Alienware AW3423DW im Test: Fazit

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Frank Hüber
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Für Spiele und Videos ein hervorragendes Bild

Der Alienware AW3423DW liefert dank seines OLED-Displays in Spielen und Videos ein subjektiv hervorragendes Bild, das alle herkömmlichen PC-Monitore deutlich in den Schatten stellt. Kontrast, Farben und Leuchtkraft sind ohne Zweifel erstklassig. Auch HDR-Inhalte sehen gerade im Modus Peak 1000 sehr gut aus.

Alienware AW3423DW

Samsung-Panel mit bunten Kanten

Im Detail wird dieses Bild aber gleich durch mehrere Faktoren getrübt. Einerseits von den eingangs erwähnten Farbsäumen an Kanten mit hohem Kontrast, die durch die Subpixelstruktur der QD-OLED-Technik von Samsung hervorgerufen werden. So begegnen dem Nutzer im Alltag vor allem immer wieder violette und grüne Linien an Kanten, die es dort gar nicht geben sollte. Bei einem Monitor dieser (Preis-)Klasse darf so etwas nicht passieren.

Der Lüfter läuft ohne Eco-Modus immer

Gleiches gilt für den Lüfter am Auslass des Monitors und den Lüfter auf dem G-Sync-Modul von Nvidia, von denen mindestens einer selbst bei ausgeschaltetem Monitor weiterhin dreht und in leiser Umgebung dann auch zu hören ist, wenn der Nutzer nicht das Standardprofil mit Eco-Modus verwendet. Der Eco-Modus sollte beim Alienware AW3423DW also immer aktiviert bleiben. Denn ohne Eco-Modus liegt die Leistungsaufnahme des Monitors sonst auch im ausgeschalteten Zustand bei rund 10 Watt. Beim zweiten Muster arbeitet der Lüfter zwar deutlich leiser als beim ersten Testexemplar – es zeigt jedoch, dass man als Käufer auch durchaus ein lauteres Modell erwischen kann. Kunden sollten dann den Support einschalten und auf einen Austausch drängen. ComputerBase bleibt jedoch bei der grundsätzlichen Einschätzung, dass ein Ventilator in einem Monitor nichts verloren hat.

Die maximal möglichen 175 Hz des schnellen OLED-Panels sind zudem nur in Kombination mit 8 Bit und über DisplayPort nutzbar. Wer die nativen 10 Bit des Panels ausnutzen möchte, sollte auf maximal 144 Hz herunterschalten. Auch den HDR-Modus muss man im Alltag je nach wiedergegebenem Inhalt wählen. In Spielen und Filmen kann Peak 1000 gewählt werden, das unter Windows jedoch für ein insgesamt dunkleres Bild und vor allem eine viel stärker schwankende Helligkeit sorgt. Hier ist DisplayHDR 400 True Black dann die bessere Wahl. Wenn der Raum hell beleuchtet ist, sorgt die Anti-Reflexions-Beschichtung des Geräts zudem für einen leichten Grauschleier, der umso stärker zu sehen ist, je direkter das Licht auf den Bildschirm fällt.

Trotz des hervorragenden Bildes muss man sich die Anschaffung des Alienware AW3423DW vor dem Hintergrund der Farbsäume und eines aktiven Lüfters sehr genau überlegen. Wer diese Punkte bereit ist in Kauf zu nehmen, erhält für 1.300 Euro hingegen einen für Spiele und Videos hervorragenden Monitor, den man allerdings im Eco-Modus betreiben oder wegen Pixel Refresh nach 10 Minuten Wartezeit vom Stromnetz trennen sollte, wenn man ihn nicht nutzt.

ComputerBase hat den AW3423DW leihweise von Alienware zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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