„Sandy Bridge-E“ angeblich ohne Kühler in der „Box“

Wie die Kollegen von VR-Zone berichten, wird Intel bei den neuen Core i7-3xxx auf Basis von „Sandy Bridge-E“ auf das Mitliefern eines Kühlers verzichten. Bislang wurden die sogenannten Boxed-Versionen der Intel-CPUs hingegen stets mit einem Luftkühler angeboten.

Stattdessen sollen passende Kühllösungen für die High-End-Prozessoren separat unter eigener Marke zu erwerben sein. Da Intel bis dato keine eigenen Kühler fertigt, kann es sich nur um Modelle von Drittanbietern handeln, die mit dem Intel-Logo versehen werden. Um welche Art von Kühler es sich dabei handeln wird, ist noch unklar, womit auch die Erwägung einer Komplettwasserkühlung noch nicht vom Tisch ist.

Von der Perspektive gesehen, dass sich „Sandy Bridge-E“ mit voraussichtlich brachialer Leistung und hohen Preisen an die Zielgruppe der absoluten Enthusiasten richtet, würde die Entscheidung auf einen Kühler zu verzichten durchaus Sinn machen, da jene zumeist ohnehin auf andere, potentere Kühllösungen zurückgreifen und sich mit Boxed-Kühlern nicht zufrieden geben. Ob sich dann die in Aussicht gestellten „eigenen“ Kühler von Intel gegen andere Modelle der Branche behaupten können, muss sich erst noch zeigen.

VR-Zone berichtet weiter, dass die maximale Leistungsaufnahme der Core i7xxx deutlich über den 130 Watt TDP liege und ohne Übertaktung nahe an einen Wert von 180 Watt gelange. Angeblich empfehle Intel der Netzteil-Industrie sogar sicherzustellen, dass ihre Netzteile für „Sandy Bridge-E“ eine Stromstärke von bis zu 23 Ampere auf der 12V2-Schiene bereitstellen können, was einer Leistung von 276 Watt entspricht. Sollte sich „Sandy Bridge-E“ angesichts dieser unbestätigten Hinweise als äußerst stromhungrig erweisen und entsprechend eine enorme Abwärme entwickeln, dann könnte man spätestens bei der Übertaktung der CPUs mit herkömmlichen Kühlern an Grenzen stoßen.

Zum Abschluss ist noch davon die Rede, dass sich das Quad-Core-Modell Core i7-3820 etwas verspäten wird und erst nach den Sechs-Kern-Varianten erscheinen soll. Derzeit arbeite man zudem mit dem C1-Stepping, das voraussichtlich auch den Markt erreichen wird, sofern nichts dazwischen kommt. Nach wie vor geht man davon aus, dass die „Sandy Bridge-E“ noch im vierten Quartal dieses Jahres für den Sockel LGA 2011 erscheinen werden.

Autor: Michael Günsch  Quelle: VR-Zone

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