CPU-Wasserkühler im Test: Anfi-tec, Aqua Computer, EKWB & Koolance im Vergleich

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Thomas Böhm
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EKWB Supremacy Evo Full Nickel

EK Water Blocks steuert den Supremacy Evo in der Full-Nickel-Version für den Test bei. Der Kühler kommt mit einem sehr umfangreichen Montagematerial beim Käufer an: Es befinden sich nicht nur ein zweiter Halterahmen für AMD-Sockel, sondern auch Backplates, eine Spritze Gelid GC Extreme und sogar austauschbare Einsätze für den Kühlblock im Lieferumfang. In der Zwischenzeit hat EKWB den Lieferumfang umgestellt: Seit dem 11. Oktober wird der Kühler mit Thermal Grizzly Hydronaut als Wärmeleitpaste ausgeliefert.

Sowohl die Bodenplatte als auch der Deckel des 359 Gramm schweren Kühlers bestehen aus vernickeltem Kupfer. Die Verarbeitung ist makellos: Die Auflagefläche des CPU-Kühlers glänzt frei von jeglichen Kratzern. Vorinstalliert ist bei dem Kühler von EKWB der Intel-Montagerahmen. Ein Wechsel auf AMD setzt das Öffnen des Kühlers voraus, da der Halterahmen zwischen Bodenplatte und Deckel des Kühlers fixiert ist.

EK Supremacy Evo Full Nickel: Deckel mit Plastikeinsatz und Düsenplatte
EK Supremacy Evo Full Nickel: Deckel mit Plastikeinsatz und Düsenplatte
EK Supremacy Evo Full Nickel: Plastikeinsätze und Düsenplatte können ausgewechselt werden
EK Supremacy Evo Full Nickel: Plastikeinsätze und Düsenplatte können ausgewechselt werden
EK Supremacy Evo Full Nickel
EK Supremacy Evo Full Nickel

Das Innere des Kühlers zeigt eine komplizierte Struktur: Vom eindeutig markierten Einlass des Kühlers wird die Flüssigkeit über zwei entnehmbare Plastikeinsätze (einer davon kann gegen ein alternatives Modell im Lieferumfang ausgewechselt werden) auf eine Düsenplatte (von der es zwei alternative Ausführungen im Lieferumfang gibt) geleitet wird. Die Düsenplatte wiederum sorgt für die effektive Aufteilung des Flüssigkeitsstromes zu den Kühlfinnen des CPU-Kühlers.

Die austauschbaren Teile des Kühlers dienen zur Anpassung an verschiedene Prozessortypen: Die Montageanleitung weist darauf hin, welche Kombination aus Düsenplatte und Plastikeinsatz für welche CPU optimal geeignet sein soll. Für die Sockel-2011-CPU des Testsystems wird also die laut Anleitung optimale Kombination aus Plastikeinsatz „I1“ und Düsenplatte „J1“ in den Supremacy Evo eingesetzt.

EK Supremacy Evo Full Nickel im Testsystem
EK Supremacy Evo Full Nickel im Testsystem

Zur Montage des CPU-Kühlers müssen vier Schrauben in die Aufnahmen des CPU-Sockels gedreht werden. Auf diese werden der Kühler und anschließend Beilagscheiben und Federn gesteckt. Der Kühlblock wird schließlich mit vier Muttern handfest fixiert – Werkzeug ist für die Montage nicht notwendig.

Koolance CPU-390

Für diesen Test stellt Koolance den CPU-390 zur Verfügung. Der Kühlblock kann mit Plexiglas- oder Kupferdeckel sowie als AMD- oder Intel-Version geordert werden. Daher auch das Suffix „CI“ des Testmusters: Es handelt sich um den Intel-Kühler mit Kupferdeckel. Koolance stattet den Kühler mit allen notwendigen Beigaben für Montage und Betrieb aus: Backplates, Montagematerial, eine Tube mit Wärmeleitpaste sowie eine gedruckte Montageanleitung.

Die Anleitung ist zwar sehr kompakt und knapp gehalten, dafür aber mit Informationen gespickt: Der Hersteller zeigt nicht nur, wie der Kühler installiert wird, sondern gibt zudem Hinweise für den Einsatz eines Temperaturfühlers am Kühlkörper sowie eine Anleitung zum Öffnen des Kühlers – um zu verhindern, dass Bodenplatte und Kühlerdeckel anschließend vom Kunden in falscher Ausrichtung wieder verschraubt werden.

Der gut 400 Gramm schwere CPU-390CI besteht aus vernickeltem Kupfer und einem matt-schwarz lackierten Halterahmen. Um die richtige Flussrichtung sicherzustellen, befinden sich an beiden 1/4"-Anschlussgewinden Symbole, welche Einlass und Auslass des Kühlers markieren. Die CPU-Auflagefläche des Kühlers spiegelt ohne sichtbare Makel.

Koolance CPU-390: Deckel mit Düsenplatte
Koolance CPU-390: Deckel mit Düsenplatte
Koolance CPU-390: Sehr feine Kühlfinnen
Koolance CPU-390: Sehr feine Kühlfinnen
Koolance CPU-390: Vier Schrauben fixieren Bodenplatte, Deckel und Halterahmen
Koolance CPU-390: Vier Schrauben fixieren Bodenplatte, Deckel und Halterahmen

Im Inneren des CPU-390 ist bekannte Technik zu sehen: Der Kühler nutzt einen zentralen Einlass, der über eine Düsenplatte Flüssigkeit auf feine Kühlfinnen aufteilt. Laut Koolance betragen die Abstände zwischen den Finnen nur 0,17 Millimeter. Der Kühler wird von vier Schrauben mit Torx-Profil zusammengehalten. Die Schrauben greifen dabei aber nicht den Kühlerdeckel selbst, sondern den schwarzen Halterahmen, so dass der eigentliche Deckel des Kühlers zwischen Bodenplatte und Halterahmen gepresst wird. Ein werkzeugfreies Austauschen gegen den AMD-Halterahmen ist somit nicht möglich – doch Koolance verkauft den CPU-390A ohnehin separat.

Koolance CPU-390 im Testsystem
Koolance CPU-390 im Testsystem

Für die Montage des Kühlers im Testsystem werden zunächst vier Schrauben in die Aufnahmen des Prozessorsockels gedreht. Nachdem Wärmeleitpaste aufgetragen wurde, kann der Kühler auf die Schrauben geschoben werden. Zur Fixierung werden vier Muttern mit untergelegten Plastikringen und Federn auf den Schrauben gedreht. Die Befestigung des Kühlers ist einfach und kann werkzeuglos durchgeführt werden.