Weiterer nForce-Chipsatz für Intel kommt

Volker Rißka
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Um sein aktuelles Portfolio an Mainboardchipsätzen für Intel-Prozessoren nach unten hin abzurunden, plant Nvidia offenbar die Reaktivierung des bekannten nForce 650i SLI, der in Kürze als nForce 740i SLI den Einsteigerbereich bedienen soll.

Gemäß asiatischer Medienberichte, die unter anderem von der Seite HKEPC verbreitet wurden, wird man ein Prozedere, wie es Nvidia aktuell bei den Grafikkarten veranstaltet, auch bei den Mainboards vollziehen. Altbekannte Features oder Bauteile werden unter neuem Namen noch einmal vermarktet. Die größten Indizien beim neuen Chipsatz nForce 740i sind unter anderem die internen Bezeichnungen der verwendeten Chips C55 und MCP51. Weiteres Indiz für die Wiederverwertung ist die Unterstützung von PCI Express der ersten Generation, während alle weiteren neuen nForce-Chipsätze bereits PCI Express 2.0 bieten.

Der neue, alte nForce 740i SLI wird eine Grafikkarte mit vollen 16 Lanes unterstützen können, bei SLI-Konfiguration teilen sich diese dann in 2 x 8 Lanes auf – wie man es vom nForce 650i SLI her kennt. Unterstützen werden die neuen Einsteigerplatinen alle 45-nm-Prozessoren von Intel, die für einen Frontside-Bus von bis zu 1.333 MHz ausgelegt sind, was die Wolfdale und Yorkfield mit Ausnahme des Intel Core 2 Extreme QX9770 einschließt.

Der nForce 740i SLI wird die Lücke zum 750i SLI schließen, der neben der unveränderten Unterstützung für DDR2-800 einige aufgewertete Features bieten kann und auf der neueren Kombination C72 + MCP51 basiert. Dazu gehört neben der Unterstützung für PCI Express 2.0 auch der volle Support für SLI mit 2 x 16 Lanes. Zu diesem Chipsatz haben wir in einem Artikel bereits alle wichtigen Dinge zusammengefasst.

Nvidia nForce-700i-Serie
nForce 790i Ultra SLI nForce 790i SLI nForce 780i SLI nForce 750i SLI nForce 740i SLI
Codename C73 XE C73 P C72 XE C72 P C55 (?)
CPU (bis einschließlich) Yorkfield, Wolfdale Yorkfield, Wolfdale Yorkfield, Wolfdale Yorkfield, Wolfdale Yorkfield, Wolfdale
FSB (effektiv) 1600 MHz 1600 MHz 1333 MHz 1333 MHz 1333 MHz
SLI-Modi SLI (2x16),
3-Wege-SLI (3x16)
SLI (2x16),
3-Wege-SLI (3x16)
SLI (2x16),
3-Wege-SLI (3x16)
SLI (2x16) SLI (2x8)
ESA Ja Ja Ja Nein Nein
EPP 2.0 Ja Nein Nein Nein Nein
Speichertyp (bis) DDR3-2000 (EPP 2.0) DDR3-1333 DDR2-1200 (EPP 1.0) DDR2-800 DDR2-800
PCI Express 2.0 32 Lanes
2x16
32 Lanes
2x16
32 Lanes
2x16
24 Lanes
2x16
n/a
PCI Express 1.1 28 Lanes
1x16, 1x8, 4x1
28 Lanes
1x16, 1x8, 4x1
30 Lanes
1x16, 1x8, 6x1
2 Lanes
2x1
1x16, 1x8
oder 2x8 2x1
PCIe Controller 10 10 12 6 ka
SATA/PATA 6/2 6/2 6/2 4/2 4/2
RAID 0, 1, 0+1, 5 0, 1, 0+1, 5 0, 1, 0+1, 5 0, 1, 0+1, 5 0, 1, 0+1, 5
Gigabit Ethernet 2x 2x 2x 1x 1x
DualNet Ja Ja Ja Nein Nein
USB 10x 10x 10x 8x 8x
PCI-Slots 5 5 ka ka 5 (?)
Audio HDA (Azalia) HDA (Azalia) HDA (Azalia) HDA (Azalia) ka

Offiziell wurden die Angaben bisher noch nicht bestätigt, ins Bild passen würden sie jedoch relativ gut. Preislich sollen Platinen auf Basis des nForce 740i SLI bei 85 US-Dollar beginnen, während Mainboards mit einem nForce 750i SLI erst ab 120 US-Dollar starten.