Endgültiger Rückzug aus dem Endverbrauchermarkt?

Cisco soll Verkauf von Linksys vorbereiten

Nachdem Cisco sein Geschäft mit den Flip-Video-Camcordern 2011 geschlossen sowie allein in diesem Jahr circa 7.800 Stellen eingespart und zahlreiche Geschäftsbereiche geschlossen hat, soll sich Cisco nun aus dem Endverbrauchermarkt zurückziehen, um sich zukünftig auf Geschäftskunden zu konzentrieren.

Dafür hat man bereits in der jüngsten Vergangenheit vorgesorgt und unter anderem den bekannten Hersteller von Softwarelösungen für Pay-TV-Anbieter NDS sowie den kanadischen Telekommunikations-Optimierer Cariden Tech übernommen. Doch nun möchte man den Rückzug scheinbar endgültig machen und soll laut Bloomberg unter Berufung auf informierte Unternehmenskreise nach rund zehn Jahren den Verkauf des im Jahr 2003 übernommenen Heimnetzwerk-Ausstatters Linksys planen. Dabei wird Cisco voraussichtlich deutlich weniger erlösen können als die 500 Millionen US-Dollar, die man für das Unternehmen bezahlt hat.

Diesbezüglich habe man sich dem Bericht zufolge bereits die international tätige Großbank Barclays, welche beispielsweise derzeit auch Google beim Verkauf von Motorolas Heimbereich unterstützt, mit ins Boot geholt, um einen geeigneten Käufer zu finden. Dabei würde man sich insbesondere bei Fernsehherstellern umsehen, die „nach einer bekannten Marke“ suchen würden. Unter dem Schriftzug Linksys verkauft Cisco Heimrouter sowie WLAN-Geräte, Powerline-Equipment und Switches für Endkunden. Weder Cisco noch Barclays gaben einen Kommentar zu dem Verkaufsgerücht ab.

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