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Der perfekte PC-Bildschirm: Wie sieht euer Display-Setup am PC (im Traum) aus?

Fabian Vecellio del Monego
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Der perfekte PC-Bildschirm: Wie sieht euer Display-Setup am PC (im Traum) aus?
Bild: LG

Zur CES 2023 wurden neben der GeForce RTX 4070 Ti (Test), Ryzen 7000X3D und Ryzen 7000 ohne X (Test) auch zahlreiche neue (Gaming-)Bildschirme vorgestellt. Und erstmals sind dabei auch OLED-Panels breit vertreten. Grund für ein Upgrade? Oder seid ihr mit eurem Bildschirm aktuell zufrieden? Und was für einer ist das eigentlich?

Jede Menge OLED-Bildschirme auf der CES

Bei den Bildschirmen dominierte auf der CES 2023 vor allem ein Display-Typ die Berichterstattung: OLED-Panel sind endlich bei PC-Bildschirmen angekommen, nachdem die selbstleuchtenden Pixel bereits seit Jahren auf kleinen Smartphone-Bildschirmen und großen Fernsehern für bessere Kontraste und eine in den meisten Fällen überlegene Bildqualität sorgen – und das zunehmend auch in der Mittelklasse oder sogar bei Einsteiger-Geräten.

Bis dato war OLED die Ausnahme am PC

Bei PC-Bildschirmen waren OLED-Panel allerdings bisher eher die Ausnahme. Da waren einerseits einige wenige Profi-Modelle, die sich in erster Linie an kreative Anwender richteten und mit einer Bildwiederholrate von maximal 60 Hertz einhergingen. Und andererseits setzten in den vergangenen Jahren einige Nutzer auf vergleichsweise kleine TV-Modelle mit einer Bildschirmdiagonalen von 48 Zoll oder zuletzt 42 Zoll.

ComputerBase testete vor zweieinhalb Jahren beispielsweise den LG OLED 48CX – und technisch wusste der Fernseher durchaus zu gefallen: OLED-Panel eignen sich aufgrund ihres geringen Input-Lags ohnehin für Spiele, LG stattete die eigenen kleineren UHD-Fernseher darüber hinaus als einer der ersten Hersteller mit einer nativen Bildwiederholrate von 120 Hertz, den nötigen HDMI-2.1-Buchsen und sogar G-Sync aus – nicht nur für Spielkonsolen offenbarte sich damit bereits vor einigen Jahren ein gewaltiger Sprung bei Bildqualität und Spielgefühl, sondern auch auf dem PC, sofern Nutzer mit den schieren Ausmaßen eines Fernsehers auf dem Schreibtisch leben konnten.

Dedizierte Gaming-PC-Bildschirme wiederum ließen weiter auf sich warten. Im März 2022 testete die Redaktion den Alienware AW3423DW, der mit einem gebogenen 175-Hertz-QD-OLED-Panel eine hervorragende Bildqualität lieferte, allerdings zum Preis von 1.300 Euro nicht auf ganzer Linie zu überzeugen wusste: Ein dauerhaft aktiver Lüfter und Farbsäume trübten den Eindruck. Auf der Gamescom wurde dann der Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 vorgestellt, dessen UWQHD-OLED-Panel mit 240 Hertz arbeitet und manuell biegbar ist. Es handelt sich um einen beinahe perfekten Gaming-Bildschirm. Der Haken: 2.400 Euro auf dem Preisschild.

Zur CES 2023 zeigte sich allerdings letztlich: Die wenigen OLED-Bildschirme im Jahr 2022 waren nur ein Vorgeschmack. In Las Vegas stellten zahlreiche Monitor-Hersteller Gaming-Bildschirme mit OLED-Panel vor, darunter Acer, Asus, Asus ROG, Samsung und ViewSonic. Häufig vertreten waren dabei 27 Zoll große WQHD-Bildschirme mit einer Bildwiederholrate von 240 Hertz. Der Samsung Odyssey OLED G9 wiederum bietet das gleich zweimal. Und auch weitere gebogene UWQHD-Modelle gab es.

Doch auch abseits der OLED-Technik gab es Neuheiten. Etwa den Samsung Odyssey Neo G9 mit einem IPS-Panel mit 7.680 × 2.160 Pixeln bei einer variablen Bildwiederholrate von bis zu 240 Hertz. Oder aber erste E-Sports-Displays mit Bildwiederholraten jenseits der 500 Hertz, wenngleich bei lediglich 1.920 × 1.080 Pixeln. Und da war auch der Dell UltraSharp 43 mit viermal Full HD. Kurzum: In Sachen PC-Bildschirme hat sich in der ersten Woche des Jahres einiges getan. So verwundert es nicht, dass immerhin 17 Prozent der Community-Mitglieder bei der letzten Sonntagsfrage zu den persönlichen Highlights der CES für „die neuen Gaming-Monitore mit OLED-Panel und hoher Bildwiederholrate“ abstimmten – und die Konkurrenz in jener Umfrage war mit AMD Ryzen 9 7950X3D, Ryzen 9 7900X3D und Ryzen 7 7800X3D nicht zu unterschätzen.

Wie sieht deine Bildschirm-Situation zuhause aus?

Die Redaktion nimmt das zum Anlass, in der nachfolgenden und dritten Sonntagsfrage des Jahres – erneut – nach euren PC-Bildschirmen und entsprechenden Vorlieben zu fragen. Erneut, weil das Thema bereits Gegenstand einer früheren Sonntagsfrage war und einige zugehörige Fragen auch Teil der großen Community-Umfrage zu Hard- und Software sind, die auf ComputerBase traditionell am Jahresende stattfindet und noch bis zum 26. Januar läuft. Diesmal sind aber einige neue Fragen dabei – versprochen!

Zunächst sei aber ein weiteres Mal nach dem Panel gefragt, das in eurem primären PC-Bildschirm verbaut ist. Im Sommer 2022 dominierte hier IPS mit knapp 60 Prozent, wohingegen OLED lediglich auf 7,5 Prozent kam. Hat sich da bereits etwas getan?

Welches Panel ist in deinem primären Bildschirm verbaut?
  • TN-Panel
    9,1 %
  • VA/PVA/MVA-Panel
    21,4 %
  • IPS-Panel
    54,1 %
  • OLED-Panel
    15,5 %

Und natürlich darf auch nicht die Frage nach der Größe des primären Monitors fehlen. Wer über einen Bildschirm verfügt, dessen Bilddiagonale bei den nachfolgenden Antwortmöglichkeiten nicht exakt gegeben ist, der möge die Option auswählen, die am nächsten dran kommt.

Wie groß ist dein primärer Bildschirm?
  • Rund 21 Zoll oder kleiner
    1,1 %
  • Rund 24 Zoll
    11,6 %
  • Rund 27 Zoll
    37,9 %
  • Rund 32 Zoll
    29,2 %
  • Rund 38 Zoll
    7,7 %
  • Rund 42 Zoll
    4,5 %
  • Rund 48 Zoll oder größer
    7,9 %

Zuletzt gaben rund 40 Prozent der Leser an, als primären Bildschirm auf ein Modell mit einer Diagonale von 27 Zoll zu setzen. Bei immerhin knapp 7 Prozent der Teilnehmer war hingegen ein 48-Zoll-Fernseher im Einsatz.

Wie viele Pixel werden bei dir bespielt?

Nachfolgend soll es nun darum gehen, wie viele Pixel bei euch pro Sekunde hin- und hergeschoben werden. Die Auflösung eures primären Bildschirms sowie die Anzahl der insgesamt an den PC angeschlossenen Monitore wurde erst in der erwähnten Community-Umfrage erhoben – die entsprechenden Umfragen seien an dieser Stelle aber der Vollständigkeit halber erneut eingebettet.

Umfragen zu Auflösung und Anzahl der Bildschirme

Die nächste Frage wiederum ist neu: Wie viele Pixel bieten alle Monitore zusammen, die dauerhaft an euren primären PC angeschlossen sind. Zur Orientierung: Ein Full-HD-Bildschirm mit 1.920 × 1.080 Bildpunkten kommt auf knapp 2,1 Millionen Pixel, ein WQHD-Panel mit 2.560 × 1.440 Pixeln wiederum auf knapp 3,7 Millionen Pixel und ein UHD-Bildschirm mit 3.840 × 2.160 Bildpunkten gar auf rund 8,3 Millionen Pixel.

Wie viele Pixel bieten alle an deinen PC angeschlossenen Bildschirme zusammen?
  • Unter 2 Millionen
    1,1 %
  • 2-4 Millionen
    22,9 %
  • 4-8 Millionen
    37,4 %
  • 8-12 Millionen
    23,4 %
  • 12-16 Millionen
    6,5 %
  • 16-20 Millionen
    4,5 %
  • 20-24 Millionen
    1,2 %
  • Mehr als 24 Millionen
    3,0 %

Wer vor einer weiteren Rechenaufgabe nicht scheut, der sei nun eingeladen, anhand der Bildwiederholraten der verwendeten Bildschirme tatsächlich zu berechnen, wie viele Pixel pro Sekunde die eigene Grafikkarte oder iGPU (in der Theorie) berechnen muss und möge das Ergebnis in den Kommentaren mitteilen. Wem das zu viel Arbeit ist, der sei erneut auf die Umfragen zur Bildwiederholrate des primären Bildschirms und zur Ausstattung mit einer adaptiven Bildwiederholfrequenz wie Adaptive-Sync, G-Sync oder FreeSync hingewiesen, die ebenfalls bereits Teil der Community-Umfrage waren.

Umfragen zu Bildwiederholrate und adaptiver Frequenz

Wie ist dein Bildschirm aufgestellt? Und spielt HDR eine Rolle?

In eine andere Richtung geht die Frage, wie ihr euren primären Bildschirm aufgestellt habt. Mit dem mitgelieferten Standfuß auf dem Tisch? Oder ist euch das zu niedrig und ihr habt einen passenden Untersetzer ausfindig gemacht? Eine elegante Lösung stellt wiederum die Montage per VESA-Halterung dar, etwa an einem starren Monitor-Gerüst, einem flexiblen und schwenkbaren Arm oder aber der Wand hinterm Schreibtisch.

Wie ist dein primärer Bildschirm aufgestellt?
  • Mein Bildschirm steht auf seinem Standfuß.
    60,4 %
  • Mein Bildschirm steht auf seinem Standfuß und darunter befinden sich Bücher, ein Holzgerüst oder ähnliches.
    4,3 %
  • Mein Bildschirm ist an einer nachgerüsteten statischen Monitor-Halterung befestigt.
    4,6 %
  • Mein Bildschirm ist an einem nachgerüsteten beweglichen Monitor-Arm befestigt.
    24,5 %
  • Mein Bildschirm ist an der Wand befestigt.
    6,2 %

Neu ist ebenfalls die Frage, ob ihr am PC auf HDR-Inhalte setzt. Immer häufiger sind Bildschirme nach entsprechenden Standards spezifiziert, häufig anzutreffen sind beispielsweise VESA DisplayHDR 400, 600 und 1000 sowie HDR10.

Nutzt du an deinem primären Bildschirm HDR?
  • Ja, immer.
    11,4 %
  • Ja, manchmal.
    15,8 %
  • Nein, obwohl mein Bildschirm HDR unterstützt.
    28,4 %
  • Nein, mein Bildschirm unterstützt HDR nicht.
    44,4 %

Der PC-Bildschirm eurer Träume

Und abschließend zurück zu den zahlreichen Neuvorstellungen der CES 2023: Ist diesmal der PC-Bildschirm eurer Träume dabei? Gab es den schon länger? Oder gibt es nach wie vor nicht „das Display, das alle haben wollen“, wie Jan in der zweiten Folge des CB-Funk-Podcasts mutmaßt? OLED-Bildschirme mit einer Auflösung von 2.560 × 1.440 oder 3.440 × 1.440 Pixeln, einer Bildwiederholrate von 240 Hertz und adaptiver Synchronisation sollten für viele Spieler erfahrungsgemäß zumindest sehr nah an das perfekte Display herankommen.

Gibt es den Bildschirm deiner Träume?
  • Ja, den gibt es: Er steht hier direkt vor mir.
    14,1 %
  • Ja, den gibt es inzwischen und ich überlege, ihn zu kaufen.
    6,8 %
  • Ja, den gibt es, aber er ist mir persönlich viel zu teuer.
    44,7 %
  • Nein, immer noch nicht.
    34,4 %

Und ganz egal, ob es den Bildschirm eurer Träume bereits gibt oder nicht: Was zeichnet ihn für euch persönlich aus? Die Redaktion freut sich auf entsprechende Erläuterungen in den Kommentaren. Und zuletzt sei in diesem Kontext die folgende Frage gestellt: Seid ihr mit eurem Bildschirm-Setup zufrieden? Oder seht ihr Verbesserungspotenzial?

Bist du mit deinem Bildschirm-Setup am PC zufrieden?
  • Ja, ich bin zufrieden.
    76,8 %
  • Nein, ich bin unzufrieden.
    23,2 %

Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht

Die Redaktion freut sich wie immer über fundierte und ausführliche Begründungen zu euren Entscheidungen in den Kommentaren zur aktuellen Sonntagsfrage. Wenn ihr ganz andere Ansichten vertretet, die von den Umfragen im Artikel nicht abgedeckt werden, schreibt es bitte in die Kommentare. Auch Ideen und Anregungen zu inhaltlichen Ergänzungen der laufenden oder zukünftigen Umfragen sind gerne gesehen.

Leser, die sich noch nicht an den vergangenen Sonntagsfragen beteiligt haben, können dies gerne nachholen – die Umfragen laufen stets über eine Dauer von 30 Tagen und Voraussetzung zur Teilnahme ist lediglich ein kostenloser ComputerBase-Account. Insbesondere zu den letzten Sonntagsfragen sind nach wie vor spannende Diskussionen im ComputerBase-Forum zugange.

Die letzten zehn Sonntagsfragen in der Übersicht