Silverstone hat mit dem ST45NF aus der „Nightjar“-Serie das nach eigenen Angaben weltweit stärkste, komplett passiv gekühlte Netzteil vorgestellt. Das Netzteil kann durchgängig bis zu 450 Watt abgeben, in der Spitze sogar kurzzeitig bis zu 500 Watt.
Neben einem komplett lautlosen Betrieb liegt auch die Effizienz bei 20 bis 100 Prozent Last bei über 80 Prozent. Eine +12V-Schiene mit 35 Ampere soll Kunden ebenso überzeugen wie die vollaluminium Konstruktion, eine LED-Statusanzeige, einer aktiven PFC und die Unterstützung des ATX-12V-2.3- und EPS-12V-Standards. Für High-End-Grafikkarten steht ein 8-pin-PCI-E und zwei 6-pin-PCI-E-Anschlüsse zur Verfügung.
Die Betriebstemperatur gibt das Unternehmen mit 30° C an, so dass man gespannt sein darf, wie sich das Netzteil an heißen Sommertagen verhalten wird. Eine ausreichende Belüftung des Gehäuses sollte jedoch selbst an kühleren Tagen gewährleistet werden, da ein passives Netzteil im Gegensatz zu seinen aktiven Kollegen die Luftzirkulation im Gehäuse nicht unterstützt. Die genauen Spezifikationen des neuen Netzteils finden sich direkt bei Silverstone auf der Produkthomepage des ST45NF.
Die unverbindliche Preisempfehlung des ST45NF wird anfänglich bei rund 170 Euro liegen.
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Man könnte auch sagen, die netzteileigene 'Passivität' muss durch externe 'Aktivität" von Gehäuselüftern ausgeglichen werden.
Aktive Netzteile sind heutzutage im Nebeneffekt leise Gehäuseentlüfter.
Die Frage ist - vergleichbare Temperaturverhältnisse unterstellt - was letztlich mit der 'Passivität' fürs Ohr gewonnen ist, wenn der Kühlwind (auch nicht geräuschlos) eben anderweitig entfacht werden muss
Zur Betriebstemperatur:
Ich nehme an, das Silverstone schon die Temperatur außerhalb eines Gehäuses angibt. Und sicherlich ist sich Silverstone auch bewust, dass in einem Gehäuse in dem das Netzteil seinen Dienst tun soll die Temperatur etwas höher als 30°C ist.
An alle Kritiker von passiven NTs :D :
Passivnetzteile von vorneherein als unbrauchbar zu deklarieren ist in meinen Augen nicht tragbar. Mann sollte grundsätzlich zwischen einem komplett passiven und einem 1-Lüfter-PC unterscheiden.
Einem komplett passiven PC bekommt man nur durch ein gut durchdachtes Konzept und relativ viel Bastelarbeit. Bei den meisten Konzepten liegen die Netzteile außerhalb des Gehäuses, oder zumindest in einem sehr offenen Gehäuse.
Bei 1-Lüfter-PCs gibt es eben die Variante über NT oder mit passiv NT über Gehäuselüfter zu entlüften. Man hat bei NTs mit Lüfter immer eine gewisse mindestdrehzahl, die benötigt wird um das NT ausreichend zu kühlen. Bei meinem Seasonic SS380HT, welches zweifellos ein sehr leises NT ist, konnte ich dessen Lüfter (1-Lüfter-PC) nicht ausreichend weit herunterregeln, obwohl der Rest des PCs kühl genug geblieben ist. Inzwischen habe ich ein 300W passiv NT von Etasis (baugleich Silverstone mit 300W) und einen Gehäuselüfter, welcher langsamer dreht, als der Lüfter im Seasonic. Die Geräuschreduzierung war in meinen Augen groß. Und der PC war für damalige Verhältnisse wirklich sooo langsam.
Interessant ist es natürlich allemal, weil man jetzt einen eigenen Lüfter im Gehäuse auf das NT richten kann. Und denn kann man selbst aussuchen und einstellen. Dafür müsste man aber ein Case haben, wo das NT unten montiert wird, damit ein großer Front-Lüfter auf's NT blasen kann. Hat man ein Standard-ATX-Case, wo das NT oben montiert wird, hat man ja keine Chance einen Lüfter zu benutzen, weil gegenüber die Laufwerke montiert werden. Ansonsten finde ich es auch schade, dass man die nicht benötigten Kabel nicht abnehmen kann. Das würde den Luftfluß noch deutlich verbessern - was in solchen System notwendig ist. Und der Preis ist natürlich extrem hoch.