Mit Vorstellung der PhysX-Karten im Jahr 2005 (ComputerBase-Test) trat der ambitionierte Hersteller Ageia tollkühn der bisher favorisierten Software-Lösung aus dem Hause Havok entgegen – und scheiterte beim Endkunden. Erfolg hatte man dennoch vorzuweisen, als Nvidia das Unternehmen Anfang 2008 übernahm.
Ohne Frage, PhysX hatte großes Potential, krankte aber an der zwingend benötigten Physikbeschleunigerkarte. Ein Manko, das mit der Übernahme durch Nvidia der Vergangenheit angehört, denn in Zukunft sollen GPUs von Nvidia in der Lage sein, die Aufgaben der Zusatzkarte zu übernehmen. Das Ende von Havok und ein Siegeszug für PhysX?
Nicht unbedingt, denn PhysX wird nur von Nvidia-Karten beschleunigt werden. Und das andere Grafikkarten-Lager, namentlich AMD/ATi, gab nun bekannt, zusammen mit Havok an der Optimierung physikalischer Effekte durch AMD-Produkte, sprich CPUs und Grafikkarten, zu arbeiten. Noch pikanter wird die Angelegenheit, wenn man beachtet, dass Intel Havok im September 2007 übernommen hat. So heißt es ab sofort: Intel und AMD/ATi mit Havok gegen Nvidia und PhysX.
Außerdem ergeben sich in diesem Business ohnehin immer und überall strategische Allianzen auch mit ansonsten konkurrierenden Herstellern
Das mit DX11 schon ein Physics Layer kommen soll stimmt nicht, aktuell sind da GPGPU und Tesselation im Gespräch aber nix von Physik.
PhysiX ist allerdings für die kleineren Spiele-Entwickler das attraktivere Framework weil es hier keine Lizensierungskosten gab. Ob sich das mit der Übernahme durch NVIDIA nun geändert hat weiss ich nicht so genau.
Am Ende find ich es eh egal ... ich verplempere doch nicht meine Grafikpower mit Physikberechnungen die meine sich sonst zu Tode langweilende CPU auch übernehmen kann.
eben weil amd momentan doch am "unteren ende der nahrungskette" ist, ist es für amd sehr wichtig, in solchen kooperativen mit den grossen (intel in diesem fall) zu stehen. intel ist es schei.... egal, ob amd/ati mit im boot sitzt oder nicht, ob die für sowas nun 5millionen oder 10millionen dollar stemmen müssen, ist egal. auch, dass das projekt dann evtl etwas länger dauert, da die amd/ati leute fehlen ist denen egal. wichtig ist nur, dass das ergebnis stimmt. die marktdurchdringung dieses endproduktes ist für intel auch relativ leicht.
nvidia hat schon auf ein eigenes pferd gesetzt und da wird es für amd schwer bis unmöglich noch mit aufzuspringen. die alternative wäre also für amd/ati, nun als dritter ein eigenes projekt aus dem boden zu stampfen. das dumme ist nur, dass sie dann nicht einen konkurenten, sondern 2 konkurenten hätten, die beide besser die werbetrommel rühren und vor allem auch über erheblich mehr geldmittel verfügen und besser andere firmen (spielehersteller und betriebssystemhersteller) beeinflussen können. das was amd macht ist der einzige richtige schritt, um im bereich physikbeschleunigung nicht komplett abgehängt zu werden, oder gar für teuer geld irgendwelche lizenzen zu kaufen.
nur weil sich firmen auch mal vor gericht begegnen, heisst das nicht, dass sie nicht zusammen arbeiten. vor allem nicht, wenn es sich dabei zum teil um tochterfirmen (wie in dem fall hier) geht. würden firmen mit so einem kindergarten habitus durch die lande marschieren, dann würden viele firmen oftmals doppelt und dreifach draufzaheln, nur um das gleich zu spät zu erreichen.
Dazu kommt - Havok ist etabliert und ausgereift, PhysX krankte ja bis zur Übernahme von nVidia so vor sich hin. Gerade jetzt sind Nachrichten über PhysX ja eher Mangelware.
Außerdem ist Intel meiner Meinung nach noch immer noch das Unternehmen schlechthin (neben Microsoft), das mit Gewalt einen Standard durchdrücken kann - wäre ja nicht das erste Mal - siehe USB.
zum jetzigen zeitpunkt sehe ich noch keinen klaren gewinner dabei, außer die spieleprogrammierer und ati, die jetzt wohl von beiden seiten umworben werden ;)
möge der bessere gewinnen :D
Es ist schon sinnvoll die Berechnungen auf die GPU zu verlagern. Das die CPU sich langweilt stimmt auch nicht. Die hat heut zu Tage mehr Aufgaben zu erledigen als sonst.
Alleine mit der KI könnten die Entwickler die komplette CPU auslasten, wenn sie wollten. Die Sound-Engines werden auch immer aufwendiger und dann steigt natürlich auch der Berechnungsaufwand der Grafikengine, je komplexer das gerenderte Bild ist.
Es ist ja nicht so, als ob die Graka alleine für den grafischen Teil verantwortlich ist. Das Ganze muss natürlich erst von der CPU zusammengesetzt und berechnet werden. Jedes Objekt auf dem Bildschirmm belastet die CPU und da kann in der Summe ganz schön was zusammen kommen.
Da ist es schon sinnvoll die Physik auszulagern zumal so auch viele Objekte gar nicht mehr von der CPU verwaltet werden müssen.
Außedem muss man auch immer die Leistungsvorteile der GPU berücksichtigen. Intel hat letztens noch eine Partikeldemo gezeigt die mit 50.000-60.000 Paritkeln auf einem Nehalem mit lediglich 15-20 fps lief.
nVidia lieferte gleich eine ähnliche Demo mit 65.000 Partikeln nach, die auf einer 9800 GTX 300 fps erreichte und auf den neuen GT200'er Chips auf 600 fps kommen soll.
Eine ähnliche Demo gab es auch mal zur Stoffsimulation. Auf einem Intel Quad Core 2 Extreme lief die Demo mit 12 fps, während sie auf einer 8800 GTS mit 200 fps lief. Auf der PhysX Karte lief die Demo auch "nur" mit 150-180 fps.
GPUs sind also schon sehr gut geeignet um Physiksimulationen durchzuführen. Es erfordert nur wenig Resourcen der GPU um die CPU massiv zu entlasten. Die Physik nicht auszulagern wäre wirklich fahrlässig und eine Verschwendung von Resourcen.