Alle Desktop-Trinity im CPU-Vergleichstest

Von A4-5300 bis A10-5800K
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Einleitung

Vor gut sechs Wochen hat AMD endlich die bereits im Mai vorgestellten „Trinity“ auch in das normale Desktop-Geschäft entlassen. Die Verfügbarkeit der Modelle ist dabei derzeit durchweg als gut zu bezeichnen, wobei sich stark zeigt, dass AMD aus dem Fehler des letzten Jahres gelernt hat. Seinerzeit gab es von fünf Modellen maximal zwei: jeweils immer nur die Flaggschiffe der Serien; die Modelle mit einer TDP von 65 Watt waren quasi nicht zu bekommen. Heute sieht es anders aus, sind doch vier der sechs „Trinity“ der A-Serie im Desktop-Segment 65-Watt-Modelle, auf die AMD auch im freien Handel nicht verzichten kann und will.

Sechs „Trinity“-APUs von A4-5300 bis A10-5800K
Sechs „Trinity“-APUs von A4-5300 bis A10-5800K

Wir werden uns alle sechs Modelle der A-Serie auf Basis der „Trinity“ ansehen, die im Desktop-Segment in der Modellnummern-Serie 5000 beheimatet sind. Aus den sechs Modellen lassen sich zudem weitere Dinge ableiten, die wir später genauer darlegen. Parallel zum Test der reinen Prozessorleistung gibt es unseren Test zur Grafikeinheit der sechs Modelle, die so einige Unterschiede aufweisen.

Vorab geht der Dank an den Onlineshop von Alternate, die uns mit allen Modellen aus dem Handel versorgt haben. So konnten wir auch einen Blick auf den lärmenden Boxed-Kühler werfen, der ohne manuellen Eingriff kaum zu ertragen ist – mehr dazu in unserem GPU-Test.

Überblick

Groß mit der Theorie-Keule ausholen wollen in diesem Artikel nicht, haben wir doch alle Details bereits in unserem ursprünglichen Artikel zum Start der Desktop-„Trinity“ Anfang Oktober vermittelt. Bereits seinerzeit haben wir die Analyse dabei aufgeteilt und separat die Prozessorleistung und die Grafikleistung untersucht. Exakt dieses Vorgehen wiederholen wir heute, da man die Modelle so umfassend bewerten kann.

Desktop-Modelle

Insgesamt neun Modelle hatte der Hersteller AMD Anfang Oktober offenbart, sechs siedeln sich in der A-Klasse an, drei weitere werden als Athlon vermarktet. Gleich vier der neun Probanden sind zudem als K-Modell angesetzt, sie können also bis zum Multiplikator 63 – entsprechende Kühlung vorausgesetzt – übertaktet werden.

„Trinity“-Desktop-Prozessoren der A-Serie
Modell Module /
Threads
Takt /
mit Turbo
L2-Cache Grafik Shader TDP Preis
A10-5800K 2 / 4 3,8 / 4,2 GHz 4 MB HD 7660D 384 100 W $122
A10-5700 2 / 4 3,4 / 4,0 GHz 4 MB HD 7660D 384 65 W $122
A8-5600K 2 / 4 3,6 / 3,9 GHz 4 MB HD 7560D 256 100 W $101
A8-5500 2 / 4 3,2 / 3,7 GHz 4 MB HD 7560D 256 65 W $101
A6-5400K 1 / 2 3,6 / 3,8 GHz 1 MB HD 7540D 192 65 W $67
A4-5300 1 / 2 3,4 / 3,6 GHz 1 MB HD 7480D 128 65 W $47

Heute werden wir uns alle sechs Modelle mit Grafikeinheit genauer ansehen, von diesen können aber Parallelen zu den drei Athlon gezogen werden, bei denen die Grafikeinheit deaktiviert ist. Denn beim Takt bewegen sie sich in ähnlichen oder gar gleichen Regionen, weshalb auch die CPU-Performance auf Augenhöhe der A-Serie-Prozessoren liegt. Denn wie die folgende Tabelle darlegt, entspricht der Athlon X4 740 quasi 1:1 dem A8-5500, wenn es nur um die CPU-Abteilung geht. Der X4 750K ist demzufolge ein A10-5700 mit frei wählbarem Multiplikator, lediglich der X2 340 hat kein Pendant in der A-Serie, er liegt beim CPU-Takt und damit am Ende auch in der Leistung noch unter dem A4-5300.

„Trinity“-Desktop-Prozessoren als Athlon-Serie
Modell Module /
Threads
Takt /
mit Turbo
L2-Cache Grafik Shader TDP Preis
Athlon X4 750K 2 / 4 3,4 / 4,0 GHz 4 MB 100 W $81
Athlon X4 740 2 / 4 3,2 / 3,7 GHz 4 MB 65 W $71
Athlon X2 340 1 / 2 3,2 / 3,6 GHz 1 MB 65 W k.A.