AMD trotzt Problemen mit positivem dritten Quartal

Nach Börsenschluss an der Wall Street in New York hat AMD am Abend die Quartalszahlen für das abgelaufene dritte Quartal 2011 bekannt gegeben. Nachdem vor vier Wochen die Prognose für das Ergebnis des dritten Quartals gesenkt wurde, blieben Überraschungen am heutigen Tage aus.

Der neue CEO Rory P. Read konnte bei seinen ersten Quartalsbericht für AMD positive Dinge vermelden. Nachdem man die angepeilten Zuwächse von zehn Prozent gegenüber dem letzten Quartal vor einem Monat auf vier bis sechs Prozent korrigiert hatte, steht man mit nun sieben Prozent im Plus positiv dar. In Zahlen bedeutet dies, dass AMD 1,690 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte, im zweiten Quartal waren es 1,574 Mrd. US-Dollar. Gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres legte man um vier Prozent zu, damals lag der Umsatz bei 1,618 Mrd. US-Dollar.

Beim Gewinn stabilisierte sich der Konzern weiter. Nach zuletzt 61 Millionen US-Dollar im Plus sind es im dritten Quartal 97 Millionen US-Dollar Gewinn. Im Vorjahr musste man aufgrund von Einmalbelastungen in Höhe von 186 Mio. noch einen Verlust von 118 Millionen US-Dollar ausweisen. Die Marge fiel jedoch sowohl gegenüber dem zweiten Quartal dieses als auch dritten Quartals des Vorjahres von jeweils 46 auf nun noch 45 Prozent, die Prozessorpreise fielen gegenüber dem letzten Quartal des Vorjahres weiter ab, gegenüber dem zweiten Quartal dieses Jahres stiegen sie aber leicht an.

Die Zuwächse bei AMD verdankt man insbesondere den APUs im mobilen Segment, die dort bereits neun von zehn Prozessoren ausmachen. Dort konnte man gerade in den Schwellenländern wie China und Indien große Erfolge verzeichnen, so dass der Umsatz der mobilen Sparte allein betrachtet sequentiell um 35 Prozent anstieg. Wieviel Umsatz aber genau auf die Sparte entfällt ist nicht klar, jedoch machten die Umsatzrückgänge im Desktop-Geschäft, die unter anderem auf geringere 45-nm-Wafer-Lieferungen zurückzuführen waren, ein höheres Gesamt-Umsatzwachstum des Konzerns zunichte. Unterm Strich liegt man deshalb beim Umsatz in der Sparte Computing Solutions (Prozessoren und Chipsätze) mit 1,286 Mrd. US-Dollar nur minimal über dem Vorjahr, als der Umsatz bei 1,226 Mrd. US-Dollar lag. Der operative Gewinn in dem Bereich ging im gleichen Zeitraum sogar um 15 Mio. US-Dollar zurück, was die verringerte Marge erklärt. Die verringerte Marge begründet AMD aber auch mit den unter den Erwartungen liegenden Lieferungen von 32-nm-Produkten, die für deutlich höhere Prozessorpreise hätten sorgen können.

Bei den Grafikkarten konnte man ebenfalls wieder in die Gewinnzone klettern. 12 Millionen US-Dollar Gewinn machte die Sparte bei einem Umsatz von 403 Millionen US-Dollar dank minimal gestiegenen Preisen bei diskreten Grafikkarten für Notebooks. Dieses sei jedoch saisonal bedingt, da sich die Partner auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiteten, gab AMD direkt in den Quartalszahlen zu verstehen. In Zukunft soll jedoch eine neue Generation für weiterhin gute Ergebnisse sorgen, denn die „next-generation family of high-performance graphics cards is expected to ship for revenue later this year.

Für das letzte Quartal des Jahres erwartet AMD noch einmal ein Umsatzwachstum zwischen einem und fünf Prozent.

In den Fußnoten und zusätzlichen Kommentaren gab AMD darüber hinaus bekannt, dass man nunmehr mit nur noch 9,6 Prozent an Globalfoundries beteiligt ist. Damit verliert man bestimmte Veto-Rechte und kann zukünftig keine Vertreter mehr in Vorstand beziehungsweise Verwaltungsrat entsenden.