AMD Phenom II X6 1055T und 1090T BE im Test: Sechs Kerne für alle!?

 4/41
Volker Rißka
546 Kommentare

Neue Chipsätze

Nach fast 2,5 Jahren erfährt auch die High-End-Palette wieder ein Update im Bereich der Chipsätze. Der 890FX-Chip löst als Northbridge den 790FX ab, die SB850 hält ebenfalls Einzug in das Segment. Diese ist insbesondere interessant, bietet sie doch nativen Support für SATA mit 6 GBit/s.

Beim High-End-Chipsatz 890FX trifft man viele Dinge wieder, die man vom 790FX bereits kennt. Insgesamt 42 Lanes sorgen dafür, dass man zwei Grafikkarten mit jeweils vollen 16 Lanes ansprechen kann, oder, wenn man sich an vier Grafiklösungen probieren will, diese mit jeweils acht Lanes elektrisch versorgt werden. Neu in der 890FX-Northbridge ist die Virtualisierungsfunktion IOMMU 1.2, die vorerst nur in diesem Chipsatz zu finden sein wird.

AMDs 890FX-Chisatz
AMDs 890FX-Chisatz

Der Chipsatz 890FX wird wie sein Vorgänger weiterhin in 65 nm bei TSMC gefertigt. Die TDP-Spezifizierung sieht maximal 19,6 Watt vor, was gut ein Viertel unter dem Vorgänger liegt. Zusammen mit der Southbridge SB850, die ebenfalls in 65 nm gefertigt wird, dessen Vorgänger aber noch in 130 nm angetreten ist, soll sich einiges an Energie einsparen lassen können.

Neben dem High-End-Ableger 890FX verstärken die beiden Chipsätze 880G und 870 das Portfolio. Der 880G wird dabei der dritte Chipsatz binnen eines Jahres, der auf der Radeon HD 4200 basiert. Er unterscheidet sich vom 890GX und dem 785G erneut nur durch den Takt der integrierten Grafik. Der AMD 870 verzichtet hingegen auf die Grafiklösung und ist für Einsteigersysteme gedacht. Er bietet maximal einen PCI-Express-Slot, der mit vollen 16 Lanes gespeist wird. Den Boardpartnern obliegt, ob sie die günstigeren Chipsätze mit der SB850 paaren wollen. Als Alternative könnten auch Lösungen mit dem Vorgänger SB710 angeboten werden. Die in den letzten Wochen vermutete Southbridge SB810 ist bisher noch eine reine Wunschvorstellung.