Test: Schenker XMG7 (17") mit GeForce 9800M GTX (14/14)

Genug mobile Spielepower?
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Beurteilung

Der Laptop-Markt wird immer größer, während der Desktop-Markt (auf hohem Niveau) stagniert. Es ist also kein Wunder, dass sich die Grafikchipspezialisten ATi und Nvidia immer mehr auf die mobilen Geräte konzentrieren. So gibt es mittlerweile von beiden Herstellern diverse Grafikkarten für Laptops, die zwar nicht an die Performance der Desktop-Kollegen herankommen, für die meisten Spiele aber immer noch genügen sollen. Stimmt das aber wirklich?

Anhand des 17-Zoll-Gerätes XMG7 von Schenker-Notebook wollten wir das herausfinden und wurden von dem Gerät nicht enttäuscht. Natürlich erhält man nicht die beste Performance, jedoch erzeugt die GeForce 9800M GTX in Kombination mit der flotten Dual-Core-CPU von Intel eine ausreichend hohe Leistung, um beinahe alle Spiele mit vollen Details flüssig wiedergeben zu können. Einzig bei Stalker Clear Sky und Crysis Warhead muss man die Details reduzieren, dabei aber nicht völlig auf die Grafikpracht verzichten.

Das Display des XMG7 kommt mit der nativen Auflösung von 1920x1200 daher, die man in einigen Spielen auch durchaus nutzen kann. Manchmal muss man auf 1680x1050 zurückschalten, was aber aufgrund der ordentlichen Interpolation des Displays kein allzu großes Problem ist. In dieser Auflösung kann man dann die meisten Anwendungen flüssig wiedergeben, teilweise gar Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung aktivieren.

Bezüglich der Leistung kann man am Schenker XMG7 also nicht viel kritisieren. Theoretisch kann der Kunde noch einen schnelleren Prozessor und eine leistungsfähigere Grafikkarte verbauen lassen, hierfür ist dann jedoch ein happiger Aufpreis von Nöten.

Mit der Mobilität, also der Akkulaufzeit, sieht es dann jedoch noch schlechter aus – auch wenn der Fokus des Gerätes eindeutig nicht auf den mobilen Einsatz gelegt wurde und vom Benutzer auch nicht auf diesen gelegt werden sollte. Im normalen Windows-Betrieb hält das XMG7 immerhin 134 Minuten, weswegen man unterwegs zumindest noch ein wenig arbeiten kann.

Schenker XMG7 DVD-Laufwerk
Schenker XMG7 DVD-Laufwerk

Bei der Lautstärke muss man ebenfalls Kompromisse eingehen, da die Lüfter ständig hörbar ihre Arbeit verrichten. Selbst im 2D-Modus bleiben diese nicht still und machen immer wieder auf sich aufmerksam. Unter Last schreit das XMG7 nach Aufmerksamkeit.

Gut gefallen hat uns dagegen das Display. Die Farben sehen gut aus, die Interpolation überzeugt und auch die Ausleuchtung ist in Ordnung. Die maximale Helligkeit könnte aber ebenso wie die Farbverfälschung bei verschiedenen Blickwinkeln besser sein.

Bei der Tastatur und dem Touchpad gibt es nicht viel zu kritisieren. Auf der Tastatur lässt es sich fehlerfrei und recht angenehm schreiben, während das Touchpad nach einer kurzen Eingewöhnungszeit genau dahin klickt, wo man den Mauszeiger haben will. Loben muss man Schenker bei dem XMG7 für die möglichen Bildschirmanschlüsse: DVI und HDMI sind längst nicht bei jedem Laptop Standard.

Fazit

Mit dem Schenker XMG7 erhält man ein solides Spielerlaptop, das den Benutzer auch in einer aktuellen 3D-Anwendung nicht im Stich lässt. Das Gerät ist schnell, man kann meistens maximale Details bei einer hohen Auflösung fahren und teilweise gar noch Anti-Aliasing und anisotrope Filterung aktivieren. Ein ähnlicher Desktop-PC mit einer GeForce 9800 GT ist zwar etwas schneller, allzu große Unterschiede gibt es aber nicht.

Dafür muss man aber einen weitaus höheren Preis bezahlen, der sich bei unserer Konfiguration auf 1.866 Euro beläuft. Neben der guten Leistung erhält man dazu ein annehmbares Display sowie eine gute Tastatur mit einem nicht minder guten Touchpad. Bei der Mobilität des Gerätes fangen die Einschränkungen dann allerdings an, da sich die hohe Rechenleistung einfach nicht mit einer guten Akkulaufzeit vereinbaren lässt: Lange hält das XMG7 nicht ohne Strom aus. Hinzu kommt, dass die Grafikkarte im Batterie-Betrieb nicht in den 3D-Modus hoch schaltet. Spielen kann man also wirklich nur, wenn das Gerät an eine Stromdose angeschlossen ist. Bei der Lautstärke kann man das XMG7 dann leider auch nicht zu den leisen Geräten zählen. Als Benutzer sollte man nicht sehr geräuschempfindlich sein, da die Lüfter selbst unter Windows hörbar laufen.

Wer primär einen Spieleknecht sucht, der entweder als Desktop-Replacement herhalten, oder auch mal an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden soll, und mit den Einschränkungen leben kann, macht man bei dem XMG7 nichts falsch. Auch für spontane LAN-Partys kann das Notebook eingesetzt werden, ohne erst den ganzen PC samt Monitor ins Auto laden zu müssen. Möchte man allerdings auch viel mit dem Notebook arbeiten, empfehlen wir, sich anderweitig umzusehen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um den ersten seiner Art auf ComputerBase. Aus diesem Grund bitten wir um Kritik sowie Verbesserungsvorschläge unserer Leser, sodass wir folgende Tests besser gestalten können. Das Feedback kann wie gewohnt unter dem Punkt „Kommentieren“ im Forum abgegeben werden.

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