TTIP - Freihandelsabkommen USA - EU

Bei Fracking habe ich nicht gesagt bzw. nicht gemeint, dass nichts versucht werden wird. Ich sehe aber die Chance, dass Fracking ein Ende gesetzt werden könnte, falls wie - also die gesamte EU - stark bleibt. Wenn Fracking keinen Fuß in die EU kriegt und die Bürgerinitiativen immer mehr Zulauf (mittlerweile auch Prominenten) in den USA erhalten, sehe ich eine Chance.
Was nützt es denn, wenn ich kapituliere? TTIP werden die Politiker durchdrücken.Punk. Ich muss da leider schon weiter denken.

Gut, wie es jetzt die anderen paar kleinen Tabakunternehmen sehen weiß ich nicht, aber PM könnte jetzt schon klagen. Vielleicht haben sie mit TTIP nur eine bessere Grundlage. Wobei ich, wie oben gesagt, kein Sinn hinter dem Tabakwerbeverbot sehe. Irgendwie eine ziemliche Doppelmoral, wenn das größte Sauffest der Welt riesige Werbung schalten darf.
 
@ Kausu
Ich sehe aber die Chance, dass Fracking ein Ende gesetzt werden könnte, falls wie - also die gesamte EU - stark bleibt. Wenn Fracking keinen Fuß in die EU kriegt und die Bürgerinitiativen immer mehr Zulauf (mittlerweile auch Prominenten) in den USA erhalten, sehe ich eine Chance.
....und genau da kommt TTIP mit der Möglichkeit Länder zu verklagen wo man seine Gewinne nicht maximieren kann! Verbietet der deutsche Staat also Fracking, wird der deutsche Staat halt auf die Milliarden verklagt die man dadurch hätte gewinnen können - wie auch immer, das Geld ist in der USA und wir bezahlen dafür, dass die USA unser Land nicht zerstört!

Es geht doch nicht darum das die USA ihr Hormon-Fleisch, ihre Chlor-Hühnchen oder ihren Gen-Mais hier verkaufen können, es geht darum das sie ein paar Milliarden für ihre Wirtschaft durch Klagen einnehmen!
Wobei, eine Ausnahme gibt es, Monsanto hat ja eine massive Absicht die ganze Welt mit ihren mangelhaften Gen-Produkten zu verseuchen um hier ihre Schädlingsbekämpfungsmittel in Verbindung mit den Lizenzzahlungen für Saatgut zu bekommen!
Die haben schon ein echtes Interesse ihren Mist hier anzubauen - ich erinnere mal an eine wirklich gute Doku:
http://www.youtube.com/watch?v=9RQ-xqZ-0cg
Hier werden dann auch die Zusammenhänge mit der Politik klar!
 
Ich danke dir für die Diskussion. Nur bevor der Eindruck erweckt wird, ich bin kein 100%iger Befürworter von TTIP (ein paar Beschränkungsaufhebungen zum besseren Handel fand ich am anfangs toll, aber nicht dieses Ergebnis) - ich sehe nur keine deutschen Politiker, die etwas dagegen tun werden. Selbst die Linke will nur Gespräche aussetzen, falls die NSA nicht aufhört zu spionieren ... ist aber auch egal, da wir gerade das Problem haben, dass wir keine funktionierende Opposition haben. Schwarz/Gelb wäre tatsächlich besser gewesen. SPD/CDU schustern sich gegenseitig alles zu und haben eine Mehrheit. FPD ist raus. Grüne kann Linke nicht leiden und lehnt eh alles kategorisch ab und die Linke kann sich abrackern wie sich will, sie wird nichts erreichen. Wir könnten nur demonstrieren und nach Stuttgart21 und den netten Polizisten (Verteidigung in Deutschland gegen Polizisten ist eh nicht gern gesehen und auch nicht möglich ohne Mittel) kann ich es keinen verübeln, wenn er sich nicht traut mitzumachen.
Sorry für den kleinen Umweg, aber ich musste dies mal sagen.

Hormon-Fleisch ist halt das typische billig Fleisch dadrüben. Ob unser Antibiotikazeugs besser ist? Chlorhünchen ist nicht lecker, aber diese Aufregung? Im Schwimmbad habe ich schon mehr Chlor geschluckt, als ein Huhn aufgenommen hat. Gentechnik finde ich ehrlich gesagt sehr gut und ich setze hier Hoffnungen für die Zukunft rein, aber keine Gentechnik nach Konzernen wie Monsanto (übrigens ist Bayer und BASF genauso, wenn nicht sogar noch schlimmer) sondern gesunde Gentechnik á la Mendel. Was anderes ist Kreuzung auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet: (Typo)
ich bin kein 100%iger Beführworter von TTIP
habe ich auch nicht so verstanden....

ich sehe nur keine deutschen Politiker, die etwas dagegen tun werden.
Ja, ein dickes Danke an Mutti die es intern stark unterstützt - und warum es keine anderen Politiker gibt die sich dagegen verwehren - einfach, weil die Lobby gigantisch ist und radikal! Äußerst Du Dich gegen Gen-Produkte bist Du in Deiner Partei fertig! Keine Aufstiegschancen mehr!

Schwarz/Gelb wäre tatsächlich besser gewesen.
Nein, schwarz-gelb hat in 4 Jahren nichts geschafft! Eine Partei wie die FDP die sich nach außen Liberal gibt und nach innen je nach Spende / Nebenjobangeobten agiert, ist in unserem Land nicht mehr zu tragen. Glücklicherweise haben die meisten Menschen dies auch so verstanden und entsprechend bei der Wahl gehandelt!

Chlorhünchen ist nicht lecker, aber diese Aufregung?
Wie schon geschreiben, das sind nur Nebenkriegsschauplätze - es geht darum das man das andere Land am grünen Tisch einfach und radikal verklagen kann ohne sich an Gesetze halten zu müssen!
Mit anderen Worten, Raubtierkapitalismus!

sondern gesunde Gentechnik á la Mendel. Was anderes ist Kreuzung auch nicht.
Es gibt keine gesunde Genfoodtechnik!
Gentechnik für Medizin wäre ein Argument, Gentechnik bei der Nahrung ist immer schlecht!
Einfach mal googeln - Stichwörter "Schweiz Kuhsterben durch Gentechnik" - USA, Kühe fressen Genfreies Feld vom Nachbarn leer und verweigern Genfutter - indische Bauern mit hohem Suizid seit Umstellung auf Gen-Baumwolle - Mexiko, Ursprungsland des Mais auf dem Weg zum Einheits-Genmais etc.
Das kann man doch auf dem Globus verfolgen, überall wo man der USA die Rechte eingeräumt hat, hat das Land / der Planet / die Natur und vor allem die Bürger verloren!
Hauptsache die Politiker folgen der Lobby und haben dadurch die Taschen voll oder werden beteiligt!

Vermutlich gibts dafür wieder eine Abmahnung auch hier auf CB, aber man kann die Fakten nun mal nicht leugnen, bis her konnte man noch jede Aktion die gegen das Volk von der Politik beschlossen wurde auf diese einfache Grundregel reduzieren - kein Politiker, die ja an sich vom Volk und für das Volk leben, agieren gegen das Volk wenn es nicht Vorteile für die Partei oder die einzelne Person / Politiker gibt!

Ich denke hier kommt man auch durch einfaches überdenken der Situation auf die jeweilige Lösung:

Ist es sinnvoll giftige Chemikalien in den Boden zu pumpen um minderwertige Energie fördern zu können?
Ist es sinnvoll Gen-veränderte Nahrungsmittel anzubauen ohne die Folgen für Umwelt, Tier und Mensch zu kennen?
Ist es sinnvoll das Firmen Gesetze schreiben die von der Politik nur noch abgesegnet werden?
Ist es sinnvoll das ein Politiker Verträgen zustimmt, bei denen andere Länder bereits sehr negative Erfahrungen machen mussten?
Hier kann man immer mit Nein antworten - tut man das nicht, dann überlege mal, warum die Leute mit Ja antworten...........
 
Ja, ein dickes Danke an Mutti die es intern stark unterstützt - und warum es keine anderen Politiker gibt die sich dagegen verwehren - einfach, weil die Lobby gigantisch ist und radikal! Äußerst Du Dich gegen Gen-Produkte bist Du in Deiner Partei fertig! Keine Aufstiegschancen mehr!
Naja ein paar gibt es schon, nur befinden die sich fast alle in der Opposition und haben nichts groß zu sagen bzw. die Opposition hat keinen Zusammenhalt. Der Gysi könnte sonst etwas sagen, die Grünen hören sofort etwas "linkes" und reagieren allergisch - halt wie auf Befehl.

Nein, schwarz-gelb hat in 4 Jahren nichts geschafft! Eine Partei wie die FDP die sich nach außen Liberal gibt und nach innen je nach Spende / Nebenjobangeobten agiert, ist in unserem Land nicht mehr zu tragen. Glücklicherweise haben die meisten Menschen dies auch so verstanden und entsprechend bei der Wahl gehandelt!
Ich weiß. Ich bin eigentlich eher liberal eingestellt. NICHT wirtschaftsliberal - ich denke der Unterschied ist bekannt - von daher bin ich froh, dass diese Partei, die den Begriff Liberal vergewaltigt rausgeflogen ist, aber in diesen 4 Jahren hatten wir wenigstens eine Opposition. Jetzt haben wir auch noch die SPD komplett verloren. Sie haben Ihren Abgang, der schon seit Jahrzehnten läuft, vollendet. Mal ehrlich? Schau dir mal Interviews und Entscheidungen von Gabriel an ... Der könnte doch zu 110% in der CSU oder FDP sein.
http://www.deutschlandfunk.de/bundestag-wie-die-mini-opposition-um-gehoer-ringt.724.de.html?dram:article_id=277320
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie dies ausging, (beraten die etwa noch?^^), aber wenn das Bundesverfassungsgericht schon benötigt wird, stimmt etwas nicht mehr.

Wie schon geschreiben, das sind nur Nebenkriegsschauplätze - es geht darum das man das andere Land am grünen Tisch einfach und radikal verklagen kann ohne sich an Gesetze halten zu müssen!
Mit anderen Worten, Raubtierkapitalismus!
Klingt jetzt vielleicht etwas verharmlosend, aber ich kann ehrlich gesagt den USA und US Unternehmen hier keinen Vorwurf machen. Hier wird nicht mit einem Schwellenland verhandelt, sondern mit der EU und wenn die sich und andere für Geld unbedingt verkaufen wollen, tja, dann passiert dies halt. Da müssten die "Volksvertreter" Ihren Job alle Ehre machen und aufpassen. Die USA will halt für sich das beste rausholen, würde die EU wohl auch, aber hier sind unsere Politiker Schuld.

Ist es sinnvoll giftige Chemikalien in den Boden zu pumpen um minderwertige Energie fördern zu können?
Ist es sinnvoll Gen-veränderte Nahrungsmittel anzubauen ohne die Folgen für Umwelt, Tier und Mensch zu kennen?
Ist es sinnvoll das Firmen Gesetze schreiben die von der Politik nur noch abgesegnet werden?
Ist es sinnvoll das ein Politiker Verträgen zustimmt, bei denen andere Länder bereits sehr negative Erfahrungen machen mussten?
Hier kann man immer mit Nein antworten - tut man das nicht, dann überlege mal, warum die Leute mit Ja antworten...........
Kann ich fast alles mit nein beantworten. Beim dritten haben wir übrigens ein eigenes Beispiel - die Rentenreform wurde zum Großteil von privaten Versicherungs- und Bankenkonzernen mitgetragen ... nur mal so nebenbei:(
Ich habe gegoogelt, aber fast nur Greenpeace und Gesundheitsseiten gefunden - okay ein Spiegelartikel. Ich habe nichts gegen Greenpeace, aber bei solchen Sachen lese ich nur neutrale Artikel. (auch kein Spiegel).

Bei Gentechnik würde ich aber dabei bleiben, dass solche Methoden wie Mendel sie nutze nichts verwerfliches sind. In der Natur kann dies auch geschehen, aber wahrscheinlich wird kein Konzern mehr so vorgehen.
Was mich aber verwundert. Genfood - nein, aber Genmedizin ja? Beides wird doch von uns aufgenommen. Wo ist da der Unterschied?
 
Kausu schrieb:
Klingt jetzt vielleicht etwas verharmlosend, aber ich kann ehrlich gesagt den USA und US Unternehmen hier keinen Vorwurf machen. Hier wird nicht mit einem Schwellenland verhandelt, sondern mit der EU und wenn die sich und andere für Geld unbedingt verkaufen wollen, tja, dann passiert dies halt. Da müssten die "Volksvertreter" Ihren Job alle Ehre machen und aufpassen. Die USA will halt für sich das beste rausholen, würde die EU wohl auch, aber hier sind unsere Politiker Schuld.
Wenn ich einen Freund bestehle so will ich auch nur das Beste für mich.
Aber ist es deswegen Legitim bzw. ist nun der Freund Schuld weil er nicht aufgepasst hat?
 
Genfood - nein, aber Genmedizin ja? Beides wird doch von uns aufgenommen. Wo ist da der Unterschied?
nun ich bin gegen beides - aber ich habe durchaus Verständnis, wenn schwerkranke Menschen ihre letzte Hoffnung auf ein Medikament setzen, was nur durch eine Gen-Therapie gewonnen werden kann! Da gibt es ja Beispiele.

Ich würde eh weiter greifen, Gen-Forschung kann auch bei Lebensmitteln ok sein, die Bedingungen müssen aber viel strenger sein!
Wir reden hier ja nicht von dem zusammen binden von zwei Ästen um daraus eine neue Baumart / Frucht zu gewinnen - hier werden die Gene manipuliert um Resistenzen zu bekämpfen oder aufzubauen! Meist um Dünger / Unkrautvernichter wirksamer zu machen und am liebsten auch noch das wichtige Lebensmittel / Pflanzen patentiert werden können - siehe Soja, Mais, Baumwolle etc.

Und kein Mensch weiß eben ob das nicht grauenhafte Nebenwirkungen haben kann!
Es wird einfach nicht erforscht und dann gesagt, schauen wir mal - wir bauen es draußen an, der Wind verbreitet die Samen und schon haben wir das Problem!
Gibt es doch alles schon in Mexiko - ist ja nicht so, als würde das jemand erfinden.....

Hier steht halt der Forscher, der etwas erfinden will um sich entweder unsterblich (im übertragenen Sinne) zu machen oder eben um Geld zu verdienen. Die Risiken sind einfach zu hoch!

Ich erinnere mal an die 60er Jahre in den USA, wo man der Bevölkerung verstrahltes Wasser für teuer Geld verkauft hat, was sie angeblich gesünder machen sollte - die Wirkung kennen wir heute, die Leute haben davon Krebs bekommen und sind schlimmstenfalls früher gestorben - meist aber schwer krank geworden!
Ein ideales Beispiel für Vermarktung von etwas was nicht hätte vermarktet werden dürfen!

Ein Grundproblem ist die Unterschiedlichkeit der Systeme! In Euroland muss etwas nachweislich ungefährlich sein - und da gibt es schon genug Skandale!
In den USA darf nur keine Gefahr bekannt sein, man muss dem Hersteller des Produktes die Schuld nachweisen (das läd ja förmlich zu Exzessen ein) - solche gegensätzlichen Systeme dürfen nicht so eng verknüpft werden!
TTIP sollte komplett unterbunden werden - meine Meinung!
Kein Land würde so viel profitieren, als das die positiven Argumente des Freihandelsabkommen die negativen Argumente überwiegen könnten!
Eine weitere Aktion Gewinn um jeden Preis für wenige und Verlust für den Rest!

@ Chaos
richtig!
 
In der Politik kann es Freunde geben, aber meistens sind es nur Partner. In der Wirtschaft gibt es eigentlich nur Partner, da alles andere keinen Sinn macht. Die US Unternehmen sehen uns ja nicht als Freunde an - höchstens als guten Handelspartner. ... und die TTIP Regelungen wurden ja von Firmen gefordert, die sich benachteiligt fühlten und nicht von Firmen, mit denen wir shcon Jahrzehnte gute Beziehungen haben. Also der Vergleich ist für mich nicht ganz gegeben.
 
Zeig mir mal eine Firma in den USA die es nicht fordert!
Und ja, Firmen die sich benachteiligt fühlen - also alle...........
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (überflüssiges Zitat entfernt!)
Hm also das erste was mir zu dem Thema einfällt ,wurd glaub ich auch schon gesagt, ist Gen-Food, Fracking und Chlorhühnchen.

Natürlich sind das wohl grad die negativen Seiten, aber sowas möchte ich hier nicht haben.
Bei mir kommts irgendwie so rüber das grad US Konzerne die gegen deutsches (Lebensmittel-) Recht verstossen versuchen hier auf den Markt zu drängen.

Das die Mehrheit der Teilnehmer der Verhandlungen Lobbyisten sind, und das ganze mal wieder im "geheimen" verhandelt wird, führt bei mir nicht grad dazu in der Sache was positives zu sehen.

Wenn doch alles so toll ist für die Verbraucher - legt die Karten offen auf den Tisch!
 
Die Standard-Phobien gegen Fracking kenne ich. Aber was war noch mal an "Gen-Food" (es geht nicht einmal um den Anbau) und dem "Chlorhühnchen" schlimm?
 
Das Problem bei Gentechnik ist, dass man nicht weiß, wie sich längerer Einfluss auf den Menschen auswirkt. Und ja, "genfreies Essen" ist Blödsinn, DNA ist ja überall drin. Aber vom Menschen manipulierte sollte mindestens deutlich gekennzeichnet sein.
Chlorhühnchen: Ist irgendwie selbsterklärend, oder? Wasser mit Arsen will ja auch keiner.
Und Hydraulic Fracturing hat die gleichen Probleme wie CCS. Kleine Erdbeben, unfreundliche Chemikalien (brennbares Wasser aus dem Hahn),...

Das Problem an TIPP: keiner bekommt mit, um was es wirklich geht.
Solange sich die Unternehmen an hier bisher geltendes Recht (Verbraucherschutz) halten müssen, ist das ganze wenig problematisch. Die praktische Umsetzung in Form von Kontrollen natürlich...

Grundsätzlich bin ich für Freihandelsabkommen. Zölle, Steuern und die damit verbundene Bürokratie regen mich jedes mal auf, wenn ich was aus dem Nicht-EU-Ausland bestellen will/muss.
Dann aber bitte in erster Linie Vorteile für die Verbraucher, nicht (nur) für Großkonzerne.
 
Die jetzige Gesetzeslage erlaubt schon viel Spielraum für die Firmen, wenn sich TTIP durchsetzt, wird das alles noch schlimmer als onein schon. Was aus Genmais und dessen unkomplizierte Bekämpfung wurde, hat man ja im nachhinein gesehen. Der Schuss ging nach hinten los und die Natur passt sich an. Egal worum es geht, wenn die Menschen zu tief in etwas hineingreifen, hat das langfristig nichts gutes. Ist so, war so und wird immer so bleiben. In diesem Fall bin ich dafür das alles so "rückschrittlich" bleibt statt das sich ein für hauptsächlich Firmen positiv wirkendes Abkommen Einzug hält. Es ist immer das gleiche und die Bevölkerung wird an der Nase herumgeführt oder bekommt auf Dauer eher Schaden davon.
 
c137 schrieb:
Das Problem bei Gentechnik ist, dass man nicht weiß, wie sich längerer Einfluss auf den Menschen auswirkt.
Es gibt ernährungsphysiologisch diesbezgl. keinen generellen "Einfluss auf den Menschen"- aus verschiedenen Gründen. Was mich aber am meisten interessiert: In der Biotechnologie wird seit Jahrzehnten mittels gentechnisch veränderter Organismen allerlei hergestellt (die Zitronensäure im Getränk, die Vitamine in den Brausetabletten, die Protease im Waschmittel, Insulin, Impfstoffe etc.). Aber sobald Pflanzen ins Spiel kommen, geht Europa auf die Barrikaden. Warum (erst) da?

c137 schrieb:
Chlorhühnchen: Ist irgendwie selbsterklärend, oder?
Nein. Erklärst du es bitte? Gehst du in Schwimmbad?
 
DNS ist noch nicht komplett verstanden. Und es geht nicht nur um veränderte DNS, die ja beim Verdauen zerlegt wird, sondern auch um vielleicht nicht vorhergesehene Nebenprodukte.
Ich sag auch nicht, dass solche Experimente generell schlecht sind. Aber man sollte gentechnik-freie Ernährung ermöglichen (beachte Wind/Samen und Kennzeichnung im Laden), mindestens aus den ethisch-moralischen Gründen, aus denen man auch eine koschere oder vegetarische Ernährung ermöglichen sollte.

Rhizojo schrieb:
Gehst du in Schwimmbad?
Trinkst du das Wasser aus dem Schwimmbecken?

Ach ja, auch das Schwimmen im Chlorwasser ist nicht so optimal.
Aber wenn du sowas essen willst, bitte. Ich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin auch ein Gegner des TTIP aber selbst mir sind manche Warnungen zu hysterisch und darunter fällt auch das Chlorhähnchen. Mit jedem Besuch im Schwimmbad schluckt man versehentlich mehr Chlor durch das Wasser als bei Verzehr eines ganzen Hähnchens.
 
@Noxiel
Erstens soll man gechlortes Wasser nicht schlucken, zweitens gehe ich deswegen (übertrieben gechlort was bei mir Juckreiz usw. auslöst) und aus menschlich-hygienischen Gründen nicht ins Schwimmbad und drittens, ist das Hauptaugenmerk auf langfristige Beeinflussung ausgelegt. Wer sagt mir das gechlorte Hähnchen, Anzahl wieviel ich im Jahr verzehre lasse ich mal weg (was ich übrigens nicht mache, ich esse keine Hähnchen), nicht für diese oder jene Allergie, Ausschlag, Fleckenbildung oder was auch immer der Grund sind?

Es gilt, die Möglichkeit an jeder einzelnen Belastung auf den Menschen zu senken. Denn es gibt ja nicht nur Chlorhühnchen, Genmais usw. Amalgamthematik ist mittlerweile hoffentlich durch, in riesigen Hallen schnellgereiftes Gemüse oder Obst (wo sämtliche wichtige Spurenelemente fehlen), gespritzte Lebensmittel, Shampoo mit unverträglichen Bestandteilen, Abgase über die Lufte, Metallbesteck oder andere Dinge die man täglich anfassen tut, Plastikflaschen aus denen man trinkt. Diese Liste kann man weiterführen und da müssen nicht noch mehr Optionen reinkommen, insbesondere nicht welche, wo man sich über die Speiseröhre noch mehr an Gift reinholt.
 
Hätten wir bereits TIPP und die Sanktionen gegen Russland wären Inkraft könnten dann Unternehmen Deutschland auf verminderten Gewinn/Umsatz verklagen?
 
Wenngleich die Diskussionen zu einzelnen Teilaspekten des TTIP tatsächlich zu emotional und damit zu hysterisch geführt werden, bieten diese Teilaspekte doch den einzigen (!) Einblick in das hinter dem TTIP stehende "Konzept", das offenbar umgesetzt werden soll. Und hierbei geht es u.a. darum, dass der in der EU oder BRD sehr gute Verbraucherschutz auf das signifikant schlechtere Level der USA gesenkt werden soll. Begründung: Handelserleichterung.

Das die Verhandlungen über TTIP dann noch geheim ablaufen und somit für die Öffentlichkeit sowie die meisten Politiker keine Einfluss- oder Kontrollmöglichkeit besteht, fördert natürlich die emotional-negativ konnotierten Diskussionen. Wie so oft ist m.E. also die mangelnde Transparenz in diesem Entscheidungsprozess hauptverantwortlich für die Reaktionen auf mögliche Teilentscheidungen. Allem Anschein nach ist somit niemand der Beteiligten daran interessiert, die Diskussion auf eine sachliche Ebene zu verlagern - auch wenn man das vielleicht vorgibt.

So hat EU-Handelskommissar De Gucht auf die ARD-Dokumentation "Der große Deal - Geheimakte Freihandelsabkommen" vom 04.08.14 wie folgt in der Süddeutschen reagiert:
Aber meine Bitte ist, auch über den nationalen Tellerrand hinauszublicken und sich anzusehen, was in anderen Ländern passiert und wie dort das Thema gesehen wird. Die Süddeutsche Zeitung hat unlängst dazu eine Analyse veröffentlicht, die die Unterschiede in der öffentlichen Wahrnehmung gut herausstellt. Es sollte zu denken geben, dass der Rest Europas weit größere Chancen als Gefahren in TTIP sieht. Und gerade in Deutschland werden letztere häufig übersteigert wahrgenommen.

Ich gebe ihm vollkommen Recht, dass bei vielen Themen von Europakritikern der sogenannte "nationale Tellerrand" den individuellen Horizont darstellt und daher manche Themen in ihrem Kontext und ihrer Komplexität nicht erkannt werden. Aber hier ist dies m.E. nicht der Fall. Seitens der Kritiker ist man ja geradezu bemüht den Kontext und die Komplexität zu verstehen, was aufgrund Intransparenz aber kaum möglich ist. Die bisher geäußerte Kritik muss sich also zwangsläufig auf eine beschränkte Informationslage berufen, was ihr indirekt dann vorgeworfen wird? Sorry, für mich ist das nur eines: arrogant. (Genauso übrigens, wie die Vorabdiskreditierung von Gegnern des im Rahmen von TTIP verhandelten Investitionsschutzes: klick.)

Der Vollständigkeit halber:
 
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