Speicherbandbreite von 288 GByte/s

Nvidia GeForce GTX Titan ab 18. Februar mit 4,5 TFLOPS?

Lediglich noch fünf Tage sollen es bis zum Start der neuen GeForce GTX Titan sein – dies hatte bereits ein dänischer Shop in der letzten Woche verraten. Doch erstaunlich dicht hält in diesem Jahr die Gerüchteküche, nur sehr gemächlich sickern Informationen durch. Mit dem heutigen Tage hat sich dies etwas geändert.

Das größte Mysterium waren bisher noch immer die Taktraten. Hier gab es vielfältige Spekulationen in den letzten Tagen, angefeuert durch Dummy-Einträge von Onlineshops, die Platzhalter-Artikel auf Basis der GTX 690 erstellt haben, was direkt dazu führte, dass einige Webseiten die Taktraten der GTX 690 auch für dir GTX Titan annahmen.

Von den in der Regel sehr gut informierten türkischen Kollegen von Donanimhaber kommen jetzt neue Angaben, von denen sich rechnerisch exakt die Taktraten ableiten lassen, da sich zu den bisherigen „Kepler“-basierten Lösungen an der Rechenformel nichts ändert. Die Leistung der neuen GeForce GTX Titan soll den neuen Informationen zufolge bei 4,5 TFLOPS liegen, die Speicherbandbreite bei 288 GByte pro Sekunde. Anhand der vermuteten Shader-Anzahl von 2.688 lässt sich daraus ein Chiptakt von knapp 840 MHz berechnen, während der GDDR5-Speicher am 384-Bit-Speicherinterface rechnerisch auf rund 3.000 MHz kommt. Wie üblich sind Nvidias Taktraten beim Referenzdesign meist alles andere als gerade Zahlen, sodass hier am Ende vermutlich eher etwas krummere Lösungen herauskommen.

Als definitiv sind aber auch diese Werte nicht anzusehen, passen sie am Ende relativ gut in das Bild, was bisher bekannt ist. Denn die GeForce GTX Titan basiert komplett auf Nvidias Tesla K20x, der über die gleiche Anzahl an Shader verfügt, den Grafikchip und Speicher mit 735 und 2.600 MHz teilweise aber deutlich geringer taktet und so am Ende mit 3,95 TFLOPS spezifiziert wird. Dafür wird die Profi-Lösung auch nur mit einer TDP von 235 Watt ausgegeben – beim Desktop-Produkt erwartet man entsprechend einer 6+8-Pin-Stromversorgung einen Wert unterhalb von 300 Watt, genauere Angaben sind dort jedoch ebenfalls noch Fehlanzeige. Als Kühllösung soll eine sehr nah an der GTX 690 orientierte Variante verbaut sein; das Original war seinerzeit durch gute Kühlleistungen und einen leisen Betrieb positiv aufgefallen.

In den kommenden Tagen dürfte es noch viele (falsche) Spekulationen und Meldungen zu dem Thema geben. Da es bisher immer noch kein einziges erkennbares Produktbild oder sonstige Details gibt, bleiben viele Fragen nach wie vor ungeklärt – bei einem angeblichen Start in der kommenden Woche sollte dies in Kürze der Vergangenheit angehören.

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