AMDs APU „Kaveri“ im Test: A10-7850K und A8-7600 unter der Lupe

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Wolfgang Andermahr
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Zusätzliche CPU-Benchmarks

In den vergangenen Tagen sind wir auch aufgrund der Nachfrage im Forum nach Tests, die nur den CPU-Bereich der „Kaveri“-APUs mit ihren neuen „Steamroller“-Kernen betreffen, noch einmal nachgegangen. Die Tests fanden – im Gegensatz zum den restlichen Messungen – auf einem A88X-Mainboard statt, als Speicher kam DDR3-2133 zum Einsatz. Bei allen folgenden Benchmarks kam unser CPU-Testsystem zum Einsatz

Die Tests bestätigen die bisher angedeuteten Rangordnung bei der reinen CPU-Leistung: Im Alltag ist der A10-7850K im Schnitt so schnell wie der Vorgänger A10-6800K. Der Grund dafür ist im 400 MHz geringeren Takt zu suchen, den die gesteigerte IPC nur auffangen, aber nicht überkompensieren kann.

Diagramme
Rating mit Anwendungen und Spielen (1.920 x 1.080)
    • Intel Core i7-4960X, 6C/12T, 3,6 GHz, 22 nm, Turbo, SMT
      97,7
    • Intel Core i7-3960X, 6C/12T, 3,3 GHz, 32 nm, Turbo, SMT
      92,8
    • Intel Core i7-4770, 4C/8T, 3,4 GHz, 22 nm, Turbo, SMT
      87,2
    • Intel Core i7-4770K, 4C/8T, 3,5 GHz, 22 nm, Turbo, SMT
      87,1
    • Intel Xeon E3-1230 v3, 4C/8T, 3,3 GHz, 22 nm, Turbo, SMT
      84,9
    • Intel Core i7-3770K, 4C/8T, 3,5 GHz, 22 nm, Turbo, SMT
      82,0
    • Intel Core i5-4670K, 4C/4T, 3,4 GHz, 22 nm, Turbo
      78,4
    • Intel Core i5-4670, 4C/4T, 3,4 GHz, 22 nm, Turbo
      78,4
    • AMD FX-9590, 4M/8T, 4,7 GHz, 32 nm, Turbo
      78,2
    • Intel Core i7-2600K, 4C/8T, 3,4 GHz, 32 nm, Turbo, SMT
      76,5
    • Intel Core i5-4570, 4C/4T, 3,2 GHz, 22 nm, Turbo
      75,9
    • AMD FX-8350, 4M/8T, 4,0 GHz, 32 nm, Turbo
      72,7
    • AMD FX-8150, 4M/8T, 3,6 GHz, 32 nm, Turbo
      70,5
    • Intel Core i5-4430, 4C/4T, 3,0 GHz, 22 nm, Turbo
      70,4
    • Intel Core i5-2500K, 4C/4T, 3,3 GHz, 32 nm, Turbo
      70,1
    • Intel Core i5-4570T, 2C/4T, 2,9 GHz, 22 nm, Turbo, SMT
      61,4
    • Intel Core i3-3220, 2C/4T, 3,3 GHz, 22 nm, SMT
      54,2
    • AMD A10-6800K, 2M/4T, 4,1 GHz, 32 nm, Turbo
      53,4
    • AMD A10-7850K, 2M/4T, 3,7 GHz, 28 nm, Turbo
      52,8
    • AMD A10-6700, 2M/4T, 3,7 GHz, 32 nm, Turbo
      52,3
    • AMD A10-7850K, 2M/4T, 3,7 GHz, 28 nm
      51,6
    • AMD A10-5800K, 2M/4T, 3,8 GHz, 32 nm, Turbo
      51,5
    • AMD Phenom II X4 965, 4C/4T, 3,4 GHz, 45 nm
      50,6
    • AMD A10-6800K, 2M/4T @ 3,7 GHz, 32 nm
      48,6
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel
Weitere Diagramme für Anwendungen, Spiele und Leistungsaufnahme

Dass die „Steamroller“-Kerne mehr Leistung liefern als die Vorgänger „Piledriver“, zeigt der Test bei gleichem Takt von 3,7 GHz. Im Schnitt sind es sieben Prozent Vorsprung für die Neulinge, der maximale Vorsprung beträgt 24 Prozent im zweiten Test des x264 HD Benchmark zeigen. Es sind diese Anwendungen, die AMDs Versprechen von bis zu 20 Prozent mehr Leistung tragen. Doch es gibt auch die andere Seite, die der Formulierung bis zu Gewicht verleiht: zwei, drei oder auch gar kein Unterschied sind ebenfalls an der Tagesordnung.

Am Ende zeigt sich – taktbereinigt – ein Ergebnis wie bei Intels letztem Wechsel von „Ivy Bridge“ auf „Haswell“. Dort titeln wir „enttäuschend“, auch bei den AMD-CPU-Kernen lautet das Ergebnis dementsprechend. Der Rückstand der AMD-CPUs auf die große Intel-Konkurrenz wird mit Kaveri nicht reduziert. Im Gegenteil, da das APU-Flaggschiff weniger Takt bietet als der Vorgänger.

Am Ende ist das Fazit deshalb einfach: Die APU von AMD muss auch als APU genutzt werden, sprich als Prozessor mit integrierter Grafikeinheit. Dort liegen die Stärken. Wird vom Kunden eine diskrete Grafiklösung in Betracht gezogen, führt an den Intel-CPUs nach wie vor kein Weg vorbei, bieten diese deutlich mehr Leistung bei gleichzeitig noch geringerer Leistungsaufnahme.

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