XPG PCIe Gen5 SSD: Adata zeigt M.2-SSD mit bis zu 14 GB/s und 8 TB

Michael Günsch
44 Kommentare
XPG PCIe Gen5 SSD: Adata zeigt M.2-SSD mit bis zu 14 GB/s und 8 TB
Bild: Adata

Die neue Generation der PCIe-5.0-SSDs nimmt bei Adata Formen an. Nach Prototypen zeigt der Hersteller das erste Serienprodukt. Die XPG PCIe Gen5 SSD liegt im M.2-Format vor und ist mit einem SMI-Controller bestückt. Sie soll in der Spitze mit 14 GB/s lesen und mit 12 GB/s schreiben.

Versteckt unter dem mit Kühlrippen und Backplate versehenen Kühler sitzt der SM2508-Controller von Silicon Motion. Über die Schnittstelle PCIe 5.0 x4, die brutto knapp 16 GB/s ermöglicht, soll die SSD der XPG-Serie für Spieler Daten mit bis zu 14 GB/s sequenziell lesen und mit bis zu 12 GB/s sequenziell schreiben. Das ist ziemlich genau das Doppelte von dem, was aktuelle High-End-SSDs mit PCIe 4.0 x4 erreichen. Anders als beim Start der PCIe-4.0-SSDs sollen also schon die ersten Produkte nahezu an das Limit der neuen Schnittstelle stoßen.

XPG PCIe Gen5 SSD
XPG PCIe Gen5 SSD (Bild: Adata)

Bei wahlfreien 4K-Transfers (4K Random) sollen in der Spitze 1,8 Millionen IOPS beim Lesen und 1,6 Millionen IOPS beim Schreiben möglich sein. Die Werte werden aber erfahrungsgemäß nur unter idealen Bedingungen in Benchmarks erreicht; das war aber schon immer so. Maximal 8 TB Speicherplatz soll die XPG PCIe Gen5 SSD bieten, was für dieses Format sehr viel ist. Ein Marktstart mit zunächst kleineren Speicherkapazitäten ist aber wahrscheinlich.

Prototyp „Nighthawk“ geht in Serie

Bereits zur CES 2022 hatte Adata zwei Prototypen von PCIe-5.0-SSDs gezeigt. Die Variante „Nighthawk“ mit SM2508-Controller wird nun also konkret umgesetzt. Abzuwarten bleibt, ob auch der „Blackbird“ genannte Prototyp mit IG5666-Controller von Innogrit in Serie geht. Unwahrscheinlich ist dies nicht, denn Adata ist ein Dritthersteller von SSDs, der sich beim Einsatz neuer Controller aller Hersteller experimentierfreudig zeigt.

Noch kaum Details zum SMI-Controller

Weiterhin kaum Informationen liegen zum SM2508-Controller von Silicon Motion vor. Klar ist nur, dass dieser mit PCIe 5.0 x4 und NVMe 2.0 arbeitet. Nachdem Silicon Motion in der Generation PCIe 4.0 praktisch kein konkurrenzfähiges Produkt hatte und dem Konkurrenten Phison somit das Feld überlassen musste, bietet sich für SMI jetzt die Gelegenheit, es bei PCIe 5.0 wieder besser zu machen und direkt zum Start ein High-End-Produkt im Verbrauchermarkt zu platzieren.

Allerdings schläft die Konkurrenz nicht. Neben dem erwähnten Innogrit-Modell hat auch Phison in Form des E26 einen leistungsstarken PCIe-Gen5-Controller entwickelt.

Weitere M.2-SSDs mit PCIe 5.0 wurden bereits von Apacer und Zadak gezeigt. Zum Marktstart der neuen AM5-Plattform von AMD werden voraussichtlich noch viele weitere folgen. Die ersten AM5-Mainboards mit X670(E)-Chipsatz werden zusammen mit den CPUs der Familie AMD Ryzen 7000 im September erwartet.

AMD stellt die Plattform für neue NVMe-SSDs mit PCIe 5.0
AMD stellt die Plattform für neue NVMe-SSDs mit PCIe 5.0