News Elmos: Bundesregierung stoppt chinesische Übernahme

ooh schrieb:

Oh Googlen. Gute Idee.

Xayaburi Dam:
Hauptsächlich umgesetzt durch: Karchang Public Company Limited
Die wiederum zu ca. 30 % einer Familie mit chinesischen Wurzeln gehört, deren Kinder die Zweige einiger Energieunternehmen leiten, die diesem zugehörig sind.

Mein Punkt war auch nicht, dass niemand anders dort Investiert. Es ging mir nur im die recht umfassenden chinesischen Beteiligungen. Hiermit nicht sagend, dass das unbedingt schlecht ist, jedoch zumindest ein gewisses Maß an Augenmerk verdient hat.

Man nehme zum Beispiel die jüngst errichtete Hochgeschwindigkeitsstrecke für einen Zug, der China mit Laos verbindet, für den Laos enorme Kredite bei (Überraschung China) aufnehmen musste, diese Kredite aber nicht wirklich begleichen kann.

Laos selber kann also nicht mehr seine Schulden tilgen und im gleichen Zug betreibt China zur Zeit über 800 Bauprojekte mit einem Wert von insgesamt 16 Billionen Dollar in Laos. Wie sieht das denn für dich aus?
Mit 16.000.000.000.000 Dollar kann man eine Menge machen in einem Staat.
Aber es ist wie es immer ist. Sowas passiert auf der ganzen Welt, jeden Tag, in armen und reichen Ländern, im Kleinen und Großen und wir sitzen in der ersten Reihe. Dabei wohne ich nicht mal in Hamburg :-)
 
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Ich habe mich an dieser Aussage gestört.

Dogmeat schrieb:
Laos gehört praktisch schon China

Hättest du das nicht geschrieben, hätte ich überhaupt nicht geantwortet.
Damit wird man dem was in Laos passiert einfach nicht gerecht.

Dogmeat schrieb:
Nicht umsonst, sind bereits knapp über 50% der in "ganz" Thailand vorhandenen Wohnungen, in chinesischem Besitz.

Die 50% beziehen sich auf Wohnung, die im Besitz von Ausländern sind. Thailand ist beliebt bei Chinesen,
sowohl als Ziel für Touristen, als auch für private Investitionen in Immobilien.

Dogmeat schrieb:
Mein Punkt war auch nicht, dass niemand anders dort Investiert. Es ging mir nur im die recht umfassenden chinesischen Beteiligungen. Hiermit nicht sagend, dass das unbedingt schlecht ist, jedoch zumindest ein gewisses Maß an Augenmerk verdient hat.

Sehe ich auch so. In Deutschland wird meiner Meinung nach generell zu wenig auf das geschaut, was im nicht westlichen Ausland passiert.
Viele ASEAN Staaten haben mittlerweile eine höhers Wirtschaftwachstum als China.
Das macht die Ländern natürlich interessant für Investionen aus dem Ausland, nicht zuletzt für China.


Dogmeat schrieb:
Hauptsächlich umgesetzt durch: Karchang Public Company Limited
Die wiederum zu ca. 30 % einer Familie mit chinesischen Wurzeln gehört, deren Kinder die Zweige einiger Energieunternehmen leiten, die diesem zugehörig sind.

Ich habe zugegebenermaßen keine Ahnenforschung betrieben. Aber Fakt ist doch das Karchang Public Company Limited eine thailändisches Unternehmen ist und das Kraftwerk thailändischen Banken gehört.
Das kein Land mehr in Laos investiert als China, ist selbstverständlich auch ein Fakt.

Ob Laos die Schulden an China zurückzahlen kann, wird sich zeigen. Die chinesen haben noch viel vor in Laos. Die Beziehung zu Laos ist für China sehr wichtig, da ist es zumindest fraglich, ob die diese für ein paar Milliarden aufs Spiel setzten.

Die Bahnstrecke soll nicht in Laos enden. Man sollte auch bedenken, dass ein Land wie Laos, ohne Zugang zum Meer, von einer Bahnstrecke durchaus profitieren kann.
Das wird die Zukunft zeigen.
Genauso wie die Zukunft zeigen wird, ob Einnahmen aus dem Stromexport es wert sind, die Umwelt durch ein Kohlekraftwerk und Wasserkraftwerke zu zerstören.

Aber diese Entscheidung treffen nicht wir, sondern die Regierung in Laos.
Ich freue mich für ein kleines Land wie Laos, das bei Investoren aus unterschiedlichen Ländern so beliebt ist. Sowohl Thailand als auch China haben langfristige Interessen in Laos.

Ob sich das am Ende für Laos auszahlt, wird sich zeigen, aber viele andere Entwicklungsländer können von solchen Investiotionen nur träumen.

Wenn Laos also seine Karten gut auspielt, kann das was großartiges werden.
 
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Sn60Pb40 schrieb:
Man hätte auch bereits früher eingreifen sollen und die Kuka Übernahme verhindern.
genau. heute sitzt der dafür verantwortliche im Aufsichtsrat der Deutschen Bank.
17.8.2016 - augsburger-allgemeine.de:

"Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Übernahme von Kuka durch den chinesischen Konzern Midea geprüft. Laut Sigmar Gabriel werden nun keine weiteren Schritte eingeleitet. In seiner Branche zählt Kuka zu den weltweit führenden Unternehmen. Bei Kuka arbeiten rund 14.256 Mitarbeiter."

und so lapidar wurde es begründet seinerzeit:

"Das Ministerium werde kein förmliches Prüfverfahren nach dem Außenwirtschaftsrecht zu eröffnen, so der Sprecher. Die Überprüfung habe keinen Anhaltspunkt dafür ergeben, dass durch die Übernahme die öffentliche Ordnung oder Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet werde."

Ein Jahr danach, als KUKA bereits in den Brunnen gefallen war, erwachte dann der deutsche Michel, für KUKA jedoch zu spät:

"Die Bundesregierung will mit neuen Gesetzen Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren verhindern. Aber wie viel bringt die "Lex Kuka" wirklich?"

Wirtschaftsminister Gabriel macht Weg für Kuka-Übernahme frei"​

Ergänzung ()

ameisenbaer schrieb:
Und umgekehrt gibt es viele europäische Beteiligungen in China. Maersk hat z.B. Anteile an diversen Containerterminals in China.
Beteiligung ist ja gut + schön, aber hier geht es Chinesen immer um Stimmrechte oder Mehrheiten in der Geschäftsführung. Umgekehrt z.B:

"Seit 1995 können ausländische Investoren auch Aktiengesellschaften in China gründen. Sie kann zwei bis 200 Aktionäre haben. Mehr als deren Hälfte müssen ihren Wohnsitz in China haben."

https://www.ihk.de/stuttgart/fuer-u...asien/gesellschaftsgruendung-in-china-3809672

"Sechs Jahre ist es her, dass die Firma China Ocean Shipping Company, kurz Cosco, 51 Prozent des griechischen Hafens von Piräus übernommen hat. "

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/piraeus-cosco-hafen-101.html

Versuche mal dich mit 51% am Hafen von Shanghai zu "beteiligen", d.h. Mehrheitsaktionär ohne jegliches chinesisches Mitspracherecht. 😊
 
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GeT_R3kT45 schrieb:
Wenn wir schon dabei sind, können wir auch den amerikanischen Einfluss stoppen? Maximal Europäischer Einfluss sollte noch da sein oder noch besser alles Made in Germany!
Maximal französischen Einfluss oder aus Ungarn? Da sind mir die Amis lieber, wenn ich ehrlich bin. Geht es nach Spanien, Italien und auch Frankreich werden wir noch mehr zur Transferunion wo wir die Luxusausgaben des Südens sponsoren - würde mittelfristig die EU implodieren lassen. Somit sollten wir unsere "Europäischen Freunde" etwas auf Distanz lassen, so dass auch unsere Beweggründe respektiert werden.

Das war meiner Meinung nach weniger ein Signal nach China als mehr ein Zugeständnis zu Gunsten der USA und deren harten Kurs gegen China - demnach freundschaftliche Symbolpolitik.
 
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Was machen wir jetzt mit einer hundealten Fabrik, die in 5 Jahren nur noch toter Klotz am Bein ist?
 
ichnunwieder schrieb:
Beteiligung ist ja gut + schön, aber hier geht es Chinesen immer um Stimmrechte oder Mehrheiten in der Geschäftsführung. Umgekehrt z.B:

Nö, es ging ursprünglich um eine Beteiligung von grob um die 35 % beim Containerterminal, wenn ich das richtig im Kopf habe. Bei Elmos geht es nur um die Fertigung (sogar ohne Immobilien hab ich gehört).
 
Na eigentlich gut das DE aufwacht.
Leider aber nur wenn es China ist, welche aufkaufen.
Auf dem anderen Auge bleibt man Blind.

Andererseits, natürlich wird man nächsten Jahre sehr viel aus DE aufkaufen lassen können.
Aufgrund gewisser Entscheidungen ist der Standort DE jetzt für viele sehr uninteressant geworden.
 
Ich befürche dass man sich nicht mal überlegt hat was mit dieser Firma passieren soll bevor man sich eingemischt hat. Gibt es hier eine offizielle Begründung, oder gar einen Plan?

Wahrscheinlich wieder planlos wie immer, hörte sich gut an, also hat man es so gemacht.

Dieses treiben der Regierung ist mittlerweile zu uns in den Versicherungs- und Bankensektor durchgedrungen. Die Verluste sind relativ hoch. Wenn diese Sparte in Probleme kommt, dann steht dem Rest der Untergang bevor. Nur so als Beispiel, während Corona gab es da keine Kündigungen sondern Gehaltserhöhungen.
 
ooh schrieb:
Ich habe mich an dieser Aussage gestört.



Hättest du das nicht geschrieben, hätte ich überhaupt nicht geantwortet.
Damit wird man dem was in Laos passiert einfach nicht gerecht.



Die 50% beziehen sich auf Wohnung, die im Besitz von Ausländern sind. Thailand ist beliebt bei Chinesen,
sowohl als Ziel für Touristen, als auch für private Investitionen in Immobilien.



Sehe ich auch so. In Deutschland wird meiner Meinung nach generell zu wenig auf das geschaut, was im nicht westlichen Ausland passiert.
Viele ASEAN Staaten haben mittlerweile eine höhers Wirtschaftwachstum als China.
Das macht die Ländern natürlich interessant für Investionen aus dem Ausland, nicht zuletzt für China.




Ich habe zugegebenermaßen keine Ahnenforschung betrieben. Aber Fakt ist doch das Karchang Public Company Limited eine thailändisches Unternehmen ist und das Kraftwerk thailändischen Banken gehört.
Das kein Land mehr in Laos investiert als China, ist selbstverständlich auch ein Fakt.

Ob Laos die Schulden an China zurückzahlen kann, wird sich zeigen. Die chinesen haben noch viel vor in Laos. Die Beziehung zu Laos ist für China sehr wichtig, da ist es zumindest fraglich, ob die diese für ein paar Milliarden aufs Spiel setzten.

Die Bahnstrecke soll nicht in Laos enden. Man sollte auch bedenken, dass ein Land wie Laos, ohne Zugang zum Meer, von einer Bahnstrecke durchaus profitieren kann.
Das wird die Zukunft zeigen.
Genauso wie die Zukunft zeigen wird, ob Einnahmen aus dem Stromexport es wert sind, die Umwelt durch ein Kohlekraftwerk und Wasserkraftwerke zu zerstören.

Aber diese Entscheidung treffen nicht wir, sondern die Regierung in Laos.
Ich freue mich für ein kleines Land wie Laos, das bei Investoren aus unterschiedlichen Ländern so beliebt ist. Sowohl Thailand als auch China haben langfristige Interessen in Laos.

Ob sich das am Ende für Laos auszahlt, wird sich zeigen, aber viele andere Entwicklungsländer können von solchen Investiotionen nur träumen.

Wenn Laos also seine Karten gut auspielt, kann das was großartiges werden.

Ok. Anderes Beispiel.
China hat sich das Land um die gesamte Zugstrecke angeeignet und dort schon angefangen kolonialisieren.
Und das, obwohl Laos das Geld für die Strecke bei China geliehen hat. Somit Win-Win für China again.

Die Entscheidungen über das was in Laos passiert, trifft "das Geld". Nicht deren Regierung. Ist hier nicht anders.
Laos hat hier, angesichts seines nahezu "Bankrottzustandes", hier wohl leider nicht mehr die Karten in der Hand.

Bei der Sache mit den Schäden an der Umwelt bin ich bei dir. Das mit der Talsperre, ist wie alle dieser Art, sehr schädlich für die Natur.

Ob Laos von solchen "übernahmeartigen" Investitionen auch in 5 Jahren noch profitiert wird sich zeigen.
Profitieren tut im Moment nur China davon.

Ich muss mich korrigieren, bei einer Sache.
50% aller "durch Ausländer besessenen Wohnungen" in Thailand, sind in Besitz von Chinesen.
Das hatte ich falsch dargestellt. Sorry dafür.
 
ameisenbaer schrieb:
Nö, es ging ursprünglich um eine Beteiligung von grob um die 35 % beim Containerterminal
doch,

ab 25% hätte es ein Mitspracherecht gegeben. und stück für stück hätte man das dann später gerne ausgeweitet. deswegen bekamen die Chinesen jetzt nur 24.9%

"Es geht nicht darum, wie hoch die Beteiligung ist – ob es um 35 Prozent geht oder um 24,9 Prozent, wie es jetzt vorgesehen ist. Es geht darum, dass einem chinesischen Staatsunternehmen, das zudem noch in ein riesiges, schlagkräftiges Konglomerat von insgesamt 97 staatlichen Unternehmen eingebettet ist, für die Beteiligung an einem weiteren europäischen Hafen Rechte eingeräumt werden, die es in eine noch bessere Wettbewerbsposition bringen. Rechte, die europäische Unternehmen in China umgekehrt de facto nicht haben."

https://www.handelsblatt.com/meinun...m-hamburger-hafen-zu-genehmigen/28767024.html
 
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ichnunwieder schrieb:
doch,

ab 25% hätte es ein Mitspracherecht gegeben.

Sie hätten Satzungsänderungen verhinden können, mehr aber nicht.
Allerdings kann man das auch durch eine individuelle Klausel
im Gesellschaftervertrag verhinden/umgehen.


ichnunwieder schrieb:
und stück für stück hätte man das dann später gerne ausgeweitet.

Das geht nicht einfach so...
 
ameisenbaer schrieb:
Sie hätten Satzungsänderungen verhinden können, mehr aber nicht.

"Es geht nicht darum, wie hoch die Beteiligung ist – ob es um 35 Prozent geht oder um 24,9 Prozent, wie es jetzt vorgesehen ist. Es geht darum, dass einem chinesischen Staatsunternehmen, das zudem noch in ein riesiges, schlagkräftiges Konglomerat von insgesamt 97 staatlichen Unternehmen eingebettet ist, für die Beteiligung an einem weiteren europäischen Hafen Rechte eingeräumt werden, die es in eine noch bessere Wettbewerbsposition bringen. Rechte, die europäische Unternehmen in China umgekehrt de facto nicht haben.

Die Befürworter der Beteiligung widersprechen sich selbst: Auf der einen Seite sagen sie, dass es doch nur um einen ganz kleinen Teil des Hafens gehe. Auf der anderen Seite warnen sie, dass es eine „Katastrophe“ nicht nur für Hamburg, sondern für ganz Deutschland wäre, wenn China sich nicht engagiert. Damit zeigen sie einmal mehr: In Teilen ist sie schon da, die Abhängigkeit von China.

Mit der Entscheidung für eine Beteiligung des chinesischen Staatskonzerns schadet die Bundesregierung zudem ihrer Glaubwürdigkeit – denn sie stellt erneut wirtschaftliche Einzelinteressen über das große Ganze. Wenn selbst sie die Abhängigkeit von China sogar noch weiter ausbaut – wie will sie der deutschen Wirtschaft glaubhaft machen, dass die sich unabhängiger von China machen soll – wie dem Rest Europas?

Es ist unverständlich, dass das Innenministerium bisher keine systematische Entfernung von Komponenten des umstrittenen chinesischen Huawei-Konzerns angeordnet hat.

Sollte China Taiwan angreifen und die EU, siehe Russland, mit Sanktionen reagieren, kann sich niemand darauf verlassen, dass das deutsche Mobilfunknetz noch funktioniert."

Zitat Handelsblatt, s.o.
 
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emxq schrieb:
Maximal französischen Einfluss oder aus Ungarn? Da sind mir die Amis lieber, wenn ich ehrlich bin. Geht es nach Spanien, Italien und auch Frankreich werden wir noch mehr zur Transferunion wo wir die Luxusausgaben des Südens sponsoren - würde mittelfristig die EU implodieren lassen. Somit sollten wir unsere "Europäischen Freunde" etwas auf Distanz lassen, so dass auch unsere Beweggründe respektiert werden.

Das war meiner Meinung nach weniger ein Signal nach China als mehr ein Zugeständnis zu Gunsten der USA und deren harten Kurs gegen China - demnach freundschaftliche Symbolpolitik.
Wie meinst du das mit Italien? Welche Luxusausgaben?
 
ichnunwieder schrieb:
für die Beteiligung an einem weiteren europäischen Hafen Rechte eingeräumt werden, die es in eine noch bessere Wettbewerbsposition bringen. Rechte, die europäische Unternehmen in China umgekehrt de facto nicht haben.

Maersk hat doch auch Beteiligung an diversen Containerterminals in China. Und eine Beteiligung von 50 % am Terminal in Bremerhaven. Warum sollten die Chinesen nicht grundsätzlich das gleiche Recht haben?

https://www.apmterminals.com/
 
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