Und es läuft doch! Nachdem es bereits Mitte Mai dieses Jahres viel Aufregung um das Service Pack 2 und den Support von illegalen Windows XP-Versionen gab und Microsoft schnell jegliche Unterstützung für diese Versionen verneinte, scheint man sich nun doch anders entschieden zu haben.
Das zweite Service Pack für Windows XP in der finalen Version 2180 wird sich ohne Probleme auf illegalen Kopien von Windows XP installieren lassen. Auch die nunmehr auf Version 2182 aktualisierte Windows Update 5-Seite wird sich nicht länger nachweislich einschlägig bekannten Produktkeys verschließen. Damit sollte aber klar sein, dass sich Microsoft durchaus im Klaren darüber ist, welcher Produktkey legal ist, und welcher nicht. Nicht umsonst konnte Windows Update V5 in bisherigen Versionen Raubkopien ohne weiteres (am Produktkey) identifizieren.
Microsofts Sicherheitsdirektor Gary Schare hat in Sachen Windows XP Service Pack 2 und Raubkopien folgende Stellungnahme in den Newsgroups des Software-Riesen abgegeben:
Zusammen gefasst lässt sich also sagen, dass Microsoft mit dem neuen Update nicht mehr User von der Installation ausschließt, als man es bereits mit dem Service Pack 1 getan hat. Die Piraten haben inzwischen andere Produktkeys im Einsatz, die man zwar sehr wohl kennt, aber nicht blockiere. Auch eine Begründung für diesen Sinneswandel gab Schare ab:
Sicherheit geht also vor und da möchte man auch nicht die „Piraten“ ausschließen. Gerade in jüngster Zeit nutzten viele Angreifer ungeschützte Windows XP-Systeme um mit diesen Angriffe gegen andere Rechner zu starten. Gerade Mydoom hat hier für eine erhebliche Belastung des Internets geführt und dabei erst kürzlich Suchmaschinen in die Knie gezwungen. Zum Wohle des weltweiten Netzes wird das Service Pack 2 daher nahezu jedem Windows-Benutzer zur (kostenlosen) Verfügung stehen.