News Glasfaser: Vodafone testet schnellere Verlegeverfahren

UrlaubMitStalin schrieb:
So ne Glasfaserleitung wird nicht für ein paar Jahre verlegt, sondern liegt da potentiell ein Jahrhundert, so weit denkt halt heute aber niemand mehr.
Da muss ich dich leider enttäuschen. Mittlerweile (Technik bleibt in einigen Bereichen glücklicherweise nicht stehen) halten die zwar länger. Aber alles was Ende der 80er, Anfang der 90er verlegt wurde muss stelleweise erneuert werden.

@Topic: interessant das mittlerweile auch andere erkannt haben das sowas möglich ist. Es mag durchaus auf lange Zeit gesehen nicht die beste Lösung sein wie schon festgestellt wurde. Aber da Straßen ect. meist sowieso nur hergerichtet werden wenn entweder zum Jahresende noch zuviel Geld da ist oder das Ding nicht mehr benutzbar ist.
 
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Normalerweise wird ja gern darauf verwiesen, wie langsam der Glasfaserausbau in Deutschland ist und wie viele Länder angeblich besser als Deutschland dran wären.

Dass aber ausgerechnet in solchen Ländern die Glasfaser dann meist am Mast hängt und umgeweht werden kann oder in Mindertiefen verlegt wird, ist solange egal, bis ein solcher Ausbau auch für Deutschland verwendet wird...
(Mal ganz davon abgesehen, dass kaum ein anderes Land der Erde eine so gute Internetversorgung ohne FTTH erreicht hat, wie Deutschland.)
 
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Ich sag dazu nur....
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Und weil Japan hier immer wieder gerne als modern gesehen wird und Deutschland ja so rückständig ist. Auch das ist Japan.
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Da kann man dann auch schnell eine neue Leitung "verlegen".
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Da lobe ich mir am Ende doch die deutsche "Gründlichkeit", auch wenn dadurch vieles länger dauert.
 
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xexex schrieb:
Was die Kosten anbetrifft, so dürfte das minimalinvasive Verfahren, viel weniger Schaden verursachen als die Alternative.
Das mag sein, ändert aber nichts dran, dass es natürlich mehr Schaden verursacht als die Straße gar nicht zu beschädigen und dementsprechend am Ende des Tages Geld kostet und zu den 7000 Euro dazugerechnet werden müsste.
 
Blutschlumpf schrieb:
Das mag sein, ändert aber nichts dran, dass es natürlich mehr Schaden verursacht als die Straße gar nicht zu beschädigen
Also gar nicht ausbauen?

Eine Beschädigung sehe ich hier nicht, es würde voraussetzen, dass durch dieses Verfahren die Lebensdauer eine solchen Straße definitiv gesenkt wird. Das kann man zwar stellenweise nicht ausschließen, es ist aber nicht so als würde nach ein paar Jahren wegen diesem Schnitt die Straße auseinanderfallen.

Viel eher kann es eben passieren wenn man das klassische Verfahren einsetzt, einen Teil der Straße komplett untergräbt, Leitungen setzt und es dann neu aufbaut. Da weiß du dann nie ob später dieser Teil absackt oder anders "altert" wie der Rest.

Klar könnte man sagen wir bauen die ganze Straße komplett neu, das wäre aber schlichtweg Unsinn und wird nur dann angewandt wenn die Straße sowieso neu gemacht werden muss.
 
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Vielleicht kam das falsch rüber, aber es ging mir primär um die 7k Euro Förderung pro Anschluss als Sockelbetrag zu dem auch noch die Straßenschäden oben drauf kommen.

So hart das auch klingen mag (zumindest wenn man einer der Anwohner dort ist), aber bei schon 7000 Euro Förderungskosten pro Anschluss (+ Folgekosten) muss man imho auch in Betracht ziehen die schlichtweg gar nicht zu erschließen oder halt zu warten bis die Straße das nächste mal planmäßig neu gemacht wird und dann die Fördersumme deutlich zu kürzen.
Internet über LWL ist halt kein Grundrecht.

Die Deutsche Glasfaser baut hier die Dörfer mit klassischem Tiefbau aus und kommt mit dem 55 Euro aus, die der Kunden dann im Schnitt zahlt und das ab 40% erschlossener Haushalte. Und die werden kaum 7k Euro vorschießen und 100 Jahre lang 6 Euro im Monat bei 0% Zinsen einkalkulieren um den Ausbau zu finanzieren, also muss der reale Erschließungspreis sehr, sehr weit darunter liegen.
Warum fördert man dann so extreme Kosten für die eigentlich doch schnellere, einfachere und billiger Erschließungsmethode mit der man dann ja vermutlich auch knapp 100% der Haushalte anschließt?
Klingt für micht nach ner massiven Steuerverschwendung oder da ist irgendwo eine 0 zu viel oder zu wenig und es wir reden über 700 Euro.
 
Blutschlumpf schrieb:
Vielleicht kam das falsch rüber, aber es ging mir primär um die 7k Euro Förderung pro Anschluss als Sockelbetrag zu dem auch noch die Straßenschäden oben drauf kommen.
Ich empfinde diese auch hoch.

Blutschlumpf schrieb:
Die Deutsche Glasfaser baut hier die Dörfer mit klassischem Tiefbau aus und kommt mit dem 55 Euro aus, die der Kunden dann im Schnitt zahlt und das ab 40% erschlossener Haushalte.
Das Unternehmen rechnet damit über viele Jahre exklusiv Geld damit generieren zu können, was mittlerweile von Gesetzgeber auch so geregelt ist, indem man Anbieter schützt. Die Ausbaukosten werden dadurch keinen Cent günstiger, was man schnell merkt wenn man in Eigeninitiative einen Anbieter beauftragt eine Strecke von ein paar Metern zu erschließen.
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Ob man das fördern muss und ob es "wert" ist 7000€ für die Anbindung von Gebäuden am "Arsch der Welt" auszugeben, lass ich mal so im Raum stehen. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage was denn so die Alternativen wären? Alle Leute in die Großstädte ziehen lassen? Deutschland zu einem "Offlineland" zu machen?

Ich denke die Kosten relativieren sich, wenn man bedenkt was sonst für Ausgaben für die Infrastruktur getätigt werden, die von Steuergeldern bezahlt werden und welche Bedeutung mittlerweile schnelles Internet hat. Und auch wenn ich mir persönlich lieber viel mehr Geld für den Ausbau der Funknetze wünschen würde und "Festnetzverbindungen" eher als Auslaufmodell sehe, scheint der aktuelle Stand alternativlos zu sein und letztlich braucht man auch für die Micro und Nanozellen beim Mobilfunk, die Glasfaser an jeder Ecke.
 
xexex schrieb:
Das Unternehmen rechnet damit über viele Jahre exklusiv Geld damit generieren zu können, was mittlerweile von Gesetzgeber auch so geregelt ist, indem man Anbieter schützt.
Das ist schon klar, aber um 7k Euro reinzubekommen, müssten die 100 Jahre lang ca. 6 Euro einkalkulieren.
Deren Standardtarif liegt inzwischen bei 50 Euro im Monat, lass da (im best-case) mal nach den Betriebskosten 20 Euro von über bleiben.
Die müssten also knapp 30 Jahre lang jeden Euro da reinstecken um auf Null zu kommen und da sind noch keine Zinsen drin und Steuern auch ignoriert.
Deren Investoren mögen vielleicht auf 10 oder 15 Jahre planen, aber sicher nicht auf 50 und die haben ganz sicher nichts zu verschenken.
10 Jahre mal 10 Euro macht 1200 Euro, deren Kosten dürften also noch ne Ecke drunter liegen.

Ich denke die Kosten relativieren sich, wenn man bedenkt was sonst für Ausgaben für die Infrastruktur getätigt werden, die von Steuergeldern bezahlt werden und welche Bedeutung mittlerweile schnelles Internet hat.
Als jemand aus der IT Ecke, der eher ländlich wohnt (VDSL, kein Kabel, kein LWL), wäre ich natürlich dabei DE mit LWL zu versorgen, aber aus neutraler Position sehe ich da deutliche Probleme.
Wenn die Denkweise (die paar Mrd mehr machen den Braten jetzt auch nicht mehr fett) in der Politik umgesetzt werden würde, dann hätten wir aber auch besser ausgestatte Schulen, funktionierenden ÖPNV, besser bezahlte Pfleger und auf der Gegenseite ne 3x höhere Staatsverschuldung oder würden 70% Abgaben zahlen.

Isoliert betrachtet könnte man natürlich die abgelegensten 10% der Haushalte (tippe mal auf Region 5 Mio) mit je 7k Euro fördern, das wären 35Mrd bei knapp 500Mrd Bundeshaushalt, aber dann kommen 20 andere Themen in ähnlicher Größenordnung an, die isoliert betrachtet auch umsetzbar sind, aber in der Summe nicht.

"Kleinvieh" macht halt auch Mist. ;)
 
Blutschlumpf schrieb:
Deren Standardtarif liegt inzwischen bei 50 Euro im Monat, lass da (im best-case) mal nach den Betriebskosten 20 Euro von über bleiben.
Wieso sollten von 50€ nur 20€ übrig bleiben? Nur mal zum Vergleich, die Telekom ist von Gesetzgeber dazu gezwungen die "letzte Meile" für 10€ an Wettbewerber zu vermieten.
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2019/20190410_TAL.html

Rechne ruhig damit was tatsächlich übrig bleibt, da sind locker 40€ drin und im Gegensatz zu der Telekom sind solche Anbieter nicht gezwungen die Leitungen an Wettbewerber unter zu vermieten. Mit 40€ im Monat hat du in 10 Jahren 4800€ eingenommen und auch die Deutsche Glasfaser kassiert logischerweise diverse Förderungen.
https://www.deutsche-glasfaser.de/kommunen/gefoerdert/

Blutschlumpf schrieb:
Wenn die Denkweise (die paar Mrd mehr machen den Braten jetzt auch nicht mehr fett) in der Politik umgesetzt werden würde, dann hätten wir aber auch besser ausgestatte Schulen, funktionierenden ÖPNV, besser bezahlte Pfleger und auf der Gegenseite ne 3x höhere Staatsverschuldung oder würden 70% Abgaben zahlen.
Ich bin da absolut bei dir, es gibt immer mehr "Projekte" und sinnvolle Sachen die man mit dem Geld anstellen könnte. Andererseits hat das Internet nun mal einen hohen Stellenwert und dieser wird auch in der Zukunft nicht abnehmen, da kann man sich dann fragen ob man das Geld nicht lieber woanders einspart, als bei der notwendigen Infrastruktur.

Persönlich wäre ich für eine Versteuerung solcher abgelegener Orte, bei der KFZ Steuer und Spritpreisen wird es ja auch gemacht. Allerdings wäre sowas vermutlich mit dem Gesetzt nicht vereinbar und dann könnten wird auch gleich über höhere Krankenversicherung für ältere Menschen oder gefährdete Berufe reden oder uns schlichtweg weg vom Sozialstaat hin zu Zustanden wie sie in den USA üblich sind bewegen.

Persönlich sehe ich das letztlich so, Deutschland wirft in meinen Augen viel Geld für sinnlose Projekte, da sind die Milliarden fürs Internet noch gut aufgehoben. Jeden Mist sollte man da trotzdem nicht mitmachen, wer sein Haus am Arsch der Welt bauen lässt und so Grundstückskosten spart, sollte nicht seinen Internetzugang von anderen finanziert bekommen. Wie eine solche Situation konkret aktuell aussieht, ist mir aber nicht bekannt und ich glaube bei Neubauten muss man durchaus die Kosten für die Anbindung an die Infrastruktur selbst tragen.
 
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Blutschlumpf schrieb:
Vielleicht kam das falsch rüber, aber es ging mir primär um die 7k Euro Förderung pro Anschluss als Sockelbetrag zu dem auch noch die Straßenschäden oben drauf kommen.

Bei nahezu jedem geförderten Ausbau (es gibt ja immer noch ein paar oberirdische Linien) muss die Straße geöffnet werden und kommen entsprechend auch noch die Straßenschäden oben drauf. Worum es Dir ging scheint in Wirklichkeit die unbewiesene Behauptung, dass Straßenschäden durch [$Buzzwordhier]-Trenching höher ausfallen.

Das muss ja nicht unbedingt falsch sein, es ist aber wichtig sich auf die eigentliche Aussage zu konzentrieren und die Nebelkerzen drumherum auszublenden.

Übrigens: Wie kommst Du darauf das Vodafone die zu erwartenden Haftungsansprüche nicht mit eingepreist hat?

Die Deutsche Glasfaser baut hier die Dörfer mit klassischem Tiefbau aus und kommt mit dem 55 Euro aus,

Das kann ich nicht bestätigen. Ich wohne ebenfalls hier und hier baut die Deutsche Glasfaser (die im übrigen afair auffallend oft im Zusammenhang mit Trenching genannt wird) bisher rein gar nichts aus.

Warum fördert man dann so extreme Kosten für die eigentlich doch schnellere, einfachere und billiger Erschließungsmethode mit der man dann ja vermutlich auch knapp 100% der Haushalte anschließt?

Weil die Verlegekosten ohne noch höher gewesen wären. Da hättest Du zwar auch selbst drauf kommen können - aber trotzdem: gern geschehen.

klingt für micht nach ner massiven Steuerverschwendung

Ich komme mit dem Wert auch nicht klar. Andererseits ist der Run auf die Claims voll entbrannt, ich setze darauf dass die lieben Mitbewerber selbst bei vermuteter Steuerverschwendung in Mopsgeschwindigkeit Klage einreichen. Die Nachricht zum Ausbau in Dresden ist aber nun schon ein Jahr alt ohne das man von derartigen Klagen liest.
 
Blutschlumpf schrieb:
Die Deutsche Glasfaser baut hier die Dörfer mit klassischem Tiefbau aus und kommt mit dem 55 Euro aus, die der Kunden dann im Schnitt zahlt und das ab 40% erschlossener Haushalte. Und die werden kaum 7k Euro vorschießen und 100 Jahre lang 6 Euro im Monat bei 0% Zinsen einkalkulieren um den Ausbau zu finanzieren, also muss der reale Erschließungspreis sehr, sehr weit darunter liegen.

Die Deutsche Glasfaser baut aber ohne Förderung nur in sehr lukrativen Dörfern aus. Wird die Vorvertragsquote nicht erfüllt, wird nicht ausgebaut. Hat ein Dorfteil zu wenig Anschlüsse, wird aus dieser komplett weggelassen.

Daran sieht man, dass sich die DG da Monopole zusammengräbt, bei denen nicht ein Meter Tiefbau ohne Ausblick auf Rendite getätigt wird. Da Glasfaser auch nicht reguliert ist (bzw. nur bei der Telekom), wird auch niemand die DG daran hindern mittelfristig die Preise massiv zu erhöhen.

Der Gewinn den die DG da erwarten kann, ist einfach nicht zu vergleichen mit dem, was beim Ausbau von lokalen Stadtwerken die einen flächendeckenden Ausbau in ihren Gemeinden durchführen oder der Telekom, die ohne Vorvertragsquote ausbaut, an Gewinn anfallen wird....
 
xexex schrieb:
Wieso sollten von 50€ nur 20€ übrig bleiben? Nur mal zum Vergleich, die Telekom ist von Gesetzgeber dazu gezwungen die "letzte Meile" für 10€ an Wettbewerber zu vermieten.
Weil die letzte Meile nur ein Teil der Kosten darstellt, der Traffic muss dann ja noch durch die Pampa transportiert werden, das Netzwerkequipment kostet natürlich Geld, Personal kostet, Upstream kostet (zumindest bei der DG, da die doch recht klein ist).

Hayda Ministral schrieb:
Worum es Dir ging scheint in Wirklichkeit die unbewiesene Behauptung, dass Straßenschäden durch [$Buzzwordhier]-Trenching höher ausfallen.
Keine Ahnung was du dir da wieder zurechtreimst, Ich habe nie behauptet, dass die Kosten der Folgeschäden höher sind als bei anderen Methoden.
Es ging mir drum, dass die Kosten noch zu den 7000 ober drauf kommen, das hat überhaupt nichts mit Trenching oder klassischem Tiefbau zu tun. Mein Post wäre nicht anders gewesen wenn die normal erschließen würden.

Übrigens: Wie kommst Du darauf das Vodafone die zu erwartenden Haftungsansprüche nicht mit eingepreist hat?
Wie kommst du da drauf, dass VF bei so ner Aktion für mehr als direkt offensichtliche Schäden haftet?
Ich weiß jetzt nicht wer welche Straße da betreibt und welchen Anteil Bund/Land/Kommune an den 21Mio tragen, aber wenn man Bund/Land/Kommune in Summe betrachtet dürften die auch kein Interesse daran haben, dass es da eine Haftung seitens VF gibt. Die würden den Haftungszuschlag (natürlich großzügig bemessen) indirekt ja selber zahlen.
Ohne Haftung durch VF würden die noch einen Teil der Kosten über die Straßenbaubeiträge auf die Anwohner umlegen können (zumindesten wenn man die Straße neu macht und nicht nur flickt).

Das kann ich nicht bestätigen. Ich wohne ebenfalls hier und hier baut die Deutsche Glasfaser (die im übrigen afair auffallend oft im Zusammenhang mit Trenching genannt wird) bisher rein gar nichts aus.
Ich weiß nicht was in dem Fall "hier" ist.
Ich wohne im Kreis Heinsberg und da wurden einige Dörfer ausgebaut und nicht getrenched.
Allerdings wurde hier auch nicht alles wieder asphaltiert (sondern die Gräben gepflastert).
Mag aber sein, dass das jeder Sub (die machen das ja nicht selber) anders macht bzw. es in jeder Stadt andere Absprachen gibt bzw. die das inzwischen generell anders machen (hier ist das ja auch schon ein paar Jahre her).

Punctum Maximum schrieb:
Da Glasfaser auch nicht reguliert ist (bzw. nur bei der Telekom), wird auch niemand die DG daran hindern mittelfristig die Preise massiv zu erhöhen.
Als die so 2013 rum hier in der Gegend angefangen haben lagen die afair bei 55 Euro für 100/100MBit mit Festnetzflat, jetzt sind es 50 Euro für 400/200 mit Festnetzflat.

Mich würde es auch eher wundern wenn die irgendwann beschließen nicht weiter auszubauen und nur noch abzumelken, das Umsatzwachstum wäre da ja recht überschaubar.
 
Blutschlumpf schrieb:
Weil die letzte Meile nur ein Teil der Kosten darstellt, der Traffic muss dann ja noch durch die Pampa transportiert werden, das Netzwerkequipment kostet natürlich Geld, Personal kostet, Upstream kostet (zumindest bei der DG, da die doch recht klein ist).
Traffic kostet nichts, Glasfaser an sich genauso wenig und solches Equipment wird zum Beispiel im Gegensatz zu DSL Modems auch nicht so schnell alt. Am Ende schließt die DG auch keine einzelnen Gebäude an, wie es teilweise von anderen Anbietern gemacht wird, sie erschließen ganze Gebiete wo sie dann über die Jahre hinweg die Kosten wieder einspielen können.

Der Strom alleine wird mit Sicherheit keine 10€ im Monat kosten, da kommen schon gehörige Sümmchen pro Kunde beim Betreiber an, sonst würden sie es auch nicht machen. Letzten Endes aber auch irrelevant, DG kassiert genauso hohe Zuschüsse von Bund/Land/Stadt wie jeder andere Anbieter.
Digitalpolitisches Kernziel der Bundesregierung ist es deshalb, gigabitfähige Internetverbindungen für alle Haushalte und Unternehmen in Deutschland zu schaffen. In Gebieten, in denen sich der Ausbau nicht rentiert und ein Marktversagen festgestellt wird, unterstützt die Bundesregierung mit einer Neuauflage der Breitbandförderung, dem sogenannten Graue-Flecken-Förderprogramm.
Insgesamt stellt der Bund rund 12 Milliarden Euro für die Förderung von Glasfaseranbindungen zur Verfügung. Mit diesen Mitteln werden 50 bis 70 Prozent der Kosten des Gigabitausbaus als Wirtschaftlichkeitslücken- oder Betreibermodell sowie bis zu 100 Prozent der Ausgaben für externe Beratungs- und Planungsleistungen finanziert. Die Bundesländer beteiligen sich ebenfalls an den Kosten des Gigabitausbaus, sodass die Finanzierung der Förderprojekte gesichert ist.
https://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/breitbandfoerderung.html

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https://www.gigabit.nrw.de/breitban...derung-durch-zuschuesse.html#landesfoerderung

Je nach Gebiet fließen eben Gelder aus verschiedenen Töpfen für denjenigen der den Zuschuss bekommt zusammen. Die Frage wird sein was ist denn später, wenn die Töpfe nicht mehr offen sind und in der Zukunft weiter in die eigene Infrastruktur investiert werden muss. Danach kann es schnell passieren, dass der Ausbau für zusätzliche Anbieter uninteressant ist und der Monopolist in dem Bereich, die Preise nach belieben diktiert.

Das was wir aktuell sehen ist Goldgräberstimmung und Kundenfang, kassiert wird wie immer am Ende.
 
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Blutschlumpf schrieb:
Es ging mir drum, dass die Kosten noch zu den 7000 ober drauf kommen, das hat überhaupt nichts mit Trenching oder klassischem Tiefbau zu tun. Mein Post wäre nicht anders gewesen wenn die normal erschließen würden.
Ach so. Dann habe ich Deine entsprechenden Hinweise auf die Kosten von Folgeschäden bei bisherigen Artikeln zu gefördertem und ungefördertem Ausbau mit Koaxkabel, Kupferkabel und Glasfaser per Bagger, Fräse,Spülbohrung, Erdrakete,... wohl einfach nur überlesen. Kann ja mal vorkommen.
 
xexex schrieb:
Traffic kostet nichts, Glasfaser an sich genauso wenig und solches Equipment wird zum Beispiel im Gegensatz zu DSL Modems auch nicht so schnell alt.
Ups, habe ich nicht mitbekommen, dass Traffic und das Verlegen von Glasfasern oder das Anmieten selbiger jetzt umsonst sind.
Schick mir mal den Link wo man das alles für umme bekommt, am besten auch einen wo man aktuelle Hardware geschenkt bekommt, wir haben da auf der Arbeit bisher den Fehler gemacht jedes Jahr Millionenbeträge für das ganze Zeug zu zahlen. :rolleyes:
Ich hoffe mal die 655 Mitarbeiter (lt. Wikipedia Stand Dez- 2019) arbeiten auch für lau.
Denn wenn ich mal (sehr niedrige) 60k Euro Kosten pro MA ansetze, sind alleine dadurch schon knapp 40% des Umsatzes (101 Mio) weg, das wird dann natürlich eng mit deiner 80% Marge-Theorie.
 
Er hat geschrieben, dass die letzte Meile den (sehr großen) Hauptteil der Kosten darstellt. Und dennoch die Telekom dazu verdonnert wurde, diese für knapp über 10€ im Monat an 1und1 und Co zu vermieten.

Und ja, der Tiefbau ist der Hauptkostentreiber der letzten Meile. Verglichen mit den Tiefbaukosten sind die Kosten für den Meter Glasfaser wirklich verschwindet gering.

Und als die Telekom so ungefähr 2014 mal eine Traffic-Obergrenze für ihre Tarife einführen wollte (Stichwort Drosselkom), kam auch raus, dass den großen Anbieter damals ungefähr (rein aus meiner Erinnerung) etwa 30 Cent Kosten pro Terabyte Traffic entstehen. Aber fühl dich frei mir da bessere Zahlen zu liefern...
 
Blutschlumpf schrieb:
Ups, habe ich nicht mitbekommen, dass Traffic und das Verlegen von Glasfasern oder das Anmieten selbiger jetzt umsonst sind.
Ich glaube da hast du es falsch verstanden. Traffic kostet "nichts" sobald die Hardware da ist und auch das Peering unter den Providern selbst ist im Kostenvergleich so gut wie irrelevant. Eine Glasfaser? Gechenkt!
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Was Geld kostet sind die Arbeiten, wenn man sich die von Staat bezahlen lässt ist das ein gutes Geschäft. Alternativ erschließt man ein Gebiet mit eigenem Invest und kann dann die Monopolstellung nutzen um die Kosten wieder einzufahren. Fakt ist nur, dass von den 50€ bei einem Anschluss nicht 10€ übrig bleiben, sondern schlimmstenfalls der Betrieb mit allen Nebenkosten so viel kostet.

Zudem verlegt meines Wissens auch DG schon längst keine "echte" Glasfaser mehr, was verlegt wird ist GPON und da sind die Betriebskosten noch um einiges niedriger.

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http://www.gpon.eu/breitband/gpon.html
 
Das ändert nichts dran, dass da von 50 Euro für den Anschluss keine 40 überbleiben, nicht mal ansatzweise.
Nach den Umsatzzahlen gehen schon 20 Euro davon für Personalkosten drauf (bei wohlgemerkt sehr niedrig angesetzten 60k Euro Kosten je MA).
Und das dürften Admins, Buchhaltung, Marketing, Support, Vetrieb, Entwickler, Planer usw sein weil der eigentlich Tiefbau afaik durch Subunternehmer gemacht wird. Sprich du kannst den Wert nicht zu einem großen Teil auf den Ausbau umlegen, das ist sicherlich sehr Opex-lastig.
Die Glasfaser als Material meine ich gar nicht, die würde ich zum Ausbau zählen. Aber du musst natürlich von jedem Ausbaugebiet auch erstmal wegkommen.
Und du brauchst natürlich Verbindungen Richtung Düsseldorf, Amsterdam und/oder Frankfurt wo du den Traffic sinnvoll loswerden kannst, die werden die auch kaum selber legen.
Die Hardware ist nicht zu verachten, da sind schnell mal ein paar Millionen Euro pro Jahr weg.
Und wenn du die Hardware deutlich länger als 5 Jahre nutzen willst, kommst du um Supportverträge nicht rum, die dann jährlich auch schnell mal Richtung 20% des Kaufpreises gehen.
Alleine ordentliche ausgestattete Router (ich mein jetzt das Access-Zeug) oder optische Transportsysteme gehen ganz schnell 6-stellig los mit Option auf 7-stellig.
Equipment zur ddos-Erkennung / Mitigation (k.A. ob und was die nutzen) ist ebenfalls schweineteuer, an sowas denkt man ja nicht unbedingt.

@Punctum Maximum: Traffic wird nach MBit 95% berechnet, nicht nach Gigabyte.
Und die Spanne ist da gigantisch.
Billiger Upstream kostet nen mittelgroßen Provider a la DG Region knapp 20 Cent je MBit, Peering im Idealfall auch mal Richtung unter 10 Cent wenn man genug Bandbreite hat und alles schön ausreizt.
Wenn man ein ausreichend dimensioniertes Netz mit passenden Redundanzen baut, geht es aber schnell in die ganzen Euro pro MBit. Schwer einzuschätzen was die DG am Ende zahlt.

Jetzt müsste man noch wissen was ein Durchschnitts-Anschluss so an Traffic (zur Primetime) macht.
Mag sein, dass da 1 MBit je 20 Cent rauskommen, evtl. sinds auch 10MBit zu 50 Cent.

In Relation zu Hardware und Personal ist Traffic und auch Stromverbrauch ein eher kleiner Faktor.
Aber Kleinvieh macht auch Mist.
 
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