose Gespräche, es wird gelacht und gescherzt und plötzlich schlagen diese Chaoten, ohne Vorwarnung, auf die Polizisten ein, die sich danach schwerverletzt im Krankenhaus wiederfinden.
Mag sein, ist aber in diesem Fall nicht so, sondern genau umgekehrt! Wäre dies so ein Fall gewesen, dann wäre ich sogar einer von denen der den Polizisten in Schutz nehmen würde falls dieser den anderen zusammenschlagen würde!
Tinpoint
14.09.2009, 20:32
Falls sich der Polizist ein Fehlverhalten vorwerfen lassen muss, muss und wird er dafür ganz sicher zur Rechenschaft gezogen.
so wie hier *g*
http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Neß
Ich kenne sehr viele Sachverhalte, in denen Polizisten bei Demos in die umgekehrte Situation geraten sind.
Da verwickelten gewaltbereite Chaoten bei bis dahin durchweg friedlichen Demos Polizistinnen und Polizisten in völlig harmlose Gespräche, es wird gelacht und gescherzt und plötzlich schlagen diese Chaoten, ohne Vorwarnung, auf die Polizisten ein, die sich danach schwerverletzt im Krankenhaus wiederfinden.
da glaube ich dir und es wundert mich auch nicht.
Es ist auch verständlich, Polizisten sind auch nur Menschen
Jede Medaille hat zwei Seiten! Eine Weisheit, die sich einige hinter den Spiegel klemmen sollten.
das ist wahr
so wie hier *g*
http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Neß
Dass Richter öfter mal merkwürdige Urteile sprechen, ist ja bekannt. Ich kann diesen geschilderten Fall auch nicht nachvollziehen und verurteile solche Arten der Rechtsbeugung aufs Schärfste.
Zum Glück sind solche Fälle wirklich selten und liegen ja auch schon ein paar Jahre zurück.
Aktuell ist die Situation allerdings eher so, dass man Polizisten, die sich im Dienst auf irgendeine Art etwas zu schulden kommen lassen, lieber überhart sanktioniert, als dass man ein Auge zudrückt.
Das hat sicher auch etwas mit der heutzutage extrem hohen Medienpräsenz zu tun, da ist ein Vertuschen schier unmöglich und ein Verharmlosen unter Umständen sogar kontraproduktiv für die Ordungsorgane insgesamt.
Tinpoint
14.09.2009, 20:59
ja da hst du recht, wird wohl in diesen fall aufgrund des Videos auch so sein.
aber ob das so wäre wenn es das Video nicht geben würde , schwer zu sagen.
Auf alle Fälle interessant in welche Richtung sich de Fall entwickeln wird.
Hatte bisher eher auch Positive bekanntschaften mit der Polizei ( bis auf eine doch merkwürdige ausnahme ). Waren aber auch normale Polizeibeamte.
ich finde denn Kommentar treffend :
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/1944758_Kommentar-Polizeiliches-Faustrecht.html
smacked2
14.09.2009, 21:13
Ich kenne sehr viele Sachverhalte, in denen Polizisten bei Demos in die umgekehrte Situation geraten sind.
Da verwickelten gewaltbereite Chaoten bei bis dahin durchweg friedlichen Demos Polizistinnen und Polizisten in völlig harmlose Gespräche, es wird gelacht und gescherzt und plötzlich schlagen diese Chaoten, ohne Vorwarnung, auf die Polizisten ein, die sich danach schwerverletzt im Krankenhaus wiederfinden.
Und das sind keine Einzelfälle!!
Könntest du ein paar konkrete Ereignisse nennen bei denen sich solche Situationen abgespielt haben sollen? Mir sind nämlich keine bekannt...
White_Eagle
14.09.2009, 22:06
Haudrauff
Man stelle sich nur mal die Szene aus dem Video mit ganz normalen Personen ohne Uniform vor. Meinetwegen nur Runde Skinheads mit Baseballschlägern (der Vergleich liegt ja einigen hier auf der Zunge und wurde schon zwischen den Zeilen beschrieben). Würde da jemand hingehen und das diskutieren mit ihnen anfangen, evtll den Personalausweis zeigen lassen damit man denen hinterher mit nem Anwalt kommen kann? Nein, sicher nicht.
Jo, toller Vergleich von dir, Haudrauff. :D
Ja es ist leider mitunter so, wie du schon sagst, daß beide Gruppen manchmal :hammer nur die Anzugsordnung unterscheidet, ich hätte es wahrlich nicht besser formulieren können. :D :D :D
Wärst du in genau dieser Lage, was würdest du vermutlich hier rumheulen? Aber du scheinst mit niemand zu sein, der für seine Rechte auch mal auf die Straße geht.
Sicher, wenn ich in der Lage wäre, einen Polizisten angepöbelt zu haben, ihn beleidigt zu haben und mich dem Gesetz widersetzt zu haben, dann würde auch heulen, aber eher wegen meiner eigenen Dummheit.
Schließlich hätte ich zügig den Platz verlassen können und wäre an einer anderen Demonstration wieder friedlich aktiv geworden.
Sehr schnell führen Diskussionen mit Demonstranten zu Massentumulten und ehe man sich versieht kommt von irgendeinem Chaot eine Faust von hinten und los geht die Massenschlägerei, nur dann will es wieder keiner gewesen sein, deswegen lassen Polizisten sich nicht auf verbale Scharmützel ein, man wird verwarnt, leistet man dieser Verwarnung keiner Folge wird man festgenommen, widersetzt man sich der Festnahme wird man mit allen nötigen Kräften dazu gebracht, dieser Folge zu leisten.
Der Mann hätte friedlich demonstrieren können, schließlich haben "nur" 2 Täter Gewalt abbekommen, wenn die Polizei darauf aus gewesen wäre Gewalt anzuwenden, hätten sie sich jeden 2. vorgenommen.
Der Mann hätte also wie viele andere friedlich demonstrieren können, aber wahrscheinlich kochten die Emotionen hoch, so das sich einer von der Dominanz der Polizei provoziert fühlte.
Ich kämpfe auch für meine Rechte und stehe für meine Rechte ein, ich tue das jedoch in dem ich friedlich demonstriere, in dem ich wählen gehe usw.
Und du scheinst jemand zu sein der oberflächlich über Menschen urteilt ohne diese Menschen zu kennen und jeder Propaganda und Hetztirade folgt.
Du bist doch der erste der rumheult wenn er von einem Nazi auf die Fresse bekommt und nach der Polizei schreit, dann ist sie wieder Freund und Helfer.
Brigitta
15.09.2009, 00:48
Ja klasse, und wenn hier nicht augenblicklich mit der unsachlich- bis beleidigenden Beurteilung der Diskussionspartner Schluss ist, hagelt es Platzverweise im Forum!
Des weiteren: Bitte eine sachliche Diskussionsweise und kein Argumentaufbau auf Sachverhalte, die rein spekulativ sind und keinem bekannt sein können. Dann noch parallelen zum 3. Reich usw. ziehen, grenzt schon an Verunglimpfung und Verhöhnung der damaligen Opfer. Zumindest ist es ein Zeugnis des Unwissens, selbst vom Standpunkt "wehret den Anfängen" aus.
Dies ist eine moderative Aufforderung und nicht verhandelbar.
White_Eagle
15.09.2009, 02:28
AeS
Schließlich hätte ich zügig den Platz verlassen können und wäre an einer anderen Demonstration wieder friedlich aktiv geworden.
:watt hab ich was verpasst, wie viele Demos gab's denne noch da (frei nach dem Motto: wenn schon nicht diese, dann wenigstens irgend eine andere Demo halt, egal für oder gegen was/wen, Hauptsache es ist was los da) u. ich dachte, da wäre nur die Eine?
Aes, deine Kommentare sind köstlich, (iss leider traurig) aber hab selten soviel gelacht. :D :D :D
Du gehst stur nach dem Motto:
"Der Erfolg ist das Wichtige, und nicht, welche Mittel man dafür eingesetzt hat; Auf das Ergebnis kommt es an, nicht, auf welchem Wege man es erreicht hat; Um Erfolg zu haben, darf man auch etwas Schlechtes tun."
nicht: " 'Der Zweck heiligt die Mittel' die die Lösung der Probleme wirklich vorwärts bringt";
sondern: "Der Zweck heiligt nicht die Mittel, aber viele Mittel sind vollkommen zwecklos."
Wo bitte ist da eine klare, definierte lineare Absicht zur Handlungs-, Vorgehensweise (total in sich widersprüchlich, in beiden erkennbaren Videos + der Stellungsnahme), was war/en das/die Ziel/e u. welche Verhältnismäßigkeit wurde ausgeübt, welches Ergebnis (in diesem Falle 2) wurde letztendlich erzielt (ist ja leider bekannt).
Ein anderes Video hier zeigt wie der Herr im blau (scheinbar nach dem Platzverweiß) lautstark die Dienstnummer des beamten verlangt. Das mag durchaus sein Recht sein. Aber hier möchte ich einhaken. Ich finde es in so einer Situation durchaus intelligenter auf sein Recht zu verzichten und das weite zu suchen.
Ist das etwa eine Entschuldigung dafür, dass die Polizei auf die legitime Frage nach der Dienstnummer mit Misshandlung reagiert ? Es wäre "intelligenter" gewesen es nicht zu tun ?
Man stelle sich nur mal die Szene aus dem Video mit ganz normalen Personen ohne Uniform vor. Meinetwegen nur Runde Skinheads mit Baseballschlägern (der Vergleich liegt ja einigen hier auf der Zunge und wurde schon zwischen den Zeilen beschrieben). Würde da jemand hingehen und das diskutieren mit ihnen anfangen, evtll den Personalausweis zeigen lassen damit man denen hinterher mit nem Anwalt kommen kann? Nein, sicher nicht.
Ahja. Also wenn Polizisten schulterzuckend mit "nur einer Runde Skinheads mit Baseballschlägern" verglichen werden, dies auch noch als Entschuldigung genommen wird ("Der Typ ist ja selber schuld") und einem nicht der Gedanke kommt, wie fatal dieses Gleichnis für die beteiligten Polizisten ist, dann hat man offensichtlich nicht zuende gedacht.
AeS
:watt hab ich was verpasst, wie viele Demos gab's denne noch da (frei nach dem Motto: wenn schon nicht diese, dann wenigstens irgend eine andere Demo halt, egal für oder gegen was/wen, Hauptsache es ist was los da) u. ich dachte, da wäre nur die Eine?
Es ist schon köstlich zu sehen an welchen kleinen Formfehlern man sich hochschaukeln muss um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Damit hätte auch eine andere Demonstration, zum selben Thema, an einem anderen Tag gemeint sein können oder Aber schön Fakten außer acht lassen und an solchen Sachen aufhängen, passt irgendwie.
Aes, deine Kommentare sind köstlich, (iss leider traurig) aber hab selten soviel gelacht. :D :D :D
Du gehst stur nach dem Motto:
"Der Erfolg ist das Wichtige, und nicht, welche Mittel man dafür eingesetzt hat; Auf das Ergebnis kommt es an, nicht, auf welchem Wege man es erreicht hat; Um Erfolg zu haben, darf man auch etwas Schlechtes tun."
Und leider ist die Rechtfertigung von Tätern traurig, da werden Polizisten die sich schon bewiesen haben als Täter dargestellt und die Täter zu Opfer gemacht.
Das erinnert mich an den Polizisten dem in Amerika Rassismus vorgeworfen wurde, welche ausgezeichnet wurde, dafür das er im Vorfeld Seminare dagegen hielt und als Vorzeigebeispiel galt, nur weil die Polizeigegner und Medien nicht wußten, das der Mann ihn ja vorher beleidigt hat und sich ebenfalls der Festnahme widersetzt hat.
So wurde ein Polizist zum Täter und der Täter zum Opfer.
Auch diese Polizisten da haben sich schon verdient gemacht und wissen was Sie tun, dort werden keine blutjungen Polizisten hin geschickt, sondern Menschen die Erfahrung haben und schon was erreicht haben im Leben.
Denen also Machtgehabe und Machtdemonstration egal sein kann.
nicht: " 'Der Zweck heiligt die Mittel' die die Lösung der Probleme wirklich vorwärts bringt";
sondern: "Der Zweck heiligt nicht die Mittel, aber viele Mittel sind vollkommen zwecklos."
Wo bitte ist da eine klare, definierte lineare Absicht zur Handlungs-, Vorgehensweise (total in sich widersprüchlich, in beiden erkennbaren Videos + der Stellungsnahme), was war/en das/die Ziel/e u. welche Verhältnismäßigkeit wurde ausgeübt, welches Ergebnis (in diesem Falle 2) wurde letztendlich erzielt (ist ja leider bekannt).
In diesem Fall heiligt der Zweck die Mittel, weil andere Mittel bei Demonstranten nicht mehr helfen, es mischen sich immer solche Stress suchenden Chaoten unter die Demonstranten und damit die anderen Demonstranten weiter friedlich demonstrieren können, müssen diese mit allen Mitteln aus dem gefecht gezogen werden.
Sonst sollte man über ein Verbot von Demonstrationen nachdenken, solange, wie die Demonstranten sich nicht selbst im Griff haben, also man versucht das sie sich selbst erziehen, klappt in vielen Gruppen sehr gut, wenn man das intern regeln lässt.
Aber dann würden sich die Bürger in ihrem Versammlungsrecht verletzt sehen, zurecht, jedoch irgendwie muss man den Leuten klar machen das die Polizei nur den Rahmen bietet und Grenzen aufzeigt und nicht dazu da ist mit ihnen auf Konfrontationskurs zu gehen.
Das Ziel war es diesen Mann des Platzes zu verweisen, weil er in den Konfrontationskurs mit der Staatsmacht gegangen ist und sich nicht belehren lies, danach war es das Ziel den Mann in Gewahrsam zu nehmen, solange bis wieder klar im Kopf wird, nach dessen energischem widersetzen war es das Ziel den Mann unter Kontrolle und möglichst zügig in den Transporter zu bewegen, leider gibt es keine Fahrradgasse im Transporter, also wurde dem versucht dem Fahrradfahrer versucht das Gefährt zu entwenden, worauf er sich wieder energisch gewehrt hat, dann kam ein man ins Bild, danach waren 2 Personen verletzt.
Das sind die Fakten der Videos.
Die Polizei hatte die Diskussion schon beendet wie man an dem einen Video erkennt, irgendwie auch das totale Eigentor von den Demonstranten, im zweiten, weit öffentlicheren Video kam der Mann anscheinend wieder an und suchte die Konfrontation.
Sherman123
15.09.2009, 12:01
Dieser Artikel lässt den Vorfall in gänzlich neuem Lich erscheinen: http://fact-fiction.net/?p=2898#comments
Das angebliche Berliner Polizeiopfer ist ein notorischer Querulant und Störer, der es darauf angelegt hatte, die Beamten zu nerven und sozusagen bis aufs Blut zu reizen. Und dann ließ er sich filmen, ein abgekartetes Spiel. Das haben unsere Kommentatoren innert kürzester Zeit im Internet herausgefunden. Ist doch eh klar. Warum sollen Polizisten wegen nichts ausrasten? Und wie reagiert die rotrote Berliner Kommunistenregierung?Puh. Jetzt wird die Sache wirklich kompliziert. Ich würde nicht zuviel auf den Artikelinhalt geben. Kennt jemand die Seite? Ist die vertrauenswürdig bzw. seriös?
Zumindest beim Wort "Kommunistenregierung" wird mir ein wenig anders.
Scalesoldat
15.09.2009, 12:15
Orwells Albtraum ist nunmal Schäubles Vision, die Polizei rüstet auf und das ganze Gerede von "Deeskalation" ist offenbar wirklich nur Gerede.
"Schicke" neue Schlagstöcke und Polizisten die aussehen wie Predatoren... wen wunderts wenn ein schlecht ausgebildeter Beamter sein neues Equikment auch einmal "ausprobieren" möchte.
Der Mann auf dem Fahrrad sollte offenbar davon abgehalten werden eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen, da schien den Beamten ein kräftiger Faustschlag ins Gesicht des "Probanden" genau daß richtige Mittel zu sein.
Armes Deutschland , Grundrechte werden mit Füssen getreten und was nicht gefällt wird entweder direkt verboten oder schleichend hinter dem Rücken der Bürger "durchgedrückt".
Die teils überforderten Beamten setzen halt durch was Ihnen von Ihren Vorgesetzten als Ziel vorgegeben wird, und diese Vorgesetzten bekommen Ihre Order von Politikern wie Herr Schäuble einer ist.
@ AeS
tolles Statement, bin begeistert mit wieviel Inbrunst Du Gewalt von Beamten an Steuerzahlern rechtfertigst...
Am besten schlägt man einem Demonstranten (Querulanten?) also ins Gesicht und die Sache ist erledigt oder wie jetzt?
Schon beängstigend mit wie wenig Kritik so ein Verhalten behaftet ist... , schonmal darüber nachgedacht das die Polizei keinen Freibrief besitzt alles nieder zu knüppeln was nicht konform mit Ihrer Meinung und Ihrem Verhalten ist?
Dieses ganze Pro Polizei Gerede solltest Du mal etwas kritischer betrachten und der Vergleich mit "Skinheads" geht wohl garnicht.
Gut daß hier die meisten gegen so ein völlig unangemessenes Verhalten von "Prügel" für freie Bürger sind und die Polizei keine Truppe von Skinheads darstellt welcher man besser aus dem Weg geht.
Scalesoldat
Mich erinnert das ganz hier an Propaganda, von vorne bis hinten.
Wie soll ich mir sonst Aussagen wie "schlecht ausgebildete Polizisten" oder "Predatoren" erklären?
Zumal die Polizei bei einer Verhaftung ihn doch gleich dahin bringen, wo er seine Beschwerde einreichen kann, selten so eine dämliche Argumentation gehört, die Polizei wollte den Krawallmacher davon abhalten die Masse auf zu putschen.
Vielleicht mal nicht so sehr von seiner eigenen politischen Haltung dem Staat gegenüber manipulieren lassen, auch hinter der Polizei stecken nur Menschen, welche sicher nicht schlechter sind, nur weil sie diesen Beruf ausüben.
Ich rechtfertige Gewalt an Chaoten und Störenfriede, an Steinwerfern, an Menschen die eine Gefahr für andere Menschen darstellen.
Der Mann wurde festgenommen, als er sich wehrte wurde er im Gesicht getroffen, demzufolge ging dem Schlag eine friedliche Maßnahme voraus.
Außer du siehst eine Festnahme als Gewalt an, dann sollten wir ja mal gleich alle aus den Gefängnissen entlassen.
Schon beängstigend mit wie wenig Kritik das Verhalten des Demonstranten gesehen wird und die Polizei ständig als Sündenbock für solche Eskalationen herhalten muss.
Zumal ein Dieb auch ein "freier Bürger" ist, sollte dieser dann nicht gestellt werden?
Auch sind autonome Steinewerfer freie Bürger, sollen auch diese weiter werfen dürfen?
Für mich ist ein Mensch welcher eine Straftat begangen hat nur noch bediengt ein freier und unschuldiger Bürger.
Dieser Artikel lässt den Vorfall in gänzlich neuem Lich erscheinen: http://fact-fiction.net/?p=2898#comments
Puh. Jetzt wird die Sache wirklich kompliziert. Ich würde nicht zuviel auf den Artikelinhalt geben. Kennt jemand die Seite? Ist die vertrauenswürdig bzw. seriös?
Zumindest beim Wort "Kommunistenregierung" wird mir ein wenig anders.
Also ich habe mir die Seite noch nicht angesehen. Aber wenn ich Worte wie "notorischer Querulant und Störer" oder "rotrote Kommunistenregierung" lese, dann läuten bei mir erstmal alle Alarmglocken. Ich tippe ganz stark auf rechte Propaganda. Und da wird ein linksgerichteter Demonstrant ja schon per definition zum "Querulanten".
So, habs mir angesehen:
Interessant auch die weiteren Ausführungen:
Ist es da noch ein Wunder, wenn die Polizei gar nichts mehr tut? Warum soll sie gegen Diebe, Autobrandstifter, randalierende Migranten oder U-Bahnschläger vorgehen?
Ich bin mir zu 95% sicher, dass es sich hier um einen Autor und eine Seite aus dem rechten (rechtsradikalen) Spektrum handelt, die mal wieder gegen den Feind wettert. Auch die Kommentare zum Artikel sind vielsagend.
Was will man mit so einem asozialen Gesindel noch anfangen? Die müssten erstmal ein Jahr zum Reicharbeitsdienst.
wer hat heute morgen noch nicht gekotzt?
FAZ: hessiche Integrationskonferenz (http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc%7EE0EEE13D22CA644909E8814314C25F3B1%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html)
Da werden wohl die Weichen gestellt für eine schöne Moschee in Dresden. Am besten “im Herzen der Stadt” als “ein deutliches Zeichen , dass blabla, sind angekommen, eine Bereicherung, blabla, deutliches Zeichen, weltoffen ,blablabla….”
beat_takeshi
15.09.2009, 13:20
@nossi
Rechtsgerichtet ist der Blog ganz sicher nicht. Das merkt man sehr gut in folgender Kategorie: http://fact-fiction.net/?cat=47
Interessant ist auch die "Über uns"-Seite: http://fact-fiction.net/?page_id=19
Polemik und (tiefe) politische Inkorrektheit ist alles was man diesem Blog vorwerfen kann.
Zumindest spricht er die rechtsgerichtete Klientel an, wie man an den Kommentaren überdeutlich merkt. Vielleicht ist er nicht nationalsozialistisch (Die Rechten verstehen sich sehr gut darauf, Begriffe umzudefinieren um dem ganzen einen bürgerlichen Anstrich zu geben), aber er (und seine Besucher) sind zum großteil eindeutig fremdenfeindlich und rechtsgerichtet/rechtsradikal. Siehe auch hier: http://fact-fiction.net/?p=2895
Kein Problem, dann importieren wir eben 7 % mehr Bereicherer. *irony off*
Die Zitate sprechen ein eindeutige Sprache, für welche Besucher dieser Blog geschrieben ist.
Und deswegen würde ich solch einem Artikel keinerlei Objektivität zuschreiben. Es geht nur darum, dem "Feind" eines mitzugeben.
BPhoenix
15.09.2009, 13:44
Das Ziel war es diesen Mann des Platzes zu verweisen, weil er in den Konfrontationskurs mit der Staatsmacht gegangen ist und sich nicht belehren lies, danach war es das Ziel den Mann in Gewahrsam zu nehmen, solange bis wieder klar im Kopf wird, nach dessen energischem widersetzen war es das Ziel den Mann unter Kontrolle und möglichst zügig in den Transporter zu bewegen, leider gibt es keine Fahrradgasse im Transporter, also wurde dem versucht dem Fahrradfahrer versucht das Gefährt zu entwenden, worauf er sich wieder energisch gewehrt hat, dann kam ein man ins Bild, danach waren 2 Personen verletzt.
Das sind die Fakten der Videos.Das sind keine Fakten des Videos sondern deine verdrehte Wahrnehmung.
Das Ziel war es vielleich den Mann des Platzes zu verweisen und diesem ging er nach, was man eindeutig im Video sieht!
Wo siehst du einen Konfrontationskurs? Es ist sein gutes Recht nach der Dienstnummer zu fragen! Und es ist auch sein gutes Recht schlechte Polizeiarbeit in Frage zu stellen, denn er soll ja vorher eine Mißhandlung einer Frau mitbekommen haben! Energisches Wiedersetzen? Wo bitte? Als sein Kopf energisch gegen die Faust des Schägers, tschuldigung Polizisten geknallt ist und sich sein Kopf der Faust des Polizisten energisch wiedersetzte, bevor der Kerl überhaupt auch nur ein Anzeichen auf Gewaltbereitschaft gemacht hat? Oder meinst du diese vorhersehbare unbewusste Standardreaktion wenn man von hinten ohne Vorwarnung gepackt wird?
Die Polizei hatte die Diskussion schon beendet wie man an dem einen Video erkennt, irgendwie auch das totale Eigentor von den Demonstranten, im zweiten, weit öffentlicheren Video kam der Mann anscheinend wieder an und suchte die Konfrontation.Schau dir nochmal das Video an und diesmal mach die Augen auf! Der Mann geht weg bevor das ganze passiert! Außerdem meinst du mit Diskussion beendet doch wohl nicht das verweigern des Preisgebens der Dienst Nummer des Polizisten der wahrscheinlich die Frau vorher mißhandelt hat? Denn das wäre eine weitere Straftat des Polizistens!
Mich erinnert das ganz hier an Propaganda, von vorne bis hinten.Da frage ich mich gerade echt von wem die Propaganda kommt, nein von dir, der die Fakten verdreht und alles runterspielt ganz sicher nicht... Denn das ist ja keine Propaganda.
welche sicher nicht schlechter sind, nur weil sie diesen Beruf ausüben.Oh Mann du kapierst es nicht? Das hat keiner hier gesagt! Du verallgemeinerst unsere Aussagen zu DIESEN Polizisten wiedereinmal auf ALLE Polizisten! Nein Polizisten sind nicht schlechter als normale Menschen aber auch wenn du das anders siehst sie sind auch keineswegs besser! Und genau hier liegt dein Problem du begreifst einfach nicht, dass die Polizisten nicht vollkommene Willkür wie in diesem Fall walten lassen dürfen und bei extremem Fehlverhalten wie hier eben genau wie eine normale Person zur Rechenschaft gezogen werden muss!
Der Mann wurde festgenommen, als er sich wehrte wurde er im Gesicht getroffen, demzufolge ging dem Schlag eine friedliche Maßnahme voraus.
Außer du siehst eine Festnahme als Gewalt an, dann sollten wir ja mal gleich alle aus den Gefängnissen entlassen.Achso die Polizisten haben ihn also nicht geschubst und auch nicht von hinten gepackt sondern es verlief alles friedlich. Und bevor er gewaltsam mißhandelt wurde klammerte er sich natürlich nicht aus Schreck am Fahrrad sondern attackierte einen der Polizisten. Wieder ein Beweis dafür wie sehr du die Fakten hier verdrehst.
Eine Festnahme wäre auch ohne diese Mißhandlung möglich gewesen und genau hierfür werden Polizisten ausgebildet und nicht um Leute zu Mißhandeln! Solch eine Gewalttat wäre nur gerechtfertigt gewesen, wenn die Person einen der Polizisten körperlich angegriffen hätte was sie bis zum ersten Gesichtsschlag nicht getan hat!
Scalesoldat
15.09.2009, 13:49
Ich denke auch , das der Blog keinesfalls rechtsgerichtet ist , er spiegelt halt nur die unterschiedlichsten Meinungen verschiedenster Charaktere wieder und man sollte auch dummen Rechten die Möglichkeit geben Ihren Sinnfreien Gedanken zum besten zu geben.
AeS
nicht meine Meinung zu Deinem "Geschlabber" vonwegen "dämlich" ist interessant sondern Deine Naivität ist beunruhigend, niemand möchte einen hilflosen Polizeiapparat aber die Bürger möchten Demokratie leben und nicht aufgrund von prügelnden Polizisten auf Ihr Grundrecht zur freien Meinungsäusserung verzichten.
LG
BPhoenix
15.09.2009, 13:51
nicht meine Meinung zu Deinem "Geschlabber" vonwegen "dämlich" ist interessant sondern Deine Naivität ist beunruhigend, niemand möchte einen hilflosen Polizeiapparat aber die Bürger möchten Demokratie leben und nicht aufgrund von prügelnden Polizisten auf Ihr Grundrecht zur freien Meinungsäusserung verzichten.
Gut gesprochen jedoch könnte ich jetzt schon Wetten annehmen, dass einige (ich will ja keine Namen nennen) das sicher nicht kapieren werden.
AeS
nicht meine Meinung zu Deinem "Geschlabber" vonwegen "dämlich" ist interessant sondern Deine Naivität ist beunruhigend, niemand möchte einen hilflosen Polizeiapparat aber die Bürger möchten Demokratie leben und nicht aufgrund von prügelnden Polizisten auf Ihr Grundrecht zur freien Meinungsäusserung verzichten.
LG
Es ist eher beängstigend mit welcher Inbrunst Hasstiraden verfolgt werden, mir tun die Polizisten bei solchen Menschen leid welche auf Demonstrationen für einen korrekten Rahmen sorgen sollen.
Es gibt oft genug friedliche Demonstrationen, wo weder Ich noch die Polizei etwas gegen haben, doch ich habe etwas gegen Chaoten die sich über das Gesetz stellen wollen, Massentumulte verursachen und eine eskalierende Wirkung haben.
Wenn gegen solche Leute vorgegangen wird, dann ist mir das recht und ein Bürger verwirkt nun mal sein Recht auf Freiheit, in dem Moment wo er gegen ein Gesetz verstößt.
Das hat dieser Mann ganz offensichtlich, er ist nicht weggegangen, er blieb stehen und hat wieder den Disput gesucht, das war eine gezielte Aktion des Mannes diese Situation zum eskalieren zu bringen, alleine die ganzen Zeugen und Filmer hätten den Mann doch auf den friedlichen Pfad bringen können, das geschah jedoch auch nicht, weil es Leute gibt die sich die Finger nach solchen Bildern lecken und anscheinend ihre Perversionen dadurch ausleben.
Und wenn es nur darum geht dem Staat eines Auszuwischen bzw. der Schutzmacht Polizei.
Es gibt immer wieder polizeiliche Gewalt, diese sollte verfolgt werden, auch von Folter halte ich nicht viel, z.B. bei Verhörmethoden.
Wenn sich jedoch ein Mann sich widersetzt und die Situation scheint zu eskalieren, dann kann es vorkommen das man eine härtere Gangart einschalten muss, schließlich wurde er nach dem "Schlag" auf dem Boden fixiert, es ging also nicht darum den Mann zu verprügeln, was hier viele der Polizei unterstellen wollen.
Turbostaat
15.09.2009, 14:42
@AeS
Du willst wohl jemanden der die Dienstnummer aufschreiben will wohl kaum als Chaoten darstellen, oder? Es ist sein gutes Recht!
Man sieht in dem Video deutlich das sich der Mann im blauen Hemd von den Polizisten entfernt. Die Sache war eigentlich geklärt. Dann kommt einer der Polizisten von hinten angerannt und zerrt ihn nachhinten, das dabei der Mann eine Abwehrreaktion tätigt ist ein natürlicher Selbstschutz (oder willst du mir sagen das du ruhig und gelassen bleibst wenn du von hinten gepackt und auf den Boden geschmissen wirst?) und dann wird auf ihn eingeprügelt. Wenn man das abstreitet dann ist man offenbar blind.
Das war reinste Willkür der Polizei.
Turbostaat
Auf welchem Auge seit ihr blind?
Der Mann schreibt die Nummer auf, hier wird er jedoch noch in Ruhe gelassen, danach wird er von einem Polizisten in Gewahrsam genommen, als er versucht abzuhauen wird an seinem T-Shirt gezerrt, was wohl jeder gute Polizist macht, wenn einer den er in Gewahrsam nehmen will versucht abzuhauen.
Dieser ist aber nicht der Polizist der zuschlägt, also kann hier davon ausgegangen werden das ein Grund dafür vorlag und nicht der Hormonüberschuss eines einzigen Polizisten.
Als Prügel und Willkür würde ich das nicht bezeichnen.
Brigitta
15.09.2009, 14:57
AeS und andere: Die eigene Sichtweise als Tatsache und Fakt darzustellen, damit zu argumentieren und zu urteilen ohne die Fakten zu kennen, ist das größte Übel. Merkt ihr das nicht einmal? Und wenn nicht, warum nicht? Wenn ja, was ist dann euer Ziel hier? Sicherlich nicht die (horizonterweiternde) Diskussion, der Austausch.
Dann noch
und ein Bürger verwirkt nun mal sein Recht auf Freiheit, in dem Moment wo er gegen ein Gesetz verstößt.
aus vollem Brustton der Überzeugung zu schreiben, grenzt schon an.. ich weiß nicht was. Von Wissen zeugt es nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: Begnügt euch mit Fakten. Denn der Thread steht vor der Schließung wegen unbelehrbarer Verbreitung der eigenen Propaganda auf Basis von Nichtwissen(wollen). Ist also kein Diskussionsthread wie es die PuG-Regeln forderrn.
Turbostaat
15.09.2009, 15:08
@AeS
Man sieht auf dem Video folgendes:
- Der Mann im blauen Shirt beschwert sich bei der Polizei über das Verhalten derer. Man sieht im Hintergrund wie eine junge Frau langgeht und unsanft weggeschubst, gezerrt wird.
- Er nimmt Zettel und Stift und will die Dienstnummer(n) haben - das ist sein Recht
- Der Polizist zeigt mit seinem rechten Arm das der Mann im blauen Shirt Weg soll, zeigt aus Kameraperspektive nach links
- Dann steht jemand für 1-2 Sekunden im Bild, man sieht aber das der Mann im blauen Shirt aus Kameraperspektive nach rechts geht, samt Fahrrad, er erntfernt sich also vom Ort des Geschehens
- Dann kommt ein bis dahin nicht in Erscheinung getretener Polizist von links angerannt, hält das Fahrrad fest, der Mann im blauen Shirt beschwert sich, ebenso die umliegenden Demonstranten
- Der Polizist zerrt den Mann an seinem Shirt, dieser wehrt sich passiv in dem er nicht mitkommt, keinerlei Schläge, Tritte
- Andere Polizisten zerren an ihm, einer der Polizisten schlägt dem Mann ins Gesicht, seinen Kollegen machen mit
DAS sieht man auf dem Video deutlich. Von dem Mann geht keine Gefahr aus, er wehrt sich verbal und stemmt sich mit den Füßen gegen das Wegzerren.
Hätte es einen Grund zur Festnahme gegeben, hätte man ihm per Polizeigriff den Arm/ die Arme auf den Rücken packen, das ist schon sehr schmerzhaft, und abführen können.
So wurde grundlos auf einen Demonstranten eingeprügelt und das nenne ich Polizeiwillkür und unangemessene Gewalt.
beat_takeshi
15.09.2009, 15:46
Ich weiß nicht ob das Video schon gepostet wurde, aber es ist eine gute Ergänzung zu der Beschreibung von Turbostaat:
http://www.youtube.com/watch?v=JNSW8KaAZ-U
Das Video zeigt die Ereignisse vor der bekannten "Prügelei".
Des Weiteren noch ein paar Links (allesamt von fefe, aber man kann sich dazu seine eigene Meinung bilden) zu dem Vorfall:
http://blog.fefe.de/?ts=b4500874
http://blog.fefe.de/?ts=b450455d
http://blog.fefe.de/?ts=b450b55f (siehe dazu http://fact-fiction.net/?p=2898)
http://blog.fefe.de/?ts=b4509a03
http://blog.fefe.de/?ts=b4537430
Weitere sind auf der Seite zu finden.
Der Mann hat ganz einfach von seinem Recht Gebrauch gemacht, sich die Personalien und Dienstnummern der Polizisten zu besorgen und wird dafür auf unschöne und unangebrachte Weise von den Polizisten zum "Schweigen" gebracht!
Und nein, er hat dabei KEIN Gesetz übertreten! Er ist bzw. wollte sogar dem Platzverweis nachgekommen, was dann aber zu der Aktion seitens der Polizei geführt hat.
mosquito87
15.09.2009, 15:49
Polizeiwillkür erlebe ich als Fußballfan- wenn auch nicht jedes Wochenende - so doch mindestens jedes 2. Wochenende.
Nicht vergessen darf man aber, dass die "schwarzen Schafe" in der Minderzahl sind.
Trotzdem muss man gegen diese etwas tun und dieses Thema darf man auf gar keinen Fall tot schweigen und/oder zensieren.
Turbostaat
15.09.2009, 15:55
@beat_takeshi
Genau, das Video zeigt es ziemlich deutlich.
Auch finde ich es interessant das einige da frei durchlaufen können, während andere von der Polizei daran gehindert werden. Da frage ich mich auf welcher Grundlage. Die Person mit den schwarzen Klamotten wird weggeschubst und soll auf den Fußweg, ein paar Sekunden später läuft einer mit Tarnmusterhose und Rucksack an den Polizisten unbehelligt vorbei.
Also ich weiß nicht warum hier die Meinungen soweit auseinander gehen, die einen sprechen von Polizeiwillkür die anderen von Chaoten unter den Demonstranten. Wir haben doch alle das gleiche Video gesehen, 4min. von einer Szene. Ein Ausschnitt wenn ihr so wollt. Fakt ist das wir hier nicht in der Lage sind zu Urteilen, ich nehme mal stark an, keiner der sich hier im Thread beteiligt war Augenzeuge, oder?!
Immerhin stehen Polizei und Demonstranten ja praktisch auf der selben Seite. Es fand keine Demo gegen Polizei statt, sondern diese wurde durch die Polizei Unterstützt, gelenkt, kontrolliert. Wer weiß schon wirklich was dort vorgefallen ist. Vielleicht stellt sich heraus, dass der Mann in Blau im Gerangel ein Messer gezogen hat, ist alles Möglich.
Ich finde ihr solltet nicht so in Schubladen denken und Situationen nach eurem Schubladen denken beurteilen oder analysieren. Stichwort: Chaot vs. Polizeiwillkür.
Wer weiß schon wirklich was dort vorgefallen ist. Vielleicht stellt sich heraus, dass der Mann in Blau im Gerangel ein Messer gezogen hat, ist alles Möglich.
Ich finde ihr solltet nicht so in Schubladen denken und Situationen nach eurem Schubladen denken beurteilen oder analysieren. Stichwort: Chaot vs. Polizeiwillkür.
also ich persönlich würd ja nicht schätzen das er n messer gezückt hat o.ä.
allerdings gibts unter anderem auf fact fiction einige videos von ihm auf demos wie er sich samt rad vor polizisten stellt und sie zutextet und sobald ihn ein polizist nur zur seite schiebt laut in die kamera brüllt "sie schlagen mich"
könnt mir gut vorstellen das die polizisten ihn von anderen demos als "unbequem" kennen und deshalb ausgetickt sind
ist natürlich
1.reine spekulation
2. keine rechtfertigung
3. ist auf dem video halt leider der moment davor verdeckt
4. ist es immernoch n einzelfall und wird ordentlich hochgespielt
Turbostaat
Wo sieht man im Video das eine Frau weg geschubst wird?
Bei welcher Sekunde von welchem Video?
Der einzige der im folgenden Video http://www.youtube.com/watch?v=JNSW8KaAZ-U weg geschubst wird, ist der Fahrradfahrer und dieses Video ging ja der eigentlichen Tat vorraus.
Des weiteren wenden die Beamten daraufhin ihm den Rücken zu.
Daher, sie sind in diesem Fall nicht der Aggressor.
Ich bezweifle es zwar stark das die Beamten wussten das es sich hier , um einen mehrfach bei Demonstrationen aufzufindenden Querulanten handelt, jedoch beweisen das einige Videos die ich mittlerweile auf Youtube gesehen habe von anderen Demonstrationen.
So friedlich wie der Mann also beschrieben wurde ist er gar nicht.Von Willkür kann demnach auch nicht mehr die Rede sein.
Im Endeffekt beweisen die Videos von beat_takeshi nicht viel, bis gar nichts was nicht als Vermutung von allen Seiten im Raum stand, die Polizei hat Gewalt angewendet und es scheint sich hier um eine von Demonstrationen und aus diversen Organisationen bekannte Person zu handeln.
Ob die Tat der Polizei aus Willkür entstanden ist oder nicht kann ich nicht deuten, einzig und alleine das der Mann nicht verprügelt wurde, sondern eine Faust abbekommen hat, bzw. sich einer Festnahme widersetzen wollte.
Sollen das die Behörden regeln, der Polizist wurde versetzt und ein Verfahren läuft, die Staatsmacht sorgt also dafür das "schwarze" Schafe aussortiert bzw. entschärft werden, das kann man leider von dem Demonstranten nicht behaupten.
Dieser darf weiter auf Demonstrationen seinem Recht nachgehen und die Polizei reizen.
Turbostaat
15.09.2009, 16:11
@Jeckus
Es geht hier weniger darum was davor passiert ist, sondern wie die Polizei es umgesetzt hat. Einen Demonstranten der sich passiv wehrt ins Gesicht zu schlagen ist übertriebene Gewalt und fällt deutlich aus dem Rahmen. Selbst wenn der Mann im blauen Hemd z.B. die Polizisten verbal beleidigt haben sollte, ist das noch kein Grund ihn auf die Art und Weise zu verhaften.
Wie schon gesagt. Es wäre einfacher gewesen ihn festzuhalten, Arme mit Polizeigriff auf den Rücken und mit 2 Mann abführen. Aber nein, ihm musste ja ins Gesicht geschlagen werden und 7 Polizisten auf ihn drauf.
@AeS
In deinem Video sieht man es in Sekunde 26, dort wird gezerrt, festgehalten, geschubst (vielleicht ist es auch keine Frau, sondern ein sehr dünner Mann mit längeren Haaren) und davor hat sich der Mensch im blauen Shirt über Körperverletzung beschwert.
Und dir scheint gar nicht bewusst zu sein das neben der Polizei, auch die Demonstranten ein Recht haben. Auch wenn die Polizei häufig der Meinung ist Platzverweise aussprechen zu wollen, sind diese oft gar nicht gerechtfertigt.
Es geht hier weniger darum was davor passiert ist, sondern wie die Polizei es umgesetzt hat. Einen Demonstranten der sich passiv wehrt ins Gesicht zu schlagen ist übertriebene Gewalt und fällt deutlich aus dem Rahmen. Selbst wenn der Mann im blauen Hemd z.B. die Polizisten verbal beleidigt haben sollte, ist das noch kein Grund ihn auf die Art und Weise zu verhaften.
Wie schon gesagt. Es wäre einfacher gewesen ihn festzuhalten, Arme mit Polizeigriff auf den Rücken und mit 2 Mann abführen. Aber nein, ihm musste ja ins Gesicht geschlagen werden und 7 Polizisten auf ihn drauf.
Du willst aber das Verhalten des Mannes rechtfertigen die Polizei bei jeder Gelegenheit auf Demonstrationen zu provozieren und somit die friedlichen Demonstranten schlecht zu machen?
Im Endeffekt ist der Mann am Ende des Tages nur ein Name der auf einem Blatt steht, die Polizisten jedoch wissen aufgrund solcher Gefahr von den Tücken solcher Demonstrationen und versuchen solche Pole und unruhige Herde mit ja, mit aller Gewalt aus dem Weg zu räumen.
Das Problem ist, es setzt nur das Denken ein "böser Polizist" , aber nicht das Denken "Beide Seiten haben Fehler gemacht".
Ich denke wenn du alle Seiten zusammenziehst, die der Polizei, der die freien Journalisten, die extremen und die der Mitte, dann hast du ein Funken Wahrheit wieso, weshalb und warum es wirklich zu diesem Verhalten kam.
Ja das ist wohl eher ein Mann.
Einem Platzverweis kann man aber nachkommen, das ist kein Weltuntergang.
Er wird nun mal ausgesprochen.
Vielleicht beim nächsten mal weniger die Konfrontation suchen, es wurde da ein Mann festgenommen, die Masse wurde ja auch weil sie in ihren Grenzen und Bahnen geblieben sind in Ruhe gelassen und sie haben sicher nicht weniger ihr Ziel verfehlt, weil über das Thema der Demo spricht keiner, nur über den Mann und den Polizisten.
Turbostaat
15.09.2009, 16:19
Junge, der Mann übt sein Recht(!) als Bürger aus, selbst wenn er auf jeder Demo, egal zu welchem Thema, die Polizisten nerven würde, es ist sein gutes Recht da zu sein und seine Meinung kundzutun.
Woher hast du überhaupt die Info das er ein "Querulant" sei.
EDIT: Er kommt dem Platzverweis nach in dem er sich von dem Ort bzw den Polizisten entfernt. Die Polizisten allerdings ziehen ihn wieder zurück. Also was soll das?
also ich persönlich würd ja nicht schätzen das er n messer gezückt hat o.ä.
Nein, das denke ich auch nicht, wollte mit dieser Aussage lediglich verdeutlichen, dass wir nicht mehr kennen als eine ~4min. wackelige digicam Aufnahme.
Turbostaat
Dieser darf weiter auf Demonstrationen seinem Recht nachgehen und die Polizei reizen.
Ich denke, dass dieser Mann sich genauso im Gericht wiederfinden wird wie die einige Polizisten und andere Augenzeugen. Immerhin kam er ja dem mehrfachen Platzverweis nicht nach.
@Topic
Ein Schlag ins Gesicht hat immer etwas von rauer skrupelloser Brutalität, deshalb erregt das Video ja überhaupt erst soviel Aufmerksamkeit. Die Frage lautet also: Hätte der Polizist die Situation auch anders in den Griff bekommen können?
Woher hast du überhaupt die Info das er ein "Querulant" sei.
beat_takeshi Links lassen grüßen.
Zudem nach einigen Youtube Videos wo er ebenfalls auf diversen Demonstrationen auffällig wurde, weil er sich im Umfeld der Polizei nicht nur bewegt hat, sondern auch von ihr teilweise genau so heftig mit einem Schubser weggeschickt wurde, also ebenfalls pöbelte.
Junge, der Mann übt sein Recht(!) als Bürger aus, selbst wenn er auf jeder Demo, egal zu welchem Thema, die Polizisten nerven würde, es ist sein gutes Recht da zu sein und seine Meinung kundzutun.
Dieses Recht haben auch die anderen Demonstranten, du weißt aber sich wohin so etwas führen kann, wenn man solchen Menschen dieses Recht gewehrt?
Es kommt zu Tumulten und eh man sich versieht muss die Demonstration von der Polizei gestoppt werden, weil keine Ruhe mehr einkehrt, es wird also 9999 anderen Menschen das Recht genommen in dem Moment, aufgrund einer Person und ja, eine Person reicht um so etwas eskalieren zu lassen.
Hätte der Polizist die Situation auch anders in den Griff bekommen können?
Die Polizei hätte es anders in den Griff bekommen müssen, denn nun bietet das wieder Nährstoff für viele, die mit der Polizei sowieso als solchen unzufrieden sind, welche ihr auf niveauloseste Art und Weise Sachen vorwerfen.
Das solche Sachen eher Publik machen als wenn die Polizisten nach einer Demonstration mit Steinen beworfen werden oder das nach einer Demonstration wieder Leute Autos anbrennen oder das jenes ach so unterdrückte Bürgertum den Dreck am nächsten Morgen wieder wegmachen muss, das wird nirgends Publik gemacht, ich bezweifle auch das in einem Forum wie dieses dazu kritische Stimmen kommen.
Aber das letzte Wochenende zeigte in Hamburg auf der Schanze ja wieder perfekt wie manche Demonstrationen ausgehen.
Da ist man als Beamter im Außendienst vielleicht etwas geprägt und leichter Reizbar.
Ich denke, dass dieser Mann sich genauso im Gericht wiederfinden wird wie die einige Polizisten und andere Augenzeugen. Immerhin kam er ja dem mehrfachen Platzverweis nicht nach.
Es ist schon sehr zynisch davon zu sprechen, dass er einem Platzverweis nicht nachkam, wenn er bei dem Versuch, diesem nachzukommen verdroschen wurde...
Khaosprinz
15.09.2009, 16:33
Und wenn ein Polizist einen Mann gewaltsam in die Polizistenmenge zieht und ein anderer Polizist wie ein wildgewordener Hund auf diesen einschlägt, der sich mit seinem Fahrrad von der Polizistenmenge entfernt, hat das natürlich einen deeskalierenden Effekt.
beat_takeshi
15.09.2009, 16:46
Ich bezweifle es zwar stark das die Beamten wussten das es sich hier , um einen mehrfach bei Demonstrationen aufzufindenden Querulanten handelt, jedoch beweisen das einige Videos die ich mittlerweile auf Youtube gesehen habe von anderen Demonstrationen.
So friedlich wie der Mann also beschrieben wurde ist er gar nicht.Von Willkür kann demnach auch nicht mehr die Rede sein.
Nein, das ist NICHT Max-Moritz Sievers!
http://blog.fefe.de/?ts=b450b55f (Und nein, in dem fefe-Link wird er nicht als Querulant bezeichnet. Lesen!)
Du kannst auch gerne, das vorhandene Videomaterial mit folgendem Bild vergleichen:
http://photos-b.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc1/hs054.snc1/4491_1008718638699_1846962099_14633_7673726_n.jpg
Edit: Die Identität wird sicherlich noch geklärt werden. Spätestens wenn der Fall vor Gericht verhandelt wird.
Hinzufügend noch ein weiterer Link: http://www.kanzlei-richter.com/datenschutzrecht/datenschutz-freiheit-statt-angst-demo-endet-mit-brutalem-polizeiuebergriff.html
Bitte auch ALLES lesen!
Nein, das ist NICHT Max-Moritz Sievers!
http://blog.fefe.de/?ts=b450b55f (Und nein, in dem fefe-Link wird er nicht als Querulant bezeichnet. Lesen!)
Du kannst auch gerne, das vorhandene Videomaterial mit folgendem Bild vergleichen:
Ich habe mich nicht auf den Namen, sondern auf Videos gestützt, aber vielleicht haben ja alle Querulanten an der selben Stelle einen kahlen Kopf und dasselbe Gesicht.
http://www.spiegel.de/video/video-58282.html Sekunde 21, oranges T-Shirt
http://www.youtube.com/watch?v=zQk1ZBF-zNs S.32, man sieht wer gemeint ist
http://kickyoutube.com/watch/?v=qATfQ01T59c 2:28 der selbe Mann
Um nur einige und nicht alle zu posten.
Adam_Smith
15.09.2009, 17:06
Man könnte fast den Verdacht äußern, dass dieser feine Herr mit seiner Art ("Ich darf hier stehen, Sie schlagen mich, hilfe.") versucht bewusst eine unüberlegte Handlung der Polizei zu provozieren um dies dann wiederum der Polizei zur Last legen zu können.
Vor allem dieses "Sie schlagen mich" obwohl er nur durch Anfassen dazu motiviert wird seinen Standort zu verlassen, ist in meinen Augen eine bewusst provozierende Handlung ...
Schließlich kann er auch einfach gehen wenn er dazu aufgefordert wird. Er hat kein Recht sich dem zu widersetzen und muss somit körperlichen Kontakt befürchten, wenn er sich dieser Anweisung verweigert.
So einfach ist die Rechtslage ... Wer damit nicht klar kommt, soll gegen die legislative Vorgehen und nicht gegen den Polizisten der verpflichtet ist geltendes Recht durchzusetzen.
Turbostaat
15.09.2009, 17:07
Ich bin der Meinung es ist nicht der selbe Mann. Der Mann in deinen Videos ist älter als der im blauen Hemd.
Aber selbst wenn. Was willst du uns damit sagen? Er ist jemand der sich an Demonstrationen beteiligt und diese nutzt seine Meinung, seinen Unmut zu äußern? Das ist für dich ein Querulant? Weil er nicht mit der breiten Masse in Deutschland mitläuft und um seine Rechte bescheid weiß? Weil er mit Polizisten diskutiert und diese jedesmal mit Gewalt friedliche Demonstranten bearbeiten?
Ich würde sagen das ist ein Mann der seine Rechte nutzt und demonstrieren geht. Und selbst wenn er der linken Szene zuzurechnen ist. Links sein ist nicht gleich zusetzen mit gewaltbereitem Blackblock und eine linke politische Einstellung erlaubt es nicht den Polizisten unangemessene Gewalt einzusetzen.
@Adam_Smith
Es geht hier darum wie die Staatsgewalt hier eingesetzt wird. Wenn sich jemand weigert einem Platzverweis nachzukommen, dann wird dieser mit den Händen auf dem Rücken abgeführt. Aber hier wurde der Mann, obwohl er sich entfernt, davon abgehalten und es wird auf ihn eingedroschen! Die Polizisten hätten ihn ziehen lassen können, aber nein, sie mussten Gewalt anwenden.
Ich bin der Meinung es ist nicht der selbe Mann. Der Mann in deinen Videos ist älter als der im blauen Hemd.
Aber selbst wenn. Was willst du uns damit sagen? Er ist jemand der sich an Demonstrationen beteiligt und diese nutzt seine Meinung, seinen Unmut zu äußern? Das ist für dich ein Querulant? Weil er nicht mit der breiten Masse in Deutschland mitläuft und um seine Rechte bescheid weiß? Weil er mit Polizisten diskutiert und diese jedesmal mit Gewalt friedliche Demonstranten bearbeiten?
Ich würde sagen das ist ein Mann der seine Rechte nutzt und demonstrieren geht. Und selbst wenn er der linken Szene zuzurechnen ist. Links sein ist nicht gleich zusetzen mit gewaltbereitem Blackblock und eine linke politische Einstellung erlaubt es nicht den Polizisten unangemessene Gewalt einzusetzen.
Mir war völlig egal das er der Linken Szene angehört, auch das rechtfertigt sein Verhalten nicht.
Sehen was man sehen will, wie die Frau die weggeschickt wird.
Ach ne, schlaksiger Mann.
Bei den Demonstrationen laufen tausende Menschen nicht mit der Masse und machen von ihrem Recht gebrauch ohne die Polizei zu attackieren, gleich ob Verbal oder Nonverbal.
Es wurde eben schön gesagt, der Mann soll sich bei der Legislative und nicht bei der Exekutive beschweren, diese sind dazu verpflichten die Gesetze auszuführen, umzusetzen und das Volk notfalls auch vor sich selbst zu schützen.
amdintel
15.09.2009, 17:20
ich denke solche Themen wie das hier , passt nicht in so ein Forum, weil hier der intressen Schwerpunkt Technik , Computer , Games ist.
Und es gibt bestimmt zahlereihe Foren für politische Themen .
PS interessant ist, das unser angeblich Öffentliches Recht,
finanziert durch GEZ Abzocke ,
das Öffentliche TV darüber am Sonntag nicht berichtet haben,
da kann man mal sehen ,
das die ARD/ZDF auch schon heute zensieren bei den Nachrichten .
Wenn ich kein Internet hätte, hätte ich z.b. davon gar nicht erfahren !
Turbostaat
15.09.2009, 17:28
Es wird langsam lächerlich wie du unangemessene Gewalt verharmlost und als gerechtfertigt darstellen willst.
Fakt ist: Selbst wenn der Mann in irgendeinerweise provoziert haben sollte, ob nun verbal und / oder durch Missachten des Platzverweises ist das Vorgehen der beteiligten Polizisten zu verurteilen.
Eine vorhergehende körperliche Gewalt des Demonstranten kann man ausschließen, da die Polizisten sich dann nicht noch vorher mit ihm unterhalten hätten, sondern ihn sofort festgenommen hätten!
Ich schreibe es jetzt hoffentlich das letzte Mal.
Die Situation hätte man ganz anders klären können, indem man den Mann im Polizeigriff abgeführt hätte, sofern ein Grund dafür vorgelegen hat.
Doch hier wurde brutalste Gewalt angewendet. Dir ist hoffentlich bewusst das in diesen Handschuhen u.a. sog. Protectoren eingesetzt sind, das sind verstärke Platten, die bestimmt noch mal extra Schmerzen verursachen.
Es gab absolut keinen Grund einem unbewaffneten Mann ins Gesicht zu schlagen und diesen auf die Art und Weise auf den Boden zu reißen.
Ich wette wenn es dir so ergangen wäre und du das Opfer von ungerechtfertigter Polizeigewalt geworden wärst, würdest du hier am lautesten darüber weinen.
Es wird langsam lächerlich wie du unangemessene Gewalt verharmlost und als gerechtfertigt darstellen willst.
Fakt ist: Selbst wenn der Mann in irgendeinerweise provoziert haben sollte, ob nun verbal und / oder durch Missachten des Platzverweises ist das Vorgehen der beteiligten Polizisten zu verurteilen.
Eine vorhergehende körperliche Gewalt des Demonstranten kann man ausschließen, da die Polizisten sich dann nicht noch vorher mit ihm unterhalten hätten, sondern ihn sofort festgenommen hätten!
Ich schreibe es jetzt hoffentlich das letzte Mal.
Die Situation hätte man ganz anders klären können, indem man den Mann im Polizeigriff abgeführt hätte, sofern ein Grund dafür vorgelegen hat.
Doch hier wurde brutalste Gewalt angewendet. Dir ist hoffentlich bewusst das in diesen Handschuhen u.a. sog. Protectoren eingesetzt sind, das sind verstärke Platten, die bestimmt noch mal extra Schmerzen verursachen.
Es gab absolut keinen Grund einem unbewaffneten Mann ins Gesicht zu schlagen und diesen auf die Art und Weise auf den Boden zu reißen.
Ich sag nur, wenn du das Fehlverhalten eines Polizisten verurteilst, dann musst du auch das Fehlverhalten des Mannes verurteilen, schließlich sind auch verbale Fehltritte unter Fehlverhalten zu führen oder haben wir hier unterschiedliche Ansichten über richtig und falsch?
Ich habe geschrieben das der Polizist das anders hätte lösen müssen, jedoch auch das ich finde das Stressmacher es unter umständen nicht anders verdient haben, das ist meine persönliche Meinung, ich bin kein Polizist und würde jedem Polizisten davon abraten, weil sich die Meute darauf stürzt, wie wilde Hunde die seit Monaten nichts zu fressen bekommen haben.
Zum Glück haben wir ja auch Gesetze die das Regeln, sowohl sein als auch ein mögliches Fehlverhalten von Polizisten.
Ich wette wenn es dir so ergangen wäre und du das Opfer von ungerechtfertigter Polizeigewalt geworden wärst, würdest du hier am lautesten darüber weinen.
Wenn man keine Argumente mehr hat, einfach mal jedem eine Straftat unterstellen und die darauf folgende Reaktion.
Kam hier leider schon zu oft.
Zumal bin ich nicht, werde ich auch nicht, in dieser Situation sein, weil ich gelernt habe wie man auf einem friedlichen Weg protestiert gegen den Staat ohne dabei die Exekutive meinen Unmut spüren zu lassen, sie bieten den Rahmen und sorgen auch für meine Sicherheit.
Turbostaat
15.09.2009, 17:52
Selbst wenn ein Fehlverhalten des Mannes vorliegt, egal in welcher Form, dann sind die Polizisten noch lange nicht im Recht so ein Verhalten an den Tag zu legen und nicht in Selbstjustiz auf denjenigen einschlagen.
Und was heißt nicht anders verdient? Gehen wir hypothetisch davon aus er hätte die Beamten beleidigt mit Bullenschweinen, meinetwegen sogar mit Dritten Reich Vergleichen.
Du meinst dann also es sei gerechtfertigt als Polizist seine Wut über eine Beleidigung auszuleben indem man gleich Richter / Henker / Vollstrecker spielt und auf jemanden einprügeln muss - und das mit 7 Kollegen?
Ein Polizist muss sich das in dem Sinne "gefallen lassen", dann muss er den Täter in Gewahrsam nehmen, abführen und eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung aufnehmen. Und nochmal. Polizeigriff mit Arm auf den Rücken, die anderen Polizisten hätten abgesichert - DAS wäre eine Maßnahme gewesen.
Was muss erst noch passieren damit hier erkannt wird das hier eine Straftat vorliegt? Hätte der Demonstrant ne Kugel in den Kopf kriegen müssen?
Zudem habe ich dir keine Straftat unterstellt. Wo habe ich das gemacht? Aber niedlich das du es so interpretierst. Ich habe lediglich gesagt wie du dich verhalten würdest wenn du Opfer ungerechtfertigter Polizeigewalt werden würdest!
Und das kann dir auf einer Demonstration schneller passieren als dir lieb ist.
Ich sage dir eines: Braunschweiger Kessel.
Dort hat die Polizei bei fast 40°C unsschuldige Passanten festgehalten die mit der Demo nichts zu tun hatten, selbst Anwohner durften nicht in ihre Wohnungen oder aus diesen raus.
Adam_Smith
15.09.2009, 18:14
Selbst wenn ein Fehlverhalten des Mannes vorliegt, egal in welcher Form, dann sind die Polizisten noch lange nicht im Recht so ein Verhalten an den Tag zu legen und nicht in Selbstjustiz auf denjenigen einschlagen.
Wenn von dem "Opfer" eine bewusste Form der Provokation gegenüber dem späteren Täter (egal ob verbal oder physisch ausgeübt) ausgeübt wird, so ist dies bei der Bewertung des gesamten Sachverhaltes durchaus wichtig und kann sogar zu Gunsten des Täters berücksichtigt werden.
So viel zum Rechtsalltag in Deutschland.
Nichts anderes sollte hier gesagt werden.
Das Verhalten des Mannes ist klar provozierend und das "entgegen schubsen" des Fahrrades in Richtung Polizei ist eine Handlung die keinesfalls deeskalierend wirkt.
Das muss nüchtern betrachtet werden, entschuldigt zwar die Handlungen des Polizisten nicht, setzt sie aber in den richtigen Kontext. Punkt ...
Und was heißt nicht anders verdient? Gehen wir hypothetisch davon aus er hätte die Beamten beleidigt mit Bullenschweinen, meinetwegen sogar mit Dritten Reich Vergleichen.
Dann ist eine Festnahme durchaus gerechtfertigt. Bei einer Festnahme in einem solchen Umfeld sind die Polizisten darauf trainiert schnell zuzuschlagen und dabei nicht zaghaft vor zu gehen. Sollte die geringste Gegenwehr gegen die Festnahme erfolgen (das "mit dem Fahrrad schubsen" ist eine solche) wird eben die angewendete Gewalt nur noch mehr.
Sollte sich im hier diskutierten Fall zeigen, dass die Gewalt nicht notwendig war um die Festnahme durchzuführen, so ist der Polizist zu bestrafen, was auch geschehen wird.
Es ist aber keinesfalls unmöglich, dass die gewaltsame Handlung des Polizisten legitimer Teil der Festnahme war.
Ein Polizist muss sich das in dem Sinne "gefallen lassen", dann muss er den Täter in Gewahrsam nehmen, abführen und eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung aufnehmen. Und nochmal. Polizeigriff mit Arm auf den Rücken, die anderen Polizisten hätten abgesichert - DAS wäre eine Maßnahme gewesen.
Jeder der hier an der Diskussion beteiligten Personen weiß, dass es in diesem Umfeld nicht so leicht ist. Und erster Ansatz der Polizei ist es in diesen Fällen erst einmal die festzunehmende Person zu Boden zu bringen.
Was muss erst noch passieren damit hier erkannt wird das hier eine Straftat vorliegt? Hätte der Demonstrant ne Kugel in den Kopf kriegen müssen?
Jetzt erhebst du dich aber zum Ankläger und Richter zugleich ... Ich vermag nicht abschließend zu urteilen ob die Handlung des Polizisten ungerechtfertigt war oder nicht.
Dazu kenne ich die Gesetze zu wenig und die paar kurzen Filmschnipsel geben auch nur einen kleinen Teil der Gesamtsituation wieder.
Du hast die Worte des Angeklagten noch nicht einmal gehört, aber urteilst schon?
Dort hat die Polizei bei fast 40°C unsschuldige Passanten festgehalten die mit der Demo nichts zu tun hatten, selbst Anwohner durften nicht in ihre Wohnungen oder aus diesen raus.
Ja und jetzt? Die Polizei hat sich damals das Vorgehen von einem Amtsrichter noch während der laufenden Aktion bestätigen lassen was sich letztendlich aber als falsch heraus stellte.
Niemand ist ernsthaft zu schaden gekommen und vor Gericht haben die Opfer auch Recht bekommen.
Schlimm finde ich, dass in Braunschweig die Polizei gezwungen wurde derartige Aktionen durchzuführen. Gezwungen wurde sie von den Randalierern, die sich ständig über geltendes Recht hinweg setzen und mit ihren Protesten immer wieder über die Stränge schlagen.
Dies führte dazu, dass die Polizei damals keinen anderen Ausweg sah als den von dir genannten.
Oder denkst du ein Polizeibeamter hat Spaß dabei wenn er 250 Menschen auf einem Marktplatz bei 40°C festhalten muss?
Ich denke alle Beteiligten hätten sich auch besseres vorstellen können als das ...
So wird ein Schuh draus und nicht anders ...
Turbostaat
15.09.2009, 18:34
@Adam Smith
Polizisten sind geschult schnell zu reagieren - nicht schnell zuzuschlagen. Und sie sollten trainiert sein, und sind es auch, in bestimmten Situationen entsprechend vorzugehen.
Dies war hier eindeutig nicht der Fall. Das ist Fakt. Egal wie rumm du das drehst.
Thema Braunschweiger Kessel:
Warst du dabei? Das bezweifel ich nämlich.
Dem Braunschweiger Kessel waren friedliche Sitzblockaden auf der geplanten NPD Route vorausgegangen, welche von der Polizei aufgelöst wurden indem sie die friedlich sitzende Demonstranten mit Wasserwerfern von der Straße gespült wurden.
Der Polizei war es offensichtlich zu mühsam die Demonstranten wegzutragen, da griffen sie zu Wasserwerfern und haben diese gezielt auf Menschen gerichtet. Die Reaktion darauf waren keine steineschmeißenden Randalierer, sondern die Wasserwerfer und Polizisten wurden mit Wasserbomben beworfen. Oh nein, wie gewaltätig und randalierend. :rolleyes
Links und rechts von dem NPD Zug standen tausende Menschen, welche die NPD samt Anhang ausgebuht haben. Die Polizei / Polizisten waren genervt und aggressiv, weil die Gegendemonstranten erfolgreich die NPD Demo ausbremsen konnte und die Wegführung drastisch verkürzt werden musste, was natürlich daraus resultierte das unsere Herren Schlägertrupp in grün durch die halbe Stadt rennen bzw umpostiert werden mussten.
Die Marschroute war eigentlich eine vollkommen andere und die Neo Nazis mussten von der Polizei aus der Stadt geleitet werden.
Dafür hat man Dinge erlebt die sehr unschön waren. Ein älteres Ehepaar, Anfang 80, redete auf einen Polizisten ein wieso er sich nicht geweigert hat die NPD zu schützen und das es nie wieder zu so etwas wieder kommen darf, daraufhin hat dieser Polizist den älteren Herren irgendwann weggeschubst und zwar so das dieser nur von den dahinter stehenden aufgefangen wurde.
Ebenso im Kessel. Ein Bekannter von mir hatte sich dort aufgehalten und er wurde an den Beinen von zwei Polizisten über Kopfsteinpflaster, Kies und Rasen gezogen, die Narben auf seinem Rücken sind heute immer noch gut zu erkennen.
Und im Kessel gab es vorallendingen ältere Menschen, welche danach versorgt werden mussten aufgrund von Kreislaufkollaps und Hitzschlag, weil die Polizei den eingekesselten kein Wasser oder Getränke bei 40°C zukommen ließen!
@turbostaat
Jeder hat das Recht, an einer angemeldeten Demo teilzunehmen, egal ob rechts, links oder sonstwas. Wer dieses Grundrecht unterbinden möchte, ob nun 18 oder 80 Jahre alt, ist kein Demokrat und handelt totalitär.
MfG
Adam_Smith
15.09.2009, 19:40
Die Polizei / Polizisten waren genervt und aggressiv, weil die Gegendemonstranten erfolgreich die NPD Demo ausbremsen konnte und die Wegführung drastisch verkürzt werden musste,
Was wiederrum bedeutet, dass der NPD durch die Gegendemonstranten das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Demonstrationsfreiheit genommen wurde. Wohlgemerkt nicht durch die Staatsmacht sondern durch jene Leute die deiner Meinung nach "Opfer der Staatsgewalt" wurden...
Die Polizei hat lediglich geltendes Recht gegen jene durchgesetzt, die es mit Füßen treten wollten ...
was natürlich daraus resultierte das unsere Herren Schlägertrupp in grün[...]
Damit zeigst du deine Voreingenommenheit gegenüber der Polizei allen hier offen und disqualifizierst dich in meinen Augen für jede weitere objektiv, sachliche Diskussion.
Damit ist dann auch Ende hier für mich ...
Turbostaat
15.09.2009, 19:55
Wenn Polizisten anfangen friedliche Demonstranten, welche diskutieren, anfangen zu schlagen, so kann man diese nur noch als Schlägertrupp bezeichnen.
Warum gibt es denn bei der Polizei Einheiten, welche keine sichtbaren Erkennungsmerkmale wie Nummern o.ä. haben und wenn doch dann alle die selbe Nummer, was aber nicht rechtens ist und immer wieder von Rechtsanwälten dokumentiert wird. Ja bitte, er kläre es. Warum sind es genau die Einheiten welche liebend gern gewaltätig werden?
Welches Recht gibt es Polizisten sich über das Gesetz zu stellen und willkürlich Körperverletzungen straffrei auszuüben?
Und wer Gruppierungen, welche eine Demokratie- und Verfassungsfeindlich Ansicht vertritt und durchsetzen will, freien Weg gewährt guckt einfach nur weg!
Wer sich dagegen stemmt ist ein Demokrat der Zivilcourage zeigt.
Ich sage nur Artikel 20 Grundgesetz, Absatz 4
Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Der einzige Grund warum die verfassungsfeindliche Partei NPD noch existiert ist, das unsere Staatsschützer vollkommen versagt haben und überspitzt gesagt, die gesamte Partei aus V Männern bestand.... :rolleyes
FidelZastro
15.09.2009, 20:08
@Aes: Langsam verstehe ich deinen Standpunkt, du hast echt Talent bewiesen, dich durch polarisierend formulierte, mißverständliche Äußerungen für engstirniger auszugeben als du anscheinend bist ;)
Was ich nicht verstehe, ist, dass in einigen Posts hier immer noch eine Reaktion der Polizei als per Definition begründet angesehen wird - wenn dem so wäre, bräuchten wir keine Richter, keine Iudikative mehr. Die Polizisten wissen ja, was sie tun und warum. Das kann die Antwort ja auch nicht sein.
Ich war am Wochenende ebenfalls bei einer Demonstration (das alte Spiel: Links gegen Rechts) und bin teilweise recht barsch behandelt worden. Ein Beispiel: während einer Festnahme wollte ich Aufnahmen machen, bin dabei von mehreren Polizisten beiseite gedrängt und daran gehindert worden, trotz gut sichtbar um den Hals hängendem Presseausweises (und auf jeder Schulter eine große Kamera ;) ). Das dort geschehene hätte ich übrigens als "leichte Gewaltanwendung" definiert, nicht aber das was wir im Video sehen - das nur nebenbei.
Natürlich sehe ich keinen Grund, mich darüber aufzuregen - würden Polizisten im Eifer des Gefechts als erstes auf sowas wie um den Hals baumelnde Plastikkarten achten, wären die Prioritäten falsch gesetzt. Hätte ich bei der Aktion jedoch einen Faustschlag abbekommen, könnt ihr sicher sein und bestimmt auch nachvollziehen, hätte ich ziemlich viel Terror gemacht - so viel zur Verhältnismäßigkeit.
Dass die Polizei im Übrigen gar kein Recht hat, mich als Journalist an meiner Arbeit zu hindern, wurde mir an dem Tag auch von denen selbst vielfach bestätigt, als ich mit dem Hinweis "auf eigene Gefahr" durch diverse Polizeisperren gelassen wurde ;)
BPhoenix
15.09.2009, 21:17
Hier gibt es noch einen anderen Fall der nicht mehr schön ist und zudem auch bei dieser Demo stattfand: http://www.alios.org/blog/2009/09/mein-festnahme-bei-der-freiheit-statt-angst-2009/
Edit: Mag sein, dass der Typ einen Fehler gemacht hatte und ziemlich naiv war. Aber hier sieht man wie eine naive Kooperation mit der Polizei enden kann.
Hier gibt es noch einen anderen Fall der nicht mehr schön ist und zudem auch bei dieser Demo stattfand: http://www.alios.org/blog/2009/09/mein-festnahme-bei-der-freiheit-statt-angst-2009/
Edit: Mag sein, dass der Typ einen Fehler gemacht hatte und ziemlich naiv war. Aber hier sieht man wie eine naive Kooperation mit der Polizei enden kann.
War aber im Grunde rechtmässig und hat mit dem Sachverhalt nichts zu tun, ich glaube du solltest für das Ganze einen eigenständigen Thread aufmachen, schließlich wurde der Junge hier teils sehr zuvorkommend behandelt und laut seinen Aussagen waren die Polizisten durchschnittlich sehr freundlich, das jedoch Fehler im System und in der Kommunikation vorhanden sind, das prangert die Polizei selbst schon seit Jahren an, die ganzen Maßnahmen kommen auch durch die übertriebene Bürokratie zustande.
Es muss halt alles festgehalten werden und um jede noch so kleine Nachsichtigkeit auszuschließen.
Schließlich bedeutet eine zuvorkommende Haltung des Jungen nicht das er in jedem Fall unschuldig ist, die besten Kriminellen wissen wie sie sich anstellen müssen.
Zumal das häufig eine Taktik ist um weitere Untersuchungen zu umgehen.
beat_takeshi
15.09.2009, 21:58
Es muss alles festgehalten werden?
Auch wenn er ein wenig naiv war (und ich unterstelle ihm jetzt mal keine kriminellen Hintergedanken), er hat den Polizisten das Leathermen eigenhändig übergeben ohne Widerspruch. Und was passiert? Er wird festgenommen - auch auf Grund einer Anzeige, die ihm KEINER erklären konnte oder wollte - und wird dann auch noch erkennungsdienstlich KOMPLETT erfasst!
Wo ist denn da bitte die Verhältnismäßigkeit?
Das wird den Polizisten so vorgeschrieben so zu verfahren, wenn sie es nicht tun machen sie sich selbst strafbar, sie müssen ihn trotzdem festnehmen, wenn jemand 5 Stangen zu viel von Polen nach Deutschland schleppt und das erst bei einer Kontrolle angibt, dann muss er auch trotzdem Strafe zahlen.
Auch Naivität schützt vor der Strafe nicht.
Die Polizisten haben eine schlechte Kommunikation unter einander, das ist aber wie gesagt auch der Polizei bekannt, dort werden die Leute nur von einem zum anderen geschickt und die Daten werden später in Überstunden vom veranlassenden Beamten geordnet und fertig gemacht zur weiteren Verwendung.
Turbostaat
15.09.2009, 22:16
Das ist überhaupt gar kein Vergleich!
Die Kontrolle fand nicht auf / während der Demonstration statt, sondern davor an einem anderen Ort. Und so ein Tool / Taschenmesser ist nicht illegal, nur auf der Demo darf man so etwas nicht mitführen, daher hinkt dieser Vergleich mit Zigarettenstangen mehr.
beat_takeshi
15.09.2009, 22:24
Natürlich schützt Unwissenheit vor Strafe nicht!
Warum wird aber eine Anzeige von oben befohlen?
Hätte die Beschlagnahmung des Leathermans (beinhaltet eine einseitige Klinge) nicht ausgereicht? Zumal dieses eigenhändig abgegeben wurde.
Wichtig hierbei sind §42 und §42a des WaffG.
Ich seh hier keine Verhältnismäßigkeit zwischen "Straftat" und "Strafe".
RaiseHell
15.09.2009, 22:26
Hier gibt es noch einen anderen Fall der nicht mehr schön ist und zudem auch bei dieser Demo stattfand: http://www.alios.org/blog/2009/09/mein-festnahme-bei-der-freiheit-statt-angst-2009/
Ist der Server, auf dem die Website gehostet wird, jetzt durch deine Verlinkung überlastet, oder warum bekomm ich dort nur noch eine "Connection Interrupted" Fehlermeldung? Vor 10 Minuten ging's noch, und Ping Requests auf www.alios.org werden ganz normal beantwortet.
Edit:
Funzt wieder. Seltsam...
Dieser Letherman beinhaltete jedoch noch eine Menge Spitzer Gegenstände die in einer ungeübten Hand und in einem Abwehrreflex schnell zu Waffen werden die durchaus ernste Verletzungen hervorrufen.
Warum der Mann festgenommen wurde, wird im Abschlussbericht stehen, welcher durch die Anwälte des jungen Mannes auch eingesehen wird, den Inhalt wird der junge Mann sicher in seinem Blog offen legen.
Wenn dies jedoch von oben befohlen wurde, muss der Polizist dem nachkommen, sonst widersetzt er sich und macht sich selbst strafbar.
beat_takeshi
15.09.2009, 22:38
Dieser Letherman beinhaltete jedoch noch eine Menge Spitzer Gegenstände die in einer ungeübten Hand und in einem Abwehrreflex schnell zu Waffen werden die durchaus ernste Verletzungen hervorrufen.
Das sind Werkzeuge, aber keine Waffen nach dem WaffG!
Die Gesetze sind eindeutig, also lassen wir persönliche Meinung diesbezüglich beiseite!
Ich bleibe dabei: ich sehe KEINE Verhältnismäßigkeit zwischen "Straftat" und "Strafe" (sowie Behandlung des Verhafteten)!
Ach Leute, lasst es doch einfach gut sein! Man dreht sich hier schon seit einiger Zeit nur noch im Kreis.
Was die Sache mit dem Letherman betrifft:
Dies ist kein verbotener Gegenstand oder gar eine Waffe im Sinne des Waffengesetzes und das Mitführen ist somit grundsätzlich erlaubt.
Nur sogenannte "Einhandmesser", also Messer, deren Klinge mit einer Hand durch das Betätigen eines Mechanismusses gelöst werden kann, sind verbotene Gegenstände, die nicht mitgeführt werden dürfen.
Die Beschaffenheit und Länge der Klinge spielt seit der Änderung des Waffengesetzes dahingehend keine Rolle mehr.
Es kann natürlich durchaus sein, dass das Mitführen derartiger Gegenstände bei Veranstaltungen wie Demos durch Sonderverordnungen verboten worden ist, keine Ahnung.
In Bezug meines Beitrages weiter oben, bei dem ich anführte, dass Polizisten vor allem bei Demos auch sehr häufig Opfer von Gewalt werden:
Es gab schon mehrmals Filmberichte zu diesem Thema, auf Phoenix und 3SAT, die solche Vorkommnisse wunderbar herausgestellt hatten. Ohne Vorbehalte, ohne auf die Sensationsgeilheit dieses Gesellschafft abzielend, also objektiv und authentisch.
Dass solche Berichte nicht in den üblichen Klatschmedien erscheinen und bei den gängigen TV-Anstalten gezeigt werden, ist zwar traurig aber die Gründe dürften klar sein.
Des Weiteren wurden mir derartige Vorfälle von betroffenen Polizisten geschildert, an deren Glaubwürdigkeit nicht der mindeste Zweifel besteht.
Und nein, bevor jetzt wieder von einigen spekuliert wird: Ich bin kein Polizist!
Sollte sich im hier diskutierten Fall zeigen, dass die Gewalt nicht notwendig war um die Festnahme durchzuführen, so ist der Polizist zu bestrafen, was auch geschehen wird.
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument-druck.html?id=9185766&top=SPIEGEL
http://www.rbb-online.de/kontraste/beitrag/1998/justiz_und_polizei.html
Du kannst auf den Rechtstaat schwören wie du willst, die Geschichte zeigt allerdings, dass man dem ganzen nicht so einfach trauen kann.
Bin beim Durchstöbern des Internets auf diese Interpretation gestossen:
http://www.trinkerheim.com/?p=492
Ich empfinde die Verhaftung durchaus als legitim, die Schläge dabei aber überzogen. Mit den entsprechenden Videobeweisen kann sich ja jetzt ein Gericht beschäftigen.
Am Rande:
Interessant ist dabei, dass sich die Teilnehmer einer Demonstration gegen Überwachung eben dieser Methoden bedienen, um etwaige Straftaten zu beweisen. Damit haben sie wohl ungewollt den Nachweis erbracht, dass "Überwachung" die Ermittlung und die Verfolgung von Straftätern erheblich erleichtert. ;)
MFG
Edit:
@takeshi
Daher auch meine "Gänsefüsschen"! ;)
Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Bildmaterial hilfreich bei der Strafverfolgung ist.
beat_takeshi
16.09.2009, 12:14
Eine verdachts- und anlassunabhängige Überwachung ist etwas anderes wie eine Dokumentation eines Zwischenfalls! :rolleyes
Dazu mal folgendes Interview:
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/das-wurde-dezidiert-gefilmt/
Und nur mal für dich:
In London im Stadtzentrum gibt es an die 1 Million Videokameras zur Überwachung. Und es fallen auf 1000 Kameras genau 1 gelöstes Verbrechen!
http://singularityhub.com/2009/09/01/londons-surveillance-fails-only-1-crime-solved-per-1000-cameras/
smacked2
16.09.2009, 12:43
Einen sehr gut recherchierten Artikel zu dem Thema gibt es hier:
http://erihmsein.blog.de/2009/09/15/machtmissbrauch-staatsgewalt-6972412/page/2/
Besonders befremdlich die dort erwähnten Ansichten und Rechtfertigungsversuche einiger Polizisten zu diesem eindeutigen rechtswidrigen Vorfall.
beat_takeshi
16.09.2009, 12:55
Der Artikel ist wirklich gut, ABER:
Das Video mit dem Rollstuhlfahrer ist verfänglich!
Es wird nicht der Rollstuhlfahrer SELBER von den Polizisten traktiert, sondern eine andere Person an der sich der Rollstuhlfahrer festhält!
Nichtsdestotrotz ist es ein Unding wie unachtsam mit dem Rollstuhlfahrer umgegangen wird.
Edit: Bin fertig mit dem Artikel ... dieser bestätigt mich nur in meiner Meinung.
Einen Artikel der mit einem solchen Bild endet kann man doch gar nicht mehr ernst nehmen.
Da sieht man ganz klar aus welchen Beweggründen und welche Motive der Artikel hat, von einer objektiven Sichtweise kann hier nicht die Rede sein.
Es geht nur darum die Polizei als solches als Organ schlecht zu machen, schließen verbieten die bösen Buben einem ja alles und gehen schlimmstenfalls auch dagegen vor.
Besonders das der Autor es gut fand als ein Polizist meinte, das er überlege nach den Bildern seinen Job an den Nagel zu hängen fand ich verwerflich, wenn das alle machen, wir wissen wie das endet oder?
Besonders erschreckend ist jedoch das der Autor immer noch sehr schlecht über den friedfertigen Bürger informiert ist, der jedoch anscheinend weniger friedfertig war als ein gewissen Spektrum an Menschen glauben will.
Auch das Ende "Nach der nächtlichen Forumlektüre", hier wurde gezielt nur nach Fehlern von Polizisten gesucht, es fehlt ganz einfach die Objektivität, es müsste von allen Fehlern gesprochen werden, die Polizei wird seit jeher konstant als Sündenbock dargestellt, das kann es nicht sein, das sind nun mal schwarze Schafe die immer wieder auffallen.
Jedoch halten gewisse Gruppen genau so zusammen wie Sie es der Polizei vorwerfen und so wird kein Wort über die eigenen Fehler verloren, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.
Es geht nur darum die Polizei als solches als Organ schlecht zu machen
Hättest du den Artikel aufmerksam gelesen wüsstest du das er genau das nicht macht, es geht um Sondereinsatzkommandos für Demos ausgebildet wo diese Überfälle auf Zivilpersonen überwiegend vorkommen. Es wird von schwarzen Schafen (Schafherden^^) gesprochen. Dem Polizeiorgan sagt er nur nach, dass sie stark zusammen halten und versuchen, dass kein schlechtes Licht auf sie fällt bzw. die Taten verunglimpfen.
Einen Artikel der mit einem solchen Bild endet kann man doch gar nicht mehr ernst nehmen.
Da gebe ich dir allerdings Recht, er schießt Stellenweise definitiv über das Ziel hinaus
Hättest du den Artikel aufmerksam gelesen wüsstest du das er genau das nicht macht, es geht um Sondereinsatzkommandos für Demos ausgebildet wo diese Überfälle auf Zivilpersonen überwiegend vorkommen. Es wird von schwarzen Schafen (Schafherden^^) gesprochen. Dem Polizeiorgan sagt er nur nach, dass sie stark zusammen halten und versuchen, dass kein schlechtes Licht auf sie fällt bzw. die Taten verunglimpfen.
Er hat gesagt er dachte es würde sich um schwarze Schafe handeln und das er sich wohl geirrt hat.
Ich habe diesen Artikel sogar sehr aufmerksam gelesen.
Ich sehe hier weder das alle Seiten aufgezeigt werden, noch das objektiv berichtet wird.
Das ist eine einzige Tirade gegen die Polizei.
Würde es keine Sondereinsatzkommandos geben für Demonstrationen würden wir bei jeder Demo mind. einen toten Polizisten sehen.
Einfach weil die Ausbildung für solche Einsätze fehlt.
Die Demonstranten sind aber nicht besser, sie halten auch zusammen und versuchen, das kein schlechtes Licht auf sie fällt bzw. ihre Taten verunglimpft.
Beide Parteien sind sich ähnlicher als Sie denken und / oder vielleicht wahrhaben wollen.
smacked2
16.09.2009, 13:46
Würde es keine Sondereinsatzkommandos geben für Demonstrationen würden wir bei jeder Demo mind. einen toten Polizisten sehen.
Ja nee ist klar.
Weil ja auch jeder der sein Recht auf Versammlungsfreiheit in Anspruch nimmt vorhat Polizisten umzubringen nicht wahr? :freak
Turbostaat
16.09.2009, 13:50
@AeS
Es wird langsam peinlich, natürlich auf jeder Demo, besonders bei Streiks gibt es dann tote Polizisten... :freak
Das was du hier betreibst ist die arme, arme Polizei, die machen niemals Fehler, ne?
Welche Motivation steckt dahinter? Selbst Polizist? Papa bei der Polizei? Verwandtschaft?
Ja nee ist klar.
Weil ja auch jeder der sein Recht auf Versammlungsfreiheit in Anspruch nimmt vorhat Polizisten umzubringen nicht wahr? :freak
Ja genau so wie jeder Polizist oder jede MEK Einheit gerne Demonstranten verprügelt.
Aber es kommt nun mal vor.
Um sich gegen Übergriffe auf Demonstrationen zu schützen braucht man eine spezielle Ausbildung, alleine weil ja auch die Ausrüstung eine andere ist und das nicht wie bei deinen Computerspielen das alles schön geregelt ist, sondern wenn es zu einer eskalierenden Situation kommt, dann kann es immer sehr gefährlich werden für den Polizisten.
smacked2
16.09.2009, 15:49
Na du bist mir ja ein Experte mit sicherlich massig Demoerfahrung der mir mit meinem "Computerspielwissen" jetzt hier erstmal die Welt da draussen erklären muss :lol
Im Ernst: Lass uns doch bitte wenigstens halbwegs sachlich bleiben und solche persönliche Provokationen unterlassen ok?
BPhoenix
16.09.2009, 16:08
An alle die diese Tat schönreden:
Hier gibt es einen wirklich tollen Artikel der die ganze Sache aus Sicht eines Kampfsportlers erläutert und der auch mit Ausbildern der Polizei zu tun hatte, denn auch Polizisten kennen oder sollten zumindest einige Dinge hierraus kennen:
https://tepin.aiki.de/blog/archives/422-Intensitaetsstufen-koerperlicher-Gewalt.html
Eigentlich wird da der Hauptgrund genannt wieso ich mich über diesen Fall so gewaltig aufrege, was wahrscheinlich auch auf ein paar andere hier zutreffen dürfte.
Und wenn man mal vor einem Kampfsportler oder jemandem der eine ähnliche Ausbildung genossen hat (sowie Polizisten eigentlich) stand, weis man wie leicht man ohne irgendwelche Verletzungen relativ "sanft" überwältigt werden kann.
Meiner Meinung gibt es für diesen Fall einfach keine Entschuldigung.
@BPhoenix
Du hast sicherlich Recht, dass die Art und Weise der Verhaftung unnötig hart war und es sicherlich sanftere Wege gegeben hätte.
Beurteilungen von Aussenstehenden, wie einfach es doch sei, Menschen zu überwältigen, sehe ich aber kritisch.
Selbst jemandem der kampfsporterprobt ist wird es nicht leicht fallen, bei Gegenwehr, einen Menschen ohne Schläge zu überwältigen. Ein Polizist reicht da sicherlich nicht aus, auch wenn es einige Kampfsportler gibt, die etwas anderes behaupten.
MFG
BPhoenix
16.09.2009, 16:23
Selbst bei Gegenwehr was hier ziemlich ausgeschlossen werden kann gibt es andere Wege, selbst wenn man zuschlägt gibt es verschiedene Arten, ließ einfach den Artikel!
Turbostaat
16.09.2009, 16:25
@e-ding
Es war ja auch nicht möglich einen Mann, der deutlich kleiner ist, den Arm auf den Rücken zu packen und abzuführen, nicht wahr? Wem willst du hier eigentlich was erzählen?
Ein durchtrainierter junger Polizist gegen einen kleinen, untersetzten Mann.
@Turbostaat
Lies doch meinen Post nochmal genau, vielleicht verstehst du ihn beim zweiten Mal. ;)
@BPhoenix
Natürlich gibt es zig Arten, verschieden angreifende bzw. sich widersetzende Gegner zu überwältigen. Das bezweifle ich doch nicht. Das Dojo spiegelt aber nicht undedingt die Realität wieder. Ich bezweifle die Leichtigkeit der Anwendung dieser Methoden in der Realität. Obs da eins zwei Kampfsportexperten gibt, die das können spielt dabei keine Rolle.
Um mal ein Extrem zu bemühen:
http://www.youtube.com/watch?v=PZMppig-a04
MFG
BPhoenix
16.09.2009, 16:48
e-ding? Hast du überhaupt den Artikel gelesen und verstanden oder schwaffelst du hier wieder irgendwas daher? LIES IHN!
Es geht da nicht einmal nur um irgendwelche Techniken, nein diese sind sogar eher Nebensächlich, selbst bei normalen Schlägen gibt es Unterschiede und ein Kopftreffer wie dieser ist Eindeutig ein Angriff der sehr Wohl mit dem Tod enden kann! Und abgesehen davon, dass das ganze nicht am eskalieren war, der Mann sich nicht wehrte, das ganze total unverhältnissmäßig war nein man könnte dem Polizisten wegen seiner groben Fahrlässigkeit ggf. sogar einen Mordversuch unterstellen! Und das ohne jeglichen Grund! Lies den Artikel!
Turbostaat
16.09.2009, 16:49
Ich habe ihn gelesen und auch verstanden. Aber diese Polizisten sind trainiert und es fällt einem durchtrainierten Polizisten sehr einfach jemanden, wie den Mann im blauen Shirt, von hinten in den Polizeigriff zu nehmen.
Und der Mann im blauen Hemd hat sich wie gewehrt, indem er hat sich gegen das an ihm rumzerren entgegengestämmt hat - mehr nicht. Er hat sich weder mit Schlägen, noch Tritten gewehrt, er hat eine passive Abwehrhaltung eingenommen.
Man hätte ihm den Arm auf den Rücken und er hätte gar keine Kraft mehr gehabt um sich gegen die Polizisten zu wehren, da dieser Griff sehr schmerzhaft ist.
Warum können Türsteher komischerweise randalierende Gäste die um sich schlagen mit dem Polizeigriff rauswerfen ohne denjenigen ins Gesicht zu schlagen? Komisch, die können das, durchtrainierte Polizisten der Bereitschaftspolizei nicht und das trotz besserer Ausbildung?
@turbostaat und phoenix
Leute! Nochmal langsam: Ich habe klar gemacht, dass die Verhaftung des Mannes mit dem Fahrrad m.E. absolut unverhältnismäßig hart war und ich dies auch nicht als angemessen empfand. Soweit verstanden?
Ich widerspreche ja nichteinmal Deiner Quelle, wohl aber der Aussage der "einfachen sanften Überwältigung". Das ist so schlicht nicht richtig!
Mensch, watt ne schwere Geburt mit Euch. ;)
MFG
edit:
@bphoenix
Ok, dann hab ichs falsch verstanden. Zustimmung!
BPhoenix
16.09.2009, 17:01
Mein "sanft" steht in Anführungszeichen. Damit meine ich nicht einmal, dass der Person überhaupt nichts passiert, sondern dass selbst wenn man zuschlagen hätte müssen, man dies anders hätte lösen sollen. Und es gibt eben verschiedene Stellen die verschiedene Wirkungen haben und diese Art von Schlag war wohl mit unter einer der schlimmsten den man hätte durchführen können. Wie gesagt ohne jegliche Grundlage überhaupt einen Schlag durchzuführen.
Warum können Türsteher komischerweise randalierende Gäste die um sich schlagen mit dem Polizeigriff rauswerfen ohne denjenigen ins Gesicht zu schlagen? Komisch, die können das, durchtrainierte Polizisten der Bereitschaftspolizei nicht und das trotz besserer Ausbildung?
Du bist nicht oft in Diskotheken oder?
Nicht so viel Fernsehn gucken, in der Realität wirst du raus geschubst, raus gezerrt oder fängst dir ein paar, wenn du immer wieder versuchst rein zu kommen oder nicht raus gehen willst oder dich gegen diese Leute wehrst.
Aber auch hier sind die Gäste natürlich nicht ganz unschuldig an ihrem Dilemma.
Wenn das passiert wäre, wäre der Mann womöglich hingefallen und die Debatte wäre genau so entbrannt.
Ich behaupte mal, es gibt mehr Leute die von einem Türsteher als von einem Polizisten verletzt wurden.
Jedoch herrscht in der Disko auch ein anderes Klima, die Leute wissen meistens das sie im unrecht sind und haben auch nicht den Schutz der Masse, ein Demonstrant glaubt einfach das er immer im Recht und die Polizei im Unrecht ist.
Hier nutzt man ganz klar den Schutz der Masse an Menschen.
Hättest auch über Äpfel und Birnen reden können.
Turbostaat
16.09.2009, 17:20
Ich bin oft genug in Diskotheken / Clubs / Konzerten - ich helfe sogar manchmal aus da ich einen Betreiber ganz gut kenne. Aber vermutlich liegt es daran das dort nicht ganz soviel Pack und Pöbel abhängt und wenn doch einer was anfängt dann wird dieser im Vergleich zur Polizei "sanft" aus dem Laden entfernt und zwar wie von mir beschrieben.
Und wenn Türsteher wie aufgespießte Hühner rumhüpfen und rumzerren, schubsen etc, dann sind das irgendwelche Amateure und keine Profis.
Klar denkende Türsteher wollen nämlich eine übersichtliche Situation und diese möglichst ruhig klären. Denn die haben keine Lust das sie in ein Gerangel kommen und am Ende mit nem Messer im Rücken aufwachen :rolleyes
Vielleicht solltest du weniger Fernsehen - oder mal andere Diskotheken besuchen!
Schaut mal, wer da bei 0.19 durchs Bild huscht. Na so ein Zufall! :freak
http://www.spiegel.de/video/video-58282.html
Ich bin oft genug in Diskotheken / Clubs / Konzerten - ich helfe sogar manchmal aus da ich einen Betreiber ganz gut kenne. Aber vermutlich liegt es daran das dort nicht ganz soviel Pack und Pöbel abhängt und wenn doch einer was anfängt dann wird dieser im Vergleich zur Polizei "sanft" aus dem Laden entfernt und zwar wie von mir beschrieben.
Und wenn Türsteher wie aufgespießte Hühner rumhüpfen und rumzerren, schubsen etc, dann sind das irgendwelche Amateure und keine Profis.
Klar denkende Türsteher wollen nämlich eine übersichtliche Situation und diese möglichst ruhig klären. Denn die haben keine Lust das sie in ein Gerangel kommen und am Ende mit nem Messer im Rücken aufwachen :rolleyes
Vielleicht solltest du weniger Fernsehen - oder mal andere Diskotheken besuchen!
Willst du jetzt behaupten auf Demonstrationen treibt sich nur das Pack und der Pöbel rum? (sicher nicht, jedoch da du keine klare Definition lieferst wenn du meinst, kann man sich ja auf das Niveau herablassen)
Ich glaube ich habe schon mehr Diskotheken gesehen als du auf Demos warst wo Polizisten gewalttätig wurden und ich habe das eben schon sehr oft bei Türstehern gesehen das der Polizeigriff alleine nicht wirkt.
Das hat nichts mit rumhüpfen zu tun, jedoch erfordern besondere Situationen besondere Maßnahmen.
Auch sind doch diese ganzen Wutausbrüche von den Leuten die raus geworfen werden nur leeres Geschwätz, Messer in Rücken, zu viele Krimis gesehen?
Passiert eher selten.
smacked2
16.09.2009, 17:34
Und es gibt doch noch Selbstkritik bei der Polizei:
Leute, wie die gezeigten prügelnden Kollegen aus Berlin tragen SCHULD! daran, wenn die Masse der Bevölkerung immer mehr Aggresionen zeigt. Jeder der solche Handlungen in Schutz nimmt, sollte meiner Meinung nach SOFORT aus dem Polizeidienst entfernt werden!
Habt Ihr, verdammt noch mal, vergessen welche Aufgabe wir haben? Wollt Ihr wirklich amerikanische Verhältnisse, wo täglich Beamten erschossen werdden?
Es ist scheissegal ob der Blaue provoziert hat. Es gab schlichtweg keinen Grund ihn MEHRFACH mit der Faust ins Gesicht zu schlagen.
Quelle: copzone.de Forum
Und es gibt doch noch Selbstkritik bei der Polizei:
Quelle: copzone.de Forum
Die Polizei ist in jedem Fall selbst kritischer als der Großteil der Demonstranten.
Wobei wir von den Verhältnissen aus den USA noch sehr weit entfernt sind, die deutschen Polizisten haben eine bessere Ausbildung, ein besseres Training und werden besser geschult in den "meisten" Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.
Auch ist sie in sehr vielen Fällen zu nachsichtig im Vergleich zur amerikanischen Polizei, vom Justizsystem mal ganz abgesehen.
Turbostaat
16.09.2009, 17:47
@AeS
Mit deinen gerade mal zarten 20 Jahren hast du bestimmt mehr Lebenserfahrung als ich, der schon etwas länger auf der Erde verweilt als du.:)
Aber niedlich wie du versuchst mit Verdrehung von Sätzen un deren Sinn zu provozieren.
Ich sagte bereits das es sich dann nicht um Profis handelt, sondern um Amateure wenn sie randalierende Gäste nicht unter Kontrolle kriegen oder nur mit brutaler Gewalt.
Ebenso müssen Türsteher immer damit rechnen das Waffen von den Gästen mitgeführt werden, daher versuchen sie aufgebrachte Gäste auch auf Abstand zu halten und nicht in ein Handgemenge mit genau diesen zu geraten. Das hat recht wenig mit Krimis zu tun, sondern mit der Gefahr die von diesen Leuten ausgehen kann.
@AeS
Mit deinen gerade mal zarten 20 Jahren hast du bestimmt mehr Lebenserfahrung als ich, der schon etwas länger auf der Erde verweilt als du.:)
Aber niedlich wie du versuchst mit Verdrehung von Sätzen un deren Sinn zu provozieren.
Ich sagte bereits das es sich dann nicht um Profis handelt, sondern um Amateure wenn sie randalierende Gäste nicht unter Kontrolle kriegen oder nur mit brutaler Gewalt.
Ebenso müssen Türsteher immer damit rechnen das Waffen von den Gästen mitgeführt werden, daher versuchen sie aufgebrachte Gäste auch auf Abstand zu halten und nicht in ein Handgemenge mit genau diesen zu geraten. Das hat recht wenig mit Krimis zu tun, sondern mit der Gefahr die von diesen Leuten ausgehen kann.
Alter ist kein Freifahrtschein für Erfahrung, erschreckend weil du sicher genau das Leuten vorwirfst welche dir dein Alter ankreiden oder angekreidet haben, naja das die Menschen oft nur Heuchler sind merkt man ja daran, das sie die gleichen Fehler machen aber sie trotzdem verurteilen.
Auch ein Polizist muss immer damit rechnen das ein Demonstrant eine Waffe dabei hat.
Aus 10m Entfernung ist schwer einen Mann die Lage klar zu machen und eine Entfernung von 1-2m ist schnell überbrückt ob von einem Mann mit einer Waffe oder einem Türsteher und seiner Faust.
Turbostaat
16.09.2009, 18:08
Ach nein? Weiter oben hast du doch noch behauptet du hättest soviel Lebenserfahrung, du bist ja in schon sovielen Diskotheken gewesen.
Also quasi in den letzen 2 Jahren und wenn schon vorher haben Mama + Papa dir eine schriftliche Erlaubnis gegeben, dann durftest du sogar nach Mitternacht mit Aufsichtsperson da sein.
Warst du überhaupt mal bei einer Demo? Warst du überhaupt mal in der Situation und hast gesehen wie Polizisten auf friedfertige Demonstranten grundlos eingeprügelt haben?
Ich habe gesehen wie in Heiligendamm als Clowns kostümierte, an die Polizisten Blumen verteilende Menschen verprügelt wurden. Aber stimmt, so ne Blume in die Hand gedrückt bekommen ist ganz offensichtlich Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Und hätte der Mann in dem blauen Hemd eine Waffe mit sich geführt, hätte er gerade bei dem Gerangel und Handgemenge selbige ziehen können und damit die Beamten verletzen können.
Hätten sie ihn gleich professionell gepackt wäre dieses gar nicht möglich gewesen, da er seine Hände hätte gar nicht benutzen können um seine Waffe zu greifen.
Aber dennoch nehmen einige Polizisten die Chance gerne wahr und prügeln auf Demonstranten ein, obwohl sie damit rechnen müssen das diese evtl. auch eine Waffe mit sich führen.
Heißt entweder sie sind ziemlich dumm oder sie haben ihre Ausbildung nicht gerafft.
Ach nein? Weiter oben hast du doch noch behauptet du hättest soviel Lebenserfahrung, du bist ja in schon sovielen Diskotheken gewesen.
Also quasi in den letzen 2 Jahren und wenn schon vorher haben Mama + Papa dir eine schriftliche Erlaubnis gegeben, dann durftest du sogar nach Mitternacht mit Aufsichtsperson da sein.
Warst du überhaupt mal bei einer Demo? Warst du überhaupt mal in der Situation und hast gesehen wie Polizisten auf friedfertige Demonstranten grundlos eingeprügelt haben?
Ich habe gesehen wie in Heiligendamm als Clowns kostümierte, an die Polizisten Blumen verteilende Menschen verprügelt wurden. Aber stimmt, so ne Blume in die Hand gedrückt bekommen ist ganz offensichtlich Widerstand gegen die Staatsgewalt.
Und du trinkst erst seit dem du 16. bist gelegentlich mal ein Bier?
Interessant, wie lange ich schon in Diskotheken tut nicht zur Sache, du kannst ständig in der Disko sein und von alledem nicht viel mit bekommen und du kannst auf viele Demos gehen ohne Gewalt von der Polizei erlebt zu haben oder gehört das eine zum anderen und ist irgendwie sowas wie eine Entjungferung?
Nein ich habe noch nie gesehen wie jemand grundlos verprügelt wurde, jedoch wie Polizisten grundlos Steine gegen den Kopf bekommen habe oder erlebe auf vielen Anlässen wie die Polizei als Schutzmacht ständig von irgendwelchen Chaoten provoziert wird und natürlich Autos die angezündet werden, Läden die zerstört werden, passiert auf der Schanze alle Monate wieder.
Aber das erklärt einiges, seit dem sind anscheinend alle Polizisten für dich Täter, das erklärt deine intolerante und oberflächliche Sichtweise , ich kann mich ja engstirnig anstellen, aber du setzt dem Ganzen noch einen drauf.
Du suchst nur einen Sündenbock, das erinnert mich an viele Regime die sich auch einen Sündenbock aussuchen und dann jeden Fehler suchen oder etwa einfach Sachen erfinden.
Letzteres unterstelle ich dir jedoch nicht, ist nur der Gesamtheit wegen erwähnt worden.
Und hätte der Mann in dem blauen Hemd eine Waffe mit sich geführt, hätte er gerade bei dem Gerangel und Handgemenge selbige ziehen können und damit die Beamten verletzen können.
Hätten sie ihn gleich professionell gepackt wäre dieses gar nicht möglich gewesen, da er seine Hände hätte gar nicht benutzen können um seine Waffe zu greifen.
Aber dennoch nehmen einige Polizisten die Chance gerne wahr und prügeln auf Demonstranten ein, obwohl sie damit rechnen müssen das diese evtl. auch eine Waffe mit sich führen.
Heißt entweder sie sind ziemlich dumm oder sie haben ihre Ausbildung nicht gerafft.
Wie? Die eine reden von einem möglichen Mordversuch, du sagst das der Mann ja noch alle Zeit gehabt hätte im Gemenge die Waffe zu ziehen?
Also so oft wie der Wind die Richtung wechselt kann man ja gar nicht darauf reagieren.
Das Verhalten war übertrieben, das habe ich bereits eingeräumt, schon einige Seiten hier vor, jedoch geht es darum das der Mann sich genau so falsch verhalten bzw. durch aus auch eine potenzielle Gefahr hätte darstellen können.
Ich will nicht wissen war für Menschen unter den Masken stecken hinter denen Autonome sich verstecken, wahrscheinlich sind das eine Menge Menschen denen du das nicht ansiehst und die aus Schutz vor möglichen Folgen diese aufsetzen.
Da dieser Chaot jedoch die Polizei nur beleidigte und verbal provozierte ging er wohl von der Annahme aus das die Polizei keine rechte hat, übrigens kann jeder der beleidigt wird wegen Verleumdung eine Klage einreichen, nicht nur die Polizei.
Aber für dich sind ja alle Polizisten dumm und Schläger, mit dir kann man nicht reden, komm klar im Kopf und pauschalisiere nicht ständig, schließlich willst du ja auch nicht das die Polizei jeden Demonstranten für einen linke Radikalen hält.
Ich sag ja der Heuchler Mensch, wie es einem passt wird da von der Seele geredet.
Ps:Auch schön das du meine Eltern mit ins Spiel bringst und eine mögliche zus. Person, scheinst wohl nicht viel von Ehre, Respekt und Würde zu halten.
Deine Aussagen sprechen halt für sich selbst.
Haudrauff
16.09.2009, 19:57
Schaut mal, wer da bei 0.19 durchs Bild huscht. Na so ein Zufall! :freak
http://www.spiegel.de/video/video-58282.html
Hehehe, tja der Typ ist halt nicht blöd und lernt aus seinen Fehlern. Deswegen hat er ja neuerdings ein Fahrrad mit dabei. So kann ihn die Polizei nicht mehr so schnell davonlaufen.
Gerade bei Radio "Fritz" gehört, die Polizisten in Berlin sollen im nächsten Jahr Namen und(oder Dienstnummer offen an Ihrer Uniform tragen, da sie öffentliche Amtspersonen sind und so auch als Person erkennbar sein sollen. Der Datenschutzbeauftragte von Berlin ist damit uneingeschränkt einverstanden.
Was für mich dabei der Hammer ist, bei der Feuerwehr ist das schon seit gut 10Jahren so und war noch nie nee Mitteilung wert.
smacked2
17.09.2009, 12:36
Gerade bei Radio "Fritz" gehört, die Polizisten in Berlin sollen im nächsten Jahr Namen und(oder Dienstnummer offen an Ihrer Uniform tragen, da sie öffentliche Amtspersonen sind und so auch als Person erkennbar sein sollen. Der Datenschutzbeauftragte von Berlin ist damit uneingeschränkt einverstanden.
Kennzeichnungspflicht kommt? Würde mich ja freuen auch wenn ich es ehrlich gesagt bezweifele so wie sich die Polizeigewerkschaft und konservative Parteien dagegegen sperren. Im EU-Ausland ist sie schon ewig gang und gäbe und selbst in den USA gibt es die Kennzeichnungspflicht. Von Amnesty International wird sie auch schon lange gefordert.
Die Pflicht, sich auf Verlangen auszuweisen, gibt es für Vollzugsbeamten in Deutschland schon seit eh und je. Allerdings bestimmt es der Beamte selbst, wann er den Dienstausweis oder die Erkennungsmarke mit den dienstlichen Daten zeigt.
Aus gutem Grund, denn es gibt Situationen, in denen es wichtiger ist, die Lage unter Kontrolle zu haben, als den Dienstausweis zu zeigen.
smacked2
17.09.2009, 14:56
Ja und wie sowas enden kann sieht man in dem eingangs erwähnten Fall. :freak
Nein eine verbindliche Kennzeichnungspflicht muss her. Das fordert auch der CCC:
http://www.ccc.de/updates/2009/pm-identifikationsnummer?language=de
@smacked2
Sehe nichts, was dagegen spräche. Die Art der Kennzeichnung kann ja durchaus diskutiert werden. Klarnamen halte ich bei der Polizei für nicht geeignet, kurze Nummern/Buchstabenkombinationen dagegen schon.
MFG
Haudrauff
17.09.2009, 16:42
Gute Idee.
Aber wieso verschlüsseln? Was spricht gegen ein "A. Schmidt" auf der Brust ala Bundeswehr?
Ist mir auch irgendwie peinlich wenn ich bei Kontak mit der Polizei (z.B. Personenkontrolle) den Beamten nicht richtig ansprechen kann. Ein "Herr Wachtmeister" ist sicherlich generell falsch und die farbigen Punkte auf der Schulter helfen mir auch nicht weiter.
Ich glaube aber zumindest auf der Wache hab ich schon mal Namesschilder (mit Nadel zum anstecken) gesehen.
@haudrauff
Ich glaube , dass so einige Polzisten nach der Demo dann den ein oder anderen Stalker an der Backe hätten. Weiterhin gibt es vielleicht mehrere Polizisten, die "Schmidt" heissen; - eine Nummer wäre da eindeutiger.
Das sind aber alles Details. Wichtig wäre die Entscheidung für eine Kennzeichnungspflicht.
MFG
Haudrauff
17.09.2009, 17:24
Gut. Einigen wir uns drauf das wir den Polizisten bei Demos ein Nummerschild an den Hinterkopf tackern. Da hat man dann auch gleich ein Pflastersteinschutz im Nacken.
Für den Streifendienst halte ich es aber im Bezug auf mögliche Stalker für nicht bedenklich. Außerdem finde ich es des weiteren doch ziemlich schwierig für einen Stalker wenn man nur "A. Schmidt" als Anhaltspunkt hat.
Ps: Auch wenn 100 Beamte auf einer Demo "A. Schmidt" heißen: Wenn ich den Namen auf der Brust lesen kann, dann hab ich mir schon lange vorher das Gesicht angesehen.
@ smacked2
Kennzeichnung der Polizisten und harte, konsequente Bestrafung für jeden vermummten Demonstranten...
Wenn dann gleiches "Recht" für alle...
@seppuku
Das ging mir auch durch den Kopf. Jeder Demonstrant erhält, vor Beginn der Demo, ein T-Shirt mit einer Demonstranten-Identifikationsnummer (kurz DIN) in fluoreszierender Schrift nach vorheriger Anmeldung und jeder Polizist eine Einsatz-Identifikationsnummer (kurz EIN).
Aber wo bleibt denn da noch der Spaß? :D
MFG
Turrican101
18.09.2009, 09:58
Tja man stelle sich vor, die Polizisten im Prügelvideo hätten ihre Helme getragen, dann wärs fast unmöglich, den mal eben durch so ein Wackelvideo zu identifizieren. Vor allem wenn er nicht frontal vor einem steht. Da wär ne SICHTBARE Nummer oder Name schon angebracht. Damit mein ich nicht ein grünes Feld mit dunkelgrünem Text auf grüner Jacke wie beim Bund. ;)
Und was ist mit diesen RoboCop-Einheiten, wie damals in Dortmund bei der WM? :D
Die sind ja sogar vermummt und tragen Helm und Kampfpanzerung. Auf der einen Seite natürlich logisch wenn Spezialeinheiten anonym bleiben müssen, auf der anderen Seite aber auch dämlich, wenn die theoretisch machen können was sie wollen.
Und was ist mit diesen RoboCop-Einheiten, wie damals in Dortmund bei der WM? :D
Die sind ja sogar vermummt und tragen Helm und Kampfpanzerung. Auf der einen Seite natürlich logisch wenn Spezialeinheiten anonym bleiben müssen, auf der anderen Seite aber auch dämlich, wenn die theoretisch machen können was sie wollen.
Diese haben jedoch in der Regel noch mal eine andere Ausbildung als MEK Einheiten, im Gegensatz zu einigen amerikanischen Einheiten sind die Stresstests bei deutschen Spezialeinsatzkommando sehr hart und schwer, da überhaupt durch zu kommen bedarf schon einer Menge Belastbarkeit.
Hätte Frankreich bei der WM 98 mehr solche geschulten Einsatzkräfte vorhanden gehabt, hätte man davon ausgehen können das Fälle wie Nivel in der Form sicher nicht zu Stande gekommen.
Mann kann über die deutsche Polizei und Bundespolizei (SEK Einheiten inklusive) schimpfen wie man möchte, sie ist im Grunde einer der am besten ausgebildeten Einheiten in der Welt.
Was ich damit sagen will, ich glaube das diese Einheiten sich selbst kontrollieren und gemäß dessen nicht das tun was Sie wollen, aber es wäre wirklich gefährlicher für sie, wenn ihre Namen auf den Anzügen stehen würde, solche SEK Einheiten reden auch nie über ihre Arbeit, nehmen nie wie im Film die Maske noch während einer Mission ab usw.
Ist halt ähnlich wie im Fightclub, keiner redet über den Fightclub.
Weil eben Lebensgefahr besteht wenn sie das tun würden und keine haltlose.
smacked2
18.09.2009, 10:50
Und noch mehr Polizisten beim Prügeln erwischt:
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/nachschlag-fuer-die-polizeidebatte/
Wieder aus den für ihre Brutalität bekannten Berliner EHU's
Der Polizist gehört betraft (wer einen Wehrlosen (da schon abgeführt) schlägt gehört in meinen Augen vom Dienst suspendiert) und diesen Demonstranten würde ich wegen der Vermummung auch bestrafen. Da man nicht weiß, was vorher passiert ist, sollte man aber nicht gleich in Mitleid für den Demonstranten zerfließen.
@ smacked2
Bist du eigentlich auch so erschüttert, wenn Demonstranten Polizisten angehen oder dienen deine Posts nur der primitiven Stimmungsmache und dem Schüren von Hass gegenüber der Polizei?
smacked2
18.09.2009, 11:44
[...] oder dienen deine Posts nur der primitiven Stimmungsmache und dem Schüren von Hass gegenüber der Polizei?
Ich schüre keinen Hass gegen Beamte, ich zeige nur ein gesellschaftliches Problem auf das in den meisten Medien konsequent totgeschwiegen und/oder gutgeheissen wird. Den Hass auf sich schüren die Polizisten durch ihre Taten selbst.
@ smacked2
Bist du eigentlich auch so erschüttert, wenn Demonstranten Polizisten angehen oder dienen deine Posts nur der primitiven Stimmungsmache und dem Schüren von Hass gegenüber der Polizei?
Definitiv letzteres, wobei ich an dem neuen Video auch keine Unverhältnismässigkeit erkennen kann.
Wie soll denn bitte eine Person festgenommen werden?
Soll die Polizei höflich fragen nach dem Motto "Bitte, bitte komm doch mit" , "Ne? Okay beim nächsten mal vielleicht".
Man erkennt bei den Kritikern eindeutig wer noch nie irgendeine Position inne hatte wo sie für Ordnung sorgen mussten, sondern das man immer nur zu den Störern gehört bzw. normalen Teilnehmern von irgendwelchen Veranstaltungen.
Von herr polizeibeamter:
taz verteidigt prügelnde polizisten. auch mal was neues ...
Könnte von einigen Usern hier stammen, wenn beide Seiten beleuchtet werden dann wird die Polizei gleich in Schutz genommen.
Turrican101
18.09.2009, 12:39
Komisch dass die Polizisten mit Videokamera immer woanders hinfilmen... http://turrican101.ohost.de/pd/smileys/ugly.gif
@ smacked2
Bist du eigentlich auch so erschüttert, wenn Demonstranten Polizisten angehen oder dienen deine Posts nur der primitiven Stimmungsmache und dem Schüren von Hass gegenüber der Polizei?
Ach wenn er eine belegbare Quelle vorweist für solche Übergriffe, dann nennt man das "Hass schüren" ? Ich sag dir was: Was er macht ist objektive Beiträge mit Quellenangaben zu posten, was DU machst ist mit Polemik gegen solche Dinge vorgehen, die nicht in dein Weltbild passen. Also halte DU dich besser zurück, wenn du anderen "primitive Stimmungsmache" vorwirfst.
Und noch eine Sache:
Man muss für Polizisten generell eine höhere Messlatte an Moral und Anstand anlegen als für gewöhnliche Menschen, denn sie sind Vertreter der Exekutive. Für diesen Job MUSS man einfach einen anderen, kritischeren Maßstab anlegen. Und dieses wird auch getan, siehe z.B. die Tatsache, dass Vorbestrafte keine Polizisten werden können und Straffällig gewordene Polizisten vom Dienst entlassen werden. Jemand, der das Gesetz durchsetzen soll, darf es nicht brechen. Und jetzt tun wir mal nicht so, als würden Demonstranten grundsätzlich straffrei davonkommen, was sie auch tun. Eine Straftat ist eine Straftat und wenn die Polizei solcher Leute habhaft werden kann, wird sie es tun. Sie schafft es nicht bei allen, aber das beschränkt sich nicht auf Demonstranten. Auch andere Straftaten werden nicht aufgeklärt.
Jedoch messen viele Individuen mit individuellen Maßen, um dem Einhalt zu gebieten gibt es Gesetze, welche Rahmen aufzeigen, die Polizei muss diese Gesetze umsetzen und ein Demonstrant muss sich an diese Gesetze halten, wie natürlich auch ein Polizist das tun muss, als mündiger Bürger.
Jedoch gibt es auf beiden Seiten schwarze Schafe oder manchmal auch eine ganze Schafherde.
Es ist nur erstaunlich das in Foren immer nur die Übergriffe von Polizisten diskutiert werden müssen, dabei gibt es alle paar Wochen Beispiele wo mündige Bürger sich über das Gesetz stellen und nicht nur sich und andere mündige Bürger sondern auch die Polizei in Gefahr bringen.
Und das sind oft die Bürger, die am lautesten schreien wenn die Polizei eingreift.
Nicht umsonst schreien die Helden nicht laut das sie nichts getan haben, nachdem die 3. oder 4. Flasche an der Schutzpanzerung des Polizeiwagen oder eines Polizisten kaputt gegangen ist oder an einem friedlichen Mitdemonstranten, der zur falschen Zeit am falschen Ort stand, nach der Devise Pechgehabt und Jeder Krieg fordert Opfer.
Ach wenn er eine belegbare Quelle vorweist für solche Übergriffe, dann nennt man das "Hass schüren" ? Ich sag dir was: Was er macht ist objektive Beiträge mit Quellenangaben zu posten, was DU machst ist mit Polemik gegen solche Dinge vorgehen, die nicht in dein Weltbild passen.
Das ist natürlich auch eine Frage des Blickwinkels. Als "Berliner Friedrichshaini" ists schon interessant.
In Berlin gibts fast jedes Wochenende irgendeine Demo für oder gegen irgendwas. Der größte Teil dieser Demos verläuft friedlich. Keine Flaschen und Steine, keine prügelnden Polizisten. Selbst die NPD-Demos wären ohne Gegenveranstaltungen schon fast schläfrig.
Dann gibts die Demos zum 1. Mai, oder die schöne Demo für "mehr Bildung", die ein Klientel anzuziehen scheinen, welches beim Letzteren wohl etwas zu kurz gekommen ist.
Da knallts irgendwie immer. Die selben Polizisten, die auch andere Demos begleiten werden "automatisch" zu prügelnden Polizisten? Sehr komisch! Sind die so wankelmütig oder hat es vielleicht so ein ganz, ganz kleines Bisschen was mit dem Verhalten der Demonstranten zu tun?
Das schließt natürlich nicht aus, dass es auch Polizisten gibt, die in diesem Zusammenhang falsch agieren. (Link von smacked2)
Dennoch ist es mit Sicherheit keine Patt-Verteilung, wenn man die Ursachen für Eskalationen auf Demonstrationen sucht.
MFG
@ Nossi
Komm mal wieder runter... :rolleyes
Wo habe ich jemandem etwas vorgeworfen? Es war eine Frage, deswegen endet der Satz auch mit einem "?". Schon schwer, einen Abschnitt zu zitieren und auch noch zu verstehen...
Was er macht ist objektive Beiträge mit Quellenangaben zu posten
Hab ich das bestritten? Nochmals: Wenn jemand Gewalt kritisiert, dann bitte generell. Wenn jemand aber eine Seite einseitig beleuchtet, dann wird man doch einmal die Frage stellen dürfen, welchen Zweck er damit verfolgt. Und seit wann sind bitte YouTube-Video-Fetzen objektiv. Und wie kannst du etwas objektiv nennen, ohne die Hintergründe zu kennen? Dann scheinst du einzigartige Fähigkeiten zu haben.
Des weiteren bringt auch ein einseitiges Vorbringen von "objektiven" Quellen kein objektives Bild von einer Sache.
Wenn du meinen kompletten Beitrag gelesen hättest und (anscheinend) nicht nur einen Anstoß gesucht hättest, jemanden in dieser Schärfe anzusprechen, dann hättest du merken müssen, dass der Punkt mit dem Weltbild aber so etwas von nicht passt...
@ Nossi
Komm mal wieder runter... :rolleyes
Wo habe ich jemandem etwas vorgeworfen? Es war eine Frage, deswegen endet der Satz auch mit einem "?". Schon schwer, einen Abschnitt zu zitieren und auch noch zu verstehen...
Spiel doch nicht den Dummen :rolleyes
Wir wissen beide wie diese Aussage gemeint ist, auch wenn sie als Frage formuliert war. Also tu nicht so scheinheilig. Bezeichnend, dass du dich auf solche fadenscheinigen "Tricks" berufen musst....
Und es geht hier auch nicht um ein Youtube-Video, sondern um einen Artikel der TAZ.
Turrican101
18.09.2009, 16:57
Das hier ist auch ne schöne Story, passiert natürlich auf der "Freiheit statt Angst"-Demo:
www.alios.org/blog/2009/09/mein-festnahme-bei-der-freiheit-statt-angst-2009/
:freak
Wurde im Laufe des Threads schon gepostet und diskutiert, einfach mal ein paar Seiten zurückspringen.
Haudrauff
18.09.2009, 17:13
@turrican
Tja, traurige Geschichte, aber hier gilt:
Die Versammlungsfreiheit ist in Artikel 8 des Grundgesetzes als Grundrecht garantiert. Artikel 8 lautet:
(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
Der Leatherman wurde während einer "Versammlung" bei einer Personenkontrolle gefunden. Polizisten haben einfach in solchen Fällen keinen Ermessenspielraum. Daher ist die Verhaftung rechtens.
Kottenpipel
18.09.2009, 20:53
Gewalttätiges Vorgehen einer bewaffneten Einsatztruppe gegen friedlcihe Demonstranten ist die Art Verbrechen, mit der ein Rechtsstaat sich selbst verleugnet.
Batallions of riot police
With rubber bullet kisses
Baton courtesy
Service with a smile
Seltsam, ... heute Nahct hab ich geträumt, dass ich gegen Nazis demonstrierte und von einem Polizisten zweimal mit einer MP ins Bein geschossen wurde... :o
Einhörnchen
19.09.2009, 11:41
Jedenfalls zeigt das, dass wir in jedem Fall mehr Kontrolle durch Videoüberwachung benötigen. Ohne Überachung wäre dieser Vorfall niemals dokumentiert worden (die Videokamera war schlielich schon vorher an). Außerdem wäre es zu wünschen, dass prügelnde Demonstranten ebenfalls auf die gleiche Art und Weise an den öffentlichen Pranger gestellt werden wie die Polizisten.
Gewalt darf nicht toleriert werden.
Auf der einen Seite wird über immer mehr Überwachungsstaat geschimpft, auf der anderen wird bei jeder Gelegenheit mehr Überwachung gefordert. Da passt doch irgendwas nicht!
In einer demokratischen Grundordnung muss man nun mal auch mit negativen Begleiterscheinungen leben und nicht nach jeder kleinen Unzulänglichkeit allle wertvollen demokratischen Errungenschaften in Frage stellen.
Wer an jeder Ecke Videokameras fordert, sollte vielleicht besser nach China oder Nordkorea auswandern. Da bekommt er das nämlich exklusiv geboten.
Einhörnchen
19.09.2009, 12:14
Wer an jeder Ecke Videokameras fordert, sollte vielleicht besser nach China oder Nordkorea auswandern. Da bekommt er das nämlich exklusiv geboten.
Das Problem sind dort nicht die Kameras sondern totalitäre Regierungen mit allen üblichen Begleiterscheinungen...
Das Problem sind dort nicht die Kameras sondern totalitäre Regierungen mit allen üblichen Begleiterscheinungen...
Stimmt, dort sind Videokameras sicher das kleinere Übel.
Ich aber möchte mich in unserem Land frei bewegen dürfen, ohne an jeder Ecke von einer Kamera gefilmt und jeder meiner Schritte überwacht zu werden.
Einhörnchen
19.09.2009, 12:51
Ich aber möchte mich in unserem Land frei bewegen dürfen, ohne an jeder Ecke von einer Kamera gefilmt
Das ist ein legitimes Anliegen. Da finde ich Google Street View jedoch wesentlich bedenklicher, denn zu den Videokameras in Bahnhöfen und Parkplätzen hat eben nicht jeder Zugang.
Aufgrund der zunehmenden Anonymisierung der Gesellschaft und der stetig abnehmenden Zivilcourage finde ich aber, muss man neue Wege suchen, Delikte in der Öffentlichkeit festzuhalten und zu verfolgen (und ich behaupte nicht, dass die Gewalt zugenommen hat, das hat sie laut BKA Statistik nicht). Derzeit glaube ich, ist Videoüberwachung dafür das geeignete Mittel. Sicher, sie verhinden oft keine Straftaten, aber sie machen sie verfolgbar, so dass Geschädigte Schadensersatz geltend machen können und Schwerverbrechner in den Bau kommen.
smacked2
19.09.2009, 14:35
Zu den Kameras und der steigenden Überwachung:
http://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtSECg
Videoüberwachung ist nur eine Illusion von Sicherheit und dient eher der Kontrolle als der Sicherheit.
Videoüberwachung ist nur eine Illusion von Sicherheit und dient eher der Kontrolle als der Sicherheit.
Völlig korrekt, bin da ganz deiner Meinung.
Das Video stellt die Sache sehr schön heraus. Kann man gar nicht treffender darstellen.
Jedenfalls zeigt das, dass wir in jedem Fall mehr Kontrolle durch Videoüberwachung benötigen. Ohne Überachung wäre dieser Vorfall niemals dokumentiert worden (die Videokamera war schlielich schon vorher an).
Selten eine zynischere Schlussfolgerung gelesen.
Turrican101
19.09.2009, 15:17
Nur blöd dass man hier wohl kaum von "Überwachung" sprechen kann, wenn ein Zivilist ein einmaliges Ereignis (nämlich die Demo) dokumentiert und zufällig dabei ne Straftat aufnimmt.
Wenn der Typ 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag da stehen und filmen würde, so wie es der Staat vorhat, weil ja evtl. die Möglichkeit besteht dass evtl. vielleicht zufällig an genau der Stelle was passieren könnte, dann könnte man nochmal darüber reden. :rolleyes
Es geht hier ja auch nicht darum, dass ein Bürger mit einer Kamera rumläuft und filmt, sondern dass hier Leute eine generelle Videoüberwachung fordern.
dominion1
19.09.2009, 19:42
Zu den Kameras und der steigenden Überwachung:
http://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtSECg
Videoüberwachung ist nur eine Illusion von Sicherheit und dient eher der Kontrolle als der Sicherheit.
Das ist nicht gegen Dich persönlich gerichtet, smacked2, doch ich habe selten einen solchen linkspropagandistischen Schwachsinn gehört wie in diesem verlinkten Video.
Ich habe mir erlaubt, einige Textstellen herauszuschreiben:
Denn jemand, der sich beobachtet fühlt, verhält sich anders als jemand, der nicht beobachtet wird.
Ja, klar. Es geht um eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze, also um Orte, an denen ich ohnehin "beobachtet" werde, nämlich von allen Menschen, die sich in der Nähe aufhalten. Welche Freiheitsrechte, die mit dem Gesetz in Einklang stehen, werden denn da bitte eingeschränkt? Zumal das Bildmaterial der Öffentlichkeit ohnehin nicht zugänglich ist.
Klar, wenn ich gerne Leute bedrohe, zusammenschlage, abziehe, anpöbele oder mich sonstwie daneben benehme, und dies als meine Freiheitsrechte bezeichne, DANN werde ich in meinem völlig vermurksten Verständnis von Freiheitsrechten eingeschränkt.
Auf einer Demo werde ich von tausenden von Menschen beobachtet. Wenn ich unter Freiheitsrechten aber verstehe, meiner Haltung Ausdruck zu verleihen, indem ich Fensterscheiben einwerfe, Autos demoliere, Steine auf Polizisten werfe, Gegendemonstranten angreife usw., DANN werde ich in meinem "Freiheitsrecht" eingeschränkt.
Von seinen Freiheitsrechten nimmt man nicht mehr in dem Umfang Gebrauch, wie man es anonym machen würde - was zB die Meinungsfreiheit einschränkt.
Siehe oben. Wer öffentlich seine Meinung sagt, wird nicht belangt, hat also nichts zu befürchten. Wer die freiheitlich-demokratische Grundordnung angreift, macht nicht von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch. Das dürften gerade linksgerichtete Personen nachvollziehen können, denn sonst dürften Rechtsradikale in der Öffentlichkeit herumschreien, dass der Nationalsozialismus die viel bessere Staatsform sei - wollt Ihr das? (an die linksorientierten gerichtet)
Und um nicht negativ aufzufallen, passen sich nach und nach immer mehr Menschen der Norm an.
Das wäre vor dem Hintergrund des zuvor Gesagten begrüßenswert. Denn gegen eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze kann nur jemand sein, der auf die Gesetze pfeift und glaubt, dass er tun und lassen könne, was er will. So jemand müsste mit Einschränkungen und strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
Innerhalb der Gesellschaft würden so langsam die andersdenkenden und Originale aussterben.
Welch populistischer Schwachsinn. Wer soll denn bitte infolge einer Videoüberwachung öffentlicher Plätze als andersdenkender verfolgt werden? Wer?
Vielleicht Schwule oder Lesben? Es ist nicht verboten, schwul oder lesbisch zu sein. Niemand wird deshalb verfolgt.
Vielleicht ein Atomkraftgegner oder -befürworter? Es ist nicht verboten, öffentlich seine Meinung zu äussern.
Vielleicht jemand, der die Regierung kritisiert? Es ist nicht verboten, sich öffentlich gegen unsere Regierung auszusprechen.
Verfolgt werden kann nur jemand, der gegen die Gesetze verstößt (und dieser jemand nimmt nicht seine Freiheitsrechte wahr).
Selbst, wenn jemand den Sinn eines Gesetzes öffentlich anzweifelt, ist das nicht strafbar. Ich darf zB sehr wohl öffentlich äuusern: "Ich bin für die Legalisierung von Marihuana". Niemand kann mich dafür belangen.
Diese Gesellschaft wäre nicht mehr in der Lage, sich geistig und sozial weiterzuentwickeln. Intoleranz würde zunehmen und die Fähigkeit zur Innovation verkümmern.
Dieser Unsinn lässt mir das Blut in meinen Adern kochen. Wer dumm genug ist, auf solche Propaganda hereinzufallen, der tut mir Leid.
Eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze hindert niemanden daran, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch kundzutun. Das ist nicht verboten und wird nicht verfolgt. Selbstverständlich könnte sich eine Gesellschaft trotz der Videoüberwachung öffentlicher Plätze weiterentwickeln. Selbstvertändlich würde die Fähigkeit zur Innovation NICHT verkümmern.
Und darüber hinaus: Glaubt Ihr (an diejenigen, die dem Inhalt dieses Videos Recht geben wollen), glaubt Ihr ernsthaft daran, dass im Falle der Realisierung der Videoüberwachung etwa folgende "Steckbriefe" der Polizei auftauchen werden, so etwa in "Aktenzeichen XY ungelöst": "Wer kennt diesen Mann? Er hat in der Öffentlichkeit einen Joint geraucht"?
Leute, wir leben weder im dritten Reich noch in der ehemaligen DDR. Wenn Begriffe wie "Überwachungsstaat" genannt werden, läuft es mir eiskalt den Rücken herunter.
Es geht nicht darum, Andersdenkende zu verfolgen oder zu misskreditieren. Eine solche Überwachung (Euer Chef würde NIEMALS an solche Daten herankommen, um dies mal klarzustellen) dient nur der Überführung von Straftätern.
Ich bin gespannt auf Gegenargumente.
MfG,
Dominion.
Auf diesem Video sieht man wie die Polizei unschuldige Passanten während einer friedlichen Demo angreift: http://ptrace.fefe.de/polizeipruegel-fsa09-small.html
Ich bezweifle jetzt einfach mal das es sich hierbei um einen vollkommen "unschuldigen" und "friedlichen" Demonstranten handelt.
http://www.pi-news.net/2009/09/phantom-mit-fahrrad-herr-im-blauen-t-shirt/
Denn gegen eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze kann nur jemand sein, der auf die Gesetze pfeift und glaubt, dass er tun und lassen könne, was er will. So jemand müsste mit Einschränkungen und strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
Das ist doch völliger Nonsens!
Als ob Videokameras an öffentlichen Plätzen, oder sogar generell, Straftaten wirklich effektiv verhindern und die Strafverfolgung vereinfachen würden. Das ist ein Trugschluss!
Nur durch mehr Prävention durch die Ordnungsorgane erreicht man effektives Verhindern von Straftaten, vor allem auch an öffentlichen Plätzen.
dominion1
19.09.2009, 20:35
Das ist doch völliger Nonsens!
Als ob Videokameras an öffentlichen Plätzen, oder sogar generell, Straftaten wirklich effektiv verhindern und die Strafverfolgung vereinfachen würden.
Die Strafverfolgung vereinfachen... ?
Dir ist wohl nicht klar, dass die schlichte Unbeweisbarkeit von Straftaten den mit weitem Abstand größten Teil von nicht starfrechtlich gewürdigten Handungen ausmachen.
Täter berufen sich zu größten Teilen auf genau diesen Ansatz: Wem eine Straftat nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, der ist in dubio pro reo (im Zweifel für den Angeklagten) freizusprechen.
Dieser Rechtsgrundsatz ist Rechtsgrund für den Freispruch der meisten schuldigen Angeklagten.
Es ist daher unbedingt erforderlich, die Beweisführung aufgrund von nicht widerlegbaren Daten (so etwa Videoüberwachung) zu vereinfachen.
Das geht nicht gegen Dich, doch Du scheinst keinen Einblick in die tagtägliche Rechtspraxis zu haben.
MfG,
Dominion.
Dir ist wohl nicht klar, dass die schlichte Unbeweisbarkeit von Straftaten den mit weitem Abstand größten Teil von nicht starfrechtlich gewürdigten Handungen ausmachen.
Sonnenklar!^^ Das Gegenteil ist der Fall, denn es liegen Statistiken vor, die besagen, dass Deutschland bezüglich der Aufklärungsquote von Gesetzesverstößen im internationalen Vergleich sogar ziemlich weit vorne an der Spitze liegt. Trotz des vielerorts enorm hohen personellen Kahlschlages bei den Ordnungsorganen in diesem Land.
Ich weiß das deshalb so genau, weil ich mich in meinem Berufsalltag zwingend mit solchen Gegebenheiten beschäftigen muss.
Dass die abschließende Verurteilung von Straffälligen relativ unbefriedigend niedrig ist, stimmt allerdings. Doch das liegt meist an anderen Dingen, als an einer vermeintlich schlechten oder mäßigen Beweisführung seitens der Ermittlungsbehörden.
dominion1
19.09.2009, 21:40
@ Micha45:
Ich befasse mich ebenfalls tagtäglich damit. ;)
Mag Dtl auch vorne liegen (diese Statistik kenne ich nicht, doch ich möchte sie auch nicht anzweifeln, da mir entsprechende Statiskiken nicht vorliegen), so ist dennoch eine höhere Aufklärungsquote dringend erforderlich.
Auch mein "Berufsalltag" befasst sich direkt oder indirekt mit genau diesen Thesen.
Du bist mir allerdings die Erklärung schuldig geblieben, weshalb Du mein vorheriges Statement als "Nonsense" bezeichnest.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir beide dasselbe meinen, aber es nur unterschiedlich formulieren.
Wenn meine Einschätzung richtig ist, sind unsere Ansätze nicht sehr unterschiedlich. Liege ich hingegen falsch, dann musst Du mir erklären, welchem meiner vorgenannten Punkte Du widersprichst bzw. was Dir falsch vorkommt.
MfG,
Dominion.
Du bist mir allerdings die Erklärung schuldig geblieben, weshalb Du mein vorheriges Statement als "Nonsense" bezeichnest.
Nicht dein gesamtes Statement habe ich als "nonsens" bezeichnet, sondern lediglich diesen Auszug daraus:
Zitat [...]"Denn gegen eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze kann nur jemand sein, der auf die Gesetze pfeift und glaubt, dass er tun und lassen könne, was er will."[...] Zitat Ende
Da ich gegen eine generelle Videoüberwachung bin, weil ich sie nicht als effektiv genug ansehe, aber dennoch ganz sicher nicht auf Gestze und Verordungen pfeife (dann hätte ich den falschen Beruf), habe ich mich von der oben zitierten Aussage etwas "angepisst" gefühlt, um es mal auf deutsch zu sagen.^^
Aber keine Angst, ich bin nicht nachtragend.^^
dominion1
19.09.2009, 22:34
OK, ich glaube, Dich inzwischen besser zu verstehen: Dir war die von mir getätigte Aussage zu generalisierend.
Vielleicht war meine Aussage etwas zu unausgewogen:
Was ich eigentlich sagen wollte: Wer keine Straftaten begeht, hat von einer Videoüberwachung nichts zu befürchten. Wer Straftaten begeht, kann sich nicht auf sein Freiheitsrecht berufen.
Ich bitte darum, das Augenmerk auf das Merkmal "öffentliche Plätze" zu lenken. Da Du, wie Du sagst, juristisch geschult bist, wirst Du verstehen, was damit gemeint ist.
Wenn Du meinen Standpunkt gewertet hast als "wer gegen Videoüberwachung ist, ist ein Straftäter", kann ich Deine Einlassung gut verstehen. So habe ich das aber nicht gemeint. Ich wollte lediglich ausdrücken, dass eine Ablehnung der Videoüberwachung lediglich Straftätern zugute kommt (was längst nicht bedeutet, dass jeder, der dafür ist, Videoüberwachung zu untersagen, zwingend ein Straftäter ist).
ABER:
Du hast gesagt, dass Du grundsätzlich gegen Videoüberwachung bist. Lies Dir die von mir genannten Argumente nochmals durch und werte sie nicht als vorverurteilend. Vor diesem Hintergrund bist Du mir die Antwort schuldig geblieben, was trotz dieser Argumente gegen eine Videoüberwachung spricht.
Ganz ehrlich, ich bin für jedes Argument offen.
MfG,
Dominion.
beat_takeshi
19.09.2009, 23:00
@dominion1
Ich kann dir erklären warum ich gegen eine (Video-)Überwachung bin. Vielleicht sehen das andere auch so.
Wird eine (Video-)Überwachung langsam aber stetig aufgebaut gewöhnt sich der Mitbürger daran und stört sich nicht mehr an den ganzen Kameras.
Durch eben diese Überwachung bekommt man das Gefühl auf der "sicheren" Seite zu sein und selbst nichts mehr machen zu müssen. Die Gesetzeshüter sehen ja alles.
Des Weiteren wird man dadurch "eingeschüchert", soll heißen, das man nicht mehr in dem Umfang von seinen Freiheitsrechten - wie Demonstrationen - gebrauch macht wie man es anonym machen würde. (Einschränkung der Meinungsfreiheit)
Zudem ändert man durch die Überwachung in der Öffentlichkeit mehr und mehr sein Verhalten um der "Norm" zu entsprechen. Somit gehen Originale und Andersdenkende verloren. Auch wird dadurch eine Einheitsgesellschaft etabliert, welche sich noch leichter kontrollieren lässt. Und genau so eine Einheitsgesellschaft ist aber hinderlich für eine geistige und soziale Weiterentwicklung (Intoleranz würde weiter zunehmen) einer Gesellschaft!
ABER:
Du hast gesagt, dass Du grundsätzlich gegen Videoüberwachung bist. Lies Dir die von mir genannten Argumente nochmals durch und werte sie nicht als vorverurteilend. Vor diesem Hintergrund bist Du mir die Antwort schuldig geblieben, was trotz dieser Argumente gegen eine Videoüberwachung spricht.
Ganz ehrlich, ich bin für jedes Argument offen.
Weil Videoaufnahmen als Beweismittel oder als Täteridentifikationen, wenn sie als solche herangezogen wurden, die Aufklärungsquote von Straftaten bisher weder positiv noch negativ beeinflusst haben.
Videoaufnahmen hatten bisher null Effektivität diesbezüglich, wenn man statistisch von der Überführung der Täter, bis hin zu deren Verurteilung oder deren Freisprechung vor Gericht ausgeht.
Und das ist doch der entscheidende Punkt: Warum sollte man Hilfsmittel bei der Strafverfolgung einsetzen, die obendrein in Sachen Einschnitt in die Grundrechte der Bürger höchst bedenklich und umstritten sind, wenn sie den Beweis der Effektivität bei der Aufklärung von Straftaten absolut schuldig geblieben sind?
Dabei ist es doch vom Grundsatz her völlig egal, ob es sich dabei um die Überwachung von öffentlichen oder nicht-öffentlichen Plätzen handelt. Wenn die Maßnahme nicht greift und obendrein, aus den genannten Gründen, äußerst bedenklich ist, warum also sollte man darauf zurückgreifen?
Für die Politik wäre das nur ein entscheidender Grund, den bisherigen Stellenabbau bei öffentlichen Ordnungsorganen zu rechtfertigen und noch weiter zu betreiben.
An öffentlichen Plätzen kann nur die Maßnahme, gut geschultes und nominell ausreichend präsentes Ordungspersonal vor Ort zu haben, die richtige sein, um vorbeugend gegen Straftaten vorgehen und unmittelbar und nachhaltig gegen Straftäter agieren zu können.
Mn muss dabei auch noch den Begriff "öffentliche Plätze"richtig definieren.
Öffentliche Plätze sind alle, für jedermann frei zugängliche Plätze. Also alle Straßen und Flächen, die nicht eingezäunt oder durch bestimmte Kennzeichnungen anders bestimmt sind. Wo will man da anfangen und wo aufhören, wenn es um die Überwachung durch Videokameras geht?
wie Demonstrationen - gebrauch macht wie man es anonym machen würde.
Wie demonstriert man anonym?
Zudem ändert man durch die Überwachung in der Öffentlichkeit mehr und mehr sein Verhalten um der "Norm" zu entsprechen. Somit gehen Originale und Andersdenkende verloren.
Stimmt, deswegen sieht man auch in Videoüberwachten öffentlichen Plätzen auch nur heute nur Leute, die der "Norm" entsprechen... :rolleyes
Ich weiß ja nicht wo du her kommst. Aber in den Städten, in denen ich war, war dies definitiv nicht der Fall (wobei wir da zwar zuerst einmal "Norm" definieren müssten).
Weil Videoaufnahmen als Beweismittel oder als Täteridentifikationen, wenn sie als solche herangezogen wurden, die Aufklärungsquote von Straftaten bisher weder positiv noch negativ beeinflusst haben.
Hättest du etwas mehr Informationen zu dieser Aussage (entsprechende Studie/Statistik?). Wenn Videoaufnahmen eine Täteridentifikation nicht positiv beeinflusst haben, hätte noch nie ein Täter an Hand von Videoaufnahmen identifiziert werden dürfen. Und das war definitiv nicht nur einmal der Fall...
Nur mal als Beispiel:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,608285,00.html
Anhand der diversen Videos muß ich sagen:
Ich hätte dem Herren mit dem blauen Hemd auch eins übergebraten, der war ganz eindeutig wiederholt frech.
Die ganze Situation vor Ort war für die Einsatzkräfte den Videos nach sehr unübersichtlich, keine klaren Fronten , alle handelnden Fraktionen bunt durchmischt.
So ein einzelner Aufmucker kann die Sache da ganz leicht zum übeschwappen bringen.
Hättest du etwas mehr Informationen zu dieser Aussage (entsprechende Studie/Statistik?). Wenn Videoaufnahmen eine Täteridentifikation nicht positiv beeinflusst haben, hätte noch nie ein Täter an Hand von Videoaufnahmen identifiziert werden dürfen. Und das war definitiv nicht nur einmal der Fall...
Meine Aussage bezieht sich anhand der mir einsehbaren Statistiken darauf, dass Täter anhand von ausreichend vorliegendem Beweismaterial auch ohne der herangezogenen Videoaufnahmen, falls welche gemacht wurden, identifiziert und überführt worden wären.
Die mir vorliegenden Unterlagen sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt und deshalb kann und darf ich sie auch nicht veröffentlichen. Es gibt aber ganz sicher vergleichbare und identische Zahlen diesbezüglich, die irgendwo öffentlich einsehbar sind.
Weitere und entscheidende Punkte sind aber noch, die gegen ein Einsetzen von Videoüberwachung sprechen:
- das Vorhandensein von Videokameras verhindert keine Straftaten, es schreckt die Täter auch nicht ab, Straftaten zu begehen.
- das Vorhandensein von Videokameras nutzt und hilft potentiellen Opfern in einer gegenwärtigen Gefahrensituation überhaupt nichts.
- Straftaten auf öffentlich zugänglichen und öffentlich stark besuchten Plätzen sind, statistisch gesehen, verschwindend gering.
Natürlich ist jedes Opfer oder jeder Geschädigte zuviel, egal was Statistiken dazu auch aussagen mögen. Deshalb ist die Prävention die wichtigste und wohl auch effektivste Maßnahme, Straftaten zu verhindern und Straftäter entweder davon abzuhalten, Straftaten zu begehen, oder dieser unmittelbar, im Idealfall vor Ort, nach Ausführung von Straftaten habhaft zu werden.
dominion1
20.09.2009, 00:40
@ beat_takeshi:
Du wiederholst im Wesentlichen die Aussagen, die im Video gemacht wurden und die von mir bereits widerlegt worden sind.
Da musst Du Dir schon was besseres einfallen lassen, so einfach ist das nicht. ;)
@ Micha45:
Ich dachte, Du kennst Dich im deutschen Strafrecht aus?
Als Beweismittel zugelassen sind die Elemente, die von öffentlicher Hand gefertigt wurden. Genau hierin bestand ja das Problem: Private Aufzeichnungen werden nicht zugelassen, weil sie Persönlichkeitsrechte beeinflussen könnten: Du kannst filmen, dass Dein bester Freund von irgendwelchen Typen zusammengeschlagen wird, Dein Video wird jedoch nicht als Beweis zugelassen, weil die Täter nicht zugestimmt haben.
Genau dies soll sich ja mit der öffentlichen Überwachung ändern, nein, genauer gesagt ist das der Grund für die öffentliche Überwachung: Die Zustimmungsbedürftigkeit des Täters wird ersetzt durch eine vom Gericht festgesetzten Zustimmung. Will heißen: Das Gericht darf fortan öffentliche Videobeweise als Beweismaterial werten.
Und das will heißen (zu deiner Frage): Filmt eine öffentliche Kamera auf einem Privatgrundstück eine Straftat, so darf dieser Beweis gewertet werden (und das ist auch verdammt richtig so).
MfG,
Dominion.
beat_takeshi
20.09.2009, 00:55
@dominion1
Oh, das hab ich nicht gesehen!
Aber das Video als linkspropagandistisch zu titulieren ist auch eine Kunst für sich ... ! :rolleyes
Das was in dem Video erzählt wird hat aber einen philosophisch/psychologischen Hintergrund:
http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon
Kontrolle durch permanente Überwachung, und das ist nicht nur auf Gefängnisse beschränkt!
Die Lektüre des Wiki-Artikels sowie weiterführende Literatur zu diesem Thema ist durchaus von Belang!
Zumal das Video auch leicht überspitzt ist und im Prinzip eine Dystopie darstellt.
Edit:
Zu einer Sache hast du dich aber nicht geäußert:
Durch eben diese Überwachung bekommt man das Gefühl auf der "sicheren" Seite zu sein und selbst nichts mehr machen zu müssen. Die Gesetzeshüter sehen ja alles.
Das wird NICHT im Video behandelt ... und wurde auch noch nicht besprochen.
@ Micha45:
Ich dachte, Du kennst Dich im deutschen Strafrecht aus?
Als Beweismittel zugelassen sind die Elemente, die von öffentlicher Hand gefertigt wurden. Genau hierin bestand ja das Problem: Private Aufzeichnungen werden nicht zugelassen, weil sie Persönlichkeitsrechte beeinflussen könnten: Du kannst filmen, dass Dein bester Freund von irgendwelchen Typen zusammengeschlagen wird, Dein Video wird jedoch nicht als Beweis zugelassen, weil die Täter nicht zugestimmt haben.
Ich habe nichts Gegenteiliges behauptet! Diese Fakten sind mir sehr wohl bekannt. Wo habe ich es anderslautend dargestellt?
Genau dies soll sich ja mit der öffentlichen Überwachung ändern, nein, genauer gesagt ist das der Grund für die öffentliche Überwachung: Die Zustimmungsbedürftigkeit des Täters wird ersetzt durch eine vom Gericht festgesetzten Zustimmung. Will heißen: Das Gericht darf fortan öffentliche Videobeweise als Beweismaterial werten.
Was ändert das an der Tatsache, dass Videobeweise, auch von öffentlichen Kameras aufgenommen, alleine bisher niemals entscheidend zur Aufklärung von Straftaten beigetragen haben? Die Verwertbarkeit vor Gericht ist dabei nicht etscheidend, denn man kann vorhandenes Videomaterial durchaus zu Ermittlungszwecken heranziehen und daraus weitere Schlussfolgerungen ziehen und verwerten, die zur Aufklärung von Straftaten entscheidend sein könnten.
Es gibt aber bisher keine belegbaren Erkenntnisse diesbezüglich und deshalb ist das rechtmäßige Einsetzen von öffentlicher Hand installierten und genehmigten Videokameras völlig inakzeptabel, egal an welchen Plätzen, ob öffentlichen oder privaten auch immer.
Völlig inakzeptabel deshalb, weil eine solche Maßnahme tiefgreifend in die Grundrechte der Bürger, nämlich sich in diesem Land frei bewegen zu dürfen, einschneiden würde. Ganz abgesehen von dem nichtvorhandenen, entscheidenden Effekt.
Es würden dabei ja nicht nur Straftäter gefilmt, sondern auch völlig unbescholtene Bürger. Doch selbst Straftätern muss man nach unserer Rechtsauffassung die ureigenen Grundrechte einräumen, muss sie unter den Schutz des Staates stellen und nicht dessen Willkür aussetzen.
Und das will heißen (zu deiner Frage): Filmt eine öffentliche Kamera auf einem Privatgrundstück eine Straftat, so darf dieser Beweis gewertet werden (und das ist auch verdammt richtig so).
Wäre eine Videokamera auf mein Grundstück gerichtet und würde dabei alles aufnehmen, was bei mir zu Hause so passiert, würde ich diesem Land den Rücken kehren und auswandern. Selbst wenn ich etwas zu verbergen hätte, hat niemand das Recht, in meiner privaten Umgebung rumzuschnüffeln, wenn dafür keine eindeutige Einverständniserklärung meinerseits vorliegt, oder es keine eindeutigen Beweise gibt, dass ich mich einer Straftat schuldig gemacht habe.
Dann wären nämlich nach meinem Dafürhalten alle Errungenschaften dieser Demokratie null und nichtig
Ich kann dazu anmerken, daß vom Innenministerium 60 zusätzliche Demonstrantenwaschanlagen neuester Bauart bestellt wurden.
Das wäre vor dem Hintergrund des zuvor Gesagten begrüßenswert. Denn gegen eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze kann nur jemand sein, der auf die Gesetze pfeift und glaubt, dass er tun und lassen könne, was er will.
Die alte Laier. Wer nichts zu verbergen hat, hätte nichts zu befürchten.
Falscher kann man nicht argumentieren.
Einhörnchen
20.09.2009, 17:16
http://www.pi-news.net/2009/09/phantom-mit-fahrrad-herr-im-blauen-t-shirt/
Das ist ja nahezu unglaublich! Wieso wird das nicht weiter thematisiert?
Die Meldung ist so erfolgreich, weil linke Journalisten nach Mordanschlägen der Antifa auf Polizeibeamte dringend etwas brauchten
Auf was bezieht sich PI da?
beat_takeshi
20.09.2009, 17:20
Sicherlich auf die Mai-Randalen ... aber das ist PI. Viel sollte man von diesem Blog nicht erwarten, außer Polemik bis ins Mark.
Die beziehen sich wohl darauf:
Ein Polizist gab einen Warnschuss ab, als sein Streifenwagen von Angreifern mit Eisenstangen und Steinen attackiert wurde.
http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/schanzenfest116.html
smacked2
20.09.2009, 17:26
Viel sollte man von diesem Blog nicht erwarten, außer Polemik bis ins Mark.
Genau. Meist ganz üble rechte Hetze noch dazu. Da kann man auch gleich Altermedia lesen. :(
Einhörnchen
20.09.2009, 17:41
Genau. Meist ganz üble rechte Hetze noch dazu
Nur lügen die Videos von dem Demonstranten leider nicht, egal wer sie veröffentlicht. Mich würde ja sehr gerne interessieren, was er vor dem Zwischenfall auf der "Freiheit statt Angst"-Demo so gemacht hat. Die anderen Videos lassen üble Provokationen vermuten (was natürlich Gewalt nicht rechtfertigt).
Ja, das Video von PI, wo der Mann-in-blau diesmal in orangem T-Shirt auftaucht, lässt das ganze in einem neuen Licht erscheinen. Möglicherweise hat er vorher minutenlang die Polizisten provoziert, was nicht auf Kamera festgehalten wurde.
Auch das rechtfertigt die gewaltätige Verhaftung nicht, könnte aber erklären, wieso die Polizisten so überreagiert haben.
dominion1
21.09.2009, 19:22
@ Micha45:
Ich habe in meinen obigen Ausführungen noch einige Punkte vergessen zu erwähnen:
So nämlich, dass öffentliche Kameras keine Privatgrundstücke überwachen dürfen. Insofern ist mein letzter Satz meiner obigen Ausführung viel zu ungenau ausgefallen:
Was ich damit meinte, ist, dass es möglich sein könnte, dass das Sichtfeld einer Kamera unter anderem wenige Quadratmeter eines Aussenbereichs eines Privatgrundstückes umfassen könnte (weil eine andere Positionierung / Ausrichtung nicht machbar ist). In diesen Fällen muss zudem der Grundstückseigentümer einer Verwertung der Daten zustimmen (was er wohl in den meisten Fällen tun würde).
Eine Überwachung, die beispielsweise Privaträume mit umfasst, wäre ohnehin unzulässig und ist auch keinesfalls Ziel einer Videoüberwachung.
Zu Deinem Argument, eine Videoüberwachung würde zur Identifikation der Täter nicht helfen:
Ich kann mir unter diesem Argument nur vorstellen, dass Du anführst, es würde nichts bringen, wenn man ihn bei einer Tat filmt, da man dann immer noch nicht weiß, um wen es sich eigentlich handelt.
Dem muss ich entgegenhalten, dass sehr viele Täter polizeibekannt sind - mehr noch: den Beamten persönlich bekannt sind. Ein nicht unerheblicher Teil an Straftaten könnte so aufgeklärt werden.
Zudem würde diese Videoüberwachung auch - wie im Falle der hier im Thread besagten Demo - Bürgern eine Unterstützung gewähren, die sich von Polizei oder anderen Staatsorganen ungerecht behandelt fühlen.
@ Nossi:
Anstatt mich einer falschen Argumentation zu bezichtigen, solltest Du besser Argumente bringen, die meine Argumentation widerlegen. Darüber kann man dann diskutieren.
Du könntest mir beispielsweise erklären, was Dein Kritikpunkt an der o.g. Aussage ist.
Einfach zu sagen: "Ich will in der Öffentlichkeit nicht gefilmt werden" wäre zB kein akzeptables Argument, da die Aufzeichnungen für die Öffentlichkeit nicht einsehbar sind. Weiter gedacht könntest Du sonst auch argumentieren, dass Du anderen Personen verbieten zu können glaubst, Dich zu beobachten, wenn Du Dich in der Öffentlichkeit aufhältst. Dem ist natürlich nicht so: Jeder kann hinschauen, wo er möchte.
Für mich steht die Kamera für nichts weiter als für eine das Geschehen beobachtende Person. Nur, dass es keine biologischen Augen sind, die beobachten, sondern ein technisches Auge, das zudem den Vorteil hat, dass es ein Geschehen nicht aus subjektiver Sichtweise interpretiert.
MfG,
Dominion.
Adam_Smith
21.09.2009, 19:27
Ja, das Video von PI, wo der Mann-in-blau diesmal in orangem T-Shirt auftaucht, lässt das ganze in einem neuen Licht erscheinen. Möglicherweise hat er vorher minutenlang die Polizisten provoziert, was nicht auf Kamera festgehalten wurde.
Auch das rechtfertigt die gewaltätige Verhaftung nicht, könnte aber erklären, wieso die Polizisten so überreagiert haben.
Vor allem würde es zumindest zeigen, dass die Polizei nicht willkürlich Gewalt gegen beliebige, unschuldige Demonstranten ausüben wollte / ausgeübt hat.
Vielmehr wurde bei der, vielleicht sogar begründeten, Festsetzung eines bewusst provozierenden Demonstranten überreagiert.
@ Nossi:
Anstatt mich einer falschen Argumentation zu bezichtigen, solltest Du besser Argumente bringen, die meine Argumentation widerlegen. Darüber kann man dann diskutieren.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23625/1.html
Der Satz "Wer nichts zu verbergen hat...." beschreibt perfekt die pervertierte, verdrehte Sicht der konservativen Sicherheitsfanatiker.
beat_takeshi
22.09.2009, 19:42
@dominion1
Du hast dich noch nicht zu folgendem Beitrag geäußert: #214 (http://www.computerbase.de/forum/showpost.php?p=6641059&postcount=214)
dominion1
22.09.2009, 22:22
@ beat_takeshi:
Das Video habe ich entsprechend bezeichnet, weil die Schlussfolgerungen Zielen linksgerichteter Politik entsprechen ;).
Und hierzu:
Durch eben diese Überwachung bekommt man das Gefühl auf der "sicheren" Seite zu sein und selbst nichts mehr machen zu müssen. Die Gesetzeshüter sehen ja alles.
Sehe ich nicht so. Die Videoüberwachung dient ja nur zur Festhaltung von Beweisen, nichts weiter. Das Sicherheitsgefühl des Einzelnen wird sich erhöhen, das ist richtig und ja auch zu begrüßen. Dass daraus nun aber die Schlussfolgerung gezogen werden kann, dass hierdurch die Solidarität abnehme, halte ich für abwegig.
@ Nossi:
Ein interessanter Artikel, dessen Argumentation ich teilweise zustimmen und teilweise widersprechen würde.
Jedoch siehst Du meine besagte Aussage im falschen Kontext: Es ging hier um eine Videoüberwachung im Speziellen, also um die Sicherstellung objektiver Beweismittel. Meine Aussage bezog sich hingegen nicht generalisierend auf eine Begründung von immer intensiveren, sich ausweitenden staatlichen Kontrollmechanismen. Das ist ein erheblicher Unterschied - und diesbezüglich geht die Argumentation des verlinkten Artikels amS ins Leere.
Desweiteren: Ich sehe keine hinreichenden Gründe dafür, dass man sich in Geschäften videoüberwachen lassen muss - etwa damit sich das Geschäft gegen Ladendiebstahl absichern kann - oder auch an Flug- oder Bahnhöfen (Terrorismusabwehr), dies aber auf öffentlichen Plätzen nicht sein dürfe. Zudem sind die bisherigen Videos als Beweismittel nur sehr schwer zu würdigen.
MfG,
Dominion.
beat_takeshi
22.09.2009, 22:56
Dass daraus nun aber die Schlussfolgerung gezogen werden kann, dass hierdurch die Solidarität abnehme, halte ich für abwegig.
Warum hältst du es für abwegig?
Und es wäre sehr nett wenn du auch auf die anderen Punkte eingehen würdest.
@ Nossi:
Ein interessanter Artikel, dessen Argumentation ich teilweise zustimmen und teilweise widersprechen würde.
Es geht schlicht und ergreifend um das Totschlagargument "Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten." Und das ist FALSCH. Und wenn es nur darum geht, dass man sich in Sicherheit wähnen kann, dass man nicht im eigenen Schlafzimmer videoüberwacht wird, weil man fälschlicherweise unter Verdacht geraten ist. Dieses Argument anzubringen ist grundsätzlich immer falsch, egal in welchem Kontext und mit welchen Einschränkungen. Denn damit werden ungezügelte staatlicher Kontrolle Tür und Tor geöffnet, schliesslich hab ich "ja nichts gemacht", ergo keinen Grund, mich nicht kontrollieren zu lassen. Das Gegenteil ist aber der Fall, es gibt keinen Grund mich zu kontrollieren, solange nicht tatsächlich WEITREICHENDE Verdachtsmomente stehen. Und vorallem darf man dann auch nur mich kontrollieren und nicht jeden Bürger unter generalverdacht stellen, durch "Wer nichts zu verbergen hat..."
beat_takeshi
23.09.2009, 20:29
Mal etwas zum eigentlichen Thema:
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/opfer-geht-gegen-polizeipraesident-vor/
Gegen Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch wurde am Dienstag eine Anordnung auf einstweilige Unterlassung beantragt. Dem Antrag zufolge wird es Glietsch untersagt, weiter zu behaupten, der 37-jährige H. trage eine Mitschuld an dem gewaltsamen Übergriff. H. wurde bei der "Freiheit statt Angst"-Demo vor knapp zwei Wochen von Polizeibeamten verprügelt. Strafverteidiger Johannes Eisenberg hat die Anordnung, die der taz vorliegt, dem Berliner Verwaltungsgericht zukommen lassen. In Kürze werde die zuständige erste Kammer darüber entscheiden, erklärte ein Gerichtssprecher.
Ich bin auf die Entscheidung der Kammer gespannt.
walter09
23.09.2009, 22:07
weicheier, wenn ich das mal so sagen darf. jede prügelei aufm oktoberfest fordert mehr opfer und ausgeschlagene zähne und knochenbrüche etc, aber so ein geweine wegen ne blutigen nase, lächerlich
kann man so und so sehen, natürlich ist die Öffentlichkeit sehr sensibel wenn es darum geht der Polizei was am Zeug zu flicken. Anders ist das bei Randale, da werden immer wieder jede Menge Polizisten grundlos verletzt, das ist dann höchstens ne Randnotiz wert. Die festgenommenen Demonstranten marschieren dann kurze Zeit später grinsend aus dem Revier, und nichts passiert. Da kann es schon mal zu Frustreaktionen kommen, auch wenn die nicht in Ordnung sind.
beat_takeshi
23.09.2009, 22:51
@walter09
Ich nehme einfach mal an, dass du Prügeleien mit der Polizei meinst und nicht solche wo sich die Besucher der Wiesn untereinander prügeln.
Ansonten hat der Beitrag absolut keinen Bezug zum Thema! Wirklich gehaltvoll ist er zudem auch nicht ...
walter09
23.09.2009, 23:06
ich seh das durchaus so, das die polizei so professionell sein muss, sich nicht provozieren zu lassen und so weiter, ist ja logisch. (aus eigener erfahrung hab ich auch schon die erfahrung gemacht, das polizisten durchaus aggressiv sind und das nicht immer der situation entspricht, allerdings verbal)
trotzdem scheint mir der anlaß und das nachspiel was man ja jetzt beobachten kann, kameras sei dank, nicht grade ein beweis für das ende des rechtsstaats zu sein. da geschehen wirklich schlimmer dinge auf der welt und sogar hierzulande
hm, einerseits wird von der polizei zu recht gefordert, ruhig und deeskalierend zu wirken, andererseits, wenn man sich mal in der glotze den berufsalltag anschaut, kanns einem schon anders werden.
fazit: für mich ist diese prügelei kein ausdruck eines staatlich organisierten unterdrückungsapperates, sondern das scheint mir eher ne auseinandersetzung zwischen einzelnen individuen zu sein
dominion1
23.09.2009, 23:10
@ Nossi:
Nein, das ist so nicht richtig. Der Kontext eines Arumentes ist immer heranzuziehen.
So musst Du Dich zB im Straßenverkehr einer Alkoholkontrolle unterwerfen, wenn es die Polizei verlangt. Ein Argumentationsspielraum ist hier nicht vorhanden, etwa "ich rieche nicht nach Alkohol, daher dürfen Sie mich auch nicht kontrollieren".
Deine Skepsis bezüglich des "Totschlagsargument" kann ich in gewisser Weise durchaus nachvollziehen. Man könnte es zB bis zu illegalen Staatstätigkeiten ausweiten, so etwa eine Wohnungsdurchsuchung ohne Verdachtsmomente, gestützt auf besagtem Argument. In diesem Beispielsfall würde ich Dir zB zustimmen.
Ich jedoch habe dieses Argument lediglich bezüglich der Videoüberwachung öffentlicher Plätze gebraucht. In diesem Zusammenhang müsstest Du schon fundiert begründen, weshalb und inwiefern Du eine Kamera als etwas anderes als einen neutralen, das Geschehen beobachtenden Bürger betrachtest. Ebenso in Warenhäusern, denn dort wirst Du bereits videoüberwacht - man könnte also argumentieren, dass jeder Einkäufer als möglicher Ladendieb behandelt wird. Gleiches gilt an Bahn- oder Flughäfen.
Desweiteren ist zu beachten, dass eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze NUR zur Aufdeckung von Straftaten - nicht aber für Ordnungswidrigkeiten eingeführt werden soll. Jemand, der bei Rot über die Ampel geht, hat nichts zu befürchten.
@ beat_takeshi:
Zu Deiner Frage: Warum halte ich dies für abwegig:
Weil jeder weiß, dass eine öffentliche Videoüberwachung niemals zeitnah geschehen kann. Niemand beobachtet "im Moment des Geschehens" die Situation. Dies wäre völlig unmöglich. Die Daten würden lediglich aufgezeichnet und nur bei Verdacht auf ein Vorliegen einer Straftat im Nachhinein gesichtet.
Dies macht Zivilcourage nicht überflüssig - ersetzt nicht die Plicht zur Hilfeleistung. Die Bürger würden bei Einführung des Gesetzes über diesen Umstand informiert werden.
Daher würde auch nicht die Haltung aufkommen, man brauche nicht zu helfen, weil ja eine Kamera vorhanden ist.
Bezüglich des Urteils bin ich auch sehr gespannt - mal sehen, was daraus wird. Doch solche Urteile bewirken in der Praxis nicht viel: So würde ein Urteil, welches verbietet zu behaupten, der Herr H sei (mit-)schuldig, nicht verbieten zu sagen, Herr H könnte (mit-)schuldig sein.
MfG,
Dominion.
smacked2
23.09.2009, 23:46
@walter: blutige Nase?
Der taz liegt ein ärztliches Gutachten vor, welches die Angaben von H. stützt. In dem Dokument beschreibt ein Rechtsmediziner der Berliner Charité am 14. 9. 2009 die sichtbaren Verletzungen des 37-Jährigen: "Die Unterlippe massiv geschwollen. […] Im Bereich des Übergangs von Lippenrot auf die Oberhaut am Kinn zeigt sich eine […] vernähte Hautverletzung. Die Lippenschleimhaut […] massiv geschwollen." Daneben schreibt der Arzt noch von mehreren Hautabschürfungen im Gesicht, Schmerzen in der Seite, im Nacken und in den Schultern. Der Mediziner kommt zu dem Schluss: "Die […] festgestellten Verletzungen sind Folge mehrfacher, einseitiger, stumpfer, äußerer Gewalteinwirkung und lassen sich zwanglos […] mit der von ihm berichteten Vorgeschichte vereinbaren."
@OMaOle:
Ja ja so wie beim G8 in Heilgendamm. Angeblich Hunderte verletzte Polizisten und am nächsten Tag auf Anfrage nur noch 2 auf Station die das Reizgas der eigenen Kollegen (!) abbekommen hatten. Die Zahlen die da veröffentlicht werden stammen meistens von der Polizei selbst sind also sehr kritisch zu betrachten.
@ Nossi:
Deine Skepsis bezüglich des "Totschlagsargument" kann ich in gewisser Weise durchaus nachvollziehen. Man könnte es zB bis zu illegalen Staatstätigkeiten ausweiten, so etwa eine Wohnungsdurchsuchung ohne Verdachtsmomente, gestützt auf besagtem Argument. In diesem Beispielsfall würde ich Dir zB zustimmen.
Ich jedoch habe dieses Argument lediglich bezüglich der Videoüberwachung öffentlicher Plätze gebraucht. In diesem Zusammenhang müsstest Du schon fundiert begründen, weshalb und inwiefern Du eine Kamera als etwas anderes als einen neutralen, das Geschehen beobachtenden Bürger betrachtest. Ebenso in Warenhäusern, denn dort wirst Du bereits videoüberwacht - man könnte also argumentieren, dass jeder Einkäufer als möglicher Ladendieb behandelt wird. Gleiches gilt an Bahn- oder Flughäfen.
Das Problem hier ist ja, dass es einfach Maßlosigkeit fördert. Ein Überwachungsstaat wird nicht von heute auf morgen errichtet. Mühsam ernährt sich dass Eichhörnchen. Am Ende kommen ganz viele Puzzleteile zusammen wie Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachung, Biometrischer Fingerabdruck, Lauschangriff, kombiniert mit immer niedrigeren Schwellen zum Einsatz dieser Methoden, so dass sich irgendwann doch das Bild des Überwachungsstaats ergibt, obwohl man ja "nur" Verbrechen an öffentlichen Plätzen aufklären wollte. Hier passt wieder der Spruch "Wehret den Anfängen".
Und was noch hinzukommt ist ja, dass das Beispiel London ganz konkret zeigt, dass NUR die Videoüberwachung nichtmal ihren Zweck erfüllt, weder die Verbrechensrate noch die Aufklärungsrate hat sich signifikant positiv entwickelt. Und hier stehen wir vor dem Problem, dass Sicherheitsbeführworter eine Win:Win Situation haben. Sie haben nicht nur (vermeindlich) die Sicherheit erhöht, sie haben anschliessend sogar noch Argumente für weitere, schärfere Maßnahmen. Denn die Videoüberwachung reicht ja nicht. Würde man diesem Verlangen ungezügelt nachgehen kann man sich sicher vorstellen, wo das endet.
Zu den privaten Videoüberwachungen in Kaufhäusern sei noch gesagt, dass dies eben insofern einen Unterschied darstellt, als dass das ganze nicht von staatlicher Seite aus ge- und missbraucht werden kann und das Kaufhäuser o.ä. nunmal nicht mehr als das Puzzleteil der Videoüberwachung, lokal sehr beschränkt (nämlich auf die eigenen Verkaufsräume) haben. Sie haben weder weitere Methoden der Kontrolle (wie z.B. Abhörgen von Telefongesprächen), noch das Personal, um dieses durchzuführen, geschweige denn die Möglichkeit besitzen, auf eigene Faust mit Repressalien zu drohen. (Wobei man hier auch leider schon wieder einschränken muss, siehe Überwachungsskandal der Mitarbeiter bei LIDL, Telekom und Co.)
Haudrauff
24.09.2009, 00:02
@ blutige Nase
Solchen ärztlichen Berichten sollte man auch mit Vorsicht genießen, nicht für bare Münze nehmen.
Ich bin auch mal grundlos geschlagen worden, tug eine geschwollne Lippe davon. Die Polizei riet natürlich die Verletzungen von einem Arzt dokumentieren zu lassen.
Als ich am nächsten Tag bei dem Arzt saß und erzählte um was es ging, hat der mich erstmal pauschal 2 Wochen krankgeschrieben. Seiner Erfahrung nach ist das das Minimum um bei einen Zivilprozess ein Schmerzensgeld zu erwirken.
Und die Verletzungen wie in der taz beschrieben hören sich natürlich erst mal schlimm an. Aber jeder weiß das die Lippe ein sehr gut durchbluteter, sensible Bereich ist. Da reichen schon kleine Schläge um sie monstermäßig anschwellen zu lassen.
Und bei den theatralischen, schauspielerischen Höchstleistungen die der Herr in Blau an den Tag legen kann, wird wohl auch kein Richter aufs Glatteis führen lassen.
walter09
24.09.2009, 00:32
naja, ne videoüberwachung verlagert das verbrechen. da wo kameras sind, geht die verbrechensrate zurück, und es verlagert sich halt in die seitenstrassen. daraus die forderung abzuleiten das man die kameras wieder abbauen soll, weil ja weniger verbrechen geschehen, verdreht ein wenig die ursache.
ein perverser staat würde die verbrechensrate ansteigen lassen um mehr akzeptanz für kameras zu bekommen, ob das der fall ist ... tja, wenn das stimmt, was man so hört, das straftäter immer wieder und wieder laufen gelassen werden, tja
@smacked2
Man kan es sich aber auch zu einfach machen, in dem man nur das glaubt was einem in den Kram passt (zb. taz) und die Videos von PI als "rechte Hetze" tituliert...
Aber ich bin da ja auch nicht besser, da ich zb. der taz kein Wort glaube. ;)
Acrylium
28.09.2009, 10:36
Ist das Verfahren gegen die gewalttätigen Polizisten eigentlich mittlerweile eingestellt worden?
Einhörnchen
28.09.2009, 17:58
Wieso veröffentlicht die Polizei nicht Videos gewalttätiger Demonstranten auf Youtube?
@ Einhörnchen,
ich denke mal da würden die Server zusammenbrechen und die Leute nach Verletzung von Datenschutz und Recht am eigenen Bild schreien.
Was die einen tun, dürfen die anderen noch lange nicht.
Einhörnchen
29.09.2009, 11:28
@OMaOle
(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
Quelle (http://www.gesetze-im-internet.de/kunsturhg/__23.html)
Ich finde, die Organisatoren der Demo haben doch gezeigt, dass Videodokumentation & Überwachung in Kombination mit öfftl. Pranger wirkungsvoll sind.
Ich finde, die Organisatoren der Demo haben doch gezeigt, dass Videodokumentation & Überwachung in Kombination mit öfftl. Pranger wirkungsvoll sind.
insoweit das Politisten sind die da an den Pranger gestellt werden, gebe ich Dir voll und ganz recht. Andersherum ist aber offensichtlich das öffentliche Interess bedeutend geringer, das wird einfach so hingenommen ohne das sich viele darüber gedanken machen, was nicht heißen soll dass ich polizeigewalt gutheiße, ganz im Gegenteil.