Fokus auf boomendes Mobilgeschäft verdeutlicht

Zwei SoC-Spezialisten kehren zu AMD zurück

Das Geschäft mit klassischen PCs kriselt derzeit merklich. Unternehmen, die bislang hauptsächlich auf diesen Marktbereich setzten, müssen sich umorientieren, um sinkende Verkäufe zu kompensieren. Der strauchelnde Prozessorhersteller AMD setzt daher künftig verstärkt auf Lösungen für boomende Mobilgeräte wie Tablets.

Dies spiegelt sich nicht nur in den aktuellen Produktfahrplänen des Konzerns wider, mit Low-Power-SoCs wie „Kabini“ und „Temash“, die noch in diesem Jahr Marktanteile bei Tablets und schlanken Notebooks erobern sollen, sondern auch bei den jüngsten Personalzugängen zeigt sich AMDs Fokus auf das Mobilgeschäft.

Einem Bericht von Reuters zufolge stoßen mit Charles Matar und Wayne Meretsky zwei Branchenveteranen mit reichlich Erfahrung bei mobilen Prozessoren respektive SoCs hinzu. Beide Ingenieure hatten im Laufe ihrer Karriere zudem bereits für AMD gearbeitet und kehren somit zu alter Wirkungsstätte zurück. Matar war zuletzt bei Qualcomm für Produktmanagement und in führender Position für die SoC-Entwicklung tätig und soll bei AMD entsprechend die Position des Vice President of System-on-Chip Development ausfüllen. Meretsky, der unter anderem für Apple an Prozessoren für die iPad- und iPhone-Familie gearbeitet habe, sei als Vice President, Software IP Development engagiert worden und widmet sich entsprechend der Software-Entwicklung. Beide Zugänge sollen dem Unternehmen bei der „Expansion in neue Märkte helfen“, wie ein AMD-Sprecher bestätigt habe.

Anfang August war bereits IT-Veteran Jim Keller, der nach seinem Abgang ebenfalls Erfahrungen im SoC-Bereich unter anderem bei Apple sammelte, zu AMD zurückgekehrt und übernahm den Posten des Chief of Processor Group.

Laut Reuters hoffe AMD in den kommenden drei oder vier Jahren die Hälfte seines Umsatzes in anderen Marktbereichen als dem klassischen PC-Geschäft zu erwirtschaften, welches derzeit noch rund 80 Prozent der Unternehmenseinnahmen ausmache. Dabei wird unter anderem auch der Microserver-Markt, auf welchen sich AMD nach der Übernahme von Sea Micro und der Lizenzierung von 64-Bit-ARM-Technik konzentriert, genannt, der künftig eine gewichtige Rolle im Serverbereich spielen könnte.

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