SimCity im Test: Die Neuauflage der Kleinstadt-Simulation

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Sasan Abdi
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Fazit

Das neue „SimCity“ hat mit zwei großen Problemen zu kämpfen, die je nach individueller Einstellung entweder als „kritisch“ oder aber „verkraftbar“ klassifiziert werden können.

  1. Der Online-Zwang, der nicht nur zu einem peinlichen Startchaos geführt hat, sondern obendrein nicht hält, was er verspricht: Die von Maxis gepriesenen Regionen stellen eine nette Erweiterung des Spielerlebnisses bei; bisher lässt sich aber nicht erkennen, dass sie die Nachteile von „Always On“ effektiv aufwiegen würden.
  2. Aufgrund der optisch sehr ansprechende Umsetzung bietet „SimCity“ nur räumlich stark begrenzte, stets quadratische Karten an. Dies führt – Spezialisierung und Austausch innerhalb der Regionen hin oder her – dazu, dass man schon nach wenigen Stunden an die Grenzen der Bebauung stößt. Zwar kann über die Dichte auch dann noch eine mehrere Hunderttausend Einwohner zählende, also mittelgroße Stadt erreicht werden; für den Bürgermeister und Stadtplaner gibt es dann aber immer weniger zu tun.
SimCity im Test

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Der Zweite stellt nicht unbedingt ein objektives Manko dar, da mancher Spieler Gefallen am häufigeren Neustart, dem damit verbundenen Experimentieren und den übersichtlichen Verhältnissen finden könnte. Aus der Perspektive eines Freundes des klassischen Städtebaus hat man es hier aber mit einer fundamentalen Einschränkung zu tun, die zumindest uns immer wieder richtig wehgetan hat.

Aus diesem Grund fällt die abschließende Empfehlung nur eingeschränkt aus: Wer mit dem Online-Zwang und den begrenzten Karten leben kann, sollte noch ein paar Tage warten – und dann ohne Reue zugreifen. Alle Anderen müssen „SimCity“ aber mit größter Vorsicht genießen, da sich manche in der Beta vermutete Untiefe für die finale Version leider als reale Untiefe entpuppt hat.

Kopier- & Jugendschutz

„SimCity“ funktioniert über den Origin-Service von EA, der in vielerlei Hinsicht dem Valve-Pendant Steam ähnelt. Wie bei Steam gilt auch für Origin-Spiele, dass ein Weiterverkauf durch die Bindung an den Service de facto unmöglich gemacht wird. Die DVD wird nur zur Installation benötigt. Im großen Unterschied zu den meisten anderen, an eine digitale Plattform gebundenen Titeln benötigt man für „SimCity“ allerdings eine beständige Internentanbindung („always on“).

In Sachen Jugendschutz gilt es zu erwähnen, dass der Titel von der USK „ab 6 Jahren“ freigegeben wurde.

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