PES 2010 (PC) im Test: Diese Partie geht nicht an FIFA

 2/3
Sasan Abdi
133 Kommentare

Technische Umsetzung

Wer große inhaltliche Neuerungen erwartet, wird von PES 2010 unter Umständen enttäuscht sein. Dafür liefern die Verantwortlichen einige gute Detailverbesserungen und bringen die Serie durch Feintuning an der Spieldynamik wieder auf den richtigen Kurs. Doch wie schlägt sich der Titel aus technischer Perspektive? Auf diesen Aspekt soll im Folgenden kurz eingegangen werden.

Testsystem für „PES 2010“

  • Windows Vista Ultimate (32 Bit)
  • Intel Core 2 Duo E6700 @ 2,66 GHz
  • Gigabyte GA-965P-DQ6
  • ATI Radeon HD 4870 (512 MB)
  • 3 GByte DDR2 RAM

Herstellerempfehlung für „PES 2010“

  • Betriebssystem: Windows XP (SP 3) / Vista (SP 1)
  • Prozessor: Dual-Core-CPU, 2 GHz
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Grafikkarte: 256 MB, DirectX 9.0c
  • Festplattenspeicher: 8 GB
  • Soundkarte: DirectX 9.0 kompatibel
  • Breitband-Internetanbindung für Multiplayer

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Grafisch schlägt PES 2010 die aktuelle FIFA-Konkurrenz um Meilen. Dies liegt zum einen daran, dass FIFA 10 auf dem PC einfach unansehnlich ist; zum anderen hat man bei Konami auch hier Entwicklungsressourcen investiert, um den Status quo zu verbessern. Dies äußert sich im Ergebnis beispielsweise in deutlich ansehnlicheren Spielergesichtern, gelungenen Lichtverhältnissen und einem Rasen, der diese Bezeichnung auch verdient. Zudem handelt es sich bei den Zuschauern häufiger nicht um 2D-Aufsteller, sondern um (allerdings eher schwach) animierte 3D-Körper und grafische Fehler sucht man in der Regel auch vergebens – zwei klare Vorteile gegenüber FIFA 10.

Trotz dieser Vorzüge muss gesagt werden, dass sich auch PES 2010 längst nicht auf dem hohen Niveau von Spielen aus anderen Genres des Jahres 2010 bewegt. Dafür fallen beispielsweise die Spielermodelle noch immer zu klobig und grob animiert aus, an zu vielen Stellen finden sich verwaschene, fransige Texturen.

Einige ansehnliche Augenblicke aus PES 2010

Eine ähnliche Zweiteilung gilt für den Bewegungsablauf. Dieser hat sich abermals klar verbessert. Insbesondere beim Sprinten wirken die PES-Profis aber weiterhin zu einfältig und wie bei FIFA 10 eher roboterhaft. Dafür kann man sich aber über eine mittlerweile wirklich beinahe perfekte Ballphysik freuen, was dem Anspruch, ein realistisches Fußball-Spiel abzuliefern, sehr zugute kommt.

Zur Audio-Umsetzung muss gesagt werden, dass wir für diesen Test die englische PES-Version zur Verfügung gestellt bekamen. Hier können die Kommentatoren mit einer wunderbaren Intonierung und wohlgesetzten Bemerkungen klar überzeugen. Ob dies auch für die deutsche Version gilt, können wir leider nicht sagen. Der britische Kommentar lässt sich aber im deutschen PES 2010 wohl nicht einstellen. Die Zuschauerchöre sind über weite Strecken ebenfalls gelungen, fallen aber teilweise deutlich zu monoton aus. Wer zum Beispiel mit oder gegen Celtic Glasgow antritt, dürfte den Sound spätestens nach der ersten Hälfte ob der andauernden „Celtic, Celtic“-Rufe abstellen.

Insgesamt präsentiert Konami dennoch ein technisch ausgereiftes, ordentlich überarbeitetes Spiel, das auch mit angemessener Stabilität, einer gewohnt guten Performance und ohne nennenswerte Bugs daherkommt.