Schlechte Verkaufszahlen und zu lange Entwicklungszeit

Nokia gibt hauseigenes Betriebssystem Symbian auf

Nachdem Nokias hauseigenes Betriebssystem innerhalb des letzten Jahres einen Rückgang der Marktanteile von über sechs Prozent zu verzeichnen hatte, zieht der finnische Hersteller die Reißleine und gab dieser Tage bekannt, dass keine weiteren Smartphones mit Symbian produziert werden.

Einem Bericht der Financial Times zu Folge will Nokia bereits ab Sommer diesen Jahres keine Smartphones mehr mit dem eigenen Betriebssystem ausliefern. Das Unternehmen sah sich zu diesem Schritt genötigt, nachdem Symbian zuletzt einen Marktanteil in Europa von gerade einmal 1,8 Prozent aufwies und somit im Smartphone-Bereich keine Bedeutung mehr besaß. Diese Entwicklung schlug sich auch in den Verkaufszahlen nieder, welche im ersten Quartal 2013 bei lediglich 500.000 verkauften Einheiten lag. Im Vergleich dazu verkaufte Nokia im gleichen Zeitraum nach eigenen Angaben 5,6 Millionen Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem von Microsoft, Windows Phone.

Ein weiterer Grund soll in der für ein Symbian-Smartphone benötigten Entwicklungszeit von bis zu 22 Monaten liegen; bei Windows Phone soll die Zeit bis zur Markteinführung nur etwa 11 Monate betragen. Zudem könne man sich in dieser Zeit mehr auf Dinge konzentrieren, die dem Benutzer einen wirklichen Mehrwert liefern.

Somit wird dem 2012 vorgestellten 808 PureView die Rolle zuteil, das letzte Gerät seiner Art zu sein. In Zukunft will sich Nokia im Bereich Smartphones somit nur noch auf Windows Phone sowie die preiswerten Feature-Phones der Asha-Serie mit „Nokia OS“ konzentrieren.

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