News Microsoft erhöht Lizenzgebühren um 15 Prozent

Cooler Tipp, mal schnell ein EA abschliessen. Die Einstiegshürde von 250 Qualified Devices ist ja auch lächerlich und der Vertrag lässt sich sicher in ein paar Tagen aushandeln.
 
Und damit werden die Alternativen wieder attraktiver. Die aufgeblasene Exchange-Infrastruktur verwenden die wenigsten Firmen in dem Ausmaß, in dem Exchange sinnvoll ist.
Für Email reicht idR schon ein IMAP-Server. Den IMAP bindet man an einen Authenthifzierungsserver an und fertig. Kontakte synchronisert man über CardDAV, Calender über CalDAV. Entsprechende Server gibts gratis und laufen auf einem ebenso kostenlosen Linux. Das liese sich für kleinere Unternehmen bereits in einem (1) Nettop realisieren, praktisch sollte's aber der Redundanz wegen doch mehr als 1er sein. Die konservativen IT-Departments und Consultants haben das zwar noch nicht realisiert (der Tellerrand vieler IT-Departments endet bekanntlich bei Windows Server), aber früher oder später werden sie spezielle kleine Firmen die Frage stellen "Warum Exchange"?. Und wenn MS hier nicht bald einen Lightweight Exchange hinterschießt, wird sich das in Richtung BlackBerry entwickeln. Kapitel "Business-Tools, die nicht smart genug für's 21te Jahrhundert waren".

EDIT: Bestes Beispiel: Heutige News zu ownCloud. Microsoft ist schon lange nicht mehr alleine am Markt... SmarterMail als Exchange-Alternative zB...

MFG, Thomas
 
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2L84H8 schrieb:
Man ist sich von Micro$oft ja nichts anderes gewohnt. Ein weiteres Argument um die Seiten zu wechseln. Linux und xBSD warten nur darauf entdeckt zu werden. :cool_alt:

2013 wird bestimmt das Jahr des Linuxdesktops! Man muss nur ganz ganz doll dran glauben! Dann wirds auch wahr.
 
Die Wahl des Betriebssystems in einem Unternehmen hängt nicht immer davon ab, ob es mit einem bestimmten OS machbar ist. Einmal hängt es davon ab was bereits verwendet wird, und welches KnowHow vorhanden ist. Wenn etwas bereits gut funktioniert, wird niemand zu einem anderen OS wechseln, weil das einiges kosten würde. Auch wenn das OS kostenlos ist. Zum anderen werden solche Entscheidungen sehr oft von Leuten getroffen, die entweder keine Ahnung von der Materie haben, oder einfach nur stur sind. Es gibt Leute die meinen was kostenlos ist kann nicht gut sein. Es werden teils sonderbare Entscheidungen mit teilweise lustigen Begründungen getroffen. Das betrifft nicht nur die Frage welches OS für welche Dienste verwendet wird. Das zieht sich durch kleine wie große Unternehmen, und man könnte schon drüber lachen, wenn es nicht so raurig wäre, und oft zur Geldverschwendung führen würde. Aber es ist wichtig sich das vor Augen zu halten, dass Entscheidungen in Unternehmen nicht immer realistisch begründet werden. Ich erinnere mich da nur gerne an die Aussage des Chefs der Hardwarewerstatt in dem RZ der Uni wo ich meine Ausbildung gemacht habe. Auf die Frage hin, warum er keine AMD CPUs verbaue meinte er, die Rechner müssen laufen, die er zusammenbaut, und nicht andauernd in der PC-Werkstatt stehen. lol Das ist schon lange her, und mittlerweile durfte ich auch sehr große Unternehmen kennenlernen und feststellen wie chaotisch es zugeht.
 
Was oft übersehen wird sind die Folgekosten: nur weil Linux anfangs kostenlos ist heißt das nicht, das der weitere Betrieb keine Kosten verursacht. Gerade der Umstieg von Windows zieht sehr hohe Folgekosten nach sich und die alte Software und Skripte und Makros laufen nicht mehr. Und viele betriebswirtschaftliche Programme gibt es erst gar nicht für Linux, warum also zu Linux wechseln?
 
Kann ich nachvollziehen. Von unseren Kunden wurden fast nur User-CALs gekauft, Device-CALs waren wirklich eine Seltenheit. Spätestens mit den Windows 8 Tablets und Smartphones wird das noch extremer, da ist die Preiserhöhung wohl wirtschaftlich nachvollziehbar.

An die, die nicht wissen worum es geht: wenn man von seinem PC / Notebook / Smartphone einen Serverdienst von Microsoft in der Firma nutzen will (zB Anwendungen nicht lokal hat sondern auf einem Terminalserver installiert), benötigt man pro Gerät oder pro Benutzer sog. CALs (client access licenses). Will man den Exchange-Server nutzen (also auf sein Postfach da zugreifen), braucht man eine Exchange-CAL usw.
Hier wird das Ganze von Microsoft erklärt:
http://www.microsoft.com/de-de/licensing/about-licensing/client-access-license.aspx

Man kauft quasi das Recht, einen Serverdienst nutzen zu dürfen.

Wenn nun ein Nutzer ein Smartphone, ein Notebook und nen PC hat, kann er mit einer User-CAL von jedem Gerät die Serverdienste nutzen. Daher nimmt man in so einem Fall die User-CAL. Müssen alle Geräte zB von unterschiedlichen Nutzern am Server genutzt werden, nimmt man Device-CALs (zB ein Terminal bei Schichtbetrieb).
Natürlich werden User-CALs daher viel häufiger eingesetzt. Durch verstärktes Bring Your Own Device (BYOD) werden die User-CALs quasi entwertet, da viele Nutzer diese für weitere Geräte nutzen können (zB vom privaten Tablet). Daher die Anpassung.
 
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Fu Manchu schrieb:
Was oft übersehen wird sind die Folgekosten: nur weil Linux anfangs kostenlos ist heißt das nicht, das der weitere Betrieb keine Kosten verursacht. Gerade der Umstieg von Windows zieht sehr hohe Folgekosten nach sich und die alte Software und Skripte und Makros laufen nicht mehr. Und viele betriebswirtschaftliche Programme gibt es erst gar nicht für Linux, warum also zu Linux wechseln?

Darum:
Microsoft erhöht Lizenzgebühren um 15 Prozent

Über die Schmerzgrenze gibt es wahrscheinlich 80 Mio. individuelle Meinungen in Deutschland.
Heute kann man sich von vornherein überlegen, ob man sich an Makros für proprietäre Programme bindet. Im Ernstfall droht dann eben mal ein solcher Aufschlag. Allerdings kann die eigene Lösung auch so billig gewesen sein, dass sie selbst inkl. der 15% noch am wirtschaftlichsten ist.
Freie Software kann man sich nehmen, man kann aber auch Codeschnipsel geben oder sich die Software bei entsprechendem Budget anpassen (lassen). Freie Software wird auch nicht an Konzerne verkauft, zerschlagen oder zur Profitmaximierung abgekündigt. Eine Einstellung wegen Entwicklermangels ist aber möglich.
Jeder soll mit seiner Software glücklich werden.
Im öffentlichen Einsatz zählen neben den Kosten aber auch die freie Zugänglichkeit und der Einsatz offener Standards. Mittlerweile kann es auch kaum noch anders funktionieren, da es so viele Plattformen gibt: Microsoft, Apple, RIM und Linux auf x86 und ARM.
 
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