Intel Pentium 4 2,2 GHz und AthlonXP 2000+ im Test: Der Kampf der Titanen

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Frank Hüber
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Sysmark 2001

Der Sysmark 2001 hat in der Vergangenheit häufig für Aufregung auf Seiten der AMD-Fangemeinde gesorgt. Dieser Benchmark gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert: Macromedia Dreamweaver, Abode Photoshop, Adobe Premiere, Microsoft Windows Media Encoder und Macromedia Flash. Während der Athlon XP in allen Anwendungen eine gute Figur macht, versagt er im Windows Media Encoder völlig. Die Schuld muss man an dieser Stelle aber dem Windows Media Encoder 7.0 in die Schuhe schieben. Diese für SSE1 optimierte Anwendung profitiert unheimlich von dieser Befehlserweiterung. Leider überprüft der Media Encoder allerdings nur auf Intel Prozessoren, ob der Prozessor eine Unterstützung dieser Befehle signalisiert. Da zum Entwicklungszeitpunkt noch gar nicht an die Möglichkeit gedacht wurde, dass AMD neben 3DNow noch auf SSE1 setzten könnte, schien dieser Schritt noch logisch. Dies schlägt sich natürlich auch in diesem Teilbereich von Sysmark 2001 recht deutlich wieder, da die Anwendung beim Pentium 4 natürlich mit SSE1 Erweiterungen arbeitete. Nichts desto trotz simuliert der Sysmark nun einmal die reale Leistung mit handelsüblichen Anwendungen. Dies macht ihm zu einem wichtigen Test zur Beurteilung von Prozessorleistungen bzw., der Leistungen eines gesamten Systems. Damit müssen wir diesen Test mit dem Wissen dieser kleinen Einschränkung hinnehmen.

Im zweiten Bereich von Sysmark 2001 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Latte von Anwendungen gemessen, die parallel zu einander via Multitasking angesprochen wurden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator, WinZip und McAfee VirusScan. Die jeweiligen Teilergebnisse die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergaben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein. Doch betrachten wir die Ergebnisse erst einmal im Detail:

Sysmark 2001 Internet Content Creation
Sysmark 2001 Internet Content Creation

Wie wir sehen, kann sich der Pentium 4 aufgrund der bereits genannten Einschränkung recht deutlich vom Athlon XP absetzen. Gut 50 Punkte trennen die beiden schnellsten Boliden. Allerdings muss man an dieser Stelle klar zugeben, dass der Athlon XP 2000+ selbst bei korrekter SSE1 Implementierung hier höchstens hinter dem Pentium4 2,2 GHz auf dem zweiten Platz gelandet wäre.

Sysmark 2001 Office Content Creation
Sysmark 2001 Office Content Creation

Im Teilbereich Office Content Creation ist das Ergebnis schon etwas realistischer. Der Pentium 4 2,2 GHz reiht sich aufgrund des hohen Taktes, des größeren L2-Cache und des schnellen Rambus, wie zu erwarten war, auf den ersten Platz ein, gefolgt vom Athlon XP 2000+ und 1900+. Der Pentium 4 2,0A reiht sich dahinter ein. Im Durchschnitt der beiden Teilbereiche ergibt sich damit folgendes Ergebnis.

Sysmark 2001
Sysmark 2001

Der große Vorsprung bei der Internet Content Creation schlägt sich sehr deutlich im Endergebnis nieder. Aufgrund dieser Tatsache können sich Pentium 4 2,2 und 2,0 GHz an die Spitze dieses Tests schieben.