Pentium 4 mit 2,4 GHz im Test: Der neue Spitzenreiter

 18/19
Thomas Hübner
14 Kommentare

Ausblick

Zum Abschluss dieses Artikels soll es nur kurz um die Neuerungen gehen, die uns in naher Zukunft erwarten. An erster Stelle steht hier sicherlich der Pentium 4 mit einem auf 533 MHz angehobenen Front-Side-Bus, der noch in diesem Monat vorgestellt werden soll. Von Intel selbst ist zu diesem Sachverhalt natürlich noch nichts zu erfahren. Klar ist nur, dass der Prozessor auf dem Northwood-Kern basieren wird und sich somit nur durch den höheren Front-Side-Bus von dem jetzigen Pentium 4 unterscheidet. Mit dem neuen Pentium 4 wird leider auch ein neues Mainboard fällig, dass einen entsprechenden FSB von 533 MHz (133 MHz QDR) liefern kann. Intel selbst hat hierfür den i845-E mit DDR SDRAM Support und den i850-E für Rambus im Programm. Der i845-E wird hauptsächlich mit Intels neuer Southbridge dem ICH4 (Input/Output Controller Hub) auf den neuen Mainboards anzutreffen sein, die dann unter anderem direkte USB 2.0 Unterstützung mit sich bringen. Beim i850-E wird man dagegen die Kombination mit dem ICH3 antreffen, das auf den USB 2.0 Support verzichtet. Was die Northbridge angeht, so wird der i845-E wie sein Vorgänger nur Speicher nach PC2100 (PC266) mit einem Takt von 133 MHz unterstützen. Schnellere Module nach PC2700 (PC333) wie sie aktuell im Kommen sind, werden nicht mit ihrem Takt von 166 MHz betrieben werden können. Der i850-E dagegen wird neben den aktuellen PC800 Rambus Modulen auch die neuen Module mit einen Takt von 133 MHz unterstützen (PC1066), die einen deutlichen Leistungszuwachs im High-End bereich versprechen.

Im Verlauf diesen Jahres möchte Intel die Taktrate des aktuellen Pentium 4 noch auf bis 3,0 GHz anheben. Als Zwischenstufen auf dem Weg dort hin werden wir natürlich noch zahlreiche Zwischen-Modelle sehen. Alle Pentium 4 Prozessoren bis hin zum 3,0 GHz Modell werden nach wie vor auf den Northwood-Kern basieren. Längerfristig gesehen wird der Northwood-Kern im zweiten Halbjahr 2003 durch den Prescott-Kern abgelöst werden, der bereits in 90 nm gefertigt wird. Zu weiteren Neuerungen des Prozessors wird auch die Hyper-Threading Technologie gehören, die zusammen mit den neuen Xeon MP Prozessoren eingeführt wurde. Hierbei werden innerhalb eines Prozessors zwei von einander unabhängige Prozessoren simuliert und diese so effektiver auszulasten. Diese Technologie dürfte natürlich auch den Desktop-Anwendungen zu Gute kommen.