Wie schütze ich meinen Sohn vor 18+ Sachen im Internet?

Peter1234

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Hallo zusammen,

ich möchte meinen Sohn davor schützen, dass er auf Seiten landet, die nicht für ihn gemacht sind. Dafür habe ich an seinem Handy die App "AppBlock" installiert. Mit dieser kann ich eine Reihe von Filtern, vor allem mit Stichworten erstellen. Bspw. sind durch diese App alle Websites mit "nude" in den URLS geblockt.

Gibt es so etwas ähnliches für den PC? Am besten auch so, dass man das kaum bemerkt bzw. es nicht durch Inkognito Mode überwunden werden kann? "AppBlock" hat zwar eine Desktopversion/Chrome Addon, welches aber in Inkognito nicht funktioniert...

Wie würdet ihr eure Kinder vor pornographischem Material schützen? Ideal für mich wäre es in einer Liste quasi festzulegen, welche Websites mit welchen Stichworten geblockt werden! (über die Host Datei kann man zwar einzelne Websites und auch subdomains blocken, das reicht aber nicht, ich kann ja nicht alle Porno Seiten auflisten)

Vielen Dank für jeden hilfreichen Beitrag!
 
versuch mal PiHole mit einem entsprechenden Filter. Ist zwar nicht ganz so einfach einzurichten, aber die offizielle Seite hat ein sehr gutes Tutorial.

Das hilft aber nur in deinem Netzwerk! Bei mobilem Internet nützt PiHole gar nichts.

EDIT:
Aber prinzipiell stimme ich meinen Nachrednern zu: ganz blocken wirst du es nie können, vermutlich wirst du die Sachen durchs Blocken erst interessant machen. Aufklärung und Kommunikation ist da deutlich zielführender.
 
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Wie alt ist denn Dein Sohn?

Ich will Dir nicht Deine Hoffnung zerstören, aber das ist nahezu unmöglich. Je mehr Du verbietest und verteufelst, desto größer wird das Interesse.

Der richtige Ansatz wäre eher Aufklärung. Ob er sich das bei Kumpels holt oder wo auch immer.

Früher waren die Lanparties schon "wild". Keine Chance für die Eltern.
 
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Mit Gesprächen und Sensibilisieren für das Thema.
Was denkst du wie viele Tablets, PCs und Handys dein Sohn nutzen kann. (Freunde, Schule etc.) wie effektiv ist dann der mögliche Block auf zwei Geräten?
Neuer Browser auf Handy und PC?
Findet er möglicherweise den Blocker?

Ohne das ordentlich zu besprechen wird das nix.
 
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Peter1234 schrieb:
Wie würdet ihr eure Kinder vor pornographischem Material schützen?
Gar nicht. Mein Kleiner ist 10.Und wir haben schon Hentai-Bilder in der Browser-Historie seines Smartphones gefunden.
 
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Blockt denn diese App bereits bei der Google-Suche? Denn ohne dauerhaft aktives SafeSearch musst du gar nicht auf irgendwelche Websites, sondern das liefert die einfach schon die Google-Bildsuche.
Und um SafeSearch dauert zu aktiveren muss man entsprechend ein eigenes Kinderkonto verwalten, anonsten ist das schon von vorn herein ein Ding der Unmöglichkeit. Und das ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Der Zugriff um neue Dinge zu installieren müsste natürlich auch komplett unterbunden werden, sonst lädt sich dein Sohn einfach einen neuen Browser runter.
 
Der Schulhof und die Konstellationen mit Freunden und die Gruppe ist deutlich potenter, was problematische Inhalte angeht, als das alleine sein zu Hause.
Das wird oft unterschätzt.
Wichtig dabei, dass passiert nicht aus Boshaftigkeit der anderen, die Hemmschwelle sinkt in der Gruppe und Jgdl. potenzieren sich oft. Die eigenen vier Wände sind der falsche Ansatz.
Das Thema muss auf den Tisch und detailliert besprochen werden. Fern halten wird man kein Kind.

Wenn Du dich damit nicht wohl fühlst kannst du dir Hilfe holen. Jede größere Stadt und Gemeinde bietet. Beratungsstellen. Ist keine Schande und eher hilfreich. Nicht jeder Erwachsene kann alles können und vermitteln. Dafür gibt es Experten, die das kostenfrei anbieten. Städtisch, Caritas, Diakonie, Jugendhilfe Träger etc.
Nutzt die Angebote.
 
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Gibt es einen Grund wieso sich die Extension nicht im Safe Modus aktivieren lässt?

Ansonsten sind Nudeln genauso schädlich wie z.B. ein Staatsexamen.
 
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Feel u, mein Sohn ist 5 und Tochter bald ein Jahr. Ich hab Adguard, da könnte man easy Filter setzen oder Apps sperren. Dann hab ich mich innerlich ausgelacht, als wenn das irgendwas bringen würde. Das macht den Reiz nur grösser, die äusseren Einflüsse sind weiterhin da durch Umwelt, Freunde, Sportverein etc.

Aber ich glaub den grössten Fehler den man dabei begeht, man unterschätzt sein Kind und hält es für blöd. Das hat schon Generationen vorher nicht Funktioniert und wird es auch in Zukunft nicht. Egal was du für Mauern aufbaust, mit ein wenig Google wird man da einen Ausweg finden.

Ich würde mir das sparen und eher mit den Kids ran an die Sache, auch wenn es weh tut. Wer hat schon gern mit seinen Eltern über Aufklärung gesprochen :D
 
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Je nach Alter des Kindes einfach darüber reden. Komplett verhindern geht das nicht und wenn er weiß was da alles verboten ist, ist das Interesse sowieso geweckt.
Allein die Google Bildersuche liefert einem alles was man dazu sehen möchte...
 
Ich kenne nur die Perspektive als Kind und die ist auch schon ziemlich lange her.
Zu einem Alter im einstelligen Bereich kann ich nichts sagen. Da konnte ich nicht mal ne Maus halten.

Meiner Meinung kann man das technisch nicht lösen. Das Wettrüsten hätten meine Eltern haushoch verloren (wussten die auch). Und da diese Technik aufgrund von Misstrauen installiert ist, ist die Hemmstufe gering, dieses nicht vorhandene Vertrauen zu enttäuschen.

Von Durchsuchungen halte ich auch nichts, ich war von solchen Geschichten immer entsetzt, als das mit iPod-Touch (mobiles Internet hatte sowieso niemand von uns) und später Smartphones losging. Nach dem, was ich da von Klassenkameraden gehört, hat das das Vertrauensverhältnis schon sehr nachhaltig zerstört.

Ich würd's tatsächlich mal mit Reden probieren. Es gibt ja durchaus sehr viele Argumente, bei dem Thema Internet aufzupassen. Von Kinderpornografiegesetzen, bei denen Jugendliche durch eigene Bilder dran sein können (selbst erstellte anzügliche Bilder in Messengern sind ja leider auch ein Problem bei Jugendlichen) über Datensicherheit und Pornosucht. Diese Argumente (und sicher viele andere auch) funktionieren auch an fremden Geräten. Ich würd mich da einfach mal informieren und mit guten Argumenten ein Gespräch anfangen. Gegen Plattformen wie Tiktok gibt's auch sehr viele Argumente, kann man gleich im selben Abwasch versuchen.

Kleine Anekdote zum Schluss:
An einem Geburtstag (12., 13. oder so) war ich kurz nicht in meinem Zimmer und ein paar Spaßvögel haben eine Porno-Seite an meinem Rechner geöffnet. Ich fand das so gar nicht witzig aus Angst mir was einzufangen und mein Vater, der das mitbekommen hat, hat sich nur kaputtgelacht, weil er am gleichen Geburtstag ein 18+-Heft von Freunden bekommen hat.
Damit will ich sagen, dass schon lange vor Internetseiten Jugendliche auch mal 18+-Material zu Gesicht bekommen haben und irgendwie doch normal aufgewachsen sind.
 
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pseudopseudonym schrieb:
Jugendliche auch mal 18+-Material zu Gesicht bekommen haben und irgendwie doch normal aufgewachsen sind.
Wer hat das denn nicht,blocken und verbieten kann man eh nicht alles.

Die Neugier siegt halt.


Ich hab mir die sachen immer von kumpels/bruder kaufen lassen,ja jeder hatte bei mir ein der schon 18 war^^

Meine Eltern fanden das zwar auch nicht toll,das ich GTA und co schon mit 12,13,14 spielte,aber geschadet hats mir auf jedenfall nicht und amok bin ich auch nicht gelaufen.


Und die bösen filmchen wurden fleißig aufm Schulhof verteilt,das war auch kein Prob sowas zu sehen,und heute geht das alles noch einfacher.

Die jugend ist nicht dumm,die finden immer wege das sollte man nicht vergessen.
 
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Peter1234 schrieb:
Hallo zusammen,

ich möchte meinen Sohn davor schützen, dass er auf Seiten landet, die nicht für ihn gemacht sind.
Wenn du ihn davor schützen willst, das er zufällig auf eine nicht geeignete Seite "klickt", dann geht das über Filterlisten mit zig Software. Die Software kann aber als Misstrauensvotum verstanden werden.

Wenn du "nude" in diese Filterlisten einträgst, würde es deinen Sohn nur davor schützen das er versehentlich auf "nude" Content geht. Es schützt ihn nicht davor diesen zu finden, wenn er die Motivation dazu hat.

Da du sein Alter nicht genannt hast, ist jegliche Diskussion eigentlich überflüssig.
 
Du kannst im Router global mit der Clean Liste von https://dnsforge.de/ blocken, dann musst du allerdings auch verzichten ;)

Einen normalen DNS (Ad)Blocker sollte mMn jeder Haushalt im Heimnetz haben und wäre auch schon gut für die Digital Literacy von deinem Sohn.
 
Dann gehter halt zu kumpelts und zieht sich da das zeug rein.
Oder greift zum Phone übers datenvolumen..
Da müsste man auch YT und vorallem Tiktok blocken,glaub vielen ist garnich bewusst was gerade auf Tiktok alles so hochgeladen wird.

Egal wie mans dreht und wendet,dann müssten die Eltern es Kind auch von anderen Kindern isolieren,und 24/7 am Kind kleben.

Da wir aber halt nicht das alter kennen,meine einstellig würde ich mir da garkeine sorgen machen.

Auch generell nicht,wir haben auch unsere erfahrung gemacht,de eltern haben uns auch alles erzählt das nicht und das nicht,am ende habens war trotzdem gemacht weils uns halt einfach interessiert hat und man neugierig war.

Das kind vor alles und jedem "schützen" ist halt nicht der Heilige Gral und alles andere als gesund.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bis zu nem bestimmten Alter interessieren sich Kinder nicht für Pornographie/Sexuelle Inhalte. Das ist schlichtweg uninteressant. Da ist dann irgendne Zeichentrickserie spannender.
Aber sobald es soweit ist, meist mit Beginn der Pubertät, wird das Zeug beschafft und als Eltern könnt ihr da gar nix gegen tun.
Der beste Weg ist Offenheit und über das Thema reden und dem Kind erklären dass Pornos nicht die normale Sexualität zeigen. Was auch hilft, ab nem bestimmten Alter, z.b. 10 Jahre dem Kind sagen: "Ab sofort bezahlst du selber die monatliche Rechnung für dein Handy" und dann mit dem Taschengeld verrechnen. Dann lernt das Kind schonmal früh mit Geld umzugehen und kauft im Optimalfall keine Pornos sondern guckt nur das kostenlos zugängliche Zeug das meist harmloser ist als der Hardcore Kram der was kostet.

Verhindern kann mans nicht. Irgendwer im Freundeskreis hat immer Zugang zu Pornos und das macht dann die Runde. War bei früheren Generationen doch auch so, und da war es viel schwerer dranzukommen.

Also, redet mit dem Kind über das Thema und gut ist.

Das gleiche gilt auch für alle anderen 18+ Inhalte wie Gewalt, Horror usw.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Zeug das meist harmloser ist als der Hardcore Kram der was kostet.
Findest auch alles free,man muss nur wissen wo man suchen muss,und da wir als jugend auch sehr einfallsreich waren,ist das für die jugend von heute mit bessere technik erst recht ein klacks.

Früher ging das schon,aber mit 56K und bei überschreitung draufzahlen war zu tricky das wären dann aufgefallen^^

Weil ich glaube auf de rechnungen standen dann immer die Seiten.
 
Millkaa schrieb:
Mit Gesprächen und Sensibilisieren für das Thema.

Genau damit.
Und die Frage ist natürlich auch, wie alt das uns unbekannte Kind ist.
Bei um die 15 und älter kannst Du da überhaupt nicht mehr machen.
Da ist das Kind längst in den Brunnen gefallen.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
[,,,]
und kauft im Optimalfall keine Pornos sondern guckt nur das kostenlos zugängliche Zeug das meist harmloser ist als der Hardcore Kram der was kostet.
Da liegts Du sowas von falsch.
Was bei xxx hinter einer Paywall lagert, kann man sich auf diversen Seiten als Raubkopie besorgen, die Seiten findet man mit Google und die Seiten haben auch gute Such-/Filtermöglichkeiten um genau den Kontent zu aufzufinden den man will.
Meist lungert dahinter noch eine Sharehoster, aber mit etwas Geduld kann man auch mit den "free" Zugängen etwas langsamer runterladen.
D0m1n4t0r schrieb:
Das gleiche gilt auch für alle anderen 18+ Inhalte wie Gewalt, Horror usw.
Gilt auch dafür.
 
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