Ikonik Ra X10 Liquid im Test: Ein Bigtower mit besonderer Ausstattung

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Arne Müller
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Lieferumfang und Daten

Die technischen Daten des Gehäuses im kompakten Überblick:

  • Material: Aluminium (3,0 mm Fronttür, 1,2 mm Chassis, 2,0 mm Querstreben), Kunststoff
  • Abmessungen: ca. 572 x 220 x 606 mm (H x B x T)
  • Gewicht: etwa 12,5 kg
  • sechs 5,25"-Front-Laufwerkschächte (einer davon mit Einbauschienen für 3,5"-Geräte nutzbar)
  • acht Schächte für 3,5"-Festplatten
  • zwei 120-mm-Lüfter in der Front
  • zwei 80-mm- und ein 140-mm-Lüfter an der Rückseite
  • acht 80-mm-Lüfter an der rechten Seite
  • Mainboard-Formfaktoren: ATX, Extended-ATX, Micro-ATX, CEB
  • ein Firewire-, zwei eSATA-, vier USB- und zwei Audioanschlüsse im Deckel
  • integrierte Wasserkühlung, CPU-Kühler mit Halterungen für Sockel 939, AM2, AM3 sowie LGA775 und LGA1366 – LGA1156 laut Hersteller erst ab Ende November

In Sachen Ausstattung hat das Ra X10 Liquid anderen Gehäusen naturgemäß einiges voraus – der Mehrwert einer Wasserkühlung dürfte kaum zu überschätzen sein. Auch abseits dieses sehr offensichtlichen Bonus' hat das Gehäuse mit der integrierten Lüftersteuerung, umfangreichem Befestigungsmaterial, kurzem und ausführlichem Handbuch, Temperaturfühlern und weitgehend schraubenlosen Montagemöglichkeiten einiges zu bieten. Ein besonderes Schmankerl sind – wie beim kleinen Bruder Zaria A20 – die mitgelieferten Acrylglasscheiben, mit denen man je nach Geschmack die vorinstallierten schwarzen Metallgitter in der linken Seitenwand ersetzen kann.

Auf diesem Gebiet wird es für die Konkurrenz schwer, Ikonik etwas vorzumachen.

Ikonik Ra X10 – Lieferumfang
Ikonik Ra X10 – Lieferumfang

Ausstattung außen

Das auffälligste Merkmal des Ra X10 sind sicherlich die geschliffenen Kanten in der Frontblende, die in starkem Kontrast mit den restlichen Oberflächen stehen. Sowohl der schwertförmige Ausschnitt in der Frontblende als auch beide Kanten beim Übergang zwischen unterer Front und Frontblende sind so behandelt und lassen zusammen mit dem dicken, gebürsteten Aluminium der Front einen Eindruck von Hochwertigkeit entstehen. Aus gebürstetem Aluminium bestehen auch die Seitenwände, auch wenn die Einfassungen des Gitters bzw. der Acrylglasscheiben links und der Lüfterbatterien rechts schnell als Kunststoff erkannt werden und nicht so recht zum Aluminium passen. Gleiches gilt auch für den gut verarbeiteten Gehäusedeckel, der aus mattem Aluminium besteht – allerdings eingefasst in einen Kunststoffunterbau, dessen Oberfläche etwas an das geschäumte Innere eines Fahrradhelms erinnert. Das gleiche Bild bietet sich hinter der Frontblende, auch hier sind die 5,25"-Blenden aus hochglänzendem Kunststoff von diesem merkwürdig texturierten Kunststoff eingefasst. Auch der abnehmbare untere Teil der Front besteht aus einem Plastikunterbau, der allerdings vollständig hinter Frontaluminium und Metallgitter verborgen bleibt. Insgesamt bietet das Ra X10 Liquid einen bunten Mix aus verschiedenen Oberflächen, der natürlich an die Homogenität eines Lian Li oder Silverstone nicht herankommt und sicher nicht jedem gefällt.

Die Aufhängung der Frontklappe ist komplett aus Metall gearbeitet und daher sehr stabil, die gegenüber integrierten Magnete sorgen dafür, dass die Tür auch zu bleibt wenn sie zu bleiben soll. Leider wurde nicht daran gedacht, eine Möglichkeit zum Wechseln der Scharnierseite zu integrieren. sodass die Tür immer rechts angeschlagen bleibt. Direkt über der Frontblende findet man eine Besonderheit der wassergekühlten Version dieses Gehäuses, den Flow-Indikator. Dieser ist im Betrieb beleuchtet und zeigt durch ein kleines transparentes Bullauge ein Flügelrad, welches sich im Betrieb besser drehen sollte – steht es still, ist die Pumpe ausgefallen, ausgeschaltet oder der Wasserkreislauf blockiert, was alles ähnlich fatal für die zu kühlende Hardware ist.

Vorne im Deckel sind ohne Klappe oder sonstiges Beiwerk die zahlreichen Anschlüsse integriert, mit Firewire, Audio, 4x USB und 2x E-SATA sollten alle Bedürfnisse hier ausreichend abgedeckt sein. Rechts daneben gibt es einen blau beleuchteten Power-Taster, links neben den Ports ist eine sehr helle blaue LED zuständig für die Anzeige der Festplattenaktivität. Einen Reset-Taster gibt es nicht. Sowohl an der rechten Seitenwand als auch an der Rückseite fällt schnell die heutzutage eher unübliche Verwendung von 80-mm-Lüftern auf, von denen hinten zwei und seitlich sogar zwei Batterien zu je vier Lüftern integriert sind – allesamt geregelt und wie alle Lüfter im Ra X10 Liquid blau beleuchtet. Nutzer der günstigsten Variante Ra X10 Smooth müssen übrigens auf die Beleuchtung verzichten, dort kommen schwarze Standardlüfter zum Einsatz. Interessant sind auch die Verriegelungsmöglichkeiten der Seitenwände – sie können auf beiden Seiten sowohl verschraubt, per Knopfdruck entriegelt und auch beidseitig verschlossen werden – allerdings mit den seit Jahrzehnten bekannten Standard-PC-Schlüsseln.

Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10 – Frontklappe
Ikonik Ra X10 – Frontklappe
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10 – rechte Seite
Ikonik Ra X10 – rechte Seite
Ikonik Ra X10 – linke Seite
Ikonik Ra X10 – linke Seite
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10
Ikonik Ra X10 – Verriegelung
Ikonik Ra X10 – Verriegelung
Ikonik Ra X10 – Frontdetail
Ikonik Ra X10 – Frontdetail
Ikonik Ra X10 – Frontdetail
Ikonik Ra X10 – Frontdetail
Ikonik Ra X10 – Portkit
Ikonik Ra X10 – Portkit
Ikonik Ra X10 – Portkit
Ikonik Ra X10 – Portkit
Ikonik Ra X10 – Seitenwand
Ikonik Ra X10 – Seitenwand