IT-Systemelektroniker, wie soll es beruflich weitergehen?

Hallo
kingler schrieb:
hypothetisch gemeint.
Genau das ist der Grund wieso das wirtschaftliche Pendel mittlerweile in die Richtung der Meister/Staatl. gepr. Techniker ausschlägt, es gibt eine unüberschaubare Masse an Bachelorn die hypothetisch/theoretisch meinen und relativ wenige Meister/Staatl. gepr. Techniker die praktisch können/wissen. Es gibt sehr gute Bachelor mit Berufserfahrung aber die haben in der Regel Arbeit und die unerfahrenen ohne Berufserfahrung die es wie Sand am Meer gibt will keiner bis kaum einer haben um sie komplett neu anlernen/einarbeiten zu müssen. Die Zeiten wo in jedem Stellenangebot steht "Berufsanfänger willkommen" sind vorbei, ein Bewerber ohne Berufserfahrung wird heutzutage in 80-90% der Firmen auf den Stapel "Uninteressant" gelegt.

Grüße Tomi
 
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kingler schrieb:
Wenn sich bei dir mehrere Leute bewerben: Einer ... ohne Abschluss, mit IHK-Abschluss, mit Techniker/Meister, mit Bachelor, mit Master, mit Promotion.. wen nimmst du dann?

Den der beim Probetag am meisten überzeugt, völlig unabhängig von der Ausbildung.

Auch Firmen die in der Stellenausschreibung schreiben das man ein Studium benötigt, stellen für diese Stellen auch Leute ohne Studium ein.
Denn auch für die zählt vor allem Berufserfahrung.
 
Hallo
WhiteShark schrieb:
Den der beim Probetag am meisten überzeugt
...
Denn auch für die zählt vor allem Berufserfahrung.
Das Problem ist ohne Berufserfahrung kommt es oft gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch, die werden schon vorher aussortiert.

Der Schweinezyklus: http://suite101.de/article/der-schweinezyklus-a60907#.VQ4YIBF0yUk
Zitat:
"Was war die Folge? Abiturienten sahen einen sicheren Arbeitsplatz und bewarben sich in Massen bei Universitäten für die Studiengänge Informatik oder auf ähnlich klingende Fächer. Nach einer Studiendauer von circa fünf Jahren gab es ein Überangebot an Informatikern und Computerfachleuten, dass sich die Firmen kaum vor Bewerbern retten konnten. Waren Unternehmen wegen des Mangels an Fachpersonal anfangs noch gezwungen jeden Informatiker einzustellen, konnten sie ab dem Jahr 2004 aus der Vielzahl der Bewerber die Besten auswählen. Der Rest blieb auf der Strecke aufgrund des sinkenden Angebotes."

Fachkräftemangel: Akademiker = gesucht? Vergesst es! Werdet lieber Techniker und Handwerker: http://karriereblog.svenja-hofert.d...ierung-auf-dem-voellig-falschen-dampfer-sind/
Zitat:
"Es werden nur bestimmte Fachkräfte gesucht – und man höre und staune: Das sind überwiegend keine Akademiker. Der Fachkräftemangel ist eine relative Erscheinung entlang sehr weniger Engpassberufe, die weit überwiegend NICHT akademisch sind. Ja, richtig gehört! Gesucht werden nicht noch mehr Bachelors und Masters, gesucht werden Handwerker und Techniker sowie Krankenschwestern und Altenpfleger, am liebsten mit Zusatzqualifikationen."

Grüße Tomi
 
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Das ist so nicht korrekt. Fachkärfte und damit mein ich auch Informatiker werden jedenfalls in meinem Breitengrad immer gesucht. Der Fehler an diesem ich Studier jetzt informatik liegt eher an etwas anderem. Ich lese hier in regelmässigen Abständen, dass jemand irgendwas etwas Informatik bezogenes abgeschlossen hat, allerdings nur ein wenig Java kann und auch das nur von Desktop. Dann meinen Sie, dass nur Java EE gesucht wird etc. Leute wacht auf, sich 5-6 Jahre in die Uni zu setzen ohne beim Fenster raus zu sehen was der Markt sucht und entsprechendes ausrichten und Wissen aneigenen geht einfach nicht.
Man kann nicht erwarten ohne Berufserfahrung den perfekten Job zu finden. Der ersten Job ist meist nicht besonders, nur dann muss man schauen, dass man nach 1-2 Jahren auf zu neuen Ufern aufbricht.
 
Hallo
Funart schrieb:
Fachkärfte und damit mein ich auch Informatiker werden jedenfalls in meinem Breitengrad immer gesucht.
Du solltest dir evtl. mehr als nur den letzten Beitrag durchlesen, es hat niemand gesagt das Fachkräfte niemals wieder einen Job kriegen werden.
Es ging darum das in der Elektrotechnik/IT/Informatik mittlerweile die Grenzen zwischen Bachelorn und Facharbeitern mit zusätzlichen Qualifikationen vor allem dem Staatl. gepr. Techniker verschwimmen.
Man sieht es doch in vielen Stellenanzeigen das Bewerber mit der Voraussetzung Bachelor oder vergleichbarer Qualifikation mit Berufserfahrung gesucht werden.
Ein gleichaltriger Fachinformatiker mit 2-3 Jahren Berufserfahrung und mit gewissen Zertifikaten oder z.B. einer Fortbildung an der Abendschule zum Staatl. gepr. Techniker Fachrichtung Informatik kann sich auf die gleichen Stellen bewerben wie ein Bachelor und hat wegen seiner Berufserfahrung oft bessere Chancen als der Bachelor ohne Berufserfahrung.


Funart schrieb:
Leute wacht auf, sich 5-6 Jahre in die Uni zu setzen ohne beim Fenster raus zu sehen was der Markt sucht und entsprechendes ausrichten und Wissen aneigenen geht einfach nicht.
Das ist der Punkt, während der Bachelor noch studiert hat der Fachinformatiker schon Berufserfahrung und zusätzliche Qualifikationen/Zertifikate gesammelt die der Markt benötigt und ist dem Bachelor ohne Berufserfahrung der noch angelernt/eingearbeitet werden muss voraus. Der nächste Punkt war das der Markt mit Bachelorn überschwemmt ist, was nicht nur auf den Informatiker bezogen war, der TE um den es hier eigentlich geht ist IT-Systemelektroniker.

Grüße Tomi
 
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Und was bringt dir das, wenn du 5 Jahre Berufserfahrung in der Verwaltung von Datenbanken hast und dich dann auf eine Stelle als 'Embedded Software Entwickler' bewirbst?

Die Berufserfahrung bringt nur dann was, wenn du dann beim Jobwechsel die Gleiche oder eine sehr ähnliche Tätigkeit ausführst.

Desweiteren bin ich der Meinung, dass ein Bachelor nicht angelernt werden sollte. Falls er als Bachelor nicht in der Lage ist, sich eigenständig in das Thema einzuarbeiten, dann war das Studium für ihn ohnehin die falsche Entscheidung.

Das ist ja der Clou: Einem Fachinformatiker musst du Schritt für Schritt erklären: Erst klickst du hier, dann da auf den roten Button, dann gibst du das ein, etc.. Ein Bachelor ist in der Regel in der Lage, das selbst herauszufinden ;).
 
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Hallo
kingler schrieb:
Die Berufserfahrung bringt nur dann was, wenn du dann beim Jobwechsel die Gleiche oder eine sehr ähnliche Tätigkeit ausführst.
Herzlichen Glückwunsch du hast verstanden was das Wort Berufserfahrung bedeutet.

kingler schrieb:
Desweiteren bin ich der Meinung, dass ein Bachelor nicht angelernt werden sollte. Falls er als Bachelor nicht in der Lage ist, sich eigenständig in das Thema einzuarbeiten, dann war das Studium für ihn ohnehin die falsche Entscheidung.
Dann komm mal in die freie Wirtschaft, die freie Wirtschaft ist nicht die Uni wo du lange Zeit zum lernen hast, die freie Wirtschaft will Leute die rein kommen und loslegen.

kingler schrieb:
Das ist ja der Clou: Einem Fachinformatiker musst du Schritt für Schritt erklären: Erst klickst du hier, dann da auf den roten Button, dann gibst du das ein, etc..
Falsch der Fachinformatiker mit 2-3 Jahren Berufserfahrung weiß besser was er in der Praxis tun muss als ein Bachelor der frisch von der Uni kommt und der breit gefächert aber nicht gezielt ausgebildet wurde.

kingler schrieb:
Ein Bachelor ist in der Regel in der Lage, das selbst herauszufinden
Etwas herausfinden kannst du an der Uni, in der freien Wirtschaft bezahlt dich niemand für das herausfinden, in der freien Wirtschaft wirst du nur für Produktivität bezahlt.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
in der freien Wirtschaft bezahlt dich niemand für das herausfinden

In der Forschung und Entwicklung, wo die meisten Akademiker sein dürften, machen die genau das: Etwas herausfinden. Und ich habe den Verdacht, dass diese Personen auch entlohnt werden und zwar gar nicht mal so schlecht :cool_alt:.

Es ist klar, dass bei einem neuen Projekt erst einmal Vorlaufzeit und Planung benötigt wird. Beim Projektmanagement geht es z.B. genau darum, nicht sofort loszulegen, sondern den Ablauf und die Ziele erst einmal zu planen. Schonmal gehört?

Und ja, wenn der Arbeitgeber von mir will, dass ich irgendetwas in der exotischen Programmiersprache Quaxotl programmiere, dann muss er mir erst einmal 2-3 Monate Zeit geben, damit ich mich dort einarbeiten kann. Wenn der ernsthaft erwartet, dass ich da am ersten Tag gleich mit dem Code einhacken beginne, dann kann der mich mal kreuzweise.

Ich würd mir dahingehend auch nicht alles gefallen lassen.
 
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Hallo
kingler schrieb:
In der Forschung und Entwicklung, wo die meisten Akademiker sein dürften
Vor allem bekommen Berufsanfänger diese Jobs.
Du bist echt ein Träumer aber du wirst noch eines besseren belehrt und auf den Boden der Tatsachen geholt werden.
Bei uns in der Forschung und Entwicklung werden nur Doktoren und Master für kleinere Aufgaben mit mindestens 3-5 Jahren Berufserfahrung eingestellt, Bachelor gibt es bei uns in der Forschung und Entwicklung gar nicht.

kingler schrieb:
dann muss er mir erst einmal 2-3 Monate Zeit geben, damit ich mich dort einarbeiten kann.
2-3 Monate Einarbeitungszeit ? Vergiss es !

kingler schrieb:
Wenn der ernsthaft erwartet, dass ich da am ersten Tag gleich mit dem Code einhacken beginne, dann kann der mich mal kreuzweise.
Viel Spaß in der freien Wirtschaft.

Falls du es vergessen haben solltest hier geht es um die sinnvolle Fortbildung eine IT-Systemelektronikers und da sind die nächsten möglichen Stufen Bachelor/Meister/Staatl. gepr. Techniker, vom Master in der Forschung sind wir hier weit entfernt.

Grüße Tomi
 
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In dem Punkt, dass der Bachelor kein besonders toller Abschluss ist, sind wir uns denke ich aber einig..
Master dann schon eher.
Also ja: Vielleicht ist ein Techniker/Meister sinnvoller als nur ein Bachelor.
 
Hallo
kingler schrieb:
Es wäre toll gewesen wenn du den ersten Beitrag gelesen und hier nicht nur dein Überflieger Ego zur Schau gestellt hättest, dann wüsstest du das der TE etwas berufsbegleitendes in Abendform machen möchte was nicht länger als drei Jahre dauert.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
Es wäre toll gewesen, wenn du den ersten Beitrag gelesen und hier nicht nur dein Überflieger Ego zur Schau gestellt hättest, dann wüsstest du, dass der TE etwas berufsbegleitendes in Abendform machen möchte, was nicht länger als drei Jahre dauert.

Stimmt.

:cool_alt:.
 
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Das wichtigste steht eigentlich auf der ersten Seite:

WhiteShark schrieb:
Vielen Firmen ist es egal ob jemand eine Ausbildung oder Studien Abschluss hat. Was zählt ist ob derjenige was kann. Der Abschluss spielt da keine Rolle.

Es werden Stellen und Tätigkeiten bezahlt und keine Abschlüsse - das man mit einem Studienabschluss gegebenenfalls schneller an diese Positionen kommt ist möglich.
In meinem Team gibt es vom FiSi mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildungen bis zum 'Master' alles. Einstiegsgehalt ist für alle gleich und liegt im Bereich des Spitzensteuersatzes.
 
Der Spitzensteuersatz liegt in Deutschland bei 45% bei einem Gehalt von 250k...
 
Das Problem ist, Kingler ist ein Student, Tomislav ist ein Meister mit Berufserfahrung. Das sind 2 vollkommen verschiedene Welten.

Es kommt eben darauf an, was man drauf hat. Gibt genug Bachelor Anwärter, die werden von der Uni von Headhunter geschossen und bekommen "gute" Stellen. Aber die Allgemeinheit versinkt in irgendwelchen Trainee Programmen.
 
Kingler, der Aufprall wird hart!

Den Master direkt hinten den Bachelor anzuhängen ist genauso dämlich. Das aktuelle B/MSc. System funktioniert mit unserem Ausbildungssystem einfach nicht. Der Master dient in erster Linie als Aufstieg in den Bereich Geschäftsführung/Ressorleiter etc. Jetzt kommt klein kingler mit einem Master, schreibt fleissig Bewerbungen auf die ausgeschriebenen Stellen. Blöderweise werden für diese Stellen "nicht selten" Leute gesucht die Mitarbeiterverantwortung, Führungsqualitäten, sicheres Auftreten/Eloquenz, Marktkenntnisse und nicht zuletzt Berufserfahrung vorweisen können. Blöd nur, dass du kein einziges dieser Kriterien erfüllen kannst.

Ich habe selbst 5 Semster studiert und nein ich hab den Prüfungsanspruch nicht verloren. Ich weiss was da teilweise für ein Blödsinn propagiert wird. Ein nicht vernebelter Prof. hat das Studium mit den folgenden Worten erklärt " In einem Studium geht es nur darum in kürzester Zeit die Masse an Informationen zu verarbeiten, ob diese in Eurem Leben euch weiter bringen werden steht auf einem anderen Blatt".

@Klonky
2. Absatz ist treffend formuliert
 
Zuletzt bearbeitet:
Und der Bachelor war die 1-2 Semester nicht wert, die du zum Abschluss des Studiums gebraucht hättest?

Es ist klar, dass nicht jeder frische Master-Absolvent gleich eine Führungsposition zum Berufseinstieg einnehmen kann, aber dafür kann er vielleicht das, was er im Master-Studium noch gelernt hat gut gebrauchen.
 
War Diplom, wert oder nicht wert war in diesem Fall nicht die Frage. Es ging nicht. Zwei Semster hinter mir waren schon die Bachelor da, nachdem es wieder gegangen wäre hätte ich zwar noch den Prüfungsanspruch gehabt aber Vorlesungen wären nicht mehr gegangen, mit Projektarbeiten und Loboren wäre es ebenfalls schwierig geworden.

Bei mir war es aber nicht wirklich kritisch etwas zu finden da ich eine gute FA Ausbildung genossen hatte und somit sehr schnell was fand.
 
Gut, das ist natürlich Pech. Wobei es im Studium eigentlich immer ein Problem ist, wenn nicht alles nach Plan verläuft. Vorlesungen werden nur jeweils im SS/WS angeboten und im nächsten Jahr macht dann schon wieder ein anderer Prof die Vorlesung mit komplett anderem Stoff. Ist mir zum Glück bis jetzt nicht passiert.

Darf ich fragen, welches Gehalt du bekommst (ich vermute mal Fachinformatiker)?
 
Bin gelernter Industrieelektroniker Fachrichtung Gerätetechnik, angestellt als Servicetechniker im Außendienst, zu meinem Gehalt möchte ich nicht wirklich etwas sagen es liegt aber deutlich über dem Durchschnitt eines einsteigenden Bachelors wenn man von 40K ausgeht.
 
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